22. Sonntag im Jahreskreis 29.8.2021

Wochen-Impulse

(Gedanken zu den Lesungen und dem Evangeliumstext)

22. Sonntag im Jahreskreis 29.8.2021)

1. Lesung: Dtn 4,1-2.6-8

Lesung
aus dem Buch Deuteronomium.

Mose sprach zum Volk:

Israel, hör auf die Gesetze und Rechtsentscheide, die ich euch zu halten lehre! Hört und ihr werdet leben,
ihr werdet in das Land, das der HERR, der Gott eurer Väter, euch gibt, hineinziehen und es in Besitz nehmen.

Ihr sollt dem Wortlaut dessen, worauf ich euch verpflichte, nichts hinzufügen und nichts davon wegnehmen;
ihr sollt die Gebote des HERRN, eures Gottes, bewahren, auf die ich euch verpflichte. 


Ihr sollt sie bewahren und sollt sie halten. Denn darin besteht eure Weisheit und eure Bildung in den Augen der Völker.

Wenn sie dieses Gesetzeswerk kennenlernen,
müssen sie sagen: In der Tat, diese große Nation ist ein weises und gebildetes Volk.

Denn welche große Nation hätte Götter,
die ihr so nah sind, wie der HERR, unser Gott, uns nah ist, wo immer wir ihn anrufen?

Oder welche große Nation besäße Gesetze und Rechtsentscheide, die so gerecht sind wie alles in dieser Weisung,
die ich euch heute vorlege?

2. Lesung: Jak 1.17-18.21b-22.27

Lesung
aus dem Jakobusbrief.

Meine geliebten Schwestern und Brüder!

Jede gute Gabe und jedes vollkommene Geschenk kommt von oben herab, vom Vater der Gestirne, bei dem es keine Veränderung oder Verfinsterung gibt.

Aus freiem Willen
hat er uns durch das Wort der Wahrheit geboren, damit wir eine Erstlingsfrucht seiner Schöpfung seien.

Nehmt in Sanftmut das Wort an, das in euch eingepflanzt worden ist und die Macht hat, euch zu retten!

Werdet aber Täter des Wortes und nicht nur Hörer, sonst betrügt ihr euch selbst!  Ein reiner und makelloser Gottesdienst ist es vor Gott, dem Vater: für Waisen und Witwen in ihrer Not zu sorgen und sich unbefleckt von der Welt zu bewahren.


Evangelium: Mk 7,1-8.14-15.21-23

Aus dem heiligen Evangelium nach Markus.

In jener Zeit
versammelten sich die Pharisäer
und einige Schriftgelehrte, die aus Jerusalem gekommen waren, bei Jesus.

Sie sahen, dass einige seiner Jünger ihr Brot
mit unreinen, das heißt mit ungewaschenen Händen aßen.

Die Pharisäer essen nämlich wie alle Juden nur, wenn sie vorher mit einer Handvoll Wasser die Hände gewaschen haben; so halten sie an der Überlieferung der Alten fest.

Auch wenn sie vom Markt kommen,
essen sie nicht, ohne sich vorher zu waschen. 
Noch viele andere überlieferte Vorschriften halten sie ein, wie das Abspülen von Bechern, Krügen und Kesseln.

Die Pharisäer und die Schriftgelehrten fragten ihn also: Warum halten sich deine Jünger
nicht an die Überlieferung der Alten, sondern essen ihr Brot mit unreinen Händen?

Er antwortete ihnen: Der Prophet Jesaja hatte Recht mit dem, was er über euch Heuchler sagte, wie geschrieben steht: Dieses Volk ehrt mich mit den Lippen, sein Herz aber ist weit weg von mir. 


Vergeblich verehren sie mich;
was sie lehren, sind Satzungen von Menschen.

Ihr gebt Gottes Gebot preis
und haltet euch an die Überlieferung der Menschen.

Dann rief er die Leute wieder zu sich und sagte: Hört mir alle zu und begreift, was ich sage!


Nichts, was von außen in den Menschen hineinkommt, kann ihn unrein machen, sondern was aus dem Menschen herauskommt, das macht ihn unrein.

Denn von innen, aus dem Herzen der Menschen, kommen die bösen Gedanken, Unzucht, Diebstahl, Mord, Ehebruch, Habgier, Bosheit, Hinterlist, Ausschweifung, Neid, Lästerung, Hochmut und Unvernunft.

All dieses Böse kommt von innen und macht den Menschen unrein.

 

Impuls: Der wahre Glaube lebt aus dem Herzen heraus.

Wie sollte ein Christ seinen Glauben heute leben? Genügt es, wenn man sich an die Gebote Gottes und die Lehre der Kirche hält, oder gehört mehr dazu ein Nachfolger Christi zu sein? Was bedeutet ein authentisches Christsein? Diese Eingangsfragen bilden einen Kernpunkt der Lesungstexte von diesem Sonntag. Sie gehen auf eines der zentralen Themen unseres Glaubensverständnisses ein.   

An Mose geht die Anweisung Gottes, das Volk an die Einhaltung der göttlichen Gesetze und Rechtsordnung zu ermahnen. Es ist die Ordnung für ihre neue Heimat, dem verheißenen Land. Man könnte sagen, es ist deren «Verfassung». Diese Gebote werden als verpflichtend und unveränderlich dem Volk gegeben und spiegeln die göttliche Weisheit wider, da sie universelle Geltung haben; sie bilden eine Art «Magna Carta» für die Menschheit schlechthin. Wenn Israel sich an ihnen hält, wird es zum Vorbild für andere Nationen werden und als weise und gebildet gelten. Dieses Gesetzeswerk ist volks- und gottesnah zugleich und spiegelt die ganze göttliche Gerechtigkeit wider.

Ist es also mit der Einhaltung der Gebotes Gottes und der kirchlichen Lehre getan, um ein guter Christ zu sein? Oder bedarf es noch etwas Anderes, um ein guter Mensch und wahrhaftiger Christ zu werden?

Der Jakobusbrief gibt uns auf diese Frage eine Antwort. Hierbei spielt das «Wort der Wahrheit» eine entscheidende Rolle. Es wird uns von Gott geschenkt, ist schöpferisch und wird wie ein Samen in uns eingepflanzt. Wenn wir es wachsen lassen – d.h. auch pflegen und als unser eigen aufnehmen -, dann wird es uns zum Heil führen. Demnach ist es nicht nur die Erfüllung von Geboten, sondern vor allem die Aufnahme der Worte Gottes, d.h. die eigentliche göttliche Nachricht, die göttliche Wahrheit selbst, die unserem Dasein die Sinngebung verleiht und uns zum Heil führt. Wir müssen diese göttlichen Worte und Gebote nicht nur Hören und formal akzeptieren, sondern sie beleben. Aus dem Gehörten müssen Früchte werden, die uns selbst zu «Tätern des Wortes» machen. Christsein verlangt also eine Tatkraft, einen Einsatz! Wahrer Gottesdienst ist das gehörte Wort in sein Herz aufzunehmen und aus ihm heraus dann rechtens zu Handeln. Konkret bedeutet es den Einsatz für die Nächsten, für die Mitmenschen, die unsere Hilfe benötigen. Zum wahren Glauben gehört die Verinnerlichung der göttlichen Gesetze, damit sie im Leben für andere und damit auch für uns heilsam werden.

Man darf sein Christsein nicht auf das Äußere beschränken, auf die reine Beachtung von Gesetzen und Anwendung von Riten und Ritualen, sondern wahrer Glaube muss eine Herzenssache sein!

Als die Pharisäer und Schriftgelehrten Jesus Haltung zum Gesetzt und die göttlichen Vorschriften prüfen wollten, griffen sie das Thema der Reinheitsgebote auf. Die Jünger hätten ihr Brot mit unreinen Händen gegessen. Es geht hierbei um kultische Reinheit, die sich bis hinein in den Alltag in den Gebräuchen der häuslichen Reinheit entfaltete.

Ließt man den Text in unseren Zeiten der Pandemie von Corona-Virus, dann scheint es sehr angebracht, diese rituale des Händewaschens vor dem Essen und bei der Heimkehr zu beachten. Es gehört zu den grundlegenden und notwendigen Schutzmaßnahmen, die uns allen dringend Vom Gesundheitsamt geboten werden. Aber bei dem Gespräch mit Jesus geht es um eine andere Frage: Werden hier grundlegende jüdische Vorschriften von seinen Jüngern missachtet?  Es geht um die Beachtung der von Gott gegeben Gesetze.

Die Antwort Jesu gibt eine klare Antwort. Mit Hinweis auf den Propheten Jesaja, verweist er auf das Zentrum von Glaube und Heil. Nicht wer mit Lippen – ein Lippenbekenntnis also -, oder durch äußerliche Rituale, scheinbar Gott ehrt, ist ein Gläubiger, sondern derjenige, der seinen Glauben mit dem Herzen lebt. Hier muss man klar zwischen menschlichen Satzungen und Gottes Geboten unterscheiden. Die Kernsausage ist: «Nichts, was von außen in den Menschen hineinkommt, kann ihn unrein machen, sondern was aus dem Menschen herauskommt, das macht ihn unrein. Denn von innen, aus dem Herzen der Menschen, kommen die bösen Gedanken, Unzucht, Diebstahl, Mord, Ehebruch, Habgier, Bosheit, Hinterlist, Ausschweifung, Neid, Lästerung, Hochmut und Unvernunft. All dieses Böse kommt von innen und macht den Menschen unrein». 

