1. Adventssonntag (28.11.2021)

Zweites Kommen des Erlösers

Wochen-Impulse

(Gedanken zu den Lesungen und dem Evangelium)

 

  1. Adventssonntag (28.11.2021)

 

1.  Lesung: Jer 33,14-16

 

Lesung
aus dem Buch Jeremia.

 

Siehe, Tage kommen – Spruch des HERRN –, da erfülle ich das Heilswort, das ich über das Haus Israel und über das Haus Juda gesprochen habe.

 

In jenen Tagen und zu jener Zeit
werde ich für David einen gerechten Spross aufsprießen lassen.

 

Er wird Recht und Gerechtigkeit wirken im Land. In jenen Tagen wird Juda gerettet werden. Jerusalem kann in Sicherheit wohnen.
Man wird ihm den Namen geben: Der HERR ist unsere Gerechtigkeit.

 

 

2. Lesung: 1 Thess 3,12-4,2

 

Lesung
aus dem ersten Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Thessalonich.

 

Schwestern und Brüder!

[Gott, unser Vater, und Jesus, unser Herr, mögen unsere Schritte zu euch lenken.] Der Herr lasse euch wachsen und reich werden in der Liebe zueinander und zu allen, wie auch wir euch lieben, damit eure Herzen gestärkt werden und ihr ohne Tadel seid,
geheiligt vor Gott, unserem Vater, bei der Ankunft Jesu, unseres Herrn, mit allen seinen Heiligen. Amen.

Im Übrigen, Brüder und Schwestern, bitten und ermahnen wir euch im Namen Jesu, des Herrn: Ihr habt von uns gelernt, wie ihr leben müsst, um Gott zu gefallen, und ihr lebt auch so; werdet darin noch vollkommener!

Ihr wisst ja, welche Ermahnungen wir euch
im Auftrag Jesu, des Herrn, gegeben haben.

 

 

Evangelium: Lk 21,25-28.34-36

 

Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas.

 

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:

 

Es werden Zeichen sichtbar werden an Sonne, Mond und Sternen
und auf der Erde
werden die Völker bestürzt und ratlos sein über das Toben und Donnern des Meeres.

 

Die Menschen werden vor Angst vergehen
in der Erwartung der Dinge, die über die Erde kommen; denn die Kräfte des Himmels werden erschüttert werden.

 

Dann wird man den Menschensohn in einer Wolke kommen sehen
mit großer Macht und Herrlichkeit.

 

Wenn dies beginnt,
dann richtet euch auf, und erhebt eure Häupter;
denn eure Erlösung ist nahe.

 

Nehmt euch in Acht,
dass Rausch und Trunkenheit
und die Sorgen des Alltags euer Herz nicht beschweren und dass jener Tag euch nicht plötzlich überrascht, wie eine Falle; denn er wird über alle Bewohner der ganzen Erde hereinbrechen.

 

Wacht und betet allezeit, damit ihr allem, was geschehen wird, entrinnen und vor den Menschensohn hintreten könnt.

 

 

 

Impuls: Seid bereit auf das Kommen des Herrn der Gerechtigkeit.

 

Recht und Gerechtigkeit ist der Wunsch, den im tiefsten Inneren jeder sich erhofft. In Zeiten der Krise, der Zerstörrungen, politischer Unordnung und Eroberungen durch den Feind, ist die Frage nach Ordnung, Sicherheit, Recht und Gerechtigkeit die Sehnsucht nach einem Leben in Frieden.

 

Der Prophet Jeremia macht dem jüdischen Volk Hoffnung auf bessere Zeiten, nachdem das Reich Juda mit seiner Hauptstadt Jerusalem durch die Babylonier am Ende des 6. Jahrhunderts vor Christus zerstört wurde. Es waren ihre eigenen Könige, die sie ins Verderben geführt hatten und nun erinnert Jeremia an die Zeit Davids zurück, der als von Gott auserwählter König, eine gerechtere Zeit verkörpert. Die Hoffnung liegt jetzt auf einen neuen König aus dem Haus Davids, der als Messias kommen wird und wieder Recht und Gerechtigkeit herstellen wird. Gott wird hier eingreifen und für sein Volk die Sicherheit und den Frieden herstellen.

 

Als Christen hoffen wir – besonders in der Adventszeit – auf ein erneutes Kommen des Auferstandenen, der sein angekündigtes Reich zur Vollendung bringt. Es ist ein Reich der Gerechtigkeit und in der das Recht herrscht. Unser Blick wird auf die Zukunft gerichtet. Nicht die Drangsal und Katastrophen der Gegenwart dürfen uns gefangen halten, sondern wir werden daran erinnert, dass Gott die Zukunft schon vorbestimmt hat, und gleichzeitig werden wir an den wesentlichen Fundamenten unseres Glaubens erinnert: es geht um das Recht, das Gesetzt Gottes, dass wieder gelten muss und um Gerechtigkeit, d.h. um die Wiederherstellung von Ordnung, Frieden und Sicherheit, wobei die Nächstenliebe und das Wohlergehen der Nächsten den Kern der christlichen Botschaft ist. Wenn alle sich um das Wohl der Anderen sorgen, dann wird rechtens gehandelt und Gerechtigkeit bestimmt das Leben. Von einem gerechten Herrscher erwarten wir, dass er Recht und Gerechtigkeit herstellt. Nach Unruhe und Krieg steht die Hoffnung auf Befriedung und Sicherheit.    

 

Vielleicht machen uns diese Worte im gegenwärtigen Chile besonders hellhörig angesichts der Wahl des zukünftigen Staatsoberhauptes (Herrschers) und wo die Themen des Rechts und der sozialen Gerechtigkeit im Zentrum stehen. Diese Worte kommen zur rechten Zeit! Sie ermahnen uns gleichsam beides im Auge zu behalten. 

 

Paulus ermahnt die Gemeinde in Thessalonich zur Wachsamkeit. Er erinnert die Gemeinde an dem bereits erlangten Glauben und der gelebten christlichen Praxis, schaut also dabei zurück, blickt dann aber in die Zukunft und ermahnt die Gläubigen, nicht in ihrem religiösen Eifer zu ermüden. Man soll sich auf das Kommen des Herrn – auf seinen triumphalen Einzug – in sein Reich vorbereiten. Sie sollen am Erlernten festhalten, d.h. an die Lehre Christi, ans göttliche Recht und die Gerechtigkeit, um so «Gott zu gefallen». Es geht um eine innere Beziehung zu den Mitmenschen und damit die Ausrichtung der tiefen Beziehung zu Gott. Nötig ist eine ständige Übung, ein fortdauerndes Erlernen und Praktizieren mit dem Ziel immer «vollkommener zu werden». Den Worten müssen die Taten folgen, damit sich die Mitmenschlichkeit voll entfaltet.

 

In der Zeit des Evangelisten Lukas herrschten wieder Krieg und Zerstörung. Im Jahre 70 wurde Jerusalem und der Tempel von den Römern im jüdischen Krieg zerstört. Es herrschte Endzeitstimmung. Alles scheint den Christen zusammenzubrechen; der Kosmos selbst ist ins Wanken gekommen. Dennoch wird hier eine neue Zeit angekündigt: das endzeitliche Kommen Gottes in Herrlichkeit.  Der «Menschensohn» - hier ist Christus gemeint – wird die Menschheit endgültig vom Bösen und Zerstörerischen befreien. Die Menschen werden erlöst – freigekauft – von allem, was sie versklavt und unterdrückt, von ihren Süchten – Rauschmittel und Trunksucht - und Sorgen. Sie können sich aber vor diesen Gefahren schützen, indem sie wachsam bleiben und beten, d.h. indem sie sich rechtens verhalten und auf Gott vertrauen.

 

Wachsam sein, am Glauben festhalten, also sich an Recht und Gerechtigkeit orientieren, und die Hoffnung auf den (Wieder-)Kommenden Christus bewahren, das ist der Aufruf am Anfang von Advent, eine Zeit der Besinnung über den Glauben, der uns trägt.

 

 

Impulso: Estén preparados para la venida del Señor de la Justicia.

 

La justicia y el derecho a lo justo (digno) es el deseo profundo que todos esperan en su vida. En tiempos de crisis, destrucción, desorden político y ocupaciones por el enemigo, las cuestiones del orden, seguridad, derecho y justicia son anhelo de una vida en paz.

 

El profeta Jeremías anuncia al pueblo de Israel la esperanza de tiempos mejores después de que el reino de Judá, con su capital Jerusalén, fue destruido por los babilonios a finales del siglo VI a. C. Fueron sus propios reyes quienes los llevaron a la ruina y ahora Jeremías recuerda el tiempo de David, quien, como rey del pueblo elegido por Dios, encarnó un tiempo justo. La esperanza ahora está en un nuevo rey que nace de la casa de David, que vendrá como el Mesías y restaurará la justicia y el derecho. Es Dios que intervendrá aquí y creará seguridad y paz.

 

Como cristianos, esperamos, especialmente durante el tiempo de Adviento, que el día de Cristo resucitado se acerca y que con él se completará el Reino de Dios anunciado. Es un reino en que domina el derecho y donde prevalece la justicia. Nuestra mirada se dirige al futuro. Las tribulaciones y catástrofes del presente no deben hacernos prisioneros, sino somos llamados a recordar que Dios ya predeterminó el futuro, y al mismo tiempo se nos recuerdan los fundamentos esenciales de nuestra fe: seguir la justicia y la ley de Dios, es decir, restablecer el orden, la paz y la seguridad, siendo la caridad y el bienestar del prójimo el núcleo del mensaje cristiano. Si todos se preocupan por el bienestar de los demás, entonces se hace justicia y la honradez conduce la vida. Esperamos que un gobernante justo establezca la ley y la justicia. El mensaje es: después de los disturbios y la guerra, hay esperanza de paz y seguridad.

 

Quizás estas palabras nos hagan sentir particularmente irritables en el Chile actual cuando se trata de la elección del futuro jefe de Estado (gobernante) y donde los temas de derecho y justicia social están en el centro. ¡Estas palabras llegan en el momento justo! Nos advierten, por así decirlo, que vigilemos a ambos.

 

Pablo exhorta a la iglesia de Tesalónica a estar en alerta. Recuerda a la congregación preservar la fe que ya han adquirido y la práctica cristiana que han vivido, así  realizando una retro-perspectiva de lo logrado, pero luego dirige la mirada al futuro y exhorta a los creyentes a no cansarse en su celo religioso. Uno debe prepararse para la venida del Señor - para su entrada triunfal - en su reino. Deben aferrarse a lo que han aprendido, es decir, a la enseñanza de Cristo, a la ley y la justicia divinas, para «agradar a Dios». Se trata de una relación interior con los prójimos y, por tanto, de la alineación de la relación profunda con Dios. Lo que se necesita es una práctica constante y un aprendizaje con el objetivo de ser cada vez más perfectos en la fe. Las palabras deben ir seguidas de los hechos para que se puedan desarrollar cada vez más perfectamente en la humanidad plena.

 

También en la época del evangelista Lucas el pueblo de Israel sufrió la guerra y destrucción. En el año 70, Jerusalén y el Templo fueron destruidos por los romanos en la guerra de los judíos. Había un estado de ánimo apocalíptico. Para los cristianos, todo pareció desmoronarse; el cosmos mismo ha vacilado. Sin embargo, aquí se anuncia el inicio de un nuevo tiempo: la venida de Dios en la gloria del tiempo del fin del mundo. El «Hijo del Hombre» - aquí se refiere a Cristo - finalmente liberará a la humanidad de los elementos malignos y destructivos. La gente es redimida - rescatada - de todo lo que la esclaviza y oprime, de sus adicciones – consumo de drogas y borracheras - y preocupaciones. Pero puede protegerse de estos peligros al mantenerse alerta y por medio de oraciones, es decir, comportándose correctamente y en confianza en Dios.

 

Mantener la alerta, aferrarse a la fe, es decir, orientarse a la ley y a la justicia, y mantener la esperanza en Cristo, en su segunda venida, esa es la llamada al comienzo del Adviento, un tiempo de reflexión sobre la fe que nos sostiene.

 

(Peter Downes, Theologe).

 

32. Sonntag im Jahreskreis (7.11.2021)

Die arme Witwe am Opferkasten, Mosaik, 6. Jahrhundert, in der Basilika Santae Apollinare Nuovo, Ravenna

Wochen-Impulse

(Gedanken zu den Lesungen und dem Evangelium)

 

32. Sonntag im Jahreskreis (7.11.2021)

1. Lesung: 1 Kön 17,10-16

Lesung
aus dem ersten Buch der Könige.

In jenen Tagen machte sich der Prophet Elíja auf und ging nach Sarepta. Als er an das Stadttor kam, traf er dort eine Witwe, die Holz auflas. Er bat sie: Bring mir in einem Gefäß ein wenig Wasser zum Trinken!

Als sie wegging, um es zu holen, rief er ihr nach: Bring mir auch einen Bissen Brot mit!

Doch sie sagte: So wahr der HERR, dein Gott, lebt:
Ich habe nichts mehr vorrätig als eine Handvoll Mehl im Topf und ein wenig Öl im Krug.
Ich lese hier ein paar Stücke Holz auf und gehe dann heim, um für mich und meinen Sohn etwas zuzubereiten. Das wollen wir noch essen und dann sterben.

Élija entgegnete ihr: Fürchte dich nicht! Geh heim und tu, was du gesagt hast!

Nur mache zuerst für mich ein kleines Gebäck
und bring es zu mir heraus!
Danach kannst du für dich und deinen Sohn etwas zubereiten; denn so spricht der HERR, der Gott Israels: Der Mehltopf wird nicht leer werden und der Ölkrug nicht versiegen bis zu dem Tag,
an dem der HERR wieder Regen auf den Erdboden sendet. 


Sie ging
und tat, was Élija gesagt hatte.
So hatte sie mit ihm und ihrem Haus viele Tage zu essen.

Der Mehltopf wurde nicht leer
und der Ölkrug versiegte nicht,
wie der HERR durch Élija versprochen hatte.

2. Lesung: Hebr 9,24-28

Lesung
aus dem Hebräerbrief.

 

Christus ist nicht
in ein von Menschenhand gemachtes Heiligtum hineingegangen,
in ein Abbild des wirklichen,
sondern in den Himmel selbst,
um jetzt vor Gottes Angesicht zu erscheinen für uns; auch nicht, um sich selbst viele Male zu opfern, wie der Hohepriester
jedes Jahr mit fremdem Blut in das Heiligtum hineingeht; sonst hätte er viele Male seit der Erschaffung der Welt leiden müssen. Jetzt aber ist er am Ende der Zeiten ein einziges Mal erschienen, um durch sein Opfer die Sünde zu tilgen.

 

Und wie es dem Menschen bestimmt ist,
ein einziges Mal zu sterben,
worauf dann das Gericht folgt, so wurde auch Christus ein einziges Mal geopfert, um die Sünden vieler hinwegzunehmen; beim zweiten Mal wird er nicht wegen der Sünde erscheinen, sondern um die zu retten, die ihn erwarten.

 

Evangelium: Mk 12,38-44

Aus dem heiligen Evangelium nach Markus.

In jener Zeit lehrte Jesus eine große Menschenmenge und sagte: Nehmt euch in Acht vor den Schriftgelehrten! Sie gehen gern in langen Gewändern umher, lieben es, wenn man sie auf den Marktplätzen grüßt, und sie wollen in der Synagoge die Ehrensitze und bei jedem Festmahl die Ehrenplätze haben.

Sie fressen die Häuser der Witwen auf und verrichten in ihrer Scheinheiligkeit lange Gebete. Umso härter wird das Urteil sein, das sie erwartet.

Als Jesus einmal dem Opferkasten gegenübersaß, sah er zu, wie die Leute Geld in den Kasten warfen. Viele Reiche kamen und gaben viel.

Da kam auch eine arme Witwe und warf zwei kleine Münzen hinein.

Er rief seine Jünger zu sich und sagte: Amen, ich sage euch: Diese arme Witwe hat mehr in den Opferkasten hineingeworfen als alle andern.

Denn sie alle haben nur etwas von ihrem Überfluss hineingeworfen; diese Frau aber, die kaum das Nötigste zum Leben hat, sie hat alles hergegeben, was sie besaß, ihren ganzen Lebensunterhalt.

 

Impuls: Ein voller und «vollkommender» Einsatz für die Not der Anderen 

 

Zuerst muss man an sich selbst denken, dann kann man sich um andere Mitmenschen in Not kümmern. Ein solches Handeln scheint «normal», vor allem, wenn man sich selbst in einer Notsituation befindet. Ein solches Denken herrscht aber nicht nur im kleinen Kreis der Familie vor, sondern auch im nationalen Gefühl. So will man keine Einwanderer aus Angst um die eigenen sozialen Sicherheiten, den Arbeitsplatz, die kulturelle Identität u.a.m. aufnehmen. Migranten ziehen aber nicht aus Spaß oder Abenteuerlust aus ihrer Heimat fort, sondern werden durch Not, Gefahr und Hoffnungslosigkeit in ihren Herkunftsländern getrieben, sich in der Fremde ein neues Leben zu erschließen. Was würden wir tun, wenn wir in einer ähnlichen Situation wären? Welchen Einsatz zeigen wir, wenn uns die Not unserer Mitmenschen begegnet?

 

Der Prophet Elija traf vor dem Stadttor von Sarepta, einem Ort zwischen Sidon und Tyrus, eine Witwe, die Holz auflas und bat sie um Wasser, was sie ihm dann auch sogleich bringen wollte. Als er aber zusätzlich noch um ein Stück Brot bat, klagte sie über ihre Not. Das wenige Mehl und Öl, das ihr verblieb, könne sie nur noch für sich und ihren Sohn aufbrauchen, bevor ihnen dann der Hungertod drohte. Trotz dieser äußersten Not, fordert dann Elija die Witwe auf, sie solle ihn mit Wasser und Brot versorgen und der Herr wird sicherstellen, dass ihr und ihrem Sohn es an nichts fehlen wird, bis der Regen wieder den Brunnen mit Wasser füllen wird und dann auch die Erde wieder Getreide hervorbringt. Die Witwe erfüllte daraufhin die Bitte des Propheten und so erfüllte sich auch alles, wie es Elija ihr zugesagt hatte. Trotz ihrer äußersten Not, teilte sie von dem Wenigen, dass sie hatte, mit ihrem Nächsten, den bittenden Propheten und Gott sorgte daraufhin für sie und ihren Sohn. Alle überleben so den Hunger und Durst.

 

Im Hebräerbrief werden wir an das einmalige Opfer Christ erinnert. Er gab sein Leben für uns hin. Alles setzte er für unsere Rettung ein. Es handelte nicht für sich selbst, sondern sein Einsatz gilt uns allen, ist für die Menschengemeinschaft bestimmt.

