Johannesfest

 

(Besuch Mariens bei Elisabeth, Teil eines Altarbildes,

16. Jahrhundert in der Kathedrale von Amiens).

 

Ein Licht, dass sich verkleinern muss, damit die wahre Sonne erstrahlt

Es ist die starke Lichtsymbolik, die das Hochfest «Geburt Johannes des Täufers» zum Ausdruck bringt. Im Lukasevangelium werden die Geburt des Johannes und die Geburt Christi in der sogenannten Kindheitsgeschichte in eine Beziehung gestellt; sie werden dabei als Verwandte vorgestellt. Die Mutter von Johannes, Elisabeth, die aus dem Geschlecht Aarons stammte, war, laut dem Evangelisten Lukas, die Cousine von Maria aus dem Hause Davids. Sein Vater Zacharias war im priesterlichen Dienst im Tempel beschäftigt. Als fromm und gottesfürchtig werden Johannes Eltern zu Vorbildern einer jüdischen Familie. Was diesen «gerechten vor Gott» allerdings lange gefehlt hatte, war die Geburt eines Sohnes, eines Namensträgers der Familie, der den Segen Gottes ausdrückt. Nun aber im fortgeschrittenen Alter kündigte der Engel Gabriel Zacharias die Geburt seines Sohnes an. Es ist höchst interessant, wie die Erzählung die Geburt des Johannes und die Geburt Jesus in eine Parallele setzt und dann die beiden Familien, die Priesterfamilie mit der «davidischen Königsfamilie», verbindet und in Beziehung setzt beim Besuch der beiden schwangeren Cousinen Maria und Elisabeth.

Die Botschaft der Gnade

Der Bote Gottes, der Erzengel Gabriel ist in beiden Ankündigungsgeschichten derjenige, der das Eingreifen Gottes zum Ausdruck bringt. Zacharias zweifelt an den Worten des Engels und verstummt – ein schweres Hindernis für einen Tempelpriester, wenn er nicht die Gebete verrichten, Ritualhandlungen mit Worten begleiten und nicht den Segen an die Betenden spenden kann, die ihn geradezu Amtsunfähig machen – und erst bei der Beschneidung des Knaben wird durch ein zweites «Wunder» nach der unerwarteten Geburt, mit der Namensnennung von Johannes, den Elisabeth vorschlägt, obwohl sie nichts von der Erscheinung und Botschaft des Engels an Zacharias erfahren hatte, erlangt Zacharias wieder seine Stimme, nachdem er dem ihn prophezeiten Namen seines Sohnes bestätigt. Der Name ist die Botschaft, denn Johannes (hebr. Jochanan) bedeutet: Gott ist gnädig. Die Gnade ist aber nicht nur für diese Familie erfolgt, sondern Johannes wird zum Zeichen der Gnade des Herrn für alle werden.

Schon vor der Geburt des Johannes wird in der Begegnung zwischen Maria und Elisabeth die Beziehung der beiden angekündigten Knaben verdeutlicht. Maria selbst hat eine Geburtsankündigung erfahren, die ihre genauso unmöglich erschien, wie die Schwangerschaft ihrer älteren und sterilen Verwandten. Der Besuch selbst scheint eine Vorsehung, denn hier scheint María wohl den Rat ihrer Cousine zu suchen, da sie sich in einer prekären Situation befindet: eine Schwangerschaft, ohne zuvor etwas mit ihrem Bräutigam gehabt zu haben und alles im Zusammenhang der «furchterregende» Begegnung mit jenem Engel, der auch Zacharius heimsuchte. Was sich nun aber beim Besuch der beiden Cousinen abspielt ist entscheidend, da es auf die Zukunft hindeutet und allem einen tiefen Sinn gibt. Als Elisabeth Maria sieht, erfüllt sie zugleich große Freude und in ihrem Bauch hüpft Johannes in Vorfreude. Ihr kurzes Gespräch endet mit dem Lobpries Mariens und dem Magnifikat. Hier wird nun klar, dass alles unter dem Licht Gottes steht und im Plan der Vorsehung eine neue Zeit anbricht, in der die Gnade Gottes die Welt durchströmen wird. Und Johannes selbst ist das erste Zeichen dieser Gnade, wie ja sein Name hervorhebt.     