Nur ein Glaube, der aus dem Herzen – dem emotionalen und mentalen Zentrum des Menschseins, dem Lebensmotor und Ort des Nachdenkens – entspringt, gibt den Gesetzen, Lehren, Riten und vor allem dem Handeln sein christliches Sigel. Ein Glaube der im Herzen bewegt, reflektiert und verwurzelt wurde, wird zur Frucht einer tatkräftigen Verwirklichung des Wortes Gottes.  

 

 La fe verdadera nace y se vive desde el corazón

¿Cómo debe un cristiano vivir su fe? ¿Es suficiente guardar los mandamientos de Dios y las enseñanzas de la Iglesia, o se necesita más para ser un auténtico seguidor de Cristo? Estas preguntas tocan la esencia de nuestra comprensión de ser cristianos.

Dios instruye a Moisés a exhortar al pueblo de Israel a observar sus leyes. Es el reglamento para su nuevo hogar, la Tierra Prometida. Se podría decir que es su nueva "constitución". Estos mandamientos son vinculantes e inmutables para el pueblo y reflejan la sabiduría divina, ya que tienen validez universal y representan una especie de "Carta Magna" por excelencia para la humanidad. Si Israel se adhiere a ella, se convertirá en un ejemplo para otras naciones y será considerada sabia y educada. Esta obra legislativa es al mismo tiempo cercana al pueblo y a Dios y refleja en su totalidad la justicia divina.

Entonces, ¿es suficiente ser un buen cristiano observando los mandamientos de Dios y la doctrina de la Iglesia? ¿O se necesita algo más para ser una buena persona y un verdadero cristiano?

En la Epístola de Santiago se entrega una respuesta a estas dudas. La "palabra de la verdad" juega aquí un papel decisivo. Dios nos regala Su Palabra, que es creativa y como una semilla que Él ha plantado en nosotros. Si dejamos crecer esta semilla, es decir, si la cuidamos y la aceptamos como parte nuestra, entonces, se convertirá en nuestra salvación. En consecuencia, no es solo el cumplimiento de los mandamientos, sino, en primer lugar, la recepción de la Palabra de Dios, es decir, su mensaje divino, la verdad misma, que entrega  a nosotros el  sentido de nuestra existencia y nos lleva a la salvación. No solo tenemos que escuchar y aceptar formalmente estas palabras y mandamientos divinos, sino también vivirlos. Lo que escuchamos debe convertirse en frutos que nos hagan “hacedores de la Palabra”. Así, no es suficiente que simplemente observemos la Ley, sino que para ser discípulo auténtico se requiere impulso y compromiso. La verdadera adoración es cultivar la Palabra escuchada en el corazón de uno y luego actuar de acuerdo con ella. En lo concreto, significa trabajar para el prójimo que necesita nuestra ayuda. La interiorización de las leyes divinas expresa la verdadera fe que se transforman en beneficiosa para los demás y, por tanto, también para nosotros mismos.

No se debe limitar el cristianismo a lo externo, a la mera observancia de la Ley y en el cumplimento de ritos y rituales, sino la verdadera fe es un asunto del corazón.

Cuando los fariseos y los escribas quisieron examinar la actitud de Jesús hacia la Ley y los preceptos divinos, abordaron el tema de “la pureza” de los preceptos. Acusaron a los discípulos de Jesús porque comieron el pan sin lavar su manos. Aquí se refiere al tema de la pureza del culto. Con el tiempo estos preceptos de purificación se expandieron también a la vida cotidiana, en las costumbres de mundo doméstico.

Si uno lee el texto en nuestro contexto actual de la pandemia de Covid-19, entonces, parece muy apropiado observar estos rituales de lavarse las manos antes de comer y al regresar a casa. Es una de las salvaguardias básicas y necesarias de higiene sanitaria. Pero la conversación con Jesús trata de una pregunta diferente: ¿Están los discípulos ignorando mandamientos y preceptos judíos fundamentales? Se trata de observar la Ley dada por Dios.

La respuesta de Jesús queda clara. Con referencia al profeta Isaías, se refiere al centro de fe y salvación. Un verdadero creyente no es alguien que aparentemente honra a Dios con los labios o mediante rituales externos, sino alguien que vive su fe con el corazón. Aquí uno debe distinguir claramente entre los estatutos humanos y los mandamientos de Dios. El mensaje central es: «Porque de dentro, del corazón de los hombres, salen las intenciones malas: fornicaciones, robos, asesinatos, adulterios, avaricias, maldades, fraude, libertinaje, envidia, injuria, insolencia, insensatez. Todas estas perversidades salen de dentro y contaminan al hombre».

Solo la fe que viene desde el corazón - el centro emocional y mental del ser humano, el motor de la vida y lugar de la reflexión -, imprime a las leyes, doctrinas, ritos y, sobre todo, a las acciones su sello cristiano. La fe movida, reflejada y arraigada en el corazón se convierte en fruto de una realización activa de la Palabra de Dios. 

(Peter Downes)

Mariä Aufnahmen inden Himmel (15. August 2021)

Wochenimpuls

 

Mariä Aufnahmen in den Himmel (15. August 2021)

 

1. Lesung: Offb 11,19a; 12,1-6a.10ab

 

Lesung aus der Offenbarung des Johannes.

 

Der Tempel Gottes im Himmel wurde geöffnet und in seinem Tempel wurde die Lade seines Bundes sichtbar: Dann erschien ein großes Zeichen am Himmel: eine Frau, mit der Sonne bekleidet; der Mond war unter ihren Füßen und ein Kranz von zwölf Sternen auf ihrem Haupt. Sie war schwanger und schrie vor Schmerz in ihren Geburtswehen.

 

Ein anderes Zeichen erschien am Himmel und siehe, ein Drache, groß und feuerrot, mit sieben Köpfen und zehn Hörnern und mit sieben Diademen auf seinen Köpfen. Sein Schwanz fegte ein Drittel der Sterne vom Himmel und warf sie auf die Erde herab.

 

Der Drache stand vor der Frau, die gebären sollte; er wollte ihr Kind verschlingen, sobald es geboren war. Und sie gebar ein Kind, einen Sohn, der alle Völker mit eisernem Zepter weiden wird. Und ihr Kind wurde zu Gott und zu seinem Thron entrückt. Die Frau aber floh in die Wüste, wo Gott ihr einen Zufluchtsort geschaffen hatte. Da hörte ich eine laute Stimme im Himmel rufen: Jetzt ist er da, der rettende Sieg, die Macht und die Königsherrschaft unseres Gottes und die Vollmacht seines Gesalbten.

 

 

2. Lesung: 1 Kor 15,20-27a

 

Lesung aus dem ersten Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Korinth,

 

Schwestern und Brüder!

 

Christus ist von den Toten auferweckt worden als der Erste der Entschlafenen. Da nämlich durch einen Menschen der Tod gekommen ist, kommt durch einen Menschen auch die Auferstehung der Toten. Denn wie in Adam alle sterben, so werden in Christus alle lebendig gemacht werden.

 

Es gibt aber eine bestimmte Reihenfolge: Erster ist Christus; dann folgen, wenn Christus kommt, alle, die zu ihm gehören. Danach kommt das Ende, wenn er jede Macht, Gewalt und Kraft entmachtet hat und seine Herrschaft Gott, dem Vater, übergibt.  Denn er muss herrschen, bis Gott ihm alle Feinde unter seine Füße gelegt hat. Der letzte Feind, der entmachtet wird, ist der Tod. Denn: Alles hat er seinen Füßen unterworfen.

 

 

Eangelium: Lk 1,39-56

 

Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas.

 

In jenen Tagen machte sich Maria auf den Weg und eilte in eine Stadt im Bergland von Judäa.

Sie ging in das Haus des Zacharías und begrüßte Elisabet.

 

Und es geschah: Als Elisabet den Gruß Marias hörte, hüpfte das Kind in ihrem Leib. Da wurde Elisabet vom Heiligen Geist erfüllt und rief mit lauter Stimme: Gesegnet bist du unter den Frauen und gesegnet ist die Frucht deines Leibes. Wer bin ich, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt?

 

Denn siehe, in dem Augenblick, als ich deinen Gruß hörte, hüpfte das Kind vor Freude in meinem Leib. Und selig, die geglaubt hat, dass sich erfüllt, was der Herr ihr sagen ließ.

 

Da sagte Maria: Meine Seele preist die Größe des Herrn und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter. Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut. Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter.

Denn der Mächtige hat Großes an mir getan und sein Name ist heilig.  Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht über alle, die ihn fürchten. Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten: Er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind; er stürzt die Mächtigen vom Thron und erhöht die Niedrigen. Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben und lässt die Reichen leer ausgehen. Er nimmt sich seines Knechtes Israel an und denkt an sein Erbarmen, das er unsern Vätern verheißen hat, Abraham und seinen Nachkommen auf ewig.

Und Maria blieb etwa drei Monate bei ihr; dann kehrte sie nach Hause zurück.

 

Impuls: Durch das Erbarmen Gottes wird der Tod überwunden sein

In der Apokalypse (Offenbarung) des Johannes wird den bedrängten christlichen Gemeinden am Ende des ersten Jahrhunderts die Zuversicht verheißen, am Ende tatsächlich gerettet zu werden. Die Offenbarung deutet das Weltgeschehen in einer endzeitlichen und ewigzeitlichen Ordnung. Statt in Angst und Endzeitstimmung zu verfallen, wird die Ankunft des Retters – Christi – verheißen. Das Volk (Tochter Zion) ist hier die Frau, die in Schmerzen auf die Geburt des Messias wartet, wie es die Propheten des Ersten Testaments verkünden. Für Johannes und uns Christen ist dieser Messias Jesus und damit Maria die „Stellvertreterin“ des Volkes, seine leibliche Mutter. Wir werden damit an den Anfang erinnert, an die Geburt des Retters gegen den Chaos-Drachen (Symbol der Unordnung, des Bösen, der Lebensgefahr).