 

Jesus warnt seine Jünger vor den Schriftgelehrten, die mehr auf ihr Ansehen und ihre Ehre achten, statt sich um die Not der Leute zu kümmern. Sie fressen sich in den Häusern der Witwen durch und verhalten sich dabei noch scheinheilig. Wie ein wirklich vollkommener Dienst an den Nächsten aussieht, schildert Jesus dann mit dem Opfer einer armen Witwe, die lediglich zwei kleine Münzen in ein Opferkasten warf, während Reiche Leute größere Spenden aufbrachten. Jesus aber stellt heraus, dass die arme Witwe am Ende mehr in den Opferkasten hineingeworfen hatte, als alle anderen, denn sie hat alles – ihren ganzen Lebensunterhalt – zum Wohl ihrer Nächsten hergegeben. Sie riskierte damit ihre letzte Notversorgung. Es ist der volle und damit zugleich vollkommende Einsatz für die notleidenden Mitmenschen.

 

Menschen, die selbst die Not erlebten und kennen, zeigen oft mehr Empathie als andere Menschen, die immer gut versorgt sind und dann nur einen geringen Teil ihres Vermögens zum Einsatz für die Notleidenden aufbringen. Werden wir sensibler für das Mitgefühl für unsere notleidenden Mitmenschen und statt ängstlich uns zu verschließen und abzuschotten, sollten wir uns voll für sie einsetzen, um damit auch Christus näher zu kommen und uns als Teil der von Gott geliebten Menschheit begreifen.

 

 

Impulso: Un compromiso total y "perfecto" con prójimos vulnerables.

 

Pensar en ti mismo primero y luego dedicarse a las necesidades de los demás, es una actitud que  parece "normal", especialmente cuando uno mismo se encuentra en una situación precaria. Tal pensamiento no solo prevalece en el pequeño círculo de la familia, sino también en el sentimiento nacional. Actuamos con preocupación, temor por la propias seguridad social, el trabajo, la  identidad cultural, etc. ante las olas de migrantes. Pero debemos tener en conciencia que los migrantes no se alejan de su tierra natal por diversión o sed de aventuras, sino por una situación precaria, de emergencia, sufrimiento, peligro de vida que conduce a la gran mayoría a buscar un nuevo comienzo en el extranjero. ¿Qué haríamos nosotros mismo si estuviéramos en una situación similar? ¿Qué compromiso mostramos cuando nos encontramos con la necesidad de personas vulnerables y en situaciones precarias? ¿No es que también esperamos ayuda cuando sufrimos una tragedia o pasamos situaciones muy difíciles?   

 

El profeta Elías se encontró con una viuda en la puerta de la ciudad de Sarepta, un lugar entre Sidón y Tiro, que estaba recogiendo leña y le pidió agua, que ella quería traerle de inmediato. Pero cuando le pidió un trozo de pan, ella se quejó de su situación precaria. La poca harina y el aceite que le quedaban sólo podían usarse para ella y su hijo antes de la muerte por hambre que les esperaba. A pesar de su extrema necesidad, Elías le pide a la viuda que le proporcione agua y pan y el Señor se asegurará de que nada faltaría para ella y su hijo hasta que la lluvia volviera a llenar nuevamente el pozo con agua y la tierra inicie a producir nuevos granos de trigo. Confiando en la palabra del profeta, ella cumplió con la petición de Elías y luego se cumplió lo que Elías había prometido. A pesar de su extrema necesidad, la viuda compartió lo poco que tenía con el profeta suplicante y su casa, y así Dios proveyó para ella y su hijo. Todos sobreviven y superaron el hambre y la sed.

 

En la Carta a los Hebreos se nos recuerda el sacrificio único de Cristo. Él dio su vida por nosotros. Se trata de una entrega completa para nuestra salvación. No se trata de su persona, su salvación propia, sino de que su compromiso es para todos nosotros, para la comunidad humana.

 

Jesús advierte a sus discípulos contra los escribas que prestan más atención a su reputación y honor que a las necesidades de la gente. Se alimentan en las casas de las viudas, aprovechan su generosidad y se comportan de manera hipócrita. Jesús describe cómo sería un verdaderamente perfecto servicio al prójimo, indicando un ejemplo de un viuda que donó en la caja de ofrendas sus dos monedas pequeñas que tenía, mientras que los ricos donaron más grandes sumas. Pero Jesús señala que al final la viuda pobre entregó más en la caja de las ofrendas que todos los demás, porque dio todo, todo su sustento, en beneficio a los necesitados.

 

Al hacerlo, ella arriesgó caer ella misma en una situación extrema de necesidad. Es el compromiso pleno y al mismo tiempo perfecto por los seres humanos necesitados. Las personas que conocen la necesidad por sí mismas muestran más empatía que las personas que siempre están bien atendidas y luego sólo dedican una pequeña parte de sus bienes al servicio para los necesitados. Si nos volvemos más sensibles a la compasión por nuestros prójimos en situaciones vulnerables y precarias, en vez de encerrarnos por miedo y un falso proteccionismo, podemos descubrir que  apoyarlos nos acerca en forma más plena a Cristo y así podemos experimentar mejor que todos somos parte de la humanidad que Dios ama.

 

(Peter Downes, Theologe).

 

30. Sonntag im Jahreskreis (24.10.2021)

«Christus heilt den bilden Mann» Estache Le Seur, c. 1645, heute in der Stiftung Preußischer Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg in Potsdam)

Wochen-Impulse

(Gedanken zu den Lesungen und dem Evangelium)

 

30. Sonntag im Jahreskreis (24.10.2021)

1. Lesung: Jer 31,7-9

Lesung
aus dem Buch Jeremia.

So spricht der HERR: Jubelt Jakob voll Freude zu
und jauchzt über das Haupt der Völker! Verkündet, lobsingt
und sagt: Rette, HERR, dein Volk,
den Rest Israels!

Siehe, ich bringe sie heim aus dem Nordland und sammle sie von den Enden der Erde, unter ihnen Blinde und Lahme, Schwangere und Wöchnerinnen;
als große Gemeinde kehren sie hierher zurück. 


Weinend kommen sie
und in Erbarmen geleite ich sie.
Ich führe sie an Wasserbäche,
auf ebenem Weg, wo sie nicht straucheln. Denn ich bin Vater für Israel und Efraim ist mein Erstgeborener. 


 

2. Lesung: Hebr 5,1-6

Lesung
aus dem Hebräerbrief.

Jeder Hohepriester wird aus den Menschen genommen und für die Menschen eingesetzt zum Dienst vor Gott, um Gaben und Opfer für die Sünden darzubringen.

Er ist fähig, mit den Unwissenden und Irrenden mitzufühlen, da er auch selbst behaftet ist mit Schwachheit, und dieser Schwachheit wegen muss er wie für das Volk so auch für sich selbst Sündopfer darbringen.

Und keiner nimmt sich selbst diese Würde, sondern er wird von Gott berufen, so wie Aaron.

So hat auch Christus
sich nicht selbst die Würde verliehen, Hohepriester zu werden, sondern der zu ihm gesprochen hat:

Mein Sohn bist du. Ich habe dich heute gezeugt, wie er auch an anderer Stelle sagt:

Du bist Priester auf ewig
nach der Ordnung Melchisedeks.

[Er hat in den Tagen seines irdischen Lebens mit lautem Schreien und unter Tränen Gebete und Bitten vor den gebracht, der ihn aus dem Tod retten konnte, und er ist erhört worden aufgrund seiner Gottesfurcht.]

 

Evangelium: Mk 10,46b-52

Aus dem heiligen Evangelium nach Markus.

In jener Zeit, als Jesus mit seinen Jüngern und einer großen Menschenmenge Jericho verließ, saß am Weg ein blinder Bettler, Bartimäus, der Sohn des Timäus.

Sobald er hörte, dass es Jesus von Nazaret war, rief er laut: Sohn Davids, Jesus, hab Erbarmen mit mir! 


Viele befahlen ihm zu schweigen. Er aber schrie noch viel lauter: Sohn Davids, hab Erbarmen mit mir!

Jesus blieb stehen
und sagte: Ruft ihn her!
Sie riefen den Blinden
und sagten zu ihm: Hab nur Mut, steh auf, er ruft dich. 


Da warf er seinen Mantel weg, sprang auf und lief auf Jesus zu. 


Und Jesus fragte ihn: Was willst du, dass ich dir tue?
Der Blinde antwortete: Rabbuni, ich möchte sehen können. 


Da sagte Jesus zu ihm: Geh! Dein Glaube hat dich gerettet. Im gleichen Augenblick konnte er sehen
und er folgte Jesus auf seinem Weg nach. 


 

 

Impuls: Zum Reich Gottes sind alle berufen, die demütig um Gottes erbarmen bitten

 

Gott sucht nicht die Trennung der Völker, sondern lädt alle ein, um in seinem Reich eine große Gemeinde zu bilden. Jeremia spricht von einer Sammlung von den « Enden der Erde» und erwähnt dabei Gruppen, die eigentlich als kultisch unrein ausgeschlossen blieben: die Blinden und Lahmen, deren Krankheit und Behinderungen als Folge einer göttlichen Strafe galt. Er erwähnt dann noch Schwangere und Wöchnerinnen, womit auf die «Jungfrau» Israel anspielt, die in Gefahr sehen, Gott untreu zu werden, aber nun durch Gott Aufnahme finden soll. Gott erweist ihnen sein Erbarmen und führt sie auf sicherem Weg.

 

Im Hebräerbrief ist von den Hohepriestern die Rede, die von Gott berufen sind und als Stellvertreter des Volkes Sühneopfer für die Sünden aller darbringen. Auch hier geht es ums Handeln Gottes. Denn es ist Gott, der jemanden zum Dienst bestellt. Auch Christus erhielt seine Würde von seinem Vater verliehen. Betont wird eine Haltung, die wir gegenüber Gott einnehmen sollen. Vor Gott können wir selbst nichts einbringen, das ihn beeinflussen könnte, sondern er ist es, der einlädt, der beruft und der sein Erbarmen über alle ergießt, die ihn darum bitten. Wenn es unter «Tränen» geschieht, bedeutet es, dass man sich der vollkommenen Abhängigkeit von Schöpfer klar wird und angesichts seiner Größe und der menschlichen Schwachheit, sind wir immer nur Bittsteller. 

 

Bei der Begegnung Jesus mit dem blinden Bettler Bartimäus zeigt sich Jesus – wie Gott-Vater – zugänglich zu den Bitten um das göttliche Erbarmen. Hier wird Jesus als «Sohn Davids», d.h. als den verheißenen endzeitlichen Messias angesprochen. Da aber Bartimäus als Behinderter (bzw. Kranker) betrachtet wird und damit als einer der aus der jüdischen Glaubensgemeinschaft ausgeschlossen ist, fordern ihn die Umstehenden auf zu Schweigen. Er wird damit als rechtlos erklärt. Doch Bartimäus fühlt sich ermutig noch lauter um Erbarmen zu schreien. Und so geht Jesus nicht an ihm vorbei, sondern lässt ihn zu sich rufen. Der Blinde läuft daraufhin auf Jesus zu und dieser fragt ihn, was er denn für ihn tun könne. Er folgt seine Bitte: er bittet wieder sehen zu können. Es folgt nun der Kernsatz dieser Begegnung: «Geh! Dein Glaube hat dich gerettet. Im gleichen Augenblick konnte er sehen
und er folgte Jesus auf seinem Weg nach».

 

Gott bereitet einen Weg für jeden von uns, er lädt uns ein. Den Sündern erweist er sein Erbarmen, wenn sie inständig darum bitten, d.h. wenn sie sich über ihren Zustand als Sünder und Bittsteller voll bewusst sind, denn damit öffnet sich der Weg zu ihrem Heil, der nicht nur körperlich ist, sondern die ganze Person in die Gemeinschaft mit Gott führt. Lernen wir also inständig und demütig Gott zu bitten und damit den Glauben zu erlangen, einen Glauben, der uns einen Weg öffnet, und die Wahrheit sehen lässt, die zum Reich Gottes führt. Leiden, Behinderungen und Ausgrenzungen sind keine unüberwindlichen Trennungen und Hindernisse zu Gott, sondern Gott schaut durch sie hindurch zum bittenden und leidenden Menschen, dem er sein Erbarmen schenkt. Wir dürfen daher auch niemanden Ausgrenzen und Abstoßen, sondern sollen den Weg zur Begegnung ebenen, damit wir gemeinsam dem heilvollen Ziel entgegengehen können. Nur wer aus dem Glauben schaut, seine alltägliche Blindheit ablegt, wird den Weg zum ewigen Leben sehen können. Aus dem am Weg sitzenden und wartenden Bartimäus wird ein Rufender und schließlich ein Gehender, ein Nachfolger Christi.  

 

 

Quien pide humildemente la misericordia de Dios es llamado al Reino de Dios.

 

Dios no busca la separación de los pueblos, sino que invita a todos a formar una gran comunidad en su Reino. Jeremías habla de una colección de gente desde "los confines de la tierra" y menciona grupos que, en realidad, fueron considerados excluidos del pueblo de Israel, de la comunidad judía del culto: los ciegos y cojos, cuyas enfermedades o discapacidades se consideraron consecuencias de pecados – suyos o de sus antepasados -, así eran castigo divino. Luego el profeta Jeremías menciona a las mujeres embarazadas y las mujeres que tuvieron recién nacidos que alude a la virgen Israel – el pueblo del norte, pueblo de Israel-, que es esposa de Dios, pero perdió su fidelidad a Dios y así está en peligro de perderse. Dios escucha sus llantos e invita a seguir el camino hacia su Reino. Todos ellos están ahora caminando con Dios mismo.

 

En la Carta a los Hebreos se presenta a los Sumos Sacerdotes que tienen su cargo por Dios, no por propia decisión. Como representantes del pueblo, ellos ofrecen sacrificios por los pecados del pueblo y por los suyos.  Aquí también se destaca  que Dios es el que actúa, pues es Dios quien llama a alguien a su servicio. También Cristo recibió su dignidad por su Padre. El texto enfatiza la actitud que debemos tomar hacia Dios. Nosotros mismos no podemos llevar nada ante Dios que podría moverle, pero es Él quien invita, quien llama y derrama su misericordia sobre todos los que le piden desde su corazón ayuda. Y los que piden ayuda de Dios bajo "lágrimas" que significa que uno se da cuenta de la completa dependencia que tiene del Creador y, ante su grandeza y la debilidad humana, siempre somos nosotros los suplicantes.

 

En el encuentro de Jesús con el mendigo ciego Bartimeo, Jesús se manifiesta de la misma manera que el Dios Padre: es accesible a las peticiones de misericordia. Aquí se habla de Jesús como el "hijo de David", es decir, el mesías escatológico prometido. Como Bartimeo es visto como una persona discapacitada (o enferma) y, por lo tanto, considerado un excluido de la comunidad religiosa judía, los transeúntes exigen su silencio. Le niegan el derecho a «reclamar»  algo o a quejarse. Sin embargo, él se siente animado a gritar aún más fuerte pidiendo misericordia. Jesús no ignora sus gritos y permite que se acerque. El ciego luego corre hacia Jesús, y cuando Jesús le preguntó en qué podría servirle, el ciego le pide a Jesús ayuda para  volver a ver. A continuación, sigue la frase clave de este encuentro: «Vete, tu fe te ha salvado. Y al instante, recobró la vista y le seguía por el camino».

 

Dios prepara el camino para cada uno de nosotros, nos invita. Él muestra su misericordia a los pecadores cuando abogan por ella, es decir, cuando son plenamente conscientes de su condición de pecadores y suplicantes, porque esto abre el camino a su salvación, que no es solo una sanación física, sino incluye la persona completa y la conduce  hacia la comunidad con Dios. Aprendamos, por tanto, a pedirle a Dios con seriedad y humildad y así a crecer en la  fe que nos abre un camino y nos permite ver la verdad que conduce al Reino de Dios. El sufrimiento, las discapacidades y la exclusión no son separaciones y obstáculos insuperables para Dios, sino que Dios mira a través de ellos a la persona suplicante y sufriente, a quien entrega su misericordia. Por lo tanto, no debemos excluir ni rechazar a nadie, sino allanar el camino al encuentro para que juntos podamos alcanzar la meta final, la salvación. Solo aquellos que miran desde la fe y se deshacen de su ceguera cotidiana podrán ver el camino hacia la vida eterna. Bartimeo, sentado y esperando por el camino, se convierte en hombre que grita y finalmente en un caminante, en un seguidor de Cristo.

Peter Downes, Theologe)

29. Sonntag im Jahreskreis (10.10.2021)

«Der Triumph der Göttlichen Weisheit» 1629, von Andrea Sacchi (Nationalgalerie der antiken Kunst, Palazzo Barberini, Rom).

Wochen-Impulse

(Gedanken zu den Lesungen und dem Evangelium)

 

29. Sonntag im Jahreskreis (10.10.2021)

1. Lesung: Weish 7,7-11

Lesung
aus dem Buch der Weisheit.

Ich betete und es wurde mir Klugheit gegeben; ich flehte und der Geist der Weisheit kam zu mir.

Ich zog sie Zeptern und Thronen vor, Reichtum achtete ich für nichts im Vergleich mit ihr.

Einen unschätzbaren Edelstein stellte ich ihr nicht gleich; denn alles Gold erscheint neben ihr wie ein wenig Sand und Silber gilt ihr gegenüber so viel wie Lehm.

Mehr als Gesundheit und Schönheit liebte ich sie und zog ihren Besitz dem Lichte vor; denn niemals erlischt der Glanz, der von ihr ausstrahlt.

Zugleich mit ihr kam alles Gute zu mir, unzählbare Reichtümer waren in ihren Händen.

2. Lesung: Hebr 4,12-13

Lesung
aus dem Hebräerbrief.

Lebendig ist das Wort Gottes,
wirksam und schärfer als jedes zweischneidige Schwert; es dringt durch bis zur Scheidung von Seele und Geist, von Gelenken und Mark;
es richtet über die Regungen und Gedanken des Herzens; vor ihm bleibt kein Geschöpf verborgen, sondern alles liegt nackt und bloß vor den Augen dessen, dem wir Rechenschaft schulden. 


Evangelium: Mk 10,17-30

Aus dem heiligen Evangelium nach Markus.

In jener Zeit lief ein Mann auf Jesus zu, fiel vor ihm auf die Knie
und fragte ihn: Guter Meister, was muss ich tun, um das ewige Leben zu erben?

Jesus antwortete: Warum nennst du mich gut? Niemand ist gut außer der eine Gott.


Du kennst doch die Gebote:


Du sollst nicht töten,


du sollst nicht die Ehe brechen,


du sollst nicht stehlen,


du sollst nicht falsch aussagen,


du sollst keinen Raub begehen;


ehre deinen Vater und deine Mutter!

 

Er erwiderte ihm: Meister, alle diese Gebote habe ich von Jugend an befolgt.

Da sah ihn Jesus an, umarmte ihn und sagte: Eines fehlt dir noch: Geh, verkaufe, was du hast,
gib es den Armen
und du wirst einen Schatz im Himmel haben; dann komm und folge mir nach!