 Der apokalyptische Prediger und die Lehrmeisterfrage

 Johannes erscheint dann in den Evangelien als der Prediger in der Wüste, der zur Bekehrung aufruft und die Endzeit ankündigt, indem der Weizen vom Unkraut getrennt und letzteres dann im Feuer vernichtet wird. Auch Jesus hört seine Predigten und lässt sich, wie ein Schüler, von ihm taufen. Doch nun offenbart sich, dass der scheinbare Schüler Jesus in Wirklichkeit der wahre Lehrmeister ist und so wird nun klar, wer der größere von beiden ist. Johannes wird dadurch zum Ankündiger des eigentlichen Lehrers und Richters der Endzeit. Er muss sich niedrig machen, damit derjenige, der nach ihm kommt, ganz im Lichte erscheint und sich offenbart.

 Noch in seiner Gefangenschaft erkundigt sich Johannes durch seine Schüler, ob den Jesus tatsächlich der Messias sei und erhält diese Bestätigung durch die Taten, die über ihn berichtet werden, die ganz dem Lobpreis und Magnifikat entsprechen, die seine Mutter und Maria noch vor der Geburt beider Knaben offenbarten. Während Jesus Zeit anbricht, geht die Zeit des Johannes ihrem Ende entgegen. Er bereitete am Ende also den Weg für den Größeren, der nach ihm kommen würde. Wie ein Prophet hatte er die Ankunft des Endrichters angekündigt, den er nun in seinem Verwandten gegenwärtig erkennt. Sein (kleines) Licht zum wahren Weg muss nun erlöschen, damit das wahre Licht – der Sohn des Allmächtigen - den Weg aus der Finsternis hin zum Weg des Lebens aufleuchtet.

 Es ist diese Lichtsymbolik, die das Johannesfest auf den 24. August festlegte, da es an den 24. Dezember erinnert, der Geburt des wahren Lichtes: Christus. Sie Symbolik wird aus dem Blickwinkel der nördlichen Halbkugel verständlich, denn mit der Sommer-Sonnenwende zwischen dem 20. und 22. Juni ist der längste Tag im Jahr erreicht und bis zum Weihnachtsfest nimmt dann das Tageslicht zunehmend ab, um schließlich am Weihnachtsfest – der Geburt Christi und dem dunkelsten Tag des Jahres– wieder anzufangen zu wachsen und damit die Dunkelheit des Winters zunehmend zu durchbrechen. 

In altkirchlicher Zeit wurde die Enthauptung des Johannes des Täufers am 29. August ebenfalls als Gedenktag begannen, erlangte dann aber weniger Bedeutung als sein Geburtsfest. Johannes der Täufer ist der einzige Heilige, dem neben der Gottesmutter die Ehre eines eigenen Hochfestes zur Geburt in der römisch-katholischen Liturgie zuteilwurde. Das Junidatum hat neben der Lichtsymbolik seine Begründung mit dem Hinweis im Lukasevangelium, dass Johannes sechs Monate älter war als Jesus.   

Der weitverbreitete Brauch des Johannesfeuers am Vorabend seines Festes, geht auf alte bäuerliche Bräuche zurück, die zumindest seit dem 12. Jahrhundert belegt sind. Das Feuer symbolisiert nicht nur die Sonne, sondern auch das Gericht der Endzeit, die Wende im Leben des Menschen vom Sünder zum Bekehrten. Es steht aber auch in Verbindung mit Schutzrituales gegen Krankheiten, Hagelschäden und Viehseuchen, die die Bauern bedrohen konnten. Eine Strohpuppe wird verbrannt, die Sinnbild des Bösen ist. Es ist zudem eine entscheidende Phase in der Landwirtschaft. Der anbrechende Sommer kann Dürre verursachen oder auch Regen zu falschen Zeit bringen, wo denn das Unkraut inmitten des Weizens heranwächst und die Ernte bedrohen kann, was uns direkt an die Predigten des Johannes erinnert.

In vielen Kulturen wurden und werden noch heute Sonnenwendfeiern gefeiert. In Chile haben wir dieses Jahr erstmals einen nationalen Feiertag, der den Respekt gegenüber den indigenen Religionen ausdrückt. Zugleich aber ist es eben auch ein symbolträchtiges Ereignis für die Christen. Wie Johannes sollten wir erkennen, uns kleiner zu machen, d.h. unseren Egozentrismus zu mindern, und uns Christus zu öffnen, damit er uns zum wahren und inneren Lebenslicht wird.