Das Zweite Vatikanische Konzil stellt Maria als „Typus der Kirche“ (Lumen Gentium 63) – als Mutter aller Christen hervor. Sie stellt sich bereit, nimmt ein Leiden auf sich ganz in der Hoffnung auf eine Zukunft hin, in der Gott sein Volk von aller Macht des Drachens - der Unterdrückung in Ägypten, in Babylonien und durch die Verfolgungen am Ende des ersten Jahrhunderts – befreit. Der Sohn der Frau ist der König auf dem Himmelsthron und von dort wird er schließlich den Endkampf aufnehmen. Die Frau, wird ebenfalls an einem geschützten Ort verbracht.            

Für Paulus stellt sich Jahre zuvor eine andere Herausforderung: Es kamen wohl Zweifel an der Auferstehung der Toten auf. Man hatte das Ende der Welt erwartet, aber es blieb aus, so dass man nun nicht mehr sicher war, ob diese Verheißung noch zutreffe. Ist Christus den wirklich auferstanden? Und wie und wann soll die Auferstehung der Toten erfolgen, wenn Christus doch göttlicher Natur ist, während alle anderen bloß Menschen sind? Der Vergleich mit Adam zeigt dann auf, wie wir uns als Nachfolger des von Gott geschaffenen ersten Menschen verstehen und durch sein Fehlverhalten – indem er die gesetzten göttlichen Grenzen missachtete – der Ausstoß aus dem Garten Eden und der Tod erfolgte. Es ist dieser erste Mensch, der uns den Tod bescherte, ebenso ist es nun wieder ein einziger Mensch, Jesus der Christus, der alle zum ewigen Leben führt. Seine Auferstehung ist unsre Zukunft, wenn wir im Glauben verharren. Christus ist schon jetzt der Sieger über den Tod und darum müssen auf seine Macht vertrauen, indem er am Ende der Zeiten alle Herrschaft erlangen wird und sie dann seinem göttlichen Vater überreichen wird. Jesus als der neue Adam wird dann Herr über die Schöpfung sein und sie zurück unter die Herrschaft Gottes stellen, damit ist dann die Ursünde des ersten Menschen und die Konsequenz daraus – der Tod – aufgehoben. Was Christus schon hat, die Auferstehung, steht uns noch aus und obwohl der Sieg des Menschensohns (des göttlichen Kindes) schon besiegelt ist, erfolgt für uns diese Siegesfeier erst am Ende aller Zeiten. 

Die Rolle Mariens im Plan Gottes wird im Lukasevangelium entfaltet. Die Szene, die uns beim Besuch Mariens im Hause ihrer Verwandten Elisabeth zeigt, deutet uns an, wie die Geburtsankündigung Jesu zu verstehen ist. Die Stimmung ist von großer Freude gekennzeichnet. Allein schon der Gruß Mariens bei ihrer Ankunft im Haus von Zacharias und Elisabeth wirkt auf das Kind im Mutterleib von Elisabeth derartig stimulierend, dass es vor Freude hüpft. Auch Elisabeth wird sogleich „mit heiligem Geist erfüllt“ und sie erkennt, dass Maria durch ein besonderes Kind gesegnet ist. Dieses Kind wird mit dem Christustitel „mein Herr“ (Kyrios) bezeichnet. Es folgt dann die Seligpreisung: Maria wird in ihrem Glauben gepriesen und es wird die Erfüllung allen vom Herrn gesagten versichert.

Es folgt dann der Lobgesang Mariens (das Magnificat), wobei der Text die Tradition des Estern Testaments (Propheten und Psalmen) in einem neuen Zusammenhang stellt. Gott wirkt Großes an Maria und sie erkennt die Bedeutung, die dieses Handeln Gottes für die Menschheit hat. Es werden radikale Umkehrungen der herrschenden (Miss-)Verhältnisse verheißen: Es wird eine mitmenschliche Ordnung angesagt, wo allen Bedrückten und Notleidenden göttliche Abhilfe zugesichert wird. Gottes Heiligkeit und sein Erbarmen sind bereits an Maria vollzogen. Sie ist damit zur Stellvertreterin des Volkes, die Tochter Zions, die Mutter aller Christen, Mater Ecclesiae geworden. Ihre Verehrung wird für die Zukunft angekündigt. Dieses bringt die Kirche auch am heutigen Feiertag zum Ausdruck, indem sie der Aufnahme Mariens in den Himmel gedenkt. Sie wird damit zum Zeichen des Erbarmens Gottes mit der Menschheit und Maria erfährt die zugesagte Erhöhung als Mutter unseres Retters, als Vorbild im Glauben und der Hingabe im Dienst am Herrn. Glauben und Dienen sind der Weg, um das Erbarmen Gottes dankbar zu empfangen, erst dann ist auch der Tod besiegt und wir können den Weg zum göttlichen Lichte entgegenschreiten.        

18. Sonntag im Jahreskreis (1.8.2021)

Wochen-Impulse

(Gedanken zu den Lesungen und dem Evangeliumstext)

 

18. Sonntag im Jahreskreis (1.8.2021)

1. Lesung: Ex 16,2-4.12-15

Lesung
aus dem Buch Exodus.

In jenen Tagen murrte die ganze Gemeinde der Israeliten in der Wüste gegen Mose und Aaron.

Die Israeliten sagten zu ihnen: Wären wir doch im Land Ägypten durch die Hand des HERRN gestorben, als wir an den Fleischtöpfen saßen und Brot genug zu essen hatten. Ihr habt uns nur deshalb in diese Wüste geführt,
um alle, die hier versammelt sind, an Hunger sterben zu lassen.

Da sprach der HERR zu Mose:
Ich will euch Brot vom Himmelregnen lassen. Das Volk soll hinausgehen, um seinen täglichen Bedarf zu sammeln. Ich will es prüfen, ob es nach meiner Weisung lebt oder nicht.

Ich habe das Murren der Israeliten gehört. Sag ihnen: In der Abenddämmerung werdet ihr Fleisch zu essen haben, am Morgen werdet ihr satt werden von Brot
und ihr werdet erkennen, dass ich der HERR, euerGott, bin.

Am Abend kamen die Wachteln und bedeckten das Lager. Am Morgen lag eine Schicht von Tau rings um das Lager.

Als sich die Tauschicht gehoben hatte,
lag auf dem Wüstenboden etwas Feines, Knuspriges, fein wie Reif, auf der Erde.

Als das die Israeliten sahen, sagten sie zueinander: Was ist das? Denn sie wussten nicht, was es war. Da sagte Mose zu ihnen: Dasist das Brot, das der HERR euch zu essen gibt.

 

2. Lesung: Eph 4,17.20-24

Lesung
aus dem Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Ephesus.

Schwestern und Brüder!

Das also sage ich und beschwöre euch im Herrn: Lebt nicht mehr wie die Heiden in ihrem nichtigen Denken!

Ihr aber habt Christus nicht so kennengelernt.

Ihr habt doch von ihm gehört und seid unterrichtet worden, wie es Wahrheit ist in Jesus.

Legt den altenMenschen des früheren Lebenswandels ab,
der sich in den Begierden des Trugs zugrunde richtet, und lasst euch erneuern durch den Geist in eurem Denken!

Zieht den neuen Menschen an,
der nach dem Bild Gottes geschaffen ist in wahrer Gerechtigkeit und Heiligkeit!

 

Evangelium: Joh 6,24-35

Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes.

In jener Zeit
als die Leute sahen,
dass weder Jesus noch seine Jünger am Ufer des Sees von Galiläa waren, stiegen sie in die Boote, fuhren nach Kafarnaum
und suchten Jesus. Als sie ihn am anderen Ufer des Sees fanden, fragten sie ihn: Rabbi, wann bist du hierhergekommen?

Jesus antwortete ihnen: Amen, amen, ich sage euch: Ihr sucht mich nicht, weil ihr Zeichen gesehen habt, sondern weil ihr von den Broten gegessen habt und satt geworden seid.

Müht euch nicht ab für die Speise, die verdirbt
sondern für die Speise, die für das ewige Leben bleibt und die der Menschensohn euch geben wird!
Denn ihn hat Gott, der Vater, mit seinem Siegel beglaubigt.

Da fragten sie ihn:
Was müssen wir tun, um die Werke Gottes zu vollbringen?

Jesus antwortete ihnen:
Das ist das Werk Gottes,
dass ihr an den glaubt, den er gesandt hat.

Sie sagten zu ihm:
Welches Zeichen tust du denn, damit wir es sehen und dir glauben? Was für ein Werk tust du?

Unsere Väter haben das Manna in der Wüste gegessen, wie es in der Schrift heißt:
Brot vom Himmel gab er ihnen zu essen.

Jesus sagte zu ihnen: Amen, amen, ich sage euch: Nicht Mose hat euch das Brot vom Himmel gegeben, sondern mein Vater gibt euch das wahre Brot vom Himmel.

Denn das Brot, das Gott gibt, kommt vom Himmel herab und gibt der Welt das Leben.

Da baten sie ihn: Herr, gib uns immer dieses Brot!