Der Mann aber war betrübt, als er das hörte, und ging traurig weg; denn er hatte ein großes Vermögen.

Da sah Jesus seine Jünger an und sagte zu ihnen: Wie schwer ist es für Menschen, die viel besitzen, in das Reich Gottes zu kommen!

Die Jünger waren über seine Worte bestürzt. Jesus aber sagte noch einmal zu ihnen: Meine Kinder, wie schwer ist es, in das Reich Gottes zu kommen!

Leichter geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher in das Reich Gottes gelangt.

Sie aber gerieten über alle Maßen außer sich vor Schrecken und sagten zueinander: Wer kann dann noch gerettet werden?

Jesus sah sie an
und sagte: Für Menschen ist das unmöglich, aber nicht für Gott; denn für Gott ist alles möglich.

Da sagte Petrus zu ihm:
Siehe, wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt. 


Jesus antwortete: Amen, ich sage euch: Jeder, der um meinetwillen und um des Evangeliums willen Haus oder Brüder, Schwestern, Mutter, Vater, Kinder oder Äcker verlassen hat, wird das Hundertfache dafür empfangen. Jetzt in dieser Zeit
wird er Häuser und Brüder, Schwestern und Mütter, Kinder und Äcker erhalten,
wenn auch unter Verfolgungen, und in der kommenden Welt das ewige Leben.

[Viele Erste werden Letzte sein und die Letzten Erste.]

 

Impuls: Vom wahren und falschem Reichtum

 

Nach was sollen wir als Christen streben? Wie erreiche ich ein erfülltes Leben? Das sind Themen, die uns alle beschäftigen, denn was mir wichtig erscheint, voran ich mein Herz hänge, dass wird für mich der Kern meines Lebens, es wird zu meinem Gott.

 

Im Buch der Weisheit wird die Klugheit als erstrebenswert erachtet. Es geht aber um eine besondere Klugheit, die von Geist der Weisheit stammt, also göttlicher Natur ist. Nicht die politische Macht, auch nicht der Reichtum kann diese Weisheit aufwiegen. Diese Weisheit ist es, die einem innerlich erleuchtet und den Glanz ins Leben bringt. Sie ist es, die erfüllt das Leben eines Gläubigen letztendlich erfüllt; sie beseelt ihn, führt zur Erkenntnis des wahren Reichtums.

 

Die Weisheit führt zum Verstehen von Gottes Wort und dringt in das Innerste des Menschen, wird zum Gewissen und Kern unserer Gedanken und unseres Handelns. Wer dieser göttlichen Weisheit folgt, sieht alles mit Klarheit und muss ihr dann auch Rechenschaft für sein Leben abliefern.

 

Über den rechen Weg, der Nachfolge, dem Reichtum des Glaubens geht es auch im Evangelium. Hier nähert sich ein Mann Jesus und bittet ihn auf Knien nach dem Weg zum ewigen Leben. Jesus gibt daraufhin eine zweifache Antwort. Zunächst müsse er die Gebote – d.h. das göttliche Gesetz - einhalten. Als der Mann Jesus bestätigt, dass er sich seit seiner Jugend daran festhält, umarmt ihn Jesus. Der Mann hat damit den ersten entscheidenden Schritt getan. Aber zur Perfektion eines Gläubigen gehört ein zweiter Schritt. Er soll seinen Besitz verkaufen und es unter die Armen verteilen, womit ihm ein wahrer Schatz im Himmel zugesagt wird. Das war aber für den Mann nicht denkbar, da er sehr reich war und nicht bereit war, sich von seinem Reichtum zu lösen.

 

Wer in die Nachfolge Christi treten will, darf nicht auf den falschen (materiellen) Reichtum setzen, sondern muss sich für die Mitmenschen einsetzen und seine Gedanken und sein Tun zum Dienst an die anderen einsetzen. Neben den der Erfüllung der Gesetze muss auch sein Herz vom Geist Gottes erfüllt werden. Wer sein Herz an Macht und Reichtum hängt, kann sich nicht für die göttliche Weisheit öffnen und versperrte sich damit den Weg, die Pforte zum Reich Gottes. Wer Jesus nachfolgen will, muss bereit sein, sich von den gewohnten Sicherheiten des Lebens, vom Besitz, vom Haus und von der Familie zu trennen und sich ganz auf die Führung des göttlichen Geistes einlassen. Letzteres ist sicherlich das Ideal für einen Missionar, aber die Botschaft, sich nicht auf Macht- und Besitzstreben auszurichten, ist eine Mahnung an alle Christen. Der wahre Reichtum liegt für Christen in einem Leben, der von der Weisheit Gottes gelenkt ist und die mit Klugheit angenommen wird, wobei der Dienst am Nächsten als der Kern unseres Menschseins erfahrbar wird.  

 

 

Sobre la verdadera y la falsa riqueza

 

¿De qué debemos preocuparnos como cristianos en la vida? ¿Cómo se logra una vida plena? Son estos temas que nos conciernen a todos, porque lo que me parece importante, lo pongo en mi corazón, en el primer lugar y se convierte para mí en el centro de mi vida, se convierte en mi Dios.

En el libro de la Sabiduría, la prudencia se considera deseable. Pero se trata de una prudencia e inteligencia especial que proviene del espíritu de Sabiduría, es decir, de la naturaleza divina. Ni el poder político, ni siquiera la riqueza, pueden superar esta sabiduría. Es esta sabiduría la que ilumina a uno interiormente y da brillo a la vida. Es ella que llena la vida del creyente, lo anima, lo conduce al conocimiento de la verdadera riqueza.

 

La sabiduría conduce a la comprensión de la Palabra de Dios y penetra en lo más profundo del ser humano, se convierte en la conciencia y centro de nuestros pensamientos y nuestras acciones. Quien sigue esta sabiduría divina ve todo con claridad y finalmente tiene que dar cuenta de su vida a ella.

 

El Evangelio también trata sobre el camino correcto, el ser discípulo verdadero y las riquezas de la fe. Aquí se relata sobre un hombre que se acerca a Jesús y le pide de rodillas orientación al camino a la vida eterna. Jesús, entonces, le entrega  una doble respuesta. En primer lugar, recuerda que se deben cumplir los mandamientos, es decir, la ley divina. Cuando el hombre afirma a Jesús que siempre ha preservado los preceptos de Dios, Jesús lo abraza. El hombre ha dado así el primer paso decisivo. Pero hay un segundo paso para convertirse en creyente. Debe vender su propiedad y distribuirla entre los pobres, lo que le promete un verdadero tesoro en el cielo. Pero eso era inconcebible para el hombre, ya que era muy rico y no estaba dispuesto a desprenderse de su riqueza. Aquellos que quieren seguir a Cristo no deben depender de la riqueza (material) falsa, sino que deben preocuparse por el bien de sus prójimos y concentrar su pensar y actuar al servicio a los demás.

 

Además de las leyes, el corazón también debe estar lleno del Espíritu de Dios. Quien cuelga su corazón en el poder y la riqueza no puede abrirse a la sabiduría divina y, por lo tanto, bloquea su camino, la puerta al reino de Dios. Quien quiera seguir a Jesús debe estar dispuesto a desprenderse de la acostumbrada seguridad de la vida, de la propiedad, de la casa y de la familia, y confiar plenamente en la guía por el Espíritu divino. Este último es sin duda el ideal para un misionero, pero el mensaje de no centrarse en la búsqueda del poder y los bienes (riqueza) es un recordatorio para todos los cristianos. La verdadera riqueza para los cristianos reside en una vida guiada por la sabiduría de Dios y que aceptamos con prudencia, en la que podemos reconocer el servicio al prójimo como el núcleo de nuestro ser humano y cristiano.

 

 (Peter Downes, Theologe)

26. Sonntag im Jahreskreis (26.9.2021)

Mose wählt den Ältestenrat der 70» von Jacob de Wit, 1737, im Königspalast in Amsterdam

                                                            Wochen-Impulse

(Gedanken zu den Lesungen und dem Evangeliumstext)

 

26. Sonntag im Jahreskreis (26.9.2021)

1. Lesung: Num 11,25-29

Lesungaus dem Buch Numeri. 

In jenen Tagenkam der HERR in der Wolke herab und redete mit Mose. Er nahm etwas von dem Geist, der auf ihm ruhte, und legte ihn auf die siebzig Ältesten.

Sobald der Geist auf ihnen ruhte, redeten sie prophetisch. Danach aber nicht mehr.

Zwei Männer aber waren im Lager geblieben; der eine hieß Eldadder andere Medad. Auch über sie kam der Geist.Sie gehörten zu den Aufgezeichneten, waren aber nicht zum Offenbarungszelt hinausgegangen. Auch sie redeten prophetisch im Lager.

Ein junger Mann lief zu Mose und berichtete ihm:Eldadund Medad sind im Lager zu Propheten geworden.

Da ergriff Josua, der Sohn Nunsder von Jugend an der Diener des Mose gewesen war, das Wort und sagte: Mose, mein Herr, hindere sie daran!

Doch Mose sagte zu ihm: Willst du dich für mich ereifern? Wenn nur das ganze Volk des HERRN zu Propheten würde, wenn nur der HERR seinen Geist auf sie alle legte!

 

2. Lesung: Jak 5,1-6

Lesungaus dem Jakobusbrief. 

Ihr Reichen,weint nur und klagt über das Elend, das über euch kommen wird! Euer Reichtum verfaultund eure Kleider sind von Motten zerfressen, euer Gold und Silber verrostet.Ihr Rost wird als Zeuge gegen euch auftreten und euer Fleisch fressen wie Feuer. Noch in den letzten Tagen habt ihr Schätze gesammelt.

Siehe, der Lohn der Arbeiter, die eure Felder abgemäht haben, der Lohn, den ihr ihnen vorenthalten habt, schreit zum Himmel;die Klagerufe derer, die eure Ernte eingebracht haben, sind bis zu den Ohren des Herrn Zebaoth gedrungen. 

Ihr habt auf Erden geschwelgt und geprasstund noch am Schlachttag habt ihr eure Herzen gemästet. Verurteilt und umgebracht habt ihr den Gerechten, er aber leistete euch keinen Widerstand. 

 

Evangelium: Mk 9,28-43.45.47-48

Aus dem heiligen Evangelium nach Markus.

In jener Zeit sagte Johannes, einer der Zwölf, zu Jesus: Meister, wir haben gesehen, wie jemand in deinem Namen Dämonen austrieb; und wir versuchten, ihn daran zu hindern, weil er uns nicht nachfolgt.

Jesus erwiderte: Hindert ihn nicht!Keiner, der in meinem Namen eine Machttat vollbringt, kann so leicht schlecht von mir reden. Denn wer nicht gegen uns ist,der ist für uns. 

Wer euch auch nur einen Becher Wasser zu trinken gibt, weil ihr zu Christus gehört –Amen, ich sage euch:Er wird gewiss nicht um seinen Lohn kommen. 

Wer einem von diesen Kleinen, die an mich glauben, Ärgernis gibt, für den wäre es besser,wenn er mit einem Mühlstein um den Hals ins Meer geworfen würde. 

Wenn dir deine Hand Ärgernis gibt, dann hau sie ab; es ist besser für dich, verstümmelt in das Leben zu gelangen, als mit zwei Händen in die Hölle zu kommen,in das nie erlöschende Feuer. 

Und wenn dir dein Fuß Ärgernis gibt, dann hau ihn ab; es ist besser für dich, lahm in das Leben zu gelangen, als mit zwei Füßen in die Hölle geworfen zu werden. 

Und wenn dir dein Auge Ärgernis gibt, dann reiß es aus; es ist besser für dich, einäugig in das Reich Gottes zu kommen, als mit zwei Augen in die Hölle geworfen zu werden,wo ihr Wurm nicht stirbt und das Feuer nicht erlischt. 

 

 

Impuls: Vom rechten Handeln im Geist Gottes

 

Um die rechte Gesinnung, um den rechten Geist, der zu einem gerechten Handeln anleitet, geht es einerseits bei den heutigen Texten. Es geht aber auch um die Frage von Abgrenzung, Exklusivität und Konkurrenzdenken. Was wird von einem Christen erwartet? Wie soll er handeln? Wie geht er mit Gruppen um, die anders denken, obwohl sie ansonsten ein ähnliches oder gar gleiches Ziel verfolgen?

Dem Mose stellt Gott eine Gruppe von 70 Ältesten zur Seite, die etwas vom Geist erhielten, der auf ihm ruhte. Solange der Geist auf ihnen ruhte, vermochten sie prophetisch zu reden. Warum aber waren es 70, die wie ein Ältestenrat erscheinen? Dem praktizierenden Juden ist die Symbolik der 70 sofort klar. Sie spricht für die Vollkommenheit: Schaffung der Erde in 7 Tagen und die 10 Gebote sind der wohl augenfälligste Zusammenhang. Und 7 x 10 ergibt 70. Zudem kennt die rabbinische Lehre, sieben verscheide Eigenschaften im Menschen, die von Wohltätigkeit bis zur Stärke reichen und jeder dieser sieben Eigenschaften sind dann noch zehn Einzelaspekte zugeordnet. Zudem erinnern die 70 an die Anzahl der Juden, die nach Ägypten zogen und dann später dieselbe Anzahl, der von Mose gewählten Repräsentanten des Volkes. Es geht hierbei auch um ein vollkommenes gottgefälliges Handeln des Menschen. Wir erfahren aber sogleich auch, dass das prophetische Reden wieder aufhörte, damit werden diese 70 Vertreter des Volkes von Mose auf dem der Geist des Herrn ruhte unterschieden. Die Ältesten hatten sich im Offenbarungszelt, wohl zu einer Art «Ratssitzung» versammelt, d.h. außer zweien von ihnen, die im Lager beim Volk blieben. Das prophetische Reden war aber auch bei ihnen zu vernehmen. Die Geistgabe ist somit nicht an einem heiligen Ort gebunden, sondern wird von Gott auf ausgewählte Menschen ergossen. Die Prophetenrede aber der zwei im Lager Zurückgebliebenen, führt bei Josua, dem treuen Diener von Mose, zur Besorgnis und daher informiert er Mose über diese vermeintlich«konkurrierenden» Propheten und fordert Mose auf, sie daran zu hindern. Die Antwort Mose ist sehr erhellend! Er wünscht sich sogar, dass das gesamte Volk zu Propheten Gottes würde. Wenn es sich um den GeistGottes handeln, dann gibt es keine Konkurrenz, denn in ihnen spricht ja dann Gott selbst. Niemand wählt von sich aus, Prophet zu werden, sondern es ist Gott, derseinen Geist über diejenigen ausgießt, die er dazu auswählt.  

Im Jakobusbrief wird der Umgang mit Reichtum thematisiert. Wer hier auf Erden Reichtümer anhäuft und ein ausgiebiges Leben feierte, dem wird am Ende nichts bleiben, da alles vergänglich ist und ihm droht sogar das Feuer (die Hölle), wenn er sich bis zu seinem letzten Tag auf das Sammeln von Schätzen beschränkt. Sogleichwird eine Sozialkritik laut, wenn den Lohnarbeitern, die die Feder ihres Herrn bestellten, der gerechte Lohn enthalten wird. Hier fehlt es dem reichen Herren völligan Gerechtigkeit und WohltätigkeitDer Briefschreiber Jakobus hat hierbei anscheinend eine konkrete Situation in einer Gemeinde im Blickin der eine Gruppe von reichen Christen ihren Wohlstand genießen, ohne die Not der anderen zu beachten. Mit diesem Verhalten haben sie den «Gerechten» - den gläubigen Mitmenschen, Arbeiter aber sogleich auch Christus selbst – «verurteilt und umgebracht». Die Kirchenväter haben später in ihren Werken die soziale Verantwortung der Reichen angemahnt. Besitz verlangt immer auch ein soziales Handeln für die notleidenden Nächsten. Ein wahrer Christ wird seinen Besitz nicht für sich anhäufen, sondern es zum Wohl seiner Nächsten einsetzen; so wird er dann eins mit ihnen, vereint im selben Geist und bildet somit eine wahrhaftige Gemeinschaft im Glauben.

Die Jünger Jesu beschäftigt das Auftreten eines Heilers, der im Namen Jesu Dämonen austreibt, aber nicht ihrer Gemeinschaft angehört. Ein Konkurrent also, der unter falscher «Marke» (Namen) handelt. Die Jünger erwarteten nun sicherlich seitens Jesu eine Zurechtweisung dieses «Betrügers», aber Jesus lässt diesen gewähren, da er Gutes in seinen Namen tut. Hier wird nicht die Konkurrenz gesehen, sondern die Absicht, der Geist, der das Handeln treibt. Das Wirken des Heilers wird als eine Machttat (Gottes) anerkannt, weshalb dieser keinesfalls ein Gegner sein könne, sondern sich um das Wohl von Kranken sorgt und sich damit für dieselbe Sache einsetzt wie Jesus und seine Jünger. Man soll Personen, die die Sache Christi unterstützen nicht daran hindern. Jesus erteilt jeder Form von Ausgrenzung, Exklusivität und Konkurrenzdenken eine Absage. Man darf den Glauben nicht durch Äußerlichkeiten und exklusiven Regelwerk einsperren, da man dadurch dem Kern - dem Geist – des Glaubens Gewalt antut und dann Gefahr läuft, statt den Weg des Heils aller Menschen einzuschlagen, sich auf den eigensinnigen Weg in Richtung Hölle begeht. Christen sollten gute Werke schätzen und fördern, unabhängig davon, ob sie von ihren Glaubensschwestern und –brüdern stammen, oder von Menschen guten Willens.      

 

Sobre el hacer lo correcto y justo en el Espíritu de Dios

Un aspecto central de los textos del domingo es el tema de la actitud correcta, sobre el espíritu que conduce a la acción justa. También la cuestión de la demarcación, la exclusión y la exclusividad es presente ¿Qué se espera de un cristiano? ¿Cómo debería actuar? ¿Cómo debe tratarse a grupos que piensan de manera diferente, aunque persiguen un objetivo similar o incluso el mismo?