(Gedanken zum Johannesfest, 2021, Peter Downes).

 Una luz que debe bajarse para que la verdadera luz de Dios crece. 

El 24 de junio la Iglesia celebra el nacimiento de Juan Bautista. Él es el único santo que ha recibido el honor de este tipo de memoria y así goza de una veneración especial como la Virgen María.

La fecha no es coincidencia, sino que se deduce de la fecha del nacimiento de Jesús, el 24 de diciembre. El evangelista Lucas relata que Juan fue 6 meses mayor que Jesús. El simbolismo de este día es más evidente si consideramos que ambas fiestas se vinculan con el solsticio de verano y del invierno, según el hemisferio. Así Juan – el favorecido de Yahvé, significado de su nombre en hebreo – tiene que hacerse pequeño – bajar su luz  - para quien viene después de él, para que éste ilumine más fuerte: Cristo, la verdadera luz del Padre.

Ya en el encuentro de las dos madres embarazadas: María, la madre de Jesús y su prima Isabel, la madre de Juan, en el Evangelio de Lucas, se determina el papel de cada uno de los niños en el Plan de Dios. El himno y el Magnificat de las dos madres revela que uno prepara el camino para el Señor; mientras que Jesús, el Mesías y Senor, inicia un nuevo tiempo.

Sobre este nuevo tiempo, el adulto Juan predicó en el desierto llamando al Pueblo de Israel a convertirse, a dejar su vida antigua de pecadores y convertirse en trigo en la casa del Señor, así salvándose del fuego que quema la hierba mala. Juan habla del juez de los tiempos finales ante quien todos deben presentar sus hechos en la vida. Es el cambio de los tiempos, un tiempo para tomar la decisión y optar por el camino de avanzar hacia el Reino.

Poco antes de su muerte – decapitación por orden de Herodes Antipas – Juan consulta a sus discípulos sobre las señales en las obras de su pariente Jesús. Si este Jesús es el Mesías a quien el pueblo está esperando, o se debería esperar más tiempo a alguien que viene. Juan quedó en duda, aunque sabía que en el bautismo de Jesús, en el Jordán, este “discípulo” suyo predica y actúa como un maestro; que Jesús parece más como el maestro de Juan. Así las vidas de Juan y Jesús se cruzan y el mensaje queda finalmente revelado: Cristo es el juez de Dios y sus palabras son la Ley de Yahvé.

Desde el siglo IV la Iglesia celebró la fiesta del nacimiento de Juan el 24 de junio y de su muerte el 29 de agosto, pero la fiesta de junio ganó cada vez más importancia entre los fieles, posiblemente por su cercanía a las fiestas tradicionales de muchos pueblos y, en el ámbito rural, con la fiesta del solsticio, entre los días 20 y 22 de junio. En estas fiestas se practicaron rituales de protección contra tempestades, enfermedades de humanos y animales. Desde el siglo XII se conoce en Alemania la costumbre del “fuego de San Juan” (Johannesfeuer) en que se quema una muñeca de pasto como símbolo del mal (de los pecados) y practican bailes.

Si bien este año se incorporó en el calendario de fiesta nacional el día del solsticio de invierno en recuerdo y honor de nuestros hermanos y hermanas indígenas, también se mantiene para nosotros, cristianos, igualmente un significado especial que nos recuerda que debemos bajar nuestra propia luz, como Juan, para que podamos abrirnos a la Luz verdadera, que conduce a la vida eterna.

(Peter Downes, junio 2021)        

 

Fron-leichnam Corpus Christi


Der Fisch steht für ein antik-christliches Symbol des Credo (Glaubensbekenntnisses). Aus den Buchstaben des griechische Wort für Fisch Ichthys  leitet sich das Bekenntnis ab: Jesus, der Christus ist der Sohn Gottes (theou hyios), unser Heil (soter).
 
Und dann der Brotkorb, das Symbol der Brotgemeinschaft und der Körper Christi, der uns trägt. 
 
 
 

Corpus Christi als Mittelpunkt unseres Lebens

 

Ein Fest zum «Körper» von Christus, scheint zunächst vielleicht für vielen Menschen sonderlich, war doch das Grab nach der Auferstehung leer und somit sind weder ein Leichnam noch irgendwelche körperlichen Reste erhalten, denen man dann eine Verehrung entgegenbringen könnte.