Jesus antwortete ihnen: Ich bin das Brot des Lebens; wer zu mir kommt, wird nie mehr hungern, und wer an mich glaubt,
wird nie mehr Durst haben.

 

Impuls: Die wahre Speise, die wahrhaft sättigt.

Wir sind oft besorgt um die täglichen Dinge, um unser Essen, die Arbeit, materielle Dinge aber auch um das Fortbestehen des angenehmen und bequemen Lebens. So aber bleiben wir Gefangene von weltlichen Vorstellungen und eigenen Erwartungen und Lebensgewohnheiten. Wenn wir uns dann auf neue Pfade begeben sollen und auf bessere Zeiten hoffen, diese sich dann aber nicht den alten, gewohnten und bekannten Formen ähneln, dann blicken wir sehr schnell zurück und glorifizieren die vergangenen Zeiten, meinen, sie waren am Ende doch nicht so schlecht und erscheinen uns nun angesichts einer unsicheren Zukunft besser als die Gegenwart.

Im Buch Exodus murrt das Volk, da es Entbehrungen, sogar Hunger leidet; seine erlangte Freiheit scheint es nun in Lebensgefahr zu bringen, da sie auf ihrer langen Wüstenreise an Durst und Hunger leiden. Letztendlich ist es aber nicht dieses Leiden, was wirklich bedrohlich ist, sondern ihr fehlender Glaube an den, der sie aus Ägypten ins verheißene Land führt: Jahwe. Es geht darum, ob man sich den göttlichen Weisungen fügt! Schließlich aber sorgt der Herr für sie, gibt ihnen mit den Wachteln das erhoffte Fleisch und mit dem Tau, das nötige Brot. Diese Zeichen der Fürsorge Gottes, werden als Wunder erkannt, aber das Volk versteht noch nicht, dass sie ihr Vertrauen in Gott setzten und seinen Weisungen folgen sollten, statt sich um die rein materiellen Dinge zu sorgen.

Auch Paulus erinnert die Gemeinde in Ephesus daran, sich nicht an ihren früheren Lebenswandel zu orientieren, da sie nur trügerische Begierden ins Zentrum des Daseins rücken, sondern sich zu erneuern – in diesem Sinne, sich zu befreien – und sich von neuem geistinspirierten Denken leiten zu lassen. Nur so werden sie zu neuen Menschen, die wahrhaftig sich dem Ebenbild Gottes annähern und Gerechtigkeit und Heiligkeit anstreben. Es geht also darum, den eigenen Blick auf das Wesentliche zu fokussieren. Wir dürfen nicht unsere leiblichen und materiellen Begierden zum Motor unseres Lebens machen, sondern müssen Gott und seine Gebote, seine Ordnung, sein Menschenbild zu unserem Horizont machen. Dorthin führt der gerechte und heilsame Weg. 

Das Evangelium geht hier noch weiter. Jesus ist das Brot, das vom Himmel kommt und uns speist und damit den Weg zum ewigen Leben weist. Der Glaube an ihn wird zum Brot des Lebens, der uns stärkt und uns mit ihm eint. Ein wahrhaft christliches Leben sorgt sich nicht um die eigenen täglichen Belange, Wünsche, Begierden, sondern bewahrt den Blick auf das eigentliche Ziel, den Sinn unseres Daseins und dieser steht unter dem Licht des Himmels. Es ist der Aufruf zum Glauben an Gott und die Befolgung seiner Worte. Wenn wir uns nur um unsere eigenen irdischen Begierden sorgen, dann werden wir am Ende feststellen, wie alles vergänglich ist und sinnlos, denn ohne die himmlische Speise des Glaubens, ist eine wahrhafte Gerechtigkeit und das Heil der Welt undenkbar.

 

El pan del cielo que alimenta el alma

El pueblo salió de Egipto de la esclavitud hacia la libertad, y se puso en camino a la tierra prometida. Pero en vez de expresar su gratitud al Señor empezaron lamentar su situación en el desierto por sufrir sed y hambre. Así recordaron la parte cómoda de su pasado en Egipto: las ollas llenas de comida y el pan para comer garantizado cada día. Se concentraron en las necesidades y deseos mundanos, así Moisés pide en nombre del pueblo, alivio de su situación precaria a Dios. El mensaje es ilumininador: aunque Dios asegura la comida en forma de carne (codornices) y pan (maná – de la palabra egipcia mennu = alimento) que cayó como rocío desde el cielo, lo que deben aprender es a vivir según sus mandamientos. El pan que debe alimentar a ellos no se reduce a lo material, sino consiste en el alimento de la Palabra del Señor, lo que viene del cielo. Es un cambio de comportamiento y de su fin en la vida en que lo esencial es el éxodo del pueblo de Israel.

Pablo exhorta la comunidad en Éfeso de una manera similar. No debe seguir una vida en base de deseos engañosos, sino que debe convertirse, liberarse y conducirse hacia una vida dominada por el Espíritu, que entrega el sentido verdadero de la existencia. Solamente cuando dejan su vida antigua (vieja) y se alimentan del pan del Espíritu divino se convertirán a la nueva vida y se transformarán en nuevos humanos que verdaderamente se acercan a la imagen de Dios, según la cual fueron creados y así serían conducidos a una vida de justicia y santidad. Debemos nosotros enfocarnos en lo esencial, no quedar fijos en nuestros deseos corporales y materiales, sino poner las palabras, el orden divino y su imagen como nuestro horizonte, hacia el cual debemos caminar. Solamente con el pan del cielo podemos, finalmente, llegar al camino de justicia y salvación.  

En el Evangelio se especifica aún más precisamente el concepto de «pan del cielo». Jesús es el pan que viene del cielo, que nos alimenta y así nos muestra el camino a la vida eterna. La fe en Él se convierte en el pan de la vida que nos fortalece y nos une a Él. No debemos seguir una vida orientada a los deseos propios y anhelos cotidianos, sino que debemos fijarnos en el objetivo real y profundo - el sentido de nuestra existencia-, que es la luz del cielo, las palabras del Señor. Si solo nos concentramos en nuestros propios deseos terrenales, al final descubriremos que todo es fugaz y sin sentido, porque sin el alimento celestial de la fe, la verdadera justicia y la salvación del mundo quedarán inalcanzables.

(Peter Downes)

16. Sonntag im Jahreskreis

16. Sonntag im Jahreskreis Lesejahr B

1. Lesung: Jer 23,1-6

Lesung
aus dem Buch Jeremía.

1 Weh den Hirten,
die die Schafe meiner Weide zugrunde richten und zerstreuen –

Spruch des HERRN.

2  Darum – so spricht der HERR, der Gott Israels, über die Hirten, die mein Volk weiden: Ihr habt meine Schafe zerstreut und sie versprengt
und habt euch nicht um sie gekümmert. Jetzt kümmere ichmich bei euchum die Bosheit eurer Taten – Spruch des HERRN. 


3 Ich selbstaber sammle den Rest meiner Schafe
aus allen Ländern, wohin ich sie versprengt habe. Ich bringe sie zurück auf ihre Weide und sie werden fruchtbar sein und sich vermehren. 


4 Ich werde für sie Hirten erwecken, die sie weiden, und sie werden sich nicht mehrfürchten und ängstigen und nicht mehrverloren gehen –
Spruch des HERRN.

5 Siehe, Tage kommen
– Spruch des HERRN –, da werde ich für David einen gerechten Sprosserwecken. Er wird als König herrschen und weise handeln
und Recht und Gerechtigkeit üben im Land. 


6 In seinen Tagen wird Juda gerettetwerden, Israel kann in Sicherheit wohnen.
Man wird ihm den Namen geben: Der HERR ist unsere Gerechtigkeit. 


 

2. Lesung: Eph 2,13-18

Lesung
aus dem Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Éphesus.

Schwestern und Brüder! [11 Erinnert euch also, dass ihr früher von Geburt Heiden wart
und von denen, die äußerlich beschnitten sind, Unbeschnittene genannt wurdet.

12 Zu jener Zeit wart ihr von Christus getrennt, der Gemeinde Israels fremd und von dem Bund der Verheißung ausgeschlossen;
ihr hattet keine Hoffnung und lebtet ohne Gott in der Welt.]

13 Jetzt (aber) seid ihr, die ihr einst in der Fernewart, in Christus Jesus, nämlich durch sein Blut, in die Nähegekommen. 


14 Denn er ist unser Friede.
Er vereinigte die beiden Teile – Juden und Heiden – und riss die trennende Wand der Feindschaft in seinemFleisch nieder. 


15 Er hob das Gesetz mit seinen Geboten und Forderungen auf, um die zwei
in sichzu einem neuen Menschen zu machen. Er stiftete Frieden und versöhnte die beiden
durch das Kreuz mit Gott in einem einzigenLeib. Er hat in seiner Persondie Feindschaft getötet. 


17 Er kam und verkündete den Frieden: euch, den Fernen, und Frieden den Nahen.

18 Denn durch ihnhaben wir beide in dem einenGeist Zugang zum Vater. 


 

Evangelium: Mk 6,30-34

Aus dem heiligen Evangelium nach Markus.

In jener Zeit versammelten sich die Apostel, die Jesus ausgesandt hatte,
wieder bei ihm
und berichteten ihm alles, was sie getan und gelehrt hatten. 


31 Da sagte er zu ihnen: Kommt mit an einen einsamen Ort, wo wir allein sind,
und ruht ein wenig aus!
Denn sie fanden nicht einmal Zeit zum Essen,
so zahlreich waren die Leute, die kamen und gingen. 