Dios le proporcionó a Moisés un grupo de 70 ancianos que recibieron una parte del Espíritu que descansaba sobre él. Mientras el Espíritu descansara sobre ellos, podrían hablar proféticamente. Pero, ¿por qué había 70 que aparecen como un consejo de ancianos? El simbolismo del número 70 es inmediatamente claro para un judío practicante. Simboliza la perfección: la creación de la tierra en 7 días y los 10 mandamientos son probablemente la conexión más obvia. Y 7 x 10 es igual a 70. Además, la doctrina rabínica reconoce 7características diferentes en las personas, que van desde la benevolencia hasta la fuerza, y a cada una de estas 7 características se le asignan 10 aspectos individuales. Además, el número 70 conmemora la cantidad de judíos que se trasladaron a Egipto y luego la misma cantidad de representantes del pueblo elegidos por Moisés. Pero también aprendemos que el hablar profético cesó nuevamente, de modo que estos 70 representantes del pueblo se distinguen de Moisés en quien reposó el Espíritu del Señor. Los ancianos se habían reunido en la «Tienda de la revelación», probablemente para una especie de «reunión de consejo», dejando aparte a 2 de ellos que permanecieron en el campamento con el pueblo. Pero el discurso profético también se pudo escuchar entre estos dos

El don del Espíritu no está atado en un lugar santo, un lugar específico, sino Dios lo derrama sobre personas que Él elige. El discurso profético de los dos que permanecieron en el campamento con el pueblo  preocupa a Josué, el fiel siervo de Moisés, y por lo tanto él informa a Moisés acerca de estosaparentemente profetas "rivales" y le pide a Moisés que les impida hacerlo. ¡La respuesta de Moisés es muy esclarecedora! Él dice que incluso desea que todo el pueblo se convierta en profetas de Dios. Si se trata del Espíritu de Dios, entonces no hay competencia, porque Dios mismo habla por sus profetas. Nadie elige por sí mismo convertirse en profeta, pero Dios da su Espíritu sobre aquellos a quienes Él elige hacerlo.

En la Carta de Santiago, se discute el tema de la riqueza. Quien acumule riquezas aquí en la tierra y celebre una vida extensa no se quedará con nada al final, ya que todo es perecedero y el fuego (infierno) incluso lo amenaza si se limitaba a recolectar tesoros hasta su último día. La crítica social surge inmediatamente cuando a los trabajadores asalariados que cultivaron los campos de su señor se les niega un pago justo. Aquí se expresa la ausencia absolutamente de caridad entre tales ricos. Aparentemente, hay un grupo de cristianos adinerados en la comunidad que el autor Santiago tiene en mente que disfrutaron de su prosperidad sin tener en cuenta las necesidades de los demás. Con este comportamiento «condenaron y mataron» a los «justos» - creyentes, compañeros, trabajadores, pero también al mismo Cristo. Los Padres de la Iglesia instaron más tarde en sus obras a los ricos a asumir la responsabilidad social. Las posesionessiempre requieren acción social para el próximo vulnerable. Un verdadero cristiano no acumulará sus posesiones para sí mismo, sino que las usará para el bien de sus prójimos (para el bien común) y así expresa su plena unión con sus hermanas y hermanos en un mismo espíritu que los une.  

Los discípulos de Jesús están preocupados por la aparición de un sanador que expulsa demonios de los enfermos en el nombre de Jesús, pero que no pertenecía a su comunidad. Se quejan de un competidor que ejerce su terapias curativas bajo  una "marca" (nombre) ajena. Los discípulos ahora ciertamente esperaban una corrección y exhortación, pero Jesús lo permite porque tal hombre está haciendo el bien en su nombre. Aquí no se ve la competencia, sino la intención, el espíritu que impulsa la acción. Aquí se reconoce un acto del sanador como de poder positivo (divino), por eso no es considerado un adversario, sino como él sepreocupa por el bienestar de los enfermos, trabaja por la misma causa que Jesús y sus discípulos. Así es más un aliado al servicio a Dios. 

No se debe impedir las personas que apoyan la misma causa de Cristo a realizar sus obras. Jesús rechaza aquí toda forma de exclusión y pensamiento competitivo. La fe no debe estar encerrada por externalidades y reglas exclusivas, ya que de esta manera se violenta el núcleo - el espíritu - de la fe y se corre el riesgo, en lugar de seguir el camino de la salvación para todos, de escoger un camino obstinado propio que conduce al infierno. Los cristianos deben valorar y promover las buenas obras, ya sea que provengan de sus hermanos en la fe o de cualquier persona de buena voluntad.

(Peter Downes, Theologe)

 

24. Sonntag im Jahreskreis 12.9.2021

 

Wochen-Impulse

(Gedanken zu den Lesungen und dem Evangeliumstext)

 

24. Sonntag im Jahreskreis 12.9.2021

1. Lesung: Jes 50,5-9a.

Lesung
aus dem Buch Jesaja. 

[GOTT, der Herr, gab mir die Zunge von Schülern, damit ich verstehe, die Müden zu stärken durch ein aufmunterndes Wort. Jeden Morgen weckt er mein Ohr, damit ich höre, wie Schüler hören.]

GOTT, der Herr, hat mir das Ohr geöffnet. Ich aber wehrte mich nicht und wich nicht zurück.

Ich hielt meinen Rücken denen hin, die mich schlugen, und meine Wange denen, die mir den Bart ausrissen. Mein Gesicht verbarg ich nicht vor Schmähungen und Speichel.

Und GOTT, der Herr, wird mir helfen; darum werde ich nicht in Schande enden. Deshalb mache ich mein Gesicht hart wie einen Kiesel; ich weiß, dass ich nicht in Schande gerate. Er, der mich freispricht, ist nahe.

Wer will mit mir streiten?
Lasst uns zusammen vortreten!
Wer ist mein Gegner im Rechtsstreit? Er trete zu mir heran.

Siehe,
GOTT, der Herr, wird mir helfen.

[Wer kann mich für schuldig erklären? Siehe, sie alle zerfallen wie ein Gewand, das die Motten zerfressen.]

 

2. Lesung: Jak 2,14-18

Lesung
aus dem Jakobusbrief.

Meine Schwestern und Brüder,


was nützt es, wenn einer sagt, er habe Glauben, aber es fehlen die Werke? Kann etwa der Glaube ihn retten?

Wenn ein Bruder oder eine Schwester ohne Kleidung sind und ohne das tägliche Brot und einer von euch zu ihnen sagt: Geht in Frieden, wärmt und sättigt euch!, ihr gebt ihnen aber nicht, was sie zum Leben brauchen – was nützt das?

So ist auch der Glaube für sich allein tot, wenn er nicht Werke vorzuweisen hat.

Aber es könnte einer sagen: Du hast Glauben und ich kann Werke vorweisen; zeige mir deinen Glauben ohne die Werke
und ich zeige dir aus meinen Werken den Glauben.

 

Evangelium: Mk 8,27-35

Aus dem heiligen Evangelium nach Markus.

In jener Zeit ging Jesus mit seinen Jüngern
in die Dörfer bei Cäsarea Philippi. Auf dem Weg fragte er die Jünger: Für wen halten mich die Menschen? 


Sie sagten zu ihm: Einige für Johannes den Täufer, andere für Elija, wieder andere für sonst einen von den Propheten. 


Da fragte er sie: Ihr aber,
für wen haltet ihr mich? Simon Petrus antwortete ihm: Du bist der Christus!

Doch er gebot ihnen, niemandem etwas über ihn zu sagen.

Dann begann er, sie darüber zu belehren: Der Menschensohn muss vieles erleiden und von den Ältesten, den Hohepriestern und den Schriftgelehrten verworfen werden; er muss getötet werden und nach drei Tagen auferstehen.


Und er redete mit Freimut darüber. Da nahm ihn Petrus beiseite
und begann, ihn zurechtzuweisen.


Jesus aber wandte sich um,
sah seine Jünger an
und wies Petrus mit den Worten zurecht: Tritt hinter mich, du Satan!
Denn du hast nicht das im Sinn, was Gott will, sondern was die Menschen wollen.

Er rief die Volksmenge und seine Jünger zu sich und sagte: Wenn einer hinter mir hergehen will, verleugne er sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach.


Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein Leben um meinetwillen
und um des Evangeliums willen verliert, wird es retten.

[Was nützt es einem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, dabei aber sein Leben einbüßt? 

Um welchen Preis könnte ein Mensch sein Leben zurückkaufen?

Denn wer sich vor dieser treulosen und sündigen Generation meiner und meiner Worte schämt,
dessen wird sich auch der Menschensohn schämen, wenn er mit den heiligen Engeln
in der Herrlichkeit seines Vaters kommt.

Und er sagte zu ihnen: Amen, ich sage euch: Von denen, die hier stehen, werden einige den Tod nicht schmecken, bis sie gesehen haben, dass das Reich Gottes in Macht gekommen ist.] 

 

 

Impuls: Wahrer Glaube wurzelt im Vertrauen auf Gott, trotzt aller Widerstände und allen Leids im Leben

 

Wem können wir vertrauen? Mit wem können wir in jeder schwierigen Situation des Lebens rechnen? Wer bildet für mich den Halt, den Kern des Lebens? Diese Fragen sind es, die uns beschäftigen und uns eine Orientierung geben, wohin unser Lebensweg sich richten sollte. Es geht dabei auch um die Sozialisation – das Verhältnis zu Anderen-, das rechte Miteinanderleben und dem Umgang mit dem Nächsten. Von diesem Verhalten gegenüber dem Mitmenschen hängt schließlich auch unser Gottesbild ab. Wir können nicht Gott ehren und lieben, wenn wir nicht zugleich ein gottgefälliges und menschenwürdiges Verhältnis zu unseren Mitmenschen pflegen.

 

Der Prophet Jesaja setzt auf Gott. Von ihm will er lernen, sehen und hören. Im Vertrauen auf ihn, kann der Gerechte alle Schmähungen und Leiden ertragen, da er am Ende weiß, Gott steht ihm zur Seite. In den schwierigen Situationen wird sich Gott als der wahre Richter erweisen und bietet uns den Halt, die es uns ermöglicht sich den Feinden und Gegnern in Freiheit und ohne Angst entgegenzustellen.     

 

Für die Christen am Ende des ersten Jahrhunderts stellte sich die Frage, wie sie sich denn ihre Rettung, das ewige Leben, sichern können. Es war ihnen klar, dass der Kult und die Riten allein nicht den Glauben ausmachen, sondern auch ein entsprechendes Handeln dazugehört. Wahrer Glaube ist Gebet, Verkündigung und christliches Handeln in einem. Man kann den anderen nicht nur Gutes wünschen, sondern muss den Bedürftigen in seiner Not helfen, so wie wir selbst von Gott Hilfe erhoffen. Jakobus (Santiago, der Bruder Jesu ist hier als Autor gedacht) ermahnt seine Gemeinde, den Bedürftigen das Lebensnotwendige zukommen zu lassen. Kleidung und das tägliche Brot – letzteres erbitten wir im täglichen Gebet im Vater Unser von Gott – sind grundlegende Bedürfnisse des Menschen. Wenn man hier nicht handelt und hilft, damit die Menschen ihre existenziellen Bedürfnisse erhalten, dann ist der Glaube tot. Man kann Glaube nicht ohne Werke leben. Der Glaube drängt uns geradezu zu den Werken der Mitmenschlichkeit, ansonsten bleibt er leer, nur Wort ohne Aktion. Jakobus bringt es auf den Punkt: Was ist ein Glaube ohne Werke? Denn in den Werken zeigt sich der Glaube. Wichtig ist hier, dass der Glaube zum Handeln drängt. Wer an Gott glaubt, auf ihn vertraut und setzt, der wird eben aus dem Glauben heraus für seine Mitmenschen so handeln, wie er es selbst von Gott für sich erwartet.      

 

Wer ist Jesus für dich? Das ist die Kernfrage des Evangeliums. Jesus fragte seine Jünger als sie sich auf den Weg zu Dörfern befanden, für wen ihn denn die Menschen hielten. Sie geben die verschiedenen Einschätzungen und Beurteilungen der Zuhörer Jesu wieder. Er wird dabei mit Johannes dem Täufer, mit Elijaoder einen anderen Propheten verglichen. Die Menschen erlebten ihn also als einen Propheten, einen Gesandten Gottes. Da diese Antwort ihn aber nicht völlig identifiziert, richtet er die Frage an seine engste Jüngergruppe und zugleich damit an uns, als Hörer und Leser des Evangeliums: «Für wen haltet ihr mich?» Und sogleich wird die erwartete Antwort von Simon Petrus geliefert: «Du bist der Christus!» Es folgt einSchweigegebot Jesu. Das Geheimnis ist genannt, aber die Entdeckung, wer Christus tatsächlich für jeden einzelnen ist, ist ein Glaubensprozess, den man gehenmuss, es ist ein Weg. 

 

Jesus spricht dann über den «Menschensohn», eine Bezeichnung, die auch in Genesis und bei Propheten Esra und Daniel gebraucht wird. Bei Daniel ist es Gott, der als Menschensohn die Herrschaft auf Erden als guter Pastor übernimmt. Aber Jesus führt seine Rolle in der Welt nicht als strahlender Sieger und König vor, sondern spricht von seiner Verstoßung durch die jüdischen Autoritäten und seinen Tod und der Auferstehung nach drei Tagen. Die beunruhigende Nachricht, die Jesu verkündet, führt zur Zurückweisung des Petrus, genau derjenige der Apostel, der soeben noch ein Glaubensbekenntnis zum Christus abgelegt hatte. Er hat nichts verstanden, so scheint es, und noch schlimmer, Jesus weist ihn als «Satan» zurück, da er Gottes Vorsehung in Frage stellt. 

 

Wer an Jesus glaubt, muss bereit sein für den Glauben zu leiden. Derjenige muss bereit sein «sein Kreuz auf sich zu nehmen». Nachfolge Christi ist kein einfacher, sorgenloser Weg, sondern ist sogar lebensgefährlich. Es verlangt einen vollen Einsatz des eigenen Lebens für die Anderen. Das ewige Leben gewinnt man nur durch die Hingabe für die Nächsten. Nur wer sich ganz zu Jesus bekennt, mit allen Konsequenzen, die es mit sich führt, wird als Teil der Gemeinschaft die Herrlichkeit und erlangt so das ewige Leben. Eine Entscheidung für Jesus ist eine Lebensentscheidung und beinhaltet die Bereitschaft Leiden auf sich zu nehmen, denn die Worte und Taten, die aus dem Glauben folgen, werden nicht von allen positiv aufgenommen, sondern rufen auch Gegner hervor, die den Propheten und Glaubenden Schaden zufügen wollen. Doch die Gewissheit besteht, dass nach dem Kreuz, nach all dem Leid, Gott sich ganz als der Halt, die Stütze des gläubigen Gerechten erweist und ihm das ewige Leben schenkt.  

 

 

La verdadera fe se funda en la confianza en Dios y el discípulo auténtico toma la cruz de su vida en nombre de Cristo

 

¿En quién podemos confiar? ¿Con quién podemos contar en situaciones difíciles? ¿Quién forma el centro de mi vida y es mi soporte? Estas son las preguntas que nos preocupan y nos presentan la orientación para encontrar el camino de nuestra vida. Se trata de socializar, de convivencia y del trato con el prójimo. Nuestra imagen de Dios también depende de nuestrocomportamiento hacia los demás. No podemos honrar y amar a Dios si no cultivamos, al mismo tiempo, una relación piadosa y humana con nuestros semejantes.

 

El profeta Isaías confía en Dios. Él quiere aprender, ver y escuchar del Señor, su maestro. Confiando en Él, eljusto puede soportar todo abuso y sufrimiento, porque al final sabe que Dios está a su lado. En situaciones difíciles, Dios demostrará ser el verdadero juez y ofrece su apoyo y permite que nosotros podamos enfrentar a nuestros enemigos y oponentes con toda libertad, sin miedo.

 

Para los cristianos a final del primer siglo surgió la pregunta de cómo se podrían asegurar su salvación, la vida eterna. Para ellos estaba claro que el culto y los ritos por sí solos no constituyen la fe, sino que también debían actuar en obras a favor de sus prójimos vulnerables. La verdadera fe es oración, predicación y acción cristiana, todo en un conjunto. No se llega a la felicidad y vida plena, sin preocuparse por el prójimo, así es un deber natural del creyente ayudar a los necesitados, ya que esperamos tal ayuda desde Dios hacia nosotros mismos. Santiago (aquí se trata del «hermano del Señor» como el autor de la carta) exhorta a su comunidad cristiana a entregar a los necesitados lo que necesitan. La ropa y el pan de cada día - estoúltimo lo pedimos a Dios en el Padre Nuestro -, son las necesidades humanas básicas.

 

El mensaje queda muy claro: Quien no ayuda a la gente a satisfacer sus necesidades existenciales, entonces su fe está muerta. ¡No se puede vivir la fe sin obras! La fe es lo que nos urge a hacer las obras humanitarias, de lo contrario la fe quedará vacía, solo serían palabras sin acción. Santiago lo dice en pocas palabras: ¿Qué seríade una fe sin obras? Es que en las obras se manifiesta la fe. Lo importante aquí es que la fe insta a la acción.Quien cree en Dios, confía en Él y pone su confianza en Él, actuará con fe para sus semejantes de la misma manera que espera que Dios lo haga por él mismo.

 

¿Quién es Jesús para ti? Esa es la pregunta central del Evangelio. Mientras Jesús y sus discípulos se dirigían a las aldeas, Jesús preguntó a ellos sobre lo que la gente  pensaba de él. Ellos presentaron las diversas imágenes y juicios que los oyentes de Jesús tuvieron de él. Unos lo comparan con Juan el Bautista, otros con Elías u otros profetas. Entonces la gente lo experimentó como un profeta, un mensajero de Dios. Pero dado que esta respuesta no lo identifica completamente, Jesús dirige la pregunta a su grupo más cercano de discípulos y al mismo tiempo a nosotros, como oyentes y lectores del Evangelio: «Y vosotros ¿quién decís que soy yo?» E inmediatamente Simón Pedro da la respuesta esperada: «¡Tú eres el Cristo!» En vez de confirmarlo y ordenar su difusión entre la gente, Jesús ordena silencio sobre el tema. El secreto tiene nombre, pero el descubrimiento de quién es Cristo en realidad para cada individuo es un proceso de fe que hay que recorrer, es un camino. Aquí se reveló el misterio del ser de Cristo que el evangelista Marco pone en palabras y obras de Jesús, en el desarrollo que el Evangelio manifiesta.  

 

Jesús luego habla del "Hijo del Hombre", un término que también aparece en Génesis y en los libros de los profetas Esdras y Daniel. En el libro de Daniel, es Dios mismo quien, como Hijo del Hombre, asume el gobierno de la tierra como buen pastor. Pero Jesús no define su papel en el mundo como el de un resplandeciente vencedor y rey, sino habla del repudio que recibirá por parte de las autoridades judías y sobre su muerte y suresurrección después de tres días. La inquietante noticia que proclama lleva a Pedro en rechazar tal destino de Jesús. Aunque él acaba de reconocer a Jesús como el Cristo, quedó evidente que en realidad no ha entendido nada, al parecer, y peor aún, Jesús lo identifica como «Satanás» porque cuestiona la providencia de Dios.

