16. Sonntag im Jahreskreis

16. Sonntag im Jahreskreis Lesejahr B

1. Lesung: Jer 23,1-6

Lesung
aus dem Buch Jeremía.

1 Weh den Hirten,
die die Schafe meiner Weide zugrunde richten und zerstreuen –

Spruch des HERRN.

2  Darum – so spricht der HERR, der Gott Israels, über die Hirten, die mein Volk weiden: Ihr habt meine Schafe zerstreut