32 Sie fuhren also mit dem Boot in eine einsame Gegend, um allein zu sein. 


33 Aber man sah sie abfahren
und viele erfuhren davon;
sie liefen zu Fuß aus allen Städten dorthin und kamen noch vor ihnenan. 


34 Als er ausstieg, sah er die vielen Menschen und hatte Mitleid mit ihnen; denn sie waren wie Schafe, die keinen Hirten haben. Und er lehrte sie lange.

 

Wochen-Impuls

Ein Volk und eine Kirche vereint unter dem wahren Hirten

Eine Zeit der Zerstreuung und Trennung des Volkes, ohne eine klare Leitung und Führung, so sah nicht nur der Prophet Jeremia seine Zeit, sondern auch wir erleben eine Zeit von Spaltungen und Desorientierungen sowie ein Mangel an Leitungsfähigkeit in vielen Staaten. Gleichsam wie eine Herde ohne Hirten, scheinen wir verloren, zerstreut und voneinander getrennt herumzulaufen. Jeremia erlebte am Ende seines Lebens den Anfang des babylonischen Exils, eine Zeit, in der das Volk Israel in die ferne Gefangenschaft geführt wurde. Es brachte die große Krise, denn das Volk Israel blieb ohne Anführer, ohne „Hirten“ und die Schuld an dieser Lage, wird den schlechten Hirten zugeschrieben. Es sind jene die das Volk (die „Herde“) zugrunde richteten und die Zerstreuung verursachten. Am Ende aber zeichnet der Prophet einen Lichtblick: Gott selbst wird sein Volk wieder sammeln und auf fruchtbare Weiden führen und so wird das Volk wieder wachsen. Es werden also bessere Zeiten vorausgesagt, die zuletzt dadurch erreicht werden, dass Gott neue Hirten aus ihnen erweckt und damit die Ängste und Sorgen seines Volkes beseitigt. Mehr noch als Hirten, wird ein König aus dem Geschlecht Davids angekündigt, der Recht und Gerechtigkeit schaffen wird. Rettung und Gerechtigkeit sind damit die Zukunft für das nun noch leidende Volk. Sie werden unter ihren neuen König an Sicherheit gewinnen.

Auch wir sehnen uns nach einer Zeit, wo alles wieder heller wird, wo wir wieder klare Horizonte sehen können und uns vereint, statt gespalten und zerstritten oder auch voneinander weit getrennt erleben können. Dazu brauchen wir gute „Hirten“, Leiter und Beschützer. Als Christen setzten wir am Ende auf Christus als unseren König - aus dem Hause Davids - und er ist das Bindeglied, das uns alle miteinander vereint zu einem einzigen Körper. Um diese Einheit aller in Christus geht es auch Paulus in seinem Brief an die Epheser. Darin spricht er die Trennung von Heiden und Juden in den frühchristlichen Gemeinden an. Paulus macht den bekehrten Heiden klar, dass sie nun Teil des neuen Volkes Gottes sind, da sie durch das Blut Christ – durch sein Opfer für uns alle – in seinen Heilsplan einbezogen werden; sie werden gesammelt und vereint zu einem neuen Volk. Juden und Heiden sind nun zu einer einzigen Herde geworden und folgen dem wahren Hirten, der mit seinen Geboten, das (alte) Gesetz aufhob und nun beide – Heiden und Juden, d.h. Fremde und Auerwählte – zu einem neuen Menschen, zu einem einzigen Leib, zusammenfügt. In diesem einzigen Körper sind sie vereint, gesammelt, miteinander versöhnt und werden gemeinsam zu Rettung geführt. Was sie zuvor trennte und spaltete – ihre Feindschaft – wird in eine Friedensgemeinschaft umgewandelt. Es ist der gemeinsame Geist, der ihnen den Weg zum gemeinsamen Vater öffnet.

Jesus erlebte, wie das Volk nach Orientierung suchte und in ihm einen wahren Hirten gefunden haben. Da sie aber so hungrig nach seinen Worten waren, bedrängten sie ihn und seine Jünger so sehr, dass sie kaum noch Zeit zum Essen fanden. Selbst der Rückzug auf ein Boot in einer scheinbar einsamen Gegend, um endlich etwas Ruhe zu finden, scheiterte letztendlich, da die „worthungrigen“ Zuhörer den Wettlauf mit dem Boot sogar gewannen und so Jesus diesen Menschen aus Mitleid dann nachgab und weiter für eine längere Zeit belehrte. Sie „waren wir Schafe, die keinen Hirten haben“.

In Zeiten von Krisen und Unruhen, braucht es eine gute, fähige und beruhigende Leitung – Hirten oder Staatsführer -, die die Ängste abbauen, es verstehen die Spannungen und Trennungen zu überwinden und das Volk und die Völker zu vereinen. Nur zusammen können wir Frieden erlangen und als Volk Gebote und Gesetzte verfolgen, die uns zusammenführen, satt zu spalten und zu trennen. Für uns Christen sind die Gebote des Herrn, vor allem diejenigen über die Nächstenliebe, der Horizont, der die wahre Gerechtigkeit und Rettung anzeigt. Gott will uns vereinen, nicht zerstreuen und entfremden. Daher sind wird aufgerufen, den Weg der Versöhnung, der Friedensstiftung und des Gemeinschaftssinns zu gehen und uns dadurch auf fruchtbare Weiden führen zu lassen, wobei Christus unser wahre Hirte ist.   

 

 

Unidos como un pueblo y un cuerpo bajo nuestro verdadero pastor Cristo

Estos tiempos causan inquietudes, angustias, preocupaciones y la sensación de falta de orientaciones hacia un horizonte con una luz clara y brillante como salida de estas “oscuridades” que muchos experimentan. El profeta Jeremías, que experimentó con el pueblo Israel el inicio del cautiverio en Babilonia en el siglo VI a. C., advierte al pueblo que es la culpa de los malos pastores que las “ovejas” están dispersas. El pueblo quedó sin líderes que pudieran orientarlos. Así depende todo de Dios mismo de reunir un día a su pueblo nuevamente y conducirlo a pastos fértiles nuevamente. Jeremías advierte que Dios deja un rey nacer desde la casa de David que será el pastor del rebaño que traerá la justicia y la salvación al pueblo de Israel.

Una situación de tensión y separación experimentó la comunidad cristiana de Éfeso. Por eso, Pablo escribió una carta para exhortar la comunidad a formar un cuerpo conjunto, en que los “lejanos” o “extranjeros”  paganos- cristianos y los judíos-cristianos se comprendan como un único cuerpo unido: un nuevo pueblo, en que Cristo es su pastor que entregó sus mandamientos que reemplazan la Ley (judía). 

En vez de buscar las diferencias y aspectos que separan a uno de otro, debemos superar el muro de la enemistad porque Cristo rompió este límite con el sacrificio de su vida, con su sangre. Ahora deben entenderse como unidos en un nuevo hombre, un único cuerpo. Con su muerte en la cruz los reconcilió y fundó la paz. Cristo mató la enemistad entre ellos, legó y anunció la paz a los “lejanos” (paganos) y a los “cercanos” (judíos). En un único espíritu existe el camino al Padre. No hay paz, ni justica, ni salvación separados, sino solamente cuando todos se convierten en un pueblo, un cuerpo bajo su pastor Cristo.

En el Evangelio encontramos a Jesús y sus discípulos estresados por las masas de personas que los persiguen para escuchar a Cristo. No hay tiempo de descansar ni comer. Jesús busca huir a un lugar más tranquilo en un bote. Pero su salida causó al final que la gente, hambienta de sus palabras, los persiguieran desde la costa e incluso llegaran antes que él al lugar donde el bote se dirigió. Jesús sintió misericordia por la gente que entendió se comportaron como ovejas sin pastores. Jesús, entonces, quedo con ellos y los enseñó por un largo rato.

Necesitamos, en tiempos difíciles, más que nada, líderes en forma de pastores, que dan seguridad y orientación y escuchar y leer las enseñanzas de Jesús para que podemos encontrar nuevamente el horizonte donde debemos caminar para encontrar la luz, dejando la oscuridad atrás. No es un camino solitario, sino en conjunto, como un rebaño, un pueblo, un cuerpo único, así unidos en un espíritu podemos superar lo que nos separa y causa hostilidad o alienación entre nosotros. La justicia, la paz y nuestra salvación no se pueden separar entre miembros de un cuerpo, sino solamente se alcanza en un cuerpo completo y unido. Así esperamos no sólo nuevos pastores buenos, sino que nosotros mismos debemos buscar crear puentes para reconciliarnos con nuestros adversarios y los nos aparecen tan lejanos y construir un sentido de conjunto, de una verdadera comunidad como un rebaño confiando que Cristo ya es el pastor que acompaña en este proceso.

(Peter Downes)   

 

 

Impulse Sonntag den 4. Juli 2021

Wochen-Impulse

(Gedanken zu den Lesungen und dem Evangeliumtext)

 

Vierzehnter Sonntag – im Jahreskreis (4.7.2021)

 

Erste Lesung (Ez 1.28c -2,5)

Lesung aus dem Buch Ezechiel.

In jenen Tagen, schaute ich das Aussehen der Gestalt der Herrlichkeit des Herrn. Und ich fiel nieder auf mein Angesicht. Da hörte ich die Stimme eines Redenden.

Er sagte zu mir: Menschensohn, stell dich auf deine Füße; ich will mit dir reden.

Da kam Geist in mich, als er zu mir redete, und er stellte mich auf meine Füße. Und ich hörte den, der mit mir redete.