 

Quien cree en Jesús debe estar dispuesto a sufrir por la fe. Debe estar disponible en «llevar su propia  cruz». Seguir a Cristo no es un camino fácil, al contrario se pone en peligro la vida. Ser discípulo exige un compromiso pleno con la propia vida por el otro. La vida eterna se gana mediante el servicio y la preocupación por el prójimo. Solo aquellos que entregan su vida plenamente a Jesús, con todas las consecuencias que ello conlleva, alcanzarán la gloria, la vida eterna,formando parte de una sola comunidad. Una decisión por Jesús es una opción de vida e incluye la disponibilidad a sufrir por la fe en Él, porque las palabras y los hechos que se derivan de la fe no son recibidos positivamente por los adversarios de Cristo, sino incluso provocan que los enemigos y oponentes busquen causar daños a los fieles. Pero podemos tener la certeza que ante la cruz y todo el sufrimiento por la fe, Dios se mantiene al lado del creyente justo y asegura su vida eterna.

 

(Peter Downes, Theologe)

22. Sonntag im Jahreskreis 29.8.2021

Wochen-Impulse

(Gedanken zu den Lesungen und dem Evangeliumstext)

22. Sonntag im Jahreskreis 29.8.2021)

1. Lesung: Dtn 4,1-2.6-8

Lesung
aus dem Buch Deuteronomium.

Mose sprach zum Volk:

Israel, hör auf die Gesetze und Rechtsentscheide, die ich euch zu halten lehre! Hört und ihr werdet leben,
ihr werdet in das Land, das der HERR, der Gott eurer Väter, euch gibt, hineinziehen und es in Besitz nehmen.

Ihr sollt dem Wortlaut dessen, worauf ich euch verpflichte, nichts hinzufügen und nichts davon wegnehmen;
ihr sollt die Gebote des HERRN, eures Gottes, bewahren, auf die ich euch verpflichte. 


Ihr sollt sie bewahren und sollt sie halten. Denn darin besteht eure Weisheit und eure Bildung in den Augen der Völker.

Wenn sie dieses Gesetzeswerk kennenlernen,
müssen sie sagen: In der Tat, diese große Nation ist ein weises und gebildetes Volk.

Denn welche große Nation hätte Götter,
die ihr so nah sind, wie der HERR, unser Gott, uns nah ist, wo immer wir ihn anrufen?

Oder welche große Nation besäße Gesetze und Rechtsentscheide, die so gerecht sind wie alles in dieser Weisung,
die ich euch heute vorlege?

2. Lesung: Jak 1.17-18.21b-22.27

Lesung
aus dem Jakobusbrief.

Meine geliebten Schwestern und Brüder!

Jede gute Gabe und jedes vollkommene Geschenk kommt von oben herab, vom Vater der Gestirne, bei dem es keine Veränderung oder Verfinsterung gibt.

Aus freiem Willen
hat er uns durch das Wort der Wahrheit geboren, damit wir eine Erstlingsfrucht seiner Schöpfung seien.

Nehmt in Sanftmut das Wort an, das in euch eingepflanzt worden ist und die Macht hat, euch zu retten!

Werdet aber Täter des Wortes und nicht nur Hörer, sonst betrügt ihr euch selbst!  Ein reiner und makelloser Gottesdienst ist es vor Gott, dem Vater: für Waisen und Witwen in ihrer Not zu sorgen und sich unbefleckt von der Welt zu bewahren.


Evangelium: Mk 7,1-8.14-15.21-23

Aus dem heiligen Evangelium nach Markus.

In jener Zeit
versammelten sich die Pharisäer
und einige Schriftgelehrte, die aus Jerusalem gekommen waren, bei Jesus.

Sie sahen, dass einige seiner Jünger ihr Brot
mit unreinen, das heißt mit ungewaschenen Händen aßen.

Die Pharisäer essen nämlich wie alle Juden nur, wenn sie vorher mit einer Handvoll Wasser die Hände gewaschen haben; so halten sie an der Überlieferung der Alten fest.

Auch wenn sie vom Markt kommen,
essen sie nicht, ohne sich vorher zu waschen. 
Noch viele andere überlieferte Vorschriften halten sie ein, wie das Abspülen von Bechern, Krügen und Kesseln.

Die Pharisäer und die Schriftgelehrten fragten ihn also: Warum halten sich deine Jünger
nicht an die Überlieferung der Alten, sondern essen ihr Brot mit unreinen Händen?

Er antwortete ihnen: Der Prophet Jesaja hatte Recht mit dem, was er über euch Heuchler sagte, wie geschrieben steht: Dieses Volk ehrt mich mit den Lippen, sein Herz aber ist weit weg von mir. 


Vergeblich verehren sie mich;
was sie lehren, sind Satzungen von Menschen.

Ihr gebt Gottes Gebot preis
und haltet euch an die Überlieferung der Menschen.

Dann rief er die Leute wieder zu sich und sagte: Hört mir alle zu und begreift, was ich sage!


Nichts, was von außen in den Menschen hineinkommt, kann ihn unrein machen, sondern was aus dem Menschen herauskommt, das macht ihn unrein.

Denn von innen, aus dem Herzen der Menschen, kommen die bösen Gedanken, Unzucht, Diebstahl, Mord, Ehebruch, Habgier, Bosheit, Hinterlist, Ausschweifung, Neid, Lästerung, Hochmut und Unvernunft.

All dieses Böse kommt von innen und macht den Menschen unrein.

 

Impuls: Der wahre Glaube lebt aus dem Herzen heraus.

Wie sollte ein Christ seinen Glauben heute leben? Genügt es, wenn man sich an die Gebote Gottes und die Lehre der Kirche hält, oder gehört mehr dazu ein Nachfolger Christi zu sein? Was bedeutet ein authentisches Christsein? Diese Eingangsfragen bilden einen Kernpunkt der Lesungstexte von diesem Sonntag. Sie gehen auf eines der zentralen Themen unseres Glaubensverständnisses ein.   

An Mose geht die Anweisung Gottes, das Volk an die Einhaltung der göttlichen Gesetze und Rechtsordnung zu ermahnen. Es ist die Ordnung für ihre neue Heimat, dem verheißenen Land. Man könnte sagen, es ist deren «Verfassung». Diese Gebote werden als verpflichtend und unveränderlich dem Volk gegeben und spiegeln die göttliche Weisheit wider, da sie universelle Geltung haben; sie bilden eine Art «Magna Carta» für die Menschheit schlechthin. Wenn Israel sich an ihnen hält, wird es zum Vorbild für andere Nationen werden und als weise und gebildet gelten. Dieses Gesetzeswerk ist volks- und gottesnah zugleich und spiegelt die ganze göttliche Gerechtigkeit wider.

Ist es also mit der Einhaltung der Gebotes Gottes und der kirchlichen Lehre getan, um ein guter Christ zu sein? Oder bedarf es noch etwas Anderes, um ein guter Mensch und wahrhaftiger Christ zu werden?

Der Jakobusbrief gibt uns auf diese Frage eine Antwort. Hierbei spielt das «Wort der Wahrheit» eine entscheidende Rolle. Es wird uns von Gott geschenkt, ist schöpferisch und wird wie ein Samen in uns eingepflanzt. Wenn wir es wachsen lassen – d.h. auch pflegen und als unser eigen aufnehmen -, dann wird es uns zum Heil führen. Demnach ist es nicht nur die Erfüllung von Geboten, sondern vor allem die Aufnahme der Worte Gottes, d.h. die eigentliche göttliche Nachricht, die göttliche Wahrheit selbst, die unserem Dasein die Sinngebung verleiht und uns zum Heil führt. Wir müssen diese göttlichen Worte und Gebote nicht nur Hören und formal akzeptieren, sondern sie beleben. Aus dem Gehörten müssen Früchte werden, die uns selbst zu «Tätern des Wortes» machen. Christsein verlangt also eine Tatkraft, einen Einsatz! Wahrer Gottesdienst ist das gehörte Wort in sein Herz aufzunehmen und aus ihm heraus dann rechtens zu Handeln. Konkret bedeutet es den Einsatz für die Nächsten, für die Mitmenschen, die unsere Hilfe benötigen. Zum wahren Glauben gehört die Verinnerlichung der göttlichen Gesetze, damit sie im Leben für andere und damit auch für uns heilsam werden.

Man darf sein Christsein nicht auf das Äußere beschränken, auf die reine Beachtung von Gesetzen und Anwendung von Riten und Ritualen, sondern wahrer Glaube muss eine Herzenssache sein!

Als die Pharisäer und Schriftgelehrten Jesus Haltung zum Gesetzt und die göttlichen Vorschriften prüfen wollten, griffen sie das Thema der Reinheitsgebote auf. Die Jünger hätten ihr Brot mit unreinen Händen gegessen. Es geht hierbei um kultische Reinheit, die sich bis hinein in den Alltag in den Gebräuchen der häuslichen Reinheit entfaltete.

Ließt man den Text in unseren Zeiten der Pandemie von Corona-Virus, dann scheint es sehr angebracht, diese rituale des Händewaschens vor dem Essen und bei der Heimkehr zu beachten. Es gehört zu den grundlegenden und notwendigen Schutzmaßnahmen, die uns allen dringend Vom Gesundheitsamt geboten werden. Aber bei dem Gespräch mit Jesus geht es um eine andere Frage: Werden hier grundlegende jüdische Vorschriften von seinen Jüngern missachtet?  Es geht um die Beachtung der von Gott gegeben Gesetze.

Die Antwort Jesu gibt eine klare Antwort. Mit Hinweis auf den Propheten Jesaja, verweist er auf das Zentrum von Glaube und Heil. Nicht wer mit Lippen – ein Lippenbekenntnis also -, oder durch äußerliche Rituale, scheinbar Gott ehrt, ist ein Gläubiger, sondern derjenige, der seinen Glauben mit dem Herzen lebt. Hier muss man klar zwischen menschlichen Satzungen und Gottes Geboten unterscheiden. Die Kernsausage ist: «Nichts, was von außen in den Menschen hineinkommt, kann ihn unrein machen, sondern was aus dem Menschen herauskommt, das macht ihn unrein. Denn von innen, aus dem Herzen der Menschen, kommen die bösen Gedanken, Unzucht, Diebstahl, Mord, Ehebruch, Habgier, Bosheit, Hinterlist, Ausschweifung, Neid, Lästerung, Hochmut und Unvernunft. All dieses Böse kommt von innen und macht den Menschen unrein». 

Nur ein Glaube, der aus dem Herzen – dem emotionalen und mentalen Zentrum des Menschseins, dem Lebensmotor und Ort des Nachdenkens – entspringt, gibt den Gesetzen, Lehren, Riten und vor allem dem Handeln sein christliches Sigel. Ein Glaube der im Herzen bewegt, reflektiert und verwurzelt wurde, wird zur Frucht einer tatkräftigen Verwirklichung des Wortes Gottes.  

 

 La fe verdadera nace y se vive desde el corazón

¿Cómo debe un cristiano vivir su fe? ¿Es suficiente guardar los mandamientos de Dios y las enseñanzas de la Iglesia, o se necesita más para ser un auténtico seguidor de Cristo? Estas preguntas tocan la esencia de nuestra comprensión de ser cristianos.

Dios instruye a Moisés a exhortar al pueblo de Israel a observar sus leyes. Es el reglamento para su nuevo hogar, la Tierra Prometida. Se podría decir que es su nueva "constitución". Estos mandamientos son vinculantes e inmutables para el pueblo y reflejan la sabiduría divina, ya que tienen validez universal y representan una especie de "Carta Magna" por excelencia para la humanidad. Si Israel se adhiere a ella, se convertirá en un ejemplo para otras naciones y será considerada sabia y educada. Esta obra legislativa es al mismo tiempo cercana al pueblo y a Dios y refleja en su totalidad la justicia divina.

Entonces, ¿es suficiente ser un buen cristiano observando los mandamientos de Dios y la doctrina de la Iglesia? ¿O se necesita algo más para ser una buena persona y un verdadero cristiano?

En la Epístola de Santiago se entrega una respuesta a estas dudas. La "palabra de la verdad" juega aquí un papel decisivo. Dios nos regala Su Palabra, que es creativa y como una semilla que Él ha plantado en nosotros. Si dejamos crecer esta semilla, es decir, si la cuidamos y la aceptamos como parte nuestra, entonces, se convertirá en nuestra salvación. En consecuencia, no es solo el cumplimiento de los mandamientos, sino, en primer lugar, la recepción de la Palabra de Dios, es decir, su mensaje divino, la verdad misma, que entrega  a nosotros el  sentido de nuestra existencia y nos lleva a la salvación. No solo tenemos que escuchar y aceptar formalmente estas palabras y mandamientos divinos, sino también vivirlos. Lo que escuchamos debe convertirse en frutos que nos hagan “hacedores de la Palabra”. Así, no es suficiente que simplemente observemos la Ley, sino que para ser discípulo auténtico se requiere impulso y compromiso. La verdadera adoración es cultivar la Palabra escuchada en el corazón de uno y luego actuar de acuerdo con ella. En lo concreto, significa trabajar para el prójimo que necesita nuestra ayuda. La interiorización de las leyes divinas expresa la verdadera fe que se transforman en beneficiosa para los demás y, por tanto, también para nosotros mismos.

No se debe limitar el cristianismo a lo externo, a la mera observancia de la Ley y en el cumplimento de ritos y rituales, sino la verdadera fe es un asunto del corazón.

Cuando los fariseos y los escribas quisieron examinar la actitud de Jesús hacia la Ley y los preceptos divinos, abordaron el tema de “la pureza” de los preceptos. Acusaron a los discípulos de Jesús porque comieron el pan sin lavar su manos. Aquí se refiere al tema de la pureza del culto. Con el tiempo estos preceptos de purificación se expandieron también a la vida cotidiana, en las costumbres de mundo doméstico.

Si uno lee el texto en nuestro contexto actual de la pandemia de Covid-19, entonces, parece muy apropiado observar estos rituales de lavarse las manos antes de comer y al regresar a casa. Es una de las salvaguardias básicas y necesarias de higiene sanitaria. Pero la conversación con Jesús trata de una pregunta diferente: ¿Están los discípulos ignorando mandamientos y preceptos judíos fundamentales? Se trata de observar la Ley dada por Dios.

La respuesta de Jesús queda clara. Con referencia al profeta Isaías, se refiere al centro de fe y salvación. Un verdadero creyente no es alguien que aparentemente honra a Dios con los labios o mediante rituales externos, sino alguien que vive su fe con el corazón. Aquí uno debe distinguir claramente entre los estatutos humanos y los mandamientos de Dios. El mensaje central es: «Porque de dentro, del corazón de los hombres, salen las intenciones malas: fornicaciones, robos, asesinatos, adulterios, avaricias, maldades, fraude, libertinaje, envidia, injuria, insolencia, insensatez. Todas estas perversidades salen de dentro y contaminan al hombre».

Solo la fe que viene desde el corazón - el centro emocional y mental del ser humano, el motor de la vida y lugar de la reflexión -, imprime a las leyes, doctrinas, ritos y, sobre todo, a las acciones su sello cristiano. La fe movida, reflejada y arraigada en el corazón se convierte en fruto de una realización activa de la Palabra de Dios. 

(Peter Downes)

Mariä Aufnahmen inden Himmel (15. August 2021)

Wochenimpuls

 

Mariä Aufnahmen in den Himmel (15. August 2021)

 

1. Lesung: Offb 11,19a; 12,1-6a.10ab

 

Lesung aus der Offenbarung des Johannes.

 

Der Tempel Gottes im Himmel wurde geöffnet und in seinem Tempel wurde die Lade seines Bundes sichtbar: Dann erschien ein großes Zeichen am Himmel: eine Frau, mit der Sonne bekleidet; der Mond war unter ihren Füßen und ein Kranz von zwölf Sternen auf ihrem Haupt. Sie war schwanger und schrie vor Schmerz in ihren Geburtswehen.

 

Ein anderes Zeichen erschien am Himmel und siehe, ein Drache, groß und feuerrot, mit sieben Köpfen und zehn Hörnern und mit sieben Diademen auf seinen Köpfen. Sein Schwanz fegte ein Drittel der Sterne vom Himmel und warf sie auf die Erde herab.

 

Der Drache stand vor der Frau, die gebären sollte; er wollte ihr Kind verschlingen, sobald es geboren war. Und sie gebar ein Kind, einen Sohn, der alle Völker mit eisernem Zepter weiden wird. Und ihr Kind wurde zu Gott und zu seinem Thron entrückt. Die Frau aber floh in die Wüste, wo Gott ihr einen Zufluchtsort geschaffen hatte. Da hörte ich eine laute Stimme im Himmel rufen: Jetzt ist er da, der rettende Sieg, die Macht und die Königsherrschaft unseres Gottes und die Vollmacht seines Gesalbten.

 

 

2. Lesung: 1 Kor 15,20-27a

 

Lesung aus dem ersten Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Korinth,

 

Schwestern und Brüder!

 

Christus ist von den Toten auferweckt worden als der Erste der Entschlafenen. Da nämlich durch einen Menschen der Tod gekommen ist, kommt durch einen Menschen auch die Auferstehung der Toten. Denn wie in Adam alle sterben, so werden in Christus alle lebendig gemacht werden.

 

Es gibt aber eine bestimmte Reihenfolge: Erster ist Christus; dann folgen, wenn Christus kommt, alle, die zu ihm gehören. Danach kommt das Ende, wenn er jede Macht, Gewalt und Kraft entmachtet hat und seine Herrschaft Gott, dem Vater, übergibt.  Denn er muss herrschen, bis Gott ihm alle Feinde unter seine Füße gelegt hat. Der letzte Feind, der entmachtet wird, ist der Tod. Denn: Alles hat er seinen Füßen unterworfen.

 

 

Eangelium: Lk 1,39-56

 

Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas.

 

In jenen Tagen machte sich Maria auf den Weg und eilte in eine Stadt im Bergland von Judäa.

Sie ging in das Haus des Zacharías und begrüßte Elisabet.

 

Und es geschah: Als Elisabet den Gruß Marias hörte, hüpfte das Kind in ihrem Leib. Da wurde Elisabet vom Heiligen Geist erfüllt und rief mit lauter Stimme: Gesegnet bist du unter den Frauen und gesegnet ist die Frucht deines Leibes. Wer bin ich, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt?

 

Denn siehe, in dem Augenblick, als ich deinen Gruß hörte, hüpfte das Kind vor Freude in meinem Leib. Und selig, die geglaubt hat, dass sich erfüllt, was der Herr ihr sagen ließ.

 

Da sagte Maria: Meine Seele preist die Größe des Herrn und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter. Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut. Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter.

Denn der Mächtige hat Großes an mir getan und sein Name ist heilig.  Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht über alle, die ihn fürchten. Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten: Er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind; er stürzt die Mächtigen vom Thron und erhöht die Niedrigen. Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben und lässt die Reichen leer ausgehen. Er nimmt sich seines Knechtes Israel an und denkt an sein Erbarmen, das er unsern Vätern verheißen hat, Abraham und seinen Nachkommen auf ewig.

Und Maria blieb etwa drei Monate bei ihr; dann kehrte sie nach Hause zurück.