Denken wir aber an das letzte Abendmahl zurück und an das Pfingstereignis, so wird jedem Christen schnell bewusst, dass Christus lebendig gegenwärtig ist im Sakrament der Eucharistie. Das Brot (die Hostie) wird zum Leib des Herren – daher auch das aus dem Mittelhochdeutschen stammende Wort Fron-leichnam, wobei der Wort «Frondienst» als Herrendienst den einen oder anderen wohl bekannt seine dürfte – und dieser Körper des Herrn wird in der gemeinsamen Feier der Eucharistie vom Priester, in Form der realen Vergegenwärtigung des sinngebenden letzten Abendmahls Christi, gebrochen und dann unter die Gläubigen zum Verzehr gereicht. Die Gläubigen nehmen damit den Leib Christi in sich auf und werden in ihrem Glauben gestärkt; sie werden zugleich Teilhaber am Körper Christi, wachsen zur Gemeinschaft des vereinten Körpers zusammen. Und wenn wir noch an die versprochene Gegenwart Christi im Heiligen Geistes in seiner Kirche denken – so das Pfingstfest -, dann ist der Corpus Christi auch hier in der gläubigen Gemeinde lebendig gegenwärtig.

Es macht also völligen Sinn, dass wir uns an diese körperliche Gegenwart Christi eigens erinnern und damit an das Gründungsfest der Eucharistie, dem Gründonnerstag mit der Einsetzung dieser sinngebenden Mahlfeier erinnern. Die Feier an einem Donnerstag nach der Pfingstwoche macht genau diese Verbindung deutlich. Nun kann die Freude über diese Brot-Körper-gemeinschaft, die Auferstehung des Herrn und das Pfingstereignis (der geistlichen Gegenwart Christi) gleichsam ihren festlichen Ausdruck bekommen.

Der Glaube und das Kirche-sein der Christen findet ihren öffentlichen Ausdruck mit den Prozessionen des Allerheiligsten (der konsekrierten Hostie) durch die Straßen der Stadt und wird dann mit dem Hymnus Tantum ergo in der Pfarrkirche beendet. Als wanderndes Gottesvolk in den Zeiten der Welt, bildet Christus die Mitte unseres Lebens: er ist das wahre Brot des Lebens. Sicherlich kann dieses Jahr inmitten der Pandemie nicht überall eine solche Prozession stattfinden, sie kann dann aber auch in einem kleinen Rundgang innerhalb der Kirche ihren Ausdruck finden.

In machen Gemeinden findet sich auch der Brauch Blumenteppiche auszulegen. Ihren Ursprung hat diese Tradition in Italien, wo man die Prozessionswege mit farbigen Blumenteppichen auslegte und gelangte dann im 19. Jahrhundert in den Schwarzwald, von wo aus sie sich dann vor allem in Süddeutschland ausbreitete. In den vorwiegend katholisch geprägten süddeutschen Bundesländern ist dieser spezielle «Kirchentag» auch heute noch ein offizieller Feiertag. 

(Gedanken zum Hochfest von Corpus Christi (Fronleichnahm) 2021, Peter Downes.

 

 

Corpus Christi, el centro de nuesta fe y vida

 

El jueves pasado la Iglesia celebró la fiesta del Corpus Christi, recordando el centro de nuestra fe: la presencia real del Cristo vivo en la Eucaristía. En esta fiesta se juntan los elementos centrales de nuestra fe: formamos una familia de los fieles que comparten una mesa en agradecimiento de la muerte y la resurrección del Señor y comprendemos, en cada celebración de la eucaristía, que Cristo vivo está presente en el pan que se transforma en su cuerpo entregado por nuesta salvación. Somos parte de este cuerpo eclesial que, como miembros de la Iglesia, unidos en un único espíritu que es Cristo.  «Por Cristo, con Él y el Él» somos Iglesia.

¡Esta fiesta se celebra en un jueves! Se conecta directamente con el día de la Última Cena, del Jueves Santo, la noche anterior a la crucifixión. Y es una semana después de Pentecostés en que recordamos la significativa presencia del Espíritu Santo en la Iglesia, que expresa también la presencia del Cristo vivo en nuestros caminos de vida.