Er sagte zu mir: Menschensohn, ich sende dich zu den Söhnen Israels, zu abtrünnigen Völkern, die von mir abtrünnig wurden. Sie und ihre Väter sind von mir abgefallen, bis zum heutigen Tag.

Es sind Söhne mit trotzigem Gesicht und hartem Herzen. Zu ihnen sende ich dich. Du sollst zu ihnen sagen: So spricht Gott, der Herr.

Sie aber: Mögen sie hören oder es lassen — denn sie sind ein Haus der Widerspenstigkeit —, sie werden erkennen müssen, dass mitten unter ihnen ein Prophet war.

Zweite Lesung (2 Kor 12,7-10)

Lesung aus dem zweiten Brief des Apostels Paulus an die Korinther.

Schwestern und Brüder!

Damit ich mich wegen der einzigartigen Offenbarungen nicht überhebe, wurde mir ein Stachel ins Fleisch gestoßen: ein Bote Satans, der mich mit Fäusten schlagen soll, damit ich mich nicht überhebe.
Dreimal habe ich den Herrn angefleht, dass dieser Bote Satans von mir ablasse. Er aber antwortete mir: Meine Gnade genügt dir; denn die Kraft wird in der Schwachheit vollendet. Viel lieber also will ich mich meiner Schwachheit rühmen, damit die Kraft Christi auf mich herabkommt.
Deswegen bejahe ich meine Ohnmacht, alle Misshandlungen und Nöte, Verfolgungen und Ängste, die ich für Christus ertrage; denn wenn ich schwach bin, dann bin ich stark.

EVANGELIUM (Mk 6,1b-6)

Aus dem heiligen Evangelium nach Markus.
In jener Zeit kam Jesus in seine Heimatstadt; seine Jünger folgten ihm nach.

Am Sabbat lehrte er in der Synagoge. Und die vielen Menschen, die ihm zuhörten, gerieten außer sich vor Staunen und tlichen Lebens gesprochen wird, erscheint plötzlich als großartige Botschaft, selbst wenn ähnliche Worte zuvor der Großvater, die Großmutter, die Eltern, Geschwister, Freunde oder andere bekannte Menschen zum Ausdruck brachten. Wir müssen lernen mehr zuzuhören, nachzudenken und die Wahrheit zu suchen. Die Kritiker rütteln uns auf, fordern uns auf, nach der Weisheit zu trachten und den rechten Weg zu finden. Wenn wir uns aber verschließen, unser Herz verhärten, dann laufen wir Gefahr, in einem leeren Abgrund zu laufen oder uns durch propagandistische und vernebelnde Worte in die Irre leiten zu lassen. Wir folgen dann beruhigenden oder falschen Hoffnungen, satt eine Kurskorrektur vorzunehmen und eine Gewissenshinterfragung zu vollziehen. Heute brauchen wir wahrhafte Propheten Gottes, die uns Orientierung geben und uns zur Besinnung bringen und uns vor den irrenden Pfaden bewahren.  Nur so gelangen wir wieder auf den richtigen Weg, den Jesus und die Propheten uns weisen. Wir aber müssen am Ende die Wahl treffen, wem wir zuhören wollen und welchen Weg wir einzuschlagen gedenken. Gott aber lädt uns stets geduldig ein, sein Wort aufzunehmen und dadurch zum wahrhaftigen Leben zu gelangen.    

(Peter Downes).

El difícil labor de ser profeta de Dios

 Nadie gusta recibir una exhortación o criticas fuertes sobre sus faltas y errores, pero eso exactamente es la tarea de los profetas. Ellos son elegidos por Dios, no son ellos mismos los que han elegido este «cargo». Ser profeta no tiene nada atractivo, no implica riquezas, poderes políticos, fama de célebre o cualquier reconocimiento especial del pueblo. Al contrario, los profetas hablan en el nombre de Dios y sus mensajes son, en su mayoría, no agradables, sino enfrentan a su auditorio con la verdad, con sus pecados y sus vicios. 

 Es Dios quien levanta a Ezequiel y le da la fuerza para hablar en su nombre. El pueblo de Israel, ya desde generaciones, perdió la fe y resistió a las exhortaciones de su Dios, ya camina con un corazón de piedra. Ante esta situación poca esperanzadora, en que podríamos esperar una dura sanción de Dios, sin embargo, encontramos que Dios llama a su profeta a predicar al pueblo con paciencia. Es la verdad que deben escuchar y – aunque sean pocos – Dios mantiene su Palabra dirigida a Su pueblo y mantiene, así, la esperanza de su (re)conversión al camino de su salvación.

 Pablo explica, en su Carta a los Corintios, que está predicando lo que Cristo le reveló, esto no es algo que lo enorgullece a sí mismo, sino que tiene que soportar maltratos, sufrimientos, persecuciones y miedos. Todo esto por Cristo. Es Cristo quien le da la fuerza a él, un hombre débil.        

 En el Evangelio encontramos a Jesús predicando en la Sinagoga de Nazaret, ciudad de su familia. La gente escuchó sus palabras y conocieron sus hechos, que para ellos pareció algo extraordinario. Pero poco después de escuchar las palabras de Jesús, empezaron a cuestionar su autoridad. ¿Cómo era posible que un carpintero, de una familia común que todos conocen, hable de manera maravillosa? En vez de pensar en el mensaje, su enseñanza, ellos cuestionan la persona de Jesús y cierran sus corazones a lo escuchado, perdiendo así el camino de su conversión y a la verdad. Jesús mismo se asombra sobre sus reacciones. No se reconoce un profeta en su mismo pueblo y familia. La consecuencia no es dejar de predicar, sino un profeta debe seguir su camino, predicando en el nombre de Dios a otros pueblos.

 El profeta debe seguir con su tarea a la que Dios lo ha llamado. La conversión es un acto de libertad, depende de que se quiera escuchar y abrir sus corazones, que se reconozca a los profetas y el mensaje para su salvación.

 En nuestros tiempos necesitamos profetas que levantan su voz y presenten la verdad de Dios ante los ojos y oídos. Estos mensajeros surgen del pueblo mismo y saben que no pueden esperar ningún reconocimiento por su labor, sino solamente cumplen con lo que Dios les ha ordenado. La vocación dada por Dios y su fe en Él es la fuente de su fuerza para caminar este difícil camino de profeta.

 Debemos ser receptivos a las críticas, exhortaciones y enseñanzas que recibimos y considerar que pueden ser correcciones necesarias, que debemos acoger para una vida en la verdad y en un camino hacia la salvación. Podemos encontrar voces proféticas a nuestro alrededor, entre la familia, entre amigos, conocidos, además entre personas de buena voluntad. Cerrarse a los profetas, a los que nos critican para corregirnos y guiarnos a la verdad, sería un gran error y una debilidad, que tiene consecuencias negativas: perderemos el camino recto y andaremos hacia la oscuridad.

 (Peter Downes)       

Impulse Sanntag 20. Juni 2021

Ikone aus dem 16. Jahrhundert

 

Wochen-Impulse

(Gedanken zu den Lesungen und dem Evangeliumstext)

12. Sonntag im Jahreskreis (20.6.2021)

1. Lesung: Ijob 38,1.8-11

Lesung aus dem Buch Íjob.

1 Der HERR antwortete dem Íjob aus dem Wettersturm und sprach:

8 Wer verschloss das Meer mit Toren, als schäumend es dem Mutterschoß entquoll,

9 als Wolken ich zum Kleid ihm machte, ihm zur Windel dunklen Dunst,

10 als ich ihm ausbrach meine Grenze, ihm Tor und Riegel setzte

11 und sprach: Bis hierher darfst du und nicht weiter, hier muss sich legen deiner Wogen Stolz?

 

2. Lesung: 2 Kor 5,14-17

Lesung aus dem zweiten Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Korínth.

Schwestern und Brüder!

14 Die Liebe Christi drängt uns, da wir erkannt haben: Einer ist für alle gestorben, also sind alle gestorben.

15 Er ist aber für alle gestorben, damit die Lebenden nicht mehr für sich leben, sondern für den, der für sie starb und auferweckt wurde.

16 Also kennen wir von jetzt an niemanden mehr dem Fleische nach; auch wenn wir früher Christus dem Fleische nach gekannt haben, jetzt kennen wir ihn nicht mehr so.

17 Wenn also jemand in Christus ist, dann ist er eine neue Schöpfung: Das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.

 

Evangelium: Mk 4,35-41

Aus dem heiligen Evangelium nach Markus.

35 An jenem Tag, als es Abend geworden war, sagte Jesu zu seinen Jüngern: Wir wollen ans andere Ufer hinüberfahren.

36 Sie schickten die Leute fort und fuhren mit ihm in dem Boot, in dem er saß, weg; und andere Boote begleiteten ihn.

37 Plötzlich erhob sich ein heftiger Wirbelsturm und die Wellen schlugen in das Boot,  sodass es sich mit Wasser zu füllen begann.  

38 Er aber lag hinten im Boot auf einem Kissen und schlief. Sie weckten ihn und riefen: Meister, kümmert es dich nicht, dass wir zugrunde gehen?  

39 Da stand er auf, drohte dem Wind und sagte zu dem See: Schweig, sei still! Und der Wind legte sich und es trat völlige Stille ein.  

40 Er sagte zu ihnen: Warum habt ihr solche Angst? Habt ihr noch keinen Glauben?

41 Da ergriff sie große Furcht und sie sagten zueinander: Wer ist denn dieser, dass ihm sogar der Wind und das Meer gehorchen?