 

Impuls: Durch das Erbarmen Gottes wird der Tod überwunden sein

In der Apokalypse (Offenbarung) des Johannes wird den bedrängten christlichen Gemeinden am Ende des ersten Jahrhunderts die Zuversicht verheißen, am Ende tatsächlich gerettet zu werden. Die Offenbarung deutet das Weltgeschehen in einer endzeitlichen und ewigzeitlichen Ordnung. Statt in Angst und Endzeitstimmung zu verfallen, wird die Ankunft des Retters – Christi – verheißen. Das Volk (Tochter Zion) ist hier die Frau, die in Schmerzen auf die Geburt des Messias wartet, wie es die Propheten des Ersten Testaments verkünden. Für Johannes und uns Christen ist dieser Messias Jesus und damit Maria die „Stellvertreterin“ des Volkes, seine leibliche Mutter. Wir werden damit an den Anfang erinnert, an die Geburt des Retters gegen den Chaos-Drachen (Symbol der Unordnung, des Bösen, der Lebensgefahr).

Das Zweite Vatikanische Konzil stellt Maria als „Typus der Kirche“ (Lumen Gentium 63) – als Mutter aller Christen hervor. Sie stellt sich bereit, nimmt ein Leiden auf sich ganz in der Hoffnung auf eine Zukunft hin, in der Gott sein Volk von aller Macht des Drachens - der Unterdrückung in Ägypten, in Babylonien und durch die Verfolgungen am Ende des ersten Jahrhunderts – befreit. Der Sohn der Frau ist der König auf dem Himmelsthron und von dort wird er schließlich den Endkampf aufnehmen. Die Frau, wird ebenfalls an einem geschützten Ort verbracht.            

Für Paulus stellt sich Jahre zuvor eine andere Herausforderung: Es kamen wohl Zweifel an der Auferstehung der Toten auf. Man hatte das Ende der Welt erwartet, aber es blieb aus, so dass man nun nicht mehr sicher war, ob diese Verheißung noch zutreffe. Ist Christus den wirklich auferstanden? Und wie und wann soll die Auferstehung der Toten erfolgen, wenn Christus doch göttlicher Natur ist, während alle anderen bloß Menschen sind? Der Vergleich mit Adam zeigt dann auf, wie wir uns als Nachfolger des von Gott geschaffenen ersten Menschen verstehen und durch sein Fehlverhalten – indem er die gesetzten göttlichen Grenzen missachtete – der Ausstoß aus dem Garten Eden und der Tod erfolgte. Es ist dieser erste Mensch, der uns den Tod bescherte, ebenso ist es nun wieder ein einziger Mensch, Jesus der Christus, der alle zum ewigen Leben führt. Seine Auferstehung ist unsre Zukunft, wenn wir im Glauben verharren. Christus ist schon jetzt der Sieger über den Tod und darum müssen auf seine Macht vertrauen, indem er am Ende der Zeiten alle Herrschaft erlangen wird und sie dann seinem göttlichen Vater überreichen wird. Jesus als der neue Adam wird dann Herr über die Schöpfung sein und sie zurück unter die Herrschaft Gottes stellen, damit ist dann die Ursünde des ersten Menschen und die Konsequenz daraus – der Tod – aufgehoben. Was Christus schon hat, die Auferstehung, steht uns noch aus und obwohl der Sieg des Menschensohns (des göttlichen Kindes) schon besiegelt ist, erfolgt für uns diese Siegesfeier erst am Ende aller Zeiten. 

Die Rolle Mariens im Plan Gottes wird im Lukasevangelium entfaltet. Die Szene, die uns beim Besuch Mariens im Hause ihrer Verwandten Elisabeth zeigt, deutet uns an, wie die Geburtsankündigung Jesu zu verstehen ist. Die Stimmung ist von großer Freude gekennzeichnet. Allein schon der Gruß Mariens bei ihrer Ankunft im Haus von Zacharias und Elisabeth wirkt auf das Kind im Mutterleib von Elisabeth derartig stimulierend, dass es vor Freude hüpft. Auch Elisabeth wird sogleich „mit heiligem Geist erfüllt“ und sie erkennt, dass Maria durch ein besonderes Kind gesegnet ist. Dieses Kind wird mit dem Christustitel „mein Herr“ (Kyrios) bezeichnet. Es folgt dann die Seligpreisung: Maria wird in ihrem Glauben gepriesen und es wird die Erfüllung allen vom Herrn gesagten versichert.

Es folgt dann der Lobgesang Mariens (das Magnificat), wobei der Text die Tradition des Estern Testaments (Propheten und Psalmen) in einem neuen Zusammenhang stellt. Gott wirkt Großes an Maria und sie erkennt die Bedeutung, die dieses Handeln Gottes für die Menschheit hat. Es werden radikale Umkehrungen der herrschenden (Miss-)Verhältnisse verheißen: Es wird eine mitmenschliche Ordnung angesagt, wo allen Bedrückten und Notleidenden göttliche Abhilfe zugesichert wird. Gottes Heiligkeit und sein Erbarmen sind bereits an Maria vollzogen. Sie ist damit zur Stellvertreterin des Volkes, die Tochter Zions, die Mutter aller Christen, Mater Ecclesiae geworden. Ihre Verehrung wird für die Zukunft angekündigt. Dieses bringt die Kirche auch am heutigen Feiertag zum Ausdruck, indem sie der Aufnahme Mariens in den Himmel gedenkt. Sie wird damit zum Zeichen des Erbarmens Gottes mit der Menschheit und Maria erfährt die zugesagte Erhöhung als Mutter unseres Retters, als Vorbild im Glauben und der Hingabe im Dienst am Herrn. Glauben und Dienen sind der Weg, um das Erbarmen Gottes dankbar zu empfangen, erst dann ist auch der Tod besiegt und wir können den Weg zum göttlichen Lichte entgegenschreiten.        

18. Sonntag im Jahreskreis (1.8.2021)

Wochen-Impulse

(Gedanken zu den Lesungen und dem Evangeliumstext)

 

18. Sonntag im Jahreskreis (1.8.2021)

1. Lesung: Ex 16,2-4.12-15

Lesung
aus dem Buch Exodus.

In jenen Tagen murrte die ganze Gemeinde der Israeliten in der Wüste gegen Mose und Aaron.

Die Israeliten sagten zu ihnen: Wären wir doch im Land Ägypten durch die Hand des HERRN gestorben, als wir an den Fleischtöpfen saßen und Brot genug zu essen hatten. Ihr habt uns nur deshalb in diese Wüste geführt,
um alle, die hier versammelt sind, an Hunger sterben zu lassen.

Da sprach der HERR zu Mose:
Ich will euch Brot vom Himmelregnen lassen. Das Volk soll hinausgehen, um seinen täglichen Bedarf zu sammeln. Ich will es prüfen, ob es nach meiner Weisung lebt oder nicht.

Ich habe das Murren der Israeliten gehört. Sag ihnen: In der Abenddämmerung werdet ihr Fleisch zu essen haben, am Morgen werdet ihr satt werden von Brot
und ihr werdet erkennen, dass ich der HERR, euerGott, bin.

Am Abend kamen die Wachteln und bedeckten das Lager. Am Morgen lag eine Schicht von Tau rings um das Lager.

Als sich die Tauschicht gehoben hatte,
lag auf dem Wüstenboden etwas Feines, Knuspriges, fein wie Reif, auf der Erde.

Als das die Israeliten sahen, sagten sie zueinander: Was ist das? Denn sie wussten nicht, was es war. Da sagte Mose zu ihnen: Dasist das Brot, das der HERR euch zu essen gibt.

 

2. Lesung: Eph 4,17.20-24

Lesung
aus dem Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Ephesus.

Schwestern und Brüder!

Das also sage ich und beschwöre euch im Herrn: Lebt nicht mehr wie die Heiden in ihrem nichtigen Denken!

Ihr aber habt Christus nicht so kennengelernt.

Ihr habt doch von ihm gehört und seid unterrichtet worden, wie es Wahrheit ist in Jesus.

Legt den altenMenschen des früheren Lebenswandels ab,
der sich in den Begierden des Trugs zugrunde richtet, und lasst euch erneuern durch den Geist in eurem Denken!

Zieht den neuen Menschen an,
der nach dem Bild Gottes geschaffen ist in wahrer Gerechtigkeit und Heiligkeit!

 

Evangelium: Joh 6,24-35

Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes.

In jener Zeit
als die Leute sahen,
dass weder Jesus noch seine Jünger am Ufer des Sees von Galiläa waren, stiegen sie in die Boote, fuhren nach Kafarnaum
und suchten Jesus. Als sie ihn am anderen Ufer des Sees fanden, fragten sie ihn: Rabbi, wann bist du hierhergekommen?

Jesus antwortete ihnen: Amen, amen, ich sage euch: Ihr sucht mich nicht, weil ihr Zeichen gesehen habt, sondern weil ihr von den Broten gegessen habt und satt geworden seid.

Müht euch nicht ab für die Speise, die verdirbt
sondern für die Speise, die für das ewige Leben bleibt und die der Menschensohn euch geben wird!
Denn ihn hat Gott, der Vater, mit seinem Siegel beglaubigt.

Da fragten sie ihn:
Was müssen wir tun, um die Werke Gottes zu vollbringen?

Jesus antwortete ihnen:
Das ist das Werk Gottes,
dass ihr an den glaubt, den er gesandt hat.

Sie sagten zu ihm:
Welches Zeichen tust du denn, damit wir es sehen und dir glauben? Was für ein Werk tust du?

Unsere Väter haben das Manna in der Wüste gegessen, wie es in der Schrift heißt:
Brot vom Himmel gab er ihnen zu essen.

Jesus sagte zu ihnen: Amen, amen, ich sage euch: Nicht Mose hat euch das Brot vom Himmel gegeben, sondern mein Vater gibt euch das wahre Brot vom Himmel.

Denn das Brot, das Gott gibt, kommt vom Himmel herab und gibt der Welt das Leben.

Da baten sie ihn: Herr, gib uns immer dieses Brot!

Jesus antwortete ihnen: Ich bin das Brot des Lebens; wer zu mir kommt, wird nie mehr hungern, und wer an mich glaubt,
wird nie mehr Durst haben.

 

Impuls: Die wahre Speise, die wahrhaft sättigt.

Wir sind oft besorgt um die täglichen Dinge, um unser Essen, die Arbeit, materielle Dinge aber auch um das Fortbestehen des angenehmen und bequemen Lebens. So aber bleiben wir Gefangene von weltlichen Vorstellungen und eigenen Erwartungen und Lebensgewohnheiten. Wenn wir uns dann auf neue Pfade begeben sollen und auf bessere Zeiten hoffen, diese sich dann aber nicht den alten, gewohnten und bekannten Formen ähneln, dann blicken wir sehr schnell zurück und glorifizieren die vergangenen Zeiten, meinen, sie waren am Ende doch nicht so schlecht und erscheinen uns nun angesichts einer unsicheren Zukunft besser als die Gegenwart.

Im Buch Exodus murrt das Volk, da es Entbehrungen, sogar Hunger leidet; seine erlangte Freiheit scheint es nun in Lebensgefahr zu bringen, da sie auf ihrer langen Wüstenreise an Durst und Hunger leiden. Letztendlich ist es aber nicht dieses Leiden, was wirklich bedrohlich ist, sondern ihr fehlender Glaube an den, der sie aus Ägypten ins verheißene Land führt: Jahwe. Es geht darum, ob man sich den göttlichen Weisungen fügt! Schließlich aber sorgt der Herr für sie, gibt ihnen mit den Wachteln das erhoffte Fleisch und mit dem Tau, das nötige Brot. Diese Zeichen der Fürsorge Gottes, werden als Wunder erkannt, aber das Volk versteht noch nicht, dass sie ihr Vertrauen in Gott setzten und seinen Weisungen folgen sollten, statt sich um die rein materiellen Dinge zu sorgen.

Auch Paulus erinnert die Gemeinde in Ephesus daran, sich nicht an ihren früheren Lebenswandel zu orientieren, da sie nur trügerische Begierden ins Zentrum des Daseins rücken, sondern sich zu erneuern – in diesem Sinne, sich zu befreien – und sich von neuem geistinspirierten Denken leiten zu lassen. Nur so werden sie zu neuen Menschen, die wahrhaftig sich dem Ebenbild Gottes annähern und Gerechtigkeit und Heiligkeit anstreben. Es geht also darum, den eigenen Blick auf das Wesentliche zu fokussieren. Wir dürfen nicht unsere leiblichen und materiellen Begierden zum Motor unseres Lebens machen, sondern müssen Gott und seine Gebote, seine Ordnung, sein Menschenbild zu unserem Horizont machen. Dorthin führt der gerechte und heilsame Weg. 

Das Evangelium geht hier noch weiter. Jesus ist das Brot, das vom Himmel kommt und uns speist und damit den Weg zum ewigen Leben weist. Der Glaube an ihn wird zum Brot des Lebens, der uns stärkt und uns mit ihm eint. Ein wahrhaft christliches Leben sorgt sich nicht um die eigenen täglichen Belange, Wünsche, Begierden, sondern bewahrt den Blick auf das eigentliche Ziel, den Sinn unseres Daseins und dieser steht unter dem Licht des Himmels. Es ist der Aufruf zum Glauben an Gott und die Befolgung seiner Worte. Wenn wir uns nur um unsere eigenen irdischen Begierden sorgen, dann werden wir am Ende feststellen, wie alles vergänglich ist und sinnlos, denn ohne die himmlische Speise des Glaubens, ist eine wahrhafte Gerechtigkeit und das Heil der Welt undenkbar.

 

El pan del cielo que alimenta el alma

El pueblo salió de Egipto de la esclavitud hacia la libertad, y se puso en camino a la tierra prometida. Pero en vez de expresar su gratitud al Señor empezaron lamentar su situación en el desierto por sufrir sed y hambre. Así recordaron la parte cómoda de su pasado en Egipto: las ollas llenas de comida y el pan para comer garantizado cada día. Se concentraron en las necesidades y deseos mundanos, así Moisés pide en nombre del pueblo, alivio de su situación precaria a Dios. El mensaje es ilumininador: aunque Dios asegura la comida en forma de carne (codornices) y pan (maná – de la palabra egipcia mennu = alimento) que cayó como rocío desde el cielo, lo que deben aprender es a vivir según sus mandamientos. El pan que debe alimentar a ellos no se reduce a lo material, sino consiste en el alimento de la Palabra del Señor, lo que viene del cielo. Es un cambio de comportamiento y de su fin en la vida en que lo esencial es el éxodo del pueblo de Israel.

Pablo exhorta la comunidad en Éfeso de una manera similar. No debe seguir una vida en base de deseos engañosos, sino que debe convertirse, liberarse y conducirse hacia una vida dominada por el Espíritu, que entrega el sentido verdadero de la existencia. Solamente cuando dejan su vida antigua (vieja) y se alimentan del pan del Espíritu divino se convertirán a la nueva vida y se transformarán en nuevos humanos que verdaderamente se acercan a la imagen de Dios, según la cual fueron creados y así serían conducidos a una vida de justicia y santidad. Debemos nosotros enfocarnos en lo esencial, no quedar fijos en nuestros deseos corporales y materiales, sino poner las palabras, el orden divino y su imagen como nuestro horizonte, hacia el cual debemos caminar. Solamente con el pan del cielo podemos, finalmente, llegar al camino de justicia y salvación.  

En el Evangelio se especifica aún más precisamente el concepto de «pan del cielo». Jesús es el pan que viene del cielo, que nos alimenta y así nos muestra el camino a la vida eterna. La fe en Él se convierte en el pan de la vida que nos fortalece y nos une a Él. No debemos seguir una vida orientada a los deseos propios y anhelos cotidianos, sino que debemos fijarnos en el objetivo real y profundo - el sentido de nuestra existencia-, que es la luz del cielo, las palabras del Señor. Si solo nos concentramos en nuestros propios deseos terrenales, al final descubriremos que todo es fugaz y sin sentido, porque sin el alimento celestial de la fe, la verdadera justicia y la salvación del mundo quedarán inalcanzables.

(Peter Downes)

16. Sonntag im Jahreskreis

16. Sonntag im Jahreskreis Lesejahr B

1. Lesung: Jer 23,1-6

Lesung
aus dem Buch Jeremía.

1 Weh den Hirten,
die die Schafe meiner Weide zugrunde richten und zerstreuen –

Spruch des HERRN.

2  Darum – so spricht der HERR, der Gott Israels, über die Hirten, die mein Volk weiden: Ihr habt meine Schafe zerstreut und sie versprengt
und habt euch nicht um sie gekümmert. Jetzt kümmere ichmich bei euchum die Bosheit eurer Taten – Spruch des HERRN. 


3 Ich selbstaber sammle den Rest meiner Schafe
aus allen Ländern, wohin ich sie versprengt habe. Ich bringe sie zurück auf ihre Weide und sie werden fruchtbar sein und sich vermehren. 


4 Ich werde für sie Hirten erwecken, die sie weiden, und sie werden sich nicht mehrfürchten und ängstigen und nicht mehrverloren gehen –
Spruch des HERRN.

5 Siehe, Tage kommen
– Spruch des HERRN –, da werde ich für David einen gerechten Sprosserwecken. Er wird als König herrschen und weise handeln
und Recht und Gerechtigkeit üben im Land. 


6 In seinen Tagen wird Juda gerettetwerden, Israel kann in Sicherheit wohnen.
Man wird ihm den Namen geben: Der HERR ist unsere Gerechtigkeit. 


 

2. Lesung: Eph 2,13-18

Lesung
aus dem Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Éphesus.

Schwestern und Brüder! [11 Erinnert euch also, dass ihr früher von Geburt Heiden wart
und von denen, die äußerlich beschnitten sind, Unbeschnittene genannt wurdet.

12 Zu jener Zeit wart ihr von Christus getrennt, der Gemeinde Israels fremd und von dem Bund der Verheißung ausgeschlossen;
ihr hattet keine Hoffnung und lebtet ohne Gott in der Welt.]

13 Jetzt (aber) seid ihr, die ihr einst in der Fernewart, in Christus Jesus, nämlich durch sein Blut, in die Nähegekommen. 


14 Denn er ist unser Friede.
Er vereinigte die beiden Teile – Juden und Heiden – und riss die trennende Wand der Feindschaft in seinemFleisch nieder. 


15 Er hob das Gesetz mit seinen Geboten und Forderungen auf, um die zwei
in sichzu einem neuen Menschen zu machen. Er stiftete Frieden und versöhnte die beiden
durch das Kreuz mit Gott in einem einzigenLeib. Er hat in seiner Persondie Feindschaft getötet. 


17 Er kam und verkündete den Frieden: euch, den Fernen, und Frieden den Nahen.

18 Denn durch ihnhaben wir beide in dem einenGeist Zugang zum Vater. 


 

Evangelium: Mk 6,30-34

Aus dem heiligen Evangelium nach Markus.

In jener Zeit versammelten sich die Apostel, die Jesus ausgesandt hatte,
wieder bei ihm
und berichteten ihm alles, was sie getan und gelehrt hatten. 