Desde la Edad Media existe la práctica de procesiones que recuerdan a la Iglesia su ser: una comunidad peregrina. Es un solo cuerpo que camina en los tiempos del mundo, guiado por el Espíritu Santo y la presencia de Cristo.  «Yo Estaré con ustedes todos los días, hasta el fin del mundo» (Mt 28:20). Estas últimas palabras del Evangelio de Mateo manifiestan nuestra fe en el Cristo vivo que celebramos en las misas, en el pan y vino, cuerpo y sangre de Cristo. Es el centro de nuestra fe y vida.

Nuestra fe y ser Iglesia los expresamos publicamente este día del Corpus Christi en procesiones en las calles de las ciudades llevando el Santisimo Sacramento (la hostia consagrada), como un pueblo peregrino de Dios en este mundo en que Cristo forma el centro de nuestra vida: Él es el verdadero pan de vida. Si bien en muchos lugares no es posible, por la pandemía, realizar tales procesiones en las calles, ellas deben ser recuperadas en la memoria de las comunidades.

En algunas comunidades existe la costumbre de elaborar «una alfombra de flores» (Blumenteppich). Esta tradición tiene su origen en Italia, donde los caminos de la procesión se adornaron con flores de colores y luego esta costumbre llegó a Alemania, a la región de la Selva Negra en el siglo XIX, desde donde se extendió principalmente al sur de Alemania.

Nuestro «Blumenteppich» este año lo simboliza este año la canasta del pan – del cuerpo Cristo – fracciondo en partes como simbolo de la eucaristia y un pez, antiguo símbolo cristiano que hace referencia a la confesión original de nuestra fe. En griego el pez se llama ichthys, y representando cada letra una palabra expresa: Jesús, el C(h)risto, hijo de Dios (theou yiós), salvador (soter). 

(Pensamientos sobre la fiesta Corpus Christi,  Peter Downes, 2021).

 

 

Pfingsten/ Pentecostés

Stundenbuch des Herzogs von Berry Les Très Riches Heures (15. Jh.).

  

Denn jeder hörte sie in seiner Sprache reden

Wie einst in Babylon alle Völker zusammen an einem gigantischen Bauprojekt arbeiteten, so spricht auch die Pfingstgeschichte von den verschiedenen Völkern, die sich in einem Geist vereint erleben und ihre sprachlichen Hindernisse sogleich sich auflösen, da sie alle dieselbe Erfahrung machen: auf einmal können sie sich alle verstehen und erleben sich als eine Einheit. In ihrer Verschiedenheit sehen sie sich plötzlich in einem einzigen gemeinsamen Geist verbunden. Trotz aller Vielfalt an Talenten, an Kräften – wir können auch von Mächten sprechen -, die sie voneinander unterscheiden, stellen sie fest, dass das Gemeinsame den eigentlichen Kern ihres Daseins ausmacht und dass ihr gemeinsamer Ursprung in Christus ist. Ihnen ist der Glaube geschenkt und in dem Zusammenhalt als Gemeinschaft können sie ihre Kräfte und Talente zum Nutzen aller einsetzen; damit werden sie zu wahren Menschen, zu Mitmenschen ihrer Nächsten.

Es ist gleichsam der Traum der Weltengemeinschaft, das Ideal von Kirche, wo alle Mitglieder wichtig sind und alle nach dem Wohl der Anderen streben, eine Gemeinschaft, die auf Harmonie und Fürsorge für die Bedürftigen, auf Heilung und Rettung aller Glieder der Menschenfamilie ausgerichtet ist.

Durch den allen gemeinsamen Geist werden wir gleichsam zu einem einzigen Körper, sind Glieder der Gemeinschaft in Christus. Die Vielen zusammen, seien sie ethnisch auch sehr verschieden («Juden und Griechen», oder aktuelle der Gegensatz von Juden und Palästiner in Israel) oder auch durch soziale Gräben voneinander getrennt («Sklaven und Freie», oder Arme und Reiche) sind in der Taufe zu einer einzigen großen Familie verbunden im Geist, der sie zum Heil aller führt. Wer diesem Heiligen Geist folgt, gelangt zur wahren Freiheit, die schließlich in die unendliche Liebe mündet. Wer diese Liebe erfährt und aufnimmt, wird dann zur Kraft und zum Wegweiser seiner Nächsten und mit der praktizierten Nächstenliebe wird er in der Gottesliebe sich ganz als Teil dieses einen ganzen Körpers begreifen.