 

Impulse:

Trotz alle Stürme dürfen und sollten wir auf Gott vertrauen

 Die Lesungstexte des heutigen Sonntags vermitteln uns eine eindringliche Botschaft: Auch wenn alles nach Sturm und Untergang aussieht, so sollen wir fest im Glauben bleiben, denn das letzte Wort hat Gott. Er ist der Schöpfer von Allem, der Herr der Mächte.

 In der ersten Lesung wird an die Urflut bei der Schaffung der Erde erinnert. Trotz des Meeresbrausens, die vernichtend und bedrohlich erscheint, hat Gott inmitten dieses Tosens einen Lebensraum für den Menschen geschaffen. Chaos, Gefahr, Leid und Tod sind ein Teil der Lebenswelt der Menschheit. Von diesem Leid hat Ijob viel erlebt und dennoch verlor er am Ende nicht seinen Glauben. Wer auf Gott vertraut, geht nicht unter, sondern dem öffnet sich der tiefe Sinn des Lebens.

 Warum müssen wir die Pandemie ertragen? Das Leiden vieler Menschen ist immer noch unser tägliches Brot. Politischer Chaos scheint in vielen Ländern, auch in Chile, wie ein Meeresbrausen, die alten Sicherheiten zu zerschellen und die bisherige klare Sicht des Weges zu verdunkeln. Wir sind unsicher geworden; Ängste und Sorgen kommen auf. Können wir da wirklich auf einen guten Ausgang und ein Ende des Sturms hoffen?

 Gott aber ist der Schöpfer und er kann selbst aus dem Chaos eine neue Ordnung schaffen. Er kann dem Unheil einen Riegel vorsetzen und so den drohenden Naturgewalten Grenzen setzen. Aus dem Wasserstürmen wird ein lebensspendendes Wasser. Tod und Leben bekommen eine neue Deutung. 

 Um diese neue Ordnung und Deutung geht es dann auch Paulus im Korintherbrief. Der Tod Christi wird für uns zur Geburt in einem Leben in Christus. Wir werden durch den Tod des Herrn gleichsam „Mitgestorbene“, die dann mit ihm auch auferstehen und somit zur einer neuen Schöpfung durch ihn, mit ihm und in ihm werden. Das dramatische Ende am Todespfahl, dem Kreuz, erweist sich als glücklicher Neuanfang, indem wir Teil eines Lebensbaums werden. Vereint im Geiste können wir zu einer Neugestaltung der Welt aufbrechen. Das Alte ist nun abgelegt und gestorben, der Weg zum Neuen ist offengelegt. Wir sind frei und können nun als neue Schöpfung auch diese Welt mitgestalten. Statt durch Angst gelähmt zu zittern, sollten wir uns auf Christus besinnen und dem Chaos entgegentreten und diese Welt auf eine bessere Zukunft hin ausrichten.

 Die Jünger auf dem Boot inmitten eines drohenden Wirbelsturms, sind gelähmt vor Angst, das Boot scheint dem Untergang nahe. Der Sturm scheint ihr Ende herbeizurufen. Und Jesus, der sich auch im Boot befindet, schläft. Wie kann er denn so seelenruhig schlafen, wenn alles doch im tosenden Meer verschlungen werden könnte? Er gibt uns die Antwort: Der Glaube besänftigt sogar die Naturmächte. Was ist also hier die Aussage? Statt sich vor Sorgen und Nöten dem Chaos preiszugeben, sollten wir uns auf unseren Glauben besinnen und aktiv werden, gestaltend auf unser Realität einwirken. Nicht abwarten bis alles zu spät ist, sondern positiv aufs Geschehen einwirken, das Chaos besänftigen, beruhigen, statt Panikmache zu betreiben.

 Wenn wir uns als Neugeschöpfe im auferstanden Christus verstehen, dann sind wir frei diese Welt mitzugestalten, ohne Ängste. Auch wenn das Leiden unseren Weg begleitet, so dürfen wir nicht den Glauben verlieren, dass es das letzte Wort hat. Sie gegenwärtigen Stürme sind nur scheinbar übermächtig, werden aber letztendlich ihre Macht verlieren, wenn wir auf Gott vertrauen und uns als seine neue Schöpfung begreifen und dadurch Zuversicht gewinnen, an eine bessere Zukunft mitwirken zu können.

 (Peter Downes)   

 

Confiar en Dios en tiempos de tempestades

Las lecturas bíblicas de este domingo, tienen un mensaje en común: Debemos confiar en Dios, el creador del mundo y de las fuerzas. En el libro de Job se expresa la angustía de la tempestad que amenaza la vida de Job. Él cayó en dudas repecto al poder del Señor sobre la naturaleza. Es una experiencia que conocemos, la inquietud y miedo que tenemos cuando se acerca una situación dificil, pasa un desastre natural (un terremoto) o cuando enfrentamos una crisis social, económica, laboral o de salud y no sabemos cómo enfrentarla.

Dios asegura que Él creó el orden y es Él quien controla el caos – el mar caótico antes de la creación -, así Job debe creer en Dios, confiar que Él busca el bien de toda Su creación.

En la carta a los corintios, Pablo recuerda que Cristo murió por nosotros para nuestra salvación y que nosotros moriremos con Él para entrar en la nueva creación. Esta nueva creación sobrepasa los momentos de la oscuridad – de la muerte – y haciendo de Cristo nuestro camino de vida, podemos abrirnos a formar el nuevo cuerpo que no teme más la vida, sino que participa en la nueva creación, en el Reino de Dios. Es una llamada a salir de la angustía, frustración, pérdida de orientación y a confiar en un futuro con los demás, en ser creativos en la nueva creación en que somos parte con Cristo.

El Evangelio nos presenta un Jesús durmiendo tranquilo en medio de una terrible tormenta en el mar de Galilea, en que el barco que está en peligro de romperse. Ante este peligro de muerte que causa una situación de pánico en los discipulos, ellos despiertan a Jesús pidiendo ayuda. Jesús se manifesta como hijo de Dios y calma los vientos y el mar. Jesús responde a su angustia: “¿Por qué ustedes tienen miedo? ¿No tienen aún fe?” Fe y confianza es el tema central. Ante el caos, la crisis, las catástrofes no debemos congelarnos por el miedo y ver cómo todo se acerca al final, sino tener confianza que Cristo sigue a nuestro lado y que así podemos buscar soluciones y ser activos, creativos. En vez de lamentarnos, debemos concentrar la fuerza de la fe y caminar adelante en la construcción de un mundo mejor, al camino hacia el Reino de Dios.

En nuestros tiempos confusos, sin claridad a dónde vamos, con preocupaciones ante las crisis, las angustias que ahogan, los textos dan una luz de orientación: No teman, confien y cálmanse porque en la fe existe un camino adelante.

Y como es el Día del Padre que celebramos este domingo en Chile, podemos decir, que gracias Dios-Padre, podemos confiar nuestra vida en Sus Manos.

(Domingo, 20.6.2021, Peter Downes)

Johannesfest

(Besuch Mariens bei Elisabeth, Teil eines Altarbildes,

16. Jahrhundert in der Kathedrale von Amiens).

 

Ein Licht, dass sich verkleinern muss, damit die wahre Sonne erstrahlt

Es ist die starke Lichtsymbolik, die das Hochfest «Geburt Johannes des Täufers» zum Ausdruck bringt. Im Lukasevangelium werden die Geburt des Johannes und die Geburt Christi in der sogenannten Kindheitsgeschichte in eine Beziehung gestellt; sie werden dabei als Verwandte vorgestellt. Die Mutter von Johannes, Elisabeth, die aus dem Geschlecht Aarons stammte, war, laut dem Evangelisten Lukas, die Cousine von Maria aus dem Hause Davids. Sein Vater Zacharias war im priesterlichen Dienst im Tempel beschäftigt. Als fromm und gottesfürchtig werden Johannes Eltern zu Vorbildern einer jüdischen Familie. Was diesen «gerechten vor Gott» allerdings lange gefehlt hatte, war die Geburt eines Sohnes, eines Namensträgers der Familie, der den Segen Gottes ausdrückt. Nun aber im fortgeschrittenen Alter kündigte der Engel Gabriel Zacharias die Geburt seines Sohnes an. Es ist höchst interessant, wie die Erzählung die Geburt des Johannes und die Geburt Jesus in eine Parallele setzt und dann die beiden Familien, die Priesterfamilie mit der «davidischen Königsfamilie», verbindet und in Beziehung setzt beim Besuch der beiden schwangeren Cousinen Maria und Elisabeth.

Die Botschaft der Gnade

Der Bote Gottes, der Erzengel Gabriel ist in beiden Ankündigungsgeschichten derjenige, der das Eingreifen Gottes zum Ausdruck bringt. Zacharias zweifelt an den Worten des Engels und verstummt – ein schweres Hindernis für einen Tempelpriester, wenn er nicht die Gebete verrichten, Ritualhandlungen mit Worten begleiten und nicht den Segen an die Betenden spenden kann, die ihn geradezu Amtsunfähig machen – und erst bei der Beschneidung des Knaben wird durch ein zweites «Wunder» nach der unerwarteten Geburt, mit der Namensnennung von Johannes, den Elisabeth vorschlägt, obwohl sie nichts von der Erscheinung und Botschaft des Engels an Zacharias erfahren hatte, erlangt Zacharias wieder seine Stimme, nachdem er dem ihn prophezeiten Namen seines Sohnes bestätigt. Der Name ist die Botschaft, denn Johannes (hebr. Jochanan) bedeutet: Gott ist gnädig. Die Gnade ist aber nicht nur für diese Familie erfolgt, sondern Johannes wird zum Zeichen der Gnade des Herrn für alle werden.