31 Da sagte er zu ihnen: Kommt mit an einen einsamen Ort, wo wir allein sind,
und ruht ein wenig aus!
Denn sie fanden nicht einmal Zeit zum Essen,
so zahlreich waren die Leute, die kamen und gingen. 


32 Sie fuhren also mit dem Boot in eine einsame Gegend, um allein zu sein. 


33 Aber man sah sie abfahren
und viele erfuhren davon;
sie liefen zu Fuß aus allen Städten dorthin und kamen noch vor ihnenan. 


34 Als er ausstieg, sah er die vielen Menschen und hatte Mitleid mit ihnen; denn sie waren wie Schafe, die keinen Hirten haben. Und er lehrte sie lange.

 

Wochen-Impuls

Ein Volk und eine Kirche vereint unter dem wahren Hirten

Eine Zeit der Zerstreuung und Trennung des Volkes, ohne eine klare Leitung und Führung, so sah nicht nur der Prophet Jeremia seine Zeit, sondern auch wir erleben eine Zeit von Spaltungen und Desorientierungen sowie ein Mangel an Leitungsfähigkeit in vielen Staaten. Gleichsam wie eine Herde ohne Hirten, scheinen wir verloren, zerstreut und voneinander getrennt herumzulaufen. Jeremia erlebte am Ende seines Lebens den Anfang des babylonischen Exils, eine Zeit, in der das Volk Israel in die ferne Gefangenschaft geführt wurde. Es brachte die große Krise, denn das Volk Israel blieb ohne Anführer, ohne „Hirten“ und die Schuld an dieser Lage, wird den schlechten Hirten zugeschrieben. Es sind jene die das Volk (die „Herde“) zugrunde richteten und die Zerstreuung verursachten. Am Ende aber zeichnet der Prophet einen Lichtblick: Gott selbst wird sein Volk wieder sammeln und auf fruchtbare Weiden führen und so wird das Volk wieder wachsen. Es werden also bessere Zeiten vorausgesagt, die zuletzt dadurch erreicht werden, dass Gott neue Hirten aus ihnen erweckt und damit die Ängste und Sorgen seines Volkes beseitigt. Mehr noch als Hirten, wird ein König aus dem Geschlecht Davids angekündigt, der Recht und Gerechtigkeit schaffen wird. Rettung und Gerechtigkeit sind damit die Zukunft für das nun noch leidende Volk. Sie werden unter ihren neuen König an Sicherheit gewinnen.

Auch wir sehnen uns nach einer Zeit, wo alles wieder heller wird, wo wir wieder klare Horizonte sehen können und uns vereint, statt gespalten und zerstritten oder auch voneinander weit getrennt erleben können. Dazu brauchen wir gute „Hirten“, Leiter und Beschützer. Als Christen setzten wir am Ende auf Christus als unseren König - aus dem Hause Davids - und er ist das Bindeglied, das uns alle miteinander vereint zu einem einzigen Körper. Um diese Einheit aller in Christus geht es auch Paulus in seinem Brief an die Epheser. Darin spricht er die Trennung von Heiden und Juden in den frühchristlichen Gemeinden an. Paulus macht den bekehrten Heiden klar, dass sie nun Teil des neuen Volkes Gottes sind, da sie durch das Blut Christ – durch sein Opfer für uns alle – in seinen Heilsplan einbezogen werden; sie werden gesammelt und vereint zu einem neuen Volk. Juden und Heiden sind nun zu einer einzigen Herde geworden und folgen dem wahren Hirten, der mit seinen Geboten, das (alte) Gesetz aufhob und nun beide – Heiden und Juden, d.h. Fremde und Auerwählte – zu einem neuen Menschen, zu einem einzigen Leib, zusammenfügt. In diesem einzigen Körper sind sie vereint, gesammelt, miteinander versöhnt und werden gemeinsam zu Rettung geführt. Was sie zuvor trennte und spaltete – ihre Feindschaft – wird in eine Friedensgemeinschaft umgewandelt. Es ist der gemeinsame Geist, der ihnen den Weg zum gemeinsamen Vater öffnet.

Jesus erlebte, wie das Volk nach Orientierung suchte und in ihm einen wahren Hirten gefunden haben. Da sie aber so hungrig nach seinen Worten waren, bedrängten sie ihn und seine Jünger so sehr, dass sie kaum noch Zeit zum Essen fanden. Selbst der Rückzug auf ein Boot in einer scheinbar einsamen Gegend, um endlich etwas Ruhe zu finden, scheiterte letztendlich, da die „worthungrigen“ Zuhörer den Wettlauf mit dem Boot sogar gewannen und so Jesus diesen Menschen aus Mitleid dann nachgab und weiter für eine längere Zeit belehrte. Sie „waren wir Schafe, die keinen Hirten haben“.

In Zeiten von Krisen und Unruhen, braucht es eine gute, fähige und beruhigende Leitung – Hirten oder Staatsführer -, die die Ängste abbauen, es verstehen die Spannungen und Trennungen zu überwinden und das Volk und die Völker zu vereinen. Nur zusammen können wir Frieden erlangen und als Volk Gebote und Gesetzte verfolgen, die uns zusammenführen, satt zu spalten und zu trennen. Für uns Christen sind die Gebote des Herrn, vor allem diejenigen über die Nächstenliebe, der Horizont, der die wahre Gerechtigkeit und Rettung anzeigt. Gott will uns vereinen, nicht zerstreuen und entfremden. Daher sind wird aufgerufen, den Weg der Versöhnung, der Friedensstiftung und des Gemeinschaftssinns zu gehen und uns dadurch auf fruchtbare Weiden führen zu lassen, wobei Christus unser wahre Hirte ist.   

 

 

Unidos como un pueblo y un cuerpo bajo nuestro verdadero pastor Cristo

Estos tiempos causan inquietudes, angustias, preocupaciones y la sensación de falta de orientaciones hacia un horizonte con una luz clara y brillante como salida de estas “oscuridades” que muchos experimentan. El profeta Jeremías, que experimentó con el pueblo Israel el inicio del cautiverio en Babilonia en el siglo VI a. C., advierte al pueblo que es la culpa de los malos pastores que las “ovejas” están dispersas. El pueblo quedó sin líderes que pudieran orientarlos. Así depende todo de Dios mismo de reunir un día a su pueblo nuevamente y conducirlo a pastos fértiles nuevamente. Jeremías advierte que Dios deja un rey nacer desde la casa de David que será el pastor del rebaño que traerá la justicia y la salvación al pueblo de Israel.

Una situación de tensión y separación experimentó la comunidad cristiana de Éfeso. Por eso, Pablo escribió una carta para exhortar la comunidad a formar un cuerpo conjunto, en que los “lejanos” o “extranjeros”  paganos- cristianos y los judíos-cristianos se comprendan como un único cuerpo unido: un nuevo pueblo, en que Cristo es su pastor que entregó sus mandamientos que reemplazan la Ley (judía). 

En vez de buscar las diferencias y aspectos que separan a uno de otro, debemos superar el muro de la enemistad porque Cristo rompió este límite con el sacrificio de su vida, con su sangre. Ahora deben entenderse como unidos en un nuevo hombre, un único cuerpo. Con su muerte en la cruz los reconcilió y fundó la paz. Cristo mató la enemistad entre ellos, legó y anunció la paz a los “lejanos” (paganos) y a los “cercanos” (judíos). En un único espíritu existe el camino al Padre. No hay paz, ni justica, ni salvación separados, sino solamente cuando todos se convierten en un pueblo, un cuerpo bajo su pastor Cristo.

En el Evangelio encontramos a Jesús y sus discípulos estresados por las masas de personas que los persiguen para escuchar a Cristo. No hay tiempo de descansar ni comer. Jesús busca huir a un lugar más tranquilo en un bote. Pero su salida causó al final que la gente, hambienta de sus palabras, los persiguieran desde la costa e incluso llegaran antes que él al lugar donde el bote se dirigió. Jesús sintió misericordia por la gente que entendió se comportaron como ovejas sin pastores. Jesús, entonces, quedo con ellos y los enseñó por un largo rato.

Necesitamos, en tiempos difíciles, más que nada, líderes en forma de pastores, que dan seguridad y orientación y escuchar y leer las enseñanzas de Jesús para que podemos encontrar nuevamente el horizonte donde debemos caminar para encontrar la luz, dejando la oscuridad atrás. No es un camino solitario, sino en conjunto, como un rebaño, un pueblo, un cuerpo único, así unidos en un espíritu podemos superar lo que nos separa y causa hostilidad o alienación entre nosotros. La justicia, la paz y nuestra salvación no se pueden separar entre miembros de un cuerpo, sino solamente se alcanza en un cuerpo completo y unido. Así esperamos no sólo nuevos pastores buenos, sino que nosotros mismos debemos buscar crear puentes para reconciliarnos con nuestros adversarios y los nos aparecen tan lejanos y construir un sentido de conjunto, de una verdadera comunidad como un rebaño confiando que Cristo ya es el pastor que acompaña en este proceso.

(Peter Downes)   

 

 

Impulse Sonntag den 4. Juli 2021

Wochen-Impulse

(Gedanken zu den Lesungen und dem Evangeliumtext)

 

Vierzehnter Sonntag – im Jahreskreis (4.7.2021)

 

Erste Lesung (Ez 1.28c -2,5)

Lesung aus dem Buch Ezechiel.

In jenen Tagen, schaute ich das Aussehen der Gestalt der Herrlichkeit des Herrn. Und ich fiel nieder auf mein Angesicht. Da hörte ich die Stimme eines Redenden.

Er sagte zu mir: Menschensohn, stell dich auf deine Füße; ich will mit dir reden.

Da kam Geist in mich, als er zu mir redete, und er stellte mich auf meine Füße. Und ich hörte den, der mit mir redete.

Er sagte zu mir: Menschensohn, ich sende dich zu den Söhnen Israels, zu abtrünnigen Völkern, die von mir abtrünnig wurden. Sie und ihre Väter sind von mir abgefallen, bis zum heutigen Tag.

Es sind Söhne mit trotzigem Gesicht und hartem Herzen. Zu ihnen sende ich dich. Du sollst zu ihnen sagen: So spricht Gott, der Herr.

Sie aber: Mögen sie hören oder es lassen — denn sie sind ein Haus der Widerspenstigkeit —, sie werden erkennen müssen, dass mitten unter ihnen ein Prophet war.

Zweite Lesung (2 Kor 12,7-10)

Lesung aus dem zweiten Brief des Apostels Paulus an die Korinther.

Schwestern und Brüder!

Damit ich mich wegen der einzigartigen Offenbarungen nicht überhebe, wurde mir ein Stachel ins Fleisch gestoßen: ein Bote Satans, der mich mit Fäusten schlagen soll, damit ich mich nicht überhebe.
Dreimal habe ich den Herrn angefleht, dass dieser Bote Satans von mir ablasse. Er aber antwortete mir: Meine Gnade genügt dir; denn die Kraft wird in der Schwachheit vollendet. Viel lieber also will ich mich meiner Schwachheit rühmen, damit die Kraft Christi auf mich herabkommt.
Deswegen bejahe ich meine Ohnmacht, alle Misshandlungen und Nöte, Verfolgungen und Ängste, die ich für Christus ertrage; denn wenn ich schwach bin, dann bin ich stark.

EVANGELIUM (Mk 6,1b-6)

Aus dem heiligen Evangelium nach Markus.
In jener Zeit kam Jesus in seine Heimatstadt; seine Jünger folgten ihm nach.

Am Sabbat lehrte er in der Synagoge. Und die vielen Menschen, die ihm zuhörten, gerieten außer sich vor Staunen und tlichen Lebens gesprochen wird, erscheint plötzlich als großartige Botschaft, selbst wenn ähnliche Worte zuvor der Großvater, die Großmutter, die Eltern, Geschwister, Freunde oder andere bekannte Menschen zum Ausdruck brachten. Wir müssen lernen mehr zuzuhören, nachzudenken und die Wahrheit zu suchen. Die Kritiker rütteln uns auf, fordern uns auf, nach der Weisheit zu trachten und den rechten Weg zu finden. Wenn wir uns aber verschließen, unser Herz verhärten, dann laufen wir Gefahr, in einem leeren Abgrund zu laufen oder uns durch propagandistische und vernebelnde Worte in die Irre leiten zu lassen. Wir folgen dann beruhigenden oder falschen Hoffnungen, satt eine Kurskorrektur vorzunehmen und eine Gewissenshinterfragung zu vollziehen. Heute brauchen wir wahrhafte Propheten Gottes, die uns Orientierung geben und uns zur Besinnung bringen und uns vor den irrenden Pfaden bewahren.  Nur so gelangen wir wieder auf den richtigen Weg, den Jesus und die Propheten uns weisen. Wir aber müssen am Ende die Wahl treffen, wem wir zuhören wollen und welchen Weg wir einzuschlagen gedenken. Gott aber lädt uns stets geduldig ein, sein Wort aufzunehmen und dadurch zum wahrhaftigen Leben zu gelangen.    

(Peter Downes).

El difícil labor de ser profeta de Dios

 Nadie gusta recibir una exhortación o criticas fuertes sobre sus faltas y errores, pero eso exactamente es la tarea de los profetas. Ellos son elegidos por Dios, no son ellos mismos los que han elegido este «cargo». Ser profeta no tiene nada atractivo, no implica riquezas, poderes políticos, fama de célebre o cualquier reconocimiento especial del pueblo. Al contrario, los profetas hablan en el nombre de Dios y sus mensajes son, en su mayoría, no agradables, sino enfrentan a su auditorio con la verdad, con sus pecados y sus vicios. 

 Es Dios quien levanta a Ezequiel y le da la fuerza para hablar en su nombre. El pueblo de Israel, ya desde generaciones, perdió la fe y resistió a las exhortaciones de su Dios, ya camina con un corazón de piedra. Ante esta situación poca esperanzadora, en que podríamos esperar una dura sanción de Dios, sin embargo, encontramos que Dios llama a su profeta a predicar al pueblo con paciencia. Es la verdad que deben escuchar y – aunque sean pocos – Dios mantiene su Palabra dirigida a Su pueblo y mantiene, así, la esperanza de su (re)conversión al camino de su salvación.

 Pablo explica, en su Carta a los Corintios, que está predicando lo que Cristo le reveló, esto no es algo que lo enorgullece a sí mismo, sino que tiene que soportar maltratos, sufrimientos, persecuciones y miedos. Todo esto por Cristo. Es Cristo quien le da la fuerza a él, un hombre débil.        

 En el Evangelio encontramos a Jesús predicando en la Sinagoga de Nazaret, ciudad de su familia. La gente escuchó sus palabras y conocieron sus hechos, que para ellos pareció algo extraordinario. Pero poco después de escuchar las palabras de Jesús, empezaron a cuestionar su autoridad. ¿Cómo era posible que un carpintero, de una familia común que todos conocen, hable de manera maravillosa? En vez de pensar en el mensaje, su enseñanza, ellos cuestionan la persona de Jesús y cierran sus corazones a lo escuchado, perdiendo así el camino de su conversión y a la verdad. Jesús mismo se asombra sobre sus reacciones. No se reconoce un profeta en su mismo pueblo y familia. La consecuencia no es dejar de predicar, sino un profeta debe seguir su camino, predicando en el nombre de Dios a otros pueblos.

 El profeta debe seguir con su tarea a la que Dios lo ha llamado. La conversión es un acto de libertad, depende de que se quiera escuchar y abrir sus corazones, que se reconozca a los profetas y el mensaje para su salvación.

 En nuestros tiempos necesitamos profetas que levantan su voz y presenten la verdad de Dios ante los ojos y oídos. Estos mensajeros surgen del pueblo mismo y saben que no pueden esperar ningún reconocimiento por su labor, sino solamente cumplen con lo que Dios les ha ordenado. La vocación dada por Dios y su fe en Él es la fuente de su fuerza para caminar este difícil camino de profeta.

 Debemos ser receptivos a las críticas, exhortaciones y enseñanzas que recibimos y considerar que pueden ser correcciones necesarias, que debemos acoger para una vida en la verdad y en un camino hacia la salvación. Podemos encontrar voces proféticas a nuestro alrededor, entre la familia, entre amigos, conocidos, además entre personas de buena voluntad. Cerrarse a los profetas, a los que nos critican para corregirnos y guiarnos a la verdad, sería un gran error y una debilidad, que tiene consecuencias negativas: perderemos el camino recto y andaremos hacia la oscuridad.

 (Peter Downes)       

Impulse Sanntag 20. Juni 2021

Ikone aus dem 16. Jahrhundert

 

Wochen-Impulse

(Gedanken zu den Lesungen und dem Evangeliumstext)

12. Sonntag im Jahreskreis (20.6.2021)

1. Lesung: Ijob 38,1.8-11

Lesung aus dem Buch Íjob.

1 Der HERR antwortete dem Íjob aus dem Wettersturm und sprach:

8 Wer verschloss das Meer mit Toren, als schäumend es dem Mutterschoß entquoll,

9 als Wolken ich zum Kleid ihm machte, ihm zur Windel dunklen Dunst,

10 als ich ihm ausbrach meine Grenze, ihm Tor und Riegel setzte

11 und sprach: Bis hierher darfst du und nicht weiter, hier muss sich legen deiner Wogen Stolz?

 

2. Lesung: 2 Kor 5,14-17

Lesung aus dem zweiten Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Korínth.

Schwestern und Brüder!

14 Die Liebe Christi drängt uns, da wir erkannt haben: Einer ist für alle gestorben, also sind alle gestorben.

15 Er ist aber für alle gestorben, damit die Lebenden nicht mehr für sich leben, sondern für den, der für sie starb und auferweckt wurde.

16 Also kennen wir von jetzt an niemanden mehr dem Fleische nach; auch wenn wir früher Christus dem Fleische nach gekannt haben, jetzt kennen wir ihn nicht mehr so.

17 Wenn also jemand in Christus ist, dann ist er eine neue Schöpfung: Das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.

 

Evangelium: Mk 4,35-41

Aus dem heiligen Evangelium nach Markus.

35 An jenem Tag, als es Abend geworden war, sagte Jesu zu seinen Jüngern: Wir wollen ans andere Ufer hinüberfahren.

36 Sie schickten die Leute fort und fuhren mit ihm in dem Boot, in dem er saß, weg; und andere Boote begleiteten ihn.

37 Plötzlich erhob sich ein heftiger Wirbelsturm und die Wellen schlugen in das Boot,  sodass es sich mit Wasser zu füllen begann.  

38 Er aber lag hinten im Boot auf einem Kissen und schlief. Sie weckten ihn und riefen: Meister, kümmert es dich nicht, dass wir zugrunde gehen?  

39 Da stand er auf, drohte dem Wind und sagte zu dem See: Schweig, sei still! Und der Wind legte sich und es trat völlige Stille ein.  