Nicht Spaltung, Polarisierung, Machtgelüste, Ausgrenzungen, Diskriminierungen und Vorteilnahme, wie sie heute in nahezu allen Ländern zur «Normalität» geworden sind, sondern die Versöhnung, wahre Solidarität, Fürsorge und Förderung des Gemeinwohls und der Entwicklung zu einem Zusammengehörigkeitssinn entsprechen diesem Geist hin zur menschlichen Freiheit und zur Entwicklung zu einer Menschfamilie in einem gemeinsamen Haus. Wir müssen lernen, eine gemeinsame Sprache zu sprechen und einander zuzuhören und miteinander in einen wahren Dialog zu treten, um den Geist, der uns alle trägt, zu erfahren und fähig zu werden, endlich ein gemeinsames Familienhaus zu errichten. Dann regiert nicht mehr die Angst, sondern die Freiheit und der Geist der Nächstenliebe und somit auch die Gottesliebe.


 

Ser Iglesia en un único espíritu

En este Pentecostés 2021 estamos, en especialmente, llamados a reflexionar sobre nuestro ser como Iglesia. En una realidad de un mundo dividido, pueblos y países divididos socialmente y políticamente, en que la convivencia en paz está en peligro y en que el diálogo parece imposible por intereses tan opuestos, hablar de un espíritu común y que une a todos los miembros en un solo cuerpo común sueña como una utopía, como una fantasía o una imaginación idealista. Pero eso es el mensaje de Pentecostés que todos los fieles forman un único cuerpo con sus miembros de diferentes talentos, fuerzas y tareas al servicio de los demás. El fin de la nueva casa de familia – la Iglesia – es el camino hacia Cristo que podemos encontrar en el espíritu santo que une a todos y que nos hace libre por el amor al prójimo.

No se trata de mi salvación, de mi libertad, mi felicidad, mi verdad, sino de nosotros. Cuando los otros/las otras se transforman en el centro de mi actuar y mis obras, así puedo encontrar el espíritu que nos une y comprender el amor de Dios que se transforma en nosotros en el amor al prójimo.

En vez de circularnos en las diferencias, separaciones y oposiciones, debemos buscar lo que es común y que posibilita acercarse y comprenderse para iniciar un camino para formar un cuerpo en que todos los miembros están importante y entregan su fuerza, sus talentos en un proyecto conjunto: caminar hacia el Reino de Dios, vivir como una Iglesia de un único espíritu que nos conduce a la sanación y salvación. 

 

 

(Wünsche allen ein frohes und geistreiches Pfingstfest 2021; Peter Downes)

(Pensamientos sobre el significativo de Pentecostés en 2021; Peter Downes).

Gedanken zum Ostergeheimnis


Einweggerollter schwerer Schließstein, ein leeres offenstehendes Grab, so präsentiert sich das wohl wichtigste Grab der Geschichte in der Bibel.

So finden es drei Frauen aus dem Jüngerkreis Jesu am frühen Morgen des ersten
Wochentages, dem Tag der Sonne, wohl im Jahre 33, vor. Sie wollten den Leichnam ihres
gekreuzigten Messias mit Ölen und Salben einbalsamieren. Was sie aber vorfanden,
erschreckte sie zunächst. Es ist der Schreck des Unerwarteten, der Erfahrung mit etwas, das ihren Verstand übersteigt. Das Grab stand offen, der Leichnam ihres Herren Jesus war verschwunden, die Leinentücher im Grab verblieben.
Was sollten sie denken? Wurde der Leichnam entwendet, versteckt? Die Evangelien geben darauf eine Antwort. Engel bzw. Jesus selbst erschien ihnen und offenbarte ihnen, dass er vom Tod auferstanden ist. Er ist lebendig und gegenwärtig!
Von diesem außergewöhnlichen Erlebnis noch tief beeindruckt, eilten die Frauen zu den in
Angst und Frustration verharrenden Jüngern Jesu und erzählten ihnen von ihrem Erlebnis.
Normal schien den Jüngern dann die berichtete „Geschichte“ keineswegs. Es entspricht halt nicht den geläufigen Erfahrungen im Leben. Sie mussten es erst selbst sehen, selbst erleben, brauchten sichtbare und fühlbare Beweise.