Schon vor der Geburt des Johannes wird in der Begegnung zwischen Maria und Elisabeth die Beziehung der beiden angekündigten Knaben verdeutlicht. Maria selbst hat eine Geburtsankündigung erfahren, die ihre genauso unmöglich erschien, wie die Schwangerschaft ihrer älteren und sterilen Verwandten. Der Besuch selbst scheint eine Vorsehung, denn hier scheint María wohl den Rat ihrer Cousine zu suchen, da sie sich in einer prekären Situation befindet: eine Schwangerschaft, ohne zuvor etwas mit ihrem Bräutigam gehabt zu haben und alles im Zusammenhang der «furchterregende» Begegnung mit jenem Engel, der auch Zacharius heimsuchte. Was sich nun aber beim Besuch der beiden Cousinen abspielt ist entscheidend, da es auf die Zukunft hindeutet und allem einen tiefen Sinn gibt. Als Elisabeth Maria sieht, erfüllt sie zugleich große Freude und in ihrem Bauch hüpft Johannes in Vorfreude. Ihr kurzes Gespräch endet mit dem Lobpries Mariens und dem Magnifikat. Hier wird nun klar, dass alles unter dem Licht Gottes steht und im Plan der Vorsehung eine neue Zeit anbricht, in der die Gnade Gottes die Welt durchströmen wird. Und Johannes selbst ist das erste Zeichen dieser Gnade, wie ja sein Name hervorhebt.     

 Der apokalyptische Prediger und die Lehrmeisterfrage

 Johannes erscheint dann in den Evangelien als der Prediger in der Wüste, der zur Bekehrung aufruft und die Endzeit ankündigt, indem der Weizen vom Unkraut getrennt und letzteres dann im Feuer vernichtet wird. Auch Jesus hört seine Predigten und lässt sich, wie ein Schüler, von ihm taufen. Doch nun offenbart sich, dass der scheinbare Schüler Jesus in Wirklichkeit der wahre Lehrmeister ist und so wird nun klar, wer der größere von beiden ist. Johannes wird dadurch zum Ankündiger des eigentlichen Lehrers und Richters der Endzeit. Er muss sich niedrig machen, damit derjenige, der nach ihm kommt, ganz im Lichte erscheint und sich offenbart.

 Noch in seiner Gefangenschaft erkundigt sich Johannes durch seine Schüler, ob den Jesus tatsächlich der Messias sei und erhält diese Bestätigung durch die Taten, die über ihn berichtet werden, die ganz dem Lobpreis und Magnifikat entsprechen, die seine Mutter und Maria noch vor der Geburt beider Knaben offenbarten. Während Jesus Zeit anbricht, geht die Zeit des Johannes ihrem Ende entgegen. Er bereitete am Ende also den Weg für den Größeren, der nach ihm kommen würde. Wie ein Prophet hatte er die Ankunft des Endrichters angekündigt, den er nun in seinem Verwandten gegenwärtig erkennt. Sein (kleines) Licht zum wahren Weg muss nun erlöschen, damit das wahre Licht – der Sohn des Allmächtigen - den Weg aus der Finsternis hin zum Weg des Lebens aufleuchtet.

 Es ist diese Lichtsymbolik, die das Johannesfest auf den 24. August festlegte, da es an den 24. Dezember erinnert, der Geburt des wahren Lichtes: Christus. Sie Symbolik wird aus dem Blickwinkel der nördlichen Halbkugel verständlich, denn mit der Sommer-Sonnenwende zwischen dem 20. und 22. Juni ist der längste Tag im Jahr erreicht und bis zum Weihnachtsfest nimmt dann das Tageslicht zunehmend ab, um schließlich am Weihnachtsfest – der Geburt Christi und dem dunkelsten Tag des Jahres– wieder anzufangen zu wachsen und damit die Dunkelheit des Winters zunehmend zu durchbrechen. 

In altkirchlicher Zeit wurde die Enthauptung des Johannes des Täufers am 29. August ebenfalls als Gedenktag begannen, erlangte dann aber weniger Bedeutung als sein Geburtsfest. Johannes der Täufer ist der einzige Heilige, dem neben der Gottesmutter die Ehre eines eigenen Hochfestes zur Geburt in der römisch-katholischen Liturgie zuteilwurde. Das Junidatum hat neben der Lichtsymbolik seine Begründung mit dem Hinweis im Lukasevangelium, dass Johannes sechs Monate älter war als Jesus.   

Der weitverbreitete Brauch des Johannesfeuers am Vorabend seines Festes, geht auf alte bäuerliche Bräuche zurück, die zumindest seit dem 12. Jahrhundert belegt sind. Das Feuer symbolisiert nicht nur die Sonne, sondern auch das Gericht der Endzeit, die Wende im Leben des Menschen vom Sünder zum Bekehrten. Es steht aber auch in Verbindung mit Schutzrituales gegen Krankheiten, Hagelschäden und Viehseuchen, die die Bauern bedrohen konnten. Eine Strohpuppe wird verbrannt, die Sinnbild des Bösen ist. Es ist zudem eine entscheidende Phase in der Landwirtschaft. Der anbrechende Sommer kann Dürre verursachen oder auch Regen zu falschen Zeit bringen, wo denn das Unkraut inmitten des Weizens heranwächst und die Ernte bedrohen kann, was uns direkt an die Predigten des Johannes erinnert.

In vielen Kulturen wurden und werden noch heute Sonnenwendfeiern gefeiert. In Chile haben wir dieses Jahr erstmals einen nationalen Feiertag, der den Respekt gegenüber den indigenen Religionen ausdrückt. Zugleich aber ist es eben auch ein symbolträchtiges Ereignis für die Christen. Wie Johannes sollten wir erkennen, uns kleiner zu machen, d.h. unseren Egozentrismus zu mindern, und uns Christus zu öffnen, damit er uns zum wahren und inneren Lebenslicht wird.

(Gedanken zum Johannesfest, 2021, Peter Downes).

 Una luz que debe bajarse para que la verdadera luz de Dios crece. 

El 24 de junio la Iglesia celebra el nacimiento de Juan Bautista. Él es el único santo que ha recibido el honor de este tipo de memoria y así goza de una veneración especial como la Virgen María.

La fecha no es coincidencia, sino que se deduce de la fecha del nacimiento de Jesús, el 24 de diciembre. El evangelista Lucas relata que Juan fue 6 meses mayor que Jesús. El simbolismo de este día es más evidente si consideramos que ambas fiestas se vinculan con el solsticio de verano y del invierno, según el hemisferio. Así Juan – el favorecido de Yahvé, significado de su nombre en hebreo – tiene que hacerse pequeño – bajar su luz  - para quien viene después de él, para que éste ilumine más fuerte: Cristo, la verdadera luz del Padre.

Ya en el encuentro de las dos madres embarazadas: María, la madre de Jesús y su prima Isabel, la madre de Juan, en el Evangelio de Lucas, se determina el papel de cada uno de los niños en el Plan de Dios. El himno y el Magnificat de las dos madres revela que uno prepara el camino para el Señor; mientras que Jesús, el Mesías y Senor, inicia un nuevo tiempo.

Sobre este nuevo tiempo, el adulto Juan predicó en el desierto llamando al Pueblo de Israel a convertirse, a dejar su vida antigua de pecadores y convertirse en trigo en la casa del Señor, así salvándose del fuego que quema la hierba mala. Juan habla del juez de los tiempos finales ante quien todos deben presentar sus hechos en la vida. Es el cambio de los tiempos, un tiempo para tomar la decisión y optar por el camino de avanzar hacia el Reino.

Poco antes de su muerte – decapitación por orden de Herodes Antipas – Juan consulta a sus discípulos sobre las señales en las obras de su pariente Jesús. Si este Jesús es el Mesías a quien el pueblo está esperando, o se debería esperar más tiempo a alguien que viene. Juan quedó en duda, aunque sabía que en el bautismo de Jesús, en el Jordán, este “discípulo” suyo predica y actúa como un maestro; que Jesús parece más como el maestro de Juan. Así las vidas de Juan y Jesús se cruzan y el mensaje queda finalmente revelado: Cristo es el juez de Dios y sus palabras son la Ley de Yahvé.

Desde el siglo IV la Iglesia celebró la fiesta del nacimiento de Juan el 24 de junio y de su muerte el 29 de agosto, pero la fiesta de junio ganó cada vez más importancia entre los fieles, posiblemente por su cercanía a las fiestas tradicionales de muchos pueblos y, en el ámbito rural, con la fiesta del solsticio, entre los días 20 y 22 de junio. En estas fiestas se practicaron rituales de protección contra tempestades, enfermedades de humanos y animales. Desde el siglo XII se conoce en Alemania la costumbre del “fuego de San Juan” (Johannesfeuer) en que se quema una muñeca de pasto como símbolo del mal (de los pecados) y practican bailes.

Si bien este año se incorporó en el calendario de fiesta nacional el día del solsticio de invierno en recuerdo y honor de nuestros hermanos y hermanas indígenas, también se mantiene para nosotros, cristianos, igualmente un significado especial que nos recuerda que debemos bajar nuestra propia luz, como Juan, para que podamos abrirnos a la Luz verdadera, que conduce a la vida eterna.

(Peter Downes, junio 2021)