40 Er sagte zu ihnen: Warum habt ihr solche Angst? Habt ihr noch keinen Glauben?

41 Da ergriff sie große Furcht und sie sagten zueinander: Wer ist denn dieser, dass ihm sogar der Wind und das Meer gehorchen?

 

Impulse:

Trotz alle Stürme dürfen und sollten wir auf Gott vertrauen

 Die Lesungstexte des heutigen Sonntags vermitteln uns eine eindringliche Botschaft: Auch wenn alles nach Sturm und Untergang aussieht, so sollen wir fest im Glauben bleiben, denn das letzte Wort hat Gott. Er ist der Schöpfer von Allem, der Herr der Mächte.

 In der ersten Lesung wird an die Urflut bei der Schaffung der Erde erinnert. Trotz des Meeresbrausens, die vernichtend und bedrohlich erscheint, hat Gott inmitten dieses Tosens einen Lebensraum für den Menschen geschaffen. Chaos, Gefahr, Leid und Tod sind ein Teil der Lebenswelt der Menschheit. Von diesem Leid hat Ijob viel erlebt und dennoch verlor er am Ende nicht seinen Glauben. Wer auf Gott vertraut, geht nicht unter, sondern dem öffnet sich der tiefe Sinn des Lebens.

 Warum müssen wir die Pandemie ertragen? Das Leiden vieler Menschen ist immer noch unser tägliches Brot. Politischer Chaos scheint in vielen Ländern, auch in Chile, wie ein Meeresbrausen, die alten Sicherheiten zu zerschellen und die bisherige klare Sicht des Weges zu verdunkeln. Wir sind unsicher geworden; Ängste und Sorgen kommen auf. Können wir da wirklich auf einen guten Ausgang und ein Ende des Sturms hoffen?

 Gott aber ist der Schöpfer und er kann selbst aus dem Chaos eine neue Ordnung schaffen. Er kann dem Unheil einen Riegel vorsetzen und so den drohenden Naturgewalten Grenzen setzen. Aus dem Wasserstürmen wird ein lebensspendendes Wasser. Tod und Leben bekommen eine neue Deutung. 

 Um diese neue Ordnung und Deutung geht es dann auch Paulus im Korintherbrief. Der Tod Christi wird für uns zur Geburt in einem Leben in Christus. Wir werden durch den Tod des Herrn gleichsam „Mitgestorbene“, die dann mit ihm auch auferstehen und somit zur einer neuen Schöpfung durch ihn, mit ihm und in ihm werden. Das dramatische Ende am Todespfahl, dem Kreuz, erweist sich als glücklicher Neuanfang, indem wir Teil eines Lebensbaums werden. Vereint im Geiste können wir zu einer Neugestaltung der Welt aufbrechen. Das Alte ist nun abgelegt und gestorben, der Weg zum Neuen ist offengelegt. Wir sind frei und können nun als neue Schöpfung auch diese Welt mitgestalten. Statt durch Angst gelähmt zu zittern, sollten wir uns auf Christus besinnen und dem Chaos entgegentreten und diese Welt auf eine bessere Zukunft hin ausrichten.

 Die Jünger auf dem Boot inmitten eines drohenden Wirbelsturms, sind gelähmt vor Angst, das Boot scheint dem Untergang nahe. Der Sturm scheint ihr Ende herbeizurufen. Und Jesus, der sich auch im Boot befindet, schläft. Wie kann er denn so seelenruhig schlafen, wenn alles doch im tosenden Meer verschlungen werden könnte? Er gibt uns die Antwort: Der Glaube besänftigt sogar die Naturmächte. Was ist also hier die Aussage? Statt sich vor Sorgen und Nöten dem Chaos preiszugeben, sollten wir uns auf unseren Glauben besinnen und aktiv werden, gestaltend auf unser Realität einwirken. Nicht abwarten bis alles zu spät ist, sondern positiv aufs Geschehen einwirken, das Chaos besänftigen, beruhigen, statt Panikmache zu betreiben.

 Wenn wir uns als Neugeschöpfe im auferstanden Christus verstehen, dann sind wir frei diese Welt mitzugestalten, ohne Ängste. Auch wenn das Leiden unseren Weg begleitet, so dürfen wir nicht den Glauben verlieren, dass es das letzte Wort hat. Sie gegenwärtigen Stürme sind nur scheinbar übermächtig, werden aber letztendlich ihre Macht verlieren, wenn wir auf Gott vertrauen und uns als seine neue Schöpfung begreifen und dadurch Zuversicht gewinnen, an eine bessere Zukunft mitwirken zu können.

 (Peter Downes)   

 

Confiar en Dios en tiempos de tempestades

Las lecturas bíblicas de este domingo, tienen un mensaje en común: Debemos confiar en Dios, el creador del mundo y de las fuerzas. En el libro de Job se expresa la angustía de la tempestad que amenaza la vida de Job. Él cayó en dudas repecto al poder del Señor sobre la naturaleza. Es una experiencia que conocemos, la inquietud y miedo que tenemos cuando se acerca una situación dificil, pasa un desastre natural (un terremoto) o cuando enfrentamos una crisis social, económica, laboral o de salud y no sabemos cómo enfrentarla.

Dios asegura que Él creó el orden y es Él quien controla el caos – el mar caótico antes de la creación -, así Job debe creer en Dios, confiar que Él busca el bien de toda Su creación.

En la carta a los corintios, Pablo recuerda que Cristo murió por nosotros para nuestra salvación y que nosotros moriremos con Él para entrar en la nueva creación. Esta nueva creación sobrepasa los momentos de la oscuridad – de la muerte – y haciendo de Cristo nuestro camino de vida, podemos abrirnos a formar el nuevo cuerpo que no teme más la vida, sino que participa en la nueva creación, en el Reino de Dios. Es una llamada a salir de la angustía, frustración, pérdida de orientación y a confiar en un futuro con los demás, en ser creativos en la nueva creación en que somos parte con Cristo.

El Evangelio nos presenta un Jesús durmiendo tranquilo en medio de una terrible tormenta en el mar de Galilea, en que el barco que está en peligro de romperse. Ante este peligro de muerte que causa una situación de pánico en los discipulos, ellos despiertan a Jesús pidiendo ayuda. Jesús se manifesta como hijo de Dios y calma los vientos y el mar. Jesús responde a su angustia: “¿Por qué ustedes tienen miedo? ¿No tienen aún fe?” Fe y confianza es el tema central. Ante el caos, la crisis, las catástrofes no debemos congelarnos por el miedo y ver cómo todo se acerca al final, sino tener confianza que Cristo sigue a nuestro lado y que así podemos buscar soluciones y ser activos, creativos. En vez de lamentarnos, debemos concentrar la fuerza de la fe y caminar adelante en la construcción de un mundo mejor, al camino hacia el Reino de Dios.

En nuestros tiempos confusos, sin claridad a dónde vamos, con preocupaciones ante las crisis, las angustias que ahogan, los textos dan una luz de orientación: No teman, confien y cálmanse porque en la fe existe un camino adelante.

Y como es el Día del Padre que celebramos este domingo en Chile, podemos decir, que gracias Dios-Padre, podemos confiar nuestra vida en Sus Manos.

(Domingo, 20.6.2021, Peter Downes)

Johannesfest

(Besuch Mariens bei Elisabeth, Teil eines Altarbildes,

16. Jahrhundert in der Kathedrale von Amiens).

 

Ein Licht, dass sich verkleinern muss, damit die wahre Sonne erstrahlt

Es ist die starke Lichtsymbolik, die das Hochfest «Geburt Johannes des Täufers» zum Ausdruck bringt. Im Lukasevangelium werden die Geburt des Johannes und die Geburt Christi in der sogenannten Kindheitsgeschichte in eine Beziehung gestellt; sie werden dabei als Verwandte vorgestellt. Die Mutter von Johannes, Elisabeth, die aus dem Geschlecht Aarons stammte, war, laut dem Evangelisten Lukas, die Cousine von Maria aus dem Hause Davids. Sein Vater Zacharias war im priesterlichen Dienst im Tempel beschäftigt. Als fromm und gottesfürchtig werden Johannes Eltern zu Vorbildern einer jüdischen Familie. Was diesen «gerechten vor Gott» allerdings lange gefehlt hatte, war die Geburt eines Sohnes, eines Namensträgers der Familie, der den Segen Gottes ausdrückt. Nun aber im fortgeschrittenen Alter kündigte der Engel Gabriel Zacharias die Geburt seines Sohnes an. Es ist höchst interessant, wie die Erzählung die Geburt des Johannes und die Geburt Jesus in eine Parallele setzt und dann die beiden Familien, die Priesterfamilie mit der «davidischen Königsfamilie», verbindet und in Beziehung setzt beim Besuch der beiden schwangeren Cousinen Maria und Elisabeth.

Die Botschaft der Gnade

Der Bote Gottes, der Erzengel Gabriel ist in beiden Ankündigungsgeschichten derjenige, der das Eingreifen Gottes zum Ausdruck bringt. Zacharias zweifelt an den Worten des Engels und verstummt – ein schweres Hindernis für einen Tempelpriester, wenn er nicht die Gebete verrichten, Ritualhandlungen mit Worten begleiten und nicht den Segen an die Betenden spenden kann, die ihn geradezu Amtsunfähig machen – und erst bei der Beschneidung des Knaben wird durch ein zweites «Wunder» nach der unerwarteten Geburt, mit der Namensnennung von Johannes, den Elisabeth vorschlägt, obwohl sie nichts von der Erscheinung und Botschaft des Engels an Zacharias erfahren hatte, erlangt Zacharias wieder seine Stimme, nachdem er dem ihn prophezeiten Namen seines Sohnes bestätigt. Der Name ist die Botschaft, denn Johannes (hebr. Jochanan) bedeutet: Gott ist gnädig. Die Gnade ist aber nicht nur für diese Familie erfolgt, sondern Johannes wird zum Zeichen der Gnade des Herrn für alle werden.

Schon vor der Geburt des Johannes wird in der Begegnung zwischen Maria und Elisabeth die Beziehung der beiden angekündigten Knaben verdeutlicht. Maria selbst hat eine Geburtsankündigung erfahren, die ihre genauso unmöglich erschien, wie die Schwangerschaft ihrer älteren und sterilen Verwandten. Der Besuch selbst scheint eine Vorsehung, denn hier scheint María wohl den Rat ihrer Cousine zu suchen, da sie sich in einer prekären Situation befindet: eine Schwangerschaft, ohne zuvor etwas mit ihrem Bräutigam gehabt zu haben und alles im Zusammenhang der «furchterregende» Begegnung mit jenem Engel, der auch Zacharius heimsuchte. Was sich nun aber beim Besuch der beiden Cousinen abspielt ist entscheidend, da es auf die Zukunft hindeutet und allem einen tiefen Sinn gibt. Als Elisabeth Maria sieht, erfüllt sie zugleich große Freude und in ihrem Bauch hüpft Johannes in Vorfreude. Ihr kurzes Gespräch endet mit dem Lobpries Mariens und dem Magnifikat. Hier wird nun klar, dass alles unter dem Licht Gottes steht und im Plan der Vorsehung eine neue Zeit anbricht, in der die Gnade Gottes die Welt durchströmen wird. Und Johannes selbst ist das erste Zeichen dieser Gnade, wie ja sein Name hervorhebt.     

 Der apokalyptische Prediger und die Lehrmeisterfrage

 Johannes erscheint dann in den Evangelien als der Prediger in der Wüste, der zur Bekehrung aufruft und die Endzeit ankündigt, indem der Weizen vom Unkraut getrennt und letzteres dann im Feuer vernichtet wird. Auch Jesus hört seine Predigten und lässt sich, wie ein Schüler, von ihm taufen. Doch nun offenbart sich, dass der scheinbare Schüler Jesus in Wirklichkeit der wahre Lehrmeister ist und so wird nun klar, wer der größere von beiden ist. Johannes wird dadurch zum Ankündiger des eigentlichen Lehrers und Richters der Endzeit. Er muss sich niedrig machen, damit derjenige, der nach ihm kommt, ganz im Lichte erscheint und sich offenbart.

 Noch in seiner Gefangenschaft erkundigt sich Johannes durch seine Schüler, ob den Jesus tatsächlich der Messias sei und erhält diese Bestätigung durch die Taten, die über ihn berichtet werden, die ganz dem Lobpreis und Magnifikat entsprechen, die seine Mutter und Maria noch vor der Geburt beider Knaben offenbarten. Während Jesus Zeit anbricht, geht die Zeit des Johannes ihrem Ende entgegen. Er bereitete am Ende also den Weg für den Größeren, der nach ihm kommen würde. Wie ein Prophet hatte er die Ankunft des Endrichters angekündigt, den er nun in seinem Verwandten gegenwärtig erkennt. Sein (kleines) Licht zum wahren Weg muss nun erlöschen, damit das wahre Licht – der Sohn des Allmächtigen - den Weg aus der Finsternis hin zum Weg des Lebens aufleuchtet.

 Es ist diese Lichtsymbolik, die das Johannesfest auf den 24. August festlegte, da es an den 24. Dezember erinnert, der Geburt des wahren Lichtes: Christus. Sie Symbolik wird aus dem Blickwinkel der nördlichen Halbkugel verständlich, denn mit der Sommer-Sonnenwende zwischen dem 20. und 22. Juni ist der längste Tag im Jahr erreicht und bis zum Weihnachtsfest nimmt dann das Tageslicht zunehmend ab, um schließlich am Weihnachtsfest – der Geburt Christi und dem dunkelsten Tag des Jahres– wieder anzufangen zu wachsen und damit die Dunkelheit des Winters zunehmend zu durchbrechen. 

In altkirchlicher Zeit wurde die Enthauptung des Johannes des Täufers am 29. August ebenfalls als Gedenktag begannen, erlangte dann aber weniger Bedeutung als sein Geburtsfest. Johannes der Täufer ist der einzige Heilige, dem neben der Gottesmutter die Ehre eines eigenen Hochfestes zur Geburt in der römisch-katholischen Liturgie zuteilwurde. Das Junidatum hat neben der Lichtsymbolik seine Begründung mit dem Hinweis im Lukasevangelium, dass Johannes sechs Monate älter war als Jesus.   

Der weitverbreitete Brauch des Johannesfeuers am Vorabend seines Festes, geht auf alte bäuerliche Bräuche zurück, die zumindest seit dem 12. Jahrhundert belegt sind. Das Feuer symbolisiert nicht nur die Sonne, sondern auch das Gericht der Endzeit, die Wende im Leben des Menschen vom Sünder zum Bekehrten. Es steht aber auch in Verbindung mit Schutzrituales gegen Krankheiten, Hagelschäden und Viehseuchen, die die Bauern bedrohen konnten. Eine Strohpuppe wird verbrannt, die Sinnbild des Bösen ist. Es ist zudem eine entscheidende Phase in der Landwirtschaft. Der anbrechende Sommer kann Dürre verursachen oder auch Regen zu falschen Zeit bringen, wo denn das Unkraut inmitten des Weizens heranwächst und die Ernte bedrohen kann, was uns direkt an die Predigten des Johannes erinnert.

In vielen Kulturen wurden und werden noch heute Sonnenwendfeiern gefeiert. In Chile haben wir dieses Jahr erstmals einen nationalen Feiertag, der den Respekt gegenüber den indigenen Religionen ausdrückt. Zugleich aber ist es eben auch ein symbolträchtiges Ereignis für die Christen. Wie Johannes sollten wir erkennen, uns kleiner zu machen, d.h. unseren Egozentrismus zu mindern, und uns Christus zu öffnen, damit er uns zum wahren und inneren Lebenslicht wird.

(Gedanken zum Johannesfest, 2021, Peter Downes).

 Una luz que debe bajarse para que la verdadera luz de Dios crece. 

El 24 de junio la Iglesia celebra el nacimiento de Juan Bautista. Él es el único santo que ha recibido el honor de este tipo de memoria y así goza de una veneración especial como la Virgen María.

La fecha no es coincidencia, sino que se deduce de la fecha del nacimiento de Jesús, el 24 de diciembre. El evangelista Lucas relata que Juan fue 6 meses mayor que Jesús. El simbolismo de este día es más evidente si consideramos que ambas fiestas se vinculan con el solsticio de verano y del invierno, según el hemisferio. Así Juan – el favorecido de Yahvé, significado de su nombre en hebreo – tiene que hacerse pequeño – bajar su luz  - para quien viene después de él, para que éste ilumine más fuerte: Cristo, la verdadera luz del Padre.

Ya en el encuentro de las dos madres embarazadas: María, la madre de Jesús y su prima Isabel, la madre de Juan, en el Evangelio de Lucas, se determina el papel de cada uno de los niños en el Plan de Dios. El himno y el Magnificat de las dos madres revela que uno prepara el camino para el Señor; mientras que Jesús, el Mesías y Senor, inicia un nuevo tiempo.

Sobre este nuevo tiempo, el adulto Juan predicó en el desierto llamando al Pueblo de Israel a convertirse, a dejar su vida antigua de pecadores y convertirse en trigo en la casa del Señor, así salvándose del fuego que quema la hierba mala. Juan habla del juez de los tiempos finales ante quien todos deben presentar sus hechos en la vida. Es el cambio de los tiempos, un tiempo para tomar la decisión y optar por el camino de avanzar hacia el Reino.

Poco antes de su muerte – decapitación por orden de Herodes Antipas – Juan consulta a sus discípulos sobre las señales en las obras de su pariente Jesús. Si este Jesús es el Mesías a quien el pueblo está esperando, o se debería esperar más tiempo a alguien que viene. Juan quedó en duda, aunque sabía que en el bautismo de Jesús, en el Jordán, este “discípulo” suyo predica y actúa como un maestro; que Jesús parece más como el maestro de Juan. Así las vidas de Juan y Jesús se cruzan y el mensaje queda finalmente revelado: Cristo es el juez de Dios y sus palabras son la Ley de Yahvé.

Desde el siglo IV la Iglesia celebró la fiesta del nacimiento de Juan el 24 de junio y de su muerte el 29 de agosto, pero la fiesta de junio ganó cada vez más importancia entre los fieles, posiblemente por su cercanía a las fiestas tradicionales de muchos pueblos y, en el ámbito rural, con la fiesta del solsticio, entre los días 20 y 22 de junio. En estas fiestas se practicaron rituales de protección contra tempestades, enfermedades de humanos y animales. Desde el siglo XII se conoce en Alemania la costumbre del “fuego de San Juan” (Johannesfeuer) en que se quema una muñeca de pasto como símbolo del mal (de los pecados) y practican bailes.

Si bien este año se incorporó en el calendario de fiesta nacional el día del solsticio de invierno en recuerdo y honor de nuestros hermanos y hermanas indígenas, también se mantiene para nosotros, cristianos, igualmente un significado especial que nos recuerda que debemos bajar nuestra propia luz, como Juan, para que podamos abrirnos a la Luz verdadera, que conduce a la vida eterna.

(Peter Downes, junio 2021)