Was tatsächlich nach der Abnahme des Leichnams am Karfreitag und dem Morgen des
Auffindens des leeren Grabes geschah, bleibt ein Geheimnis. Auch die Jünger scheinen
zunächst an einer geheim gehaltenen Entnahme des Leichnams Jesu gedacht zu haben,
allerdings nicht durch einen aus ihrem Kreise, sondern durch die Gegner Jesu, von Leuten des Hohenpriesters oder auch von römischen Soldaten.

Erst eine weitere Erfahrung öffnete ihnen das Geheimnis des Geschehens ganz. Es ist die
Begegnung mit dem Auferstandenen, seien es wie bei den beiden Anhängern Jesu, die sich auf dem Weg nach Emaus begaben, oder aber bei der Erscheinung Jesus bei der

gemeinsamen Mahlfeier. Sie gewannen die Gewissheit, dass Jesus bei ihnen war und
lebendig sie begleitete.

Es sind diese Berichte, im Evangelium, auf denen sich unser Glaube fußt. Sie sind uns
wahrscheinlich nur zugänglich, wenn wir ähnliche Erfahrungen machen, etwa mit einer
erinnernden aber auch spürbaren Gegenwart von geliebten Menschen, die verstorben sind, etwa in Träumen oder plötzlichen Vergegenwärtigungen, die uns das Herz berühren. Solche Erfahrungen helfen uns sich dem Ostergeheimnis anzunähern. Am Ende aber bleibt es aber ein Geheimnis – das wann und wie der Auferstehung –, dass wir nur im Glauben zu verstehen suchen können. Dafür müssen wir uns immer wieder auf den Weg nach Galiläa machen, wie Jesus selbst bzw. einer der Engel am Grab anwies. Wir verstehen alles nur, wenn wir den Weg Jesu nachgehen von Anfang an, uns immer wieder neu seinen Worten und Werken öffnen, die er in Galiläa bis hin zu seiner Passion und Auferstehung in Jerusalem für uns alle sprach und vollbrachte.

Das Geheimnis des leeren Grabes ist das sich Aufmachen auf Weg der Suche des Verstehens, was der Wille Gottes ist, wie wir am Ende Menschen nach dem Bilde Gottes werden, indem wir den Sohn – Christus – uns zum Vorbild nehmen.

 

Wünsche uns allen, dass wir uns auf diesen Weg begeben, nicht allein, sondern zusammen und in der Gewissheit, dass der lebendige Christus an unser Seite geht. Allen ein frohes und gesegnetes Osterfest 2021.


(Reflektionen von Peter Downes zum Ostersonntag, 3. April 2021, Santiago de Chile)


Herzlich willkommen! Bienvenidos!

 

...in unserer Gemeinde Sankt Michael! Wir sind die deutschsprachige katholische Gemeinde in Santiago de Chile. Alle, die uns kennenlernen wollen, sind sehr herzlich eingeladen zu unserem Gottesdienst. Beginn der Heiligen Messe ist immer sonntags um 11 Uhr. Anschließend treffen wir uns im Pfarrstübchen bei Kaffee, Tee und Plätzchen zum Kennenlernen und Austauschen. Unsere Kirche ist in der Avenida Salvador 1181 in Providencia.

 


 

...a nuestra parroquia Sankt Michael! Somos la parroquia católica de habla alemana en Santiago de Chile. Todos los que quieran conocernos son bienvenidos a nuestro servicio religioso. La Santa Misa se realiza  cada domingo a las 11 de la mañana. Después de la Misa nos reunimos en la sala parroquial para tomar café, té y galletas para conocernos e intercambiar ideas. Nuestra iglesia está en la Avenida Salvador 1181 , en la comuna de Providencia.

Zur Zeit können wegen der Corona-Krise keine Gottesdienste in Sankt Michael stattfinden. Wenn Sie unsere Gemeinde trotzdem kontaktieren wollen, melden Sie sich gerne bei

Monika Friederichs

Tel.: +56 9 9534 1945   

 

Die ganze Gemeinde Sankt Michael mit Padre Erich Hauck

 


 

En la actualidad, debido a la crisis sanitaria del Coronavirus, no es posible celebrar ningún servicio religioso en nuestra parroquia St. Michael. Si de todos modos quiere contactarse con nosotros, por favor contáctenos a

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Tel.: +56 9 9534 1945 

 

Atentamente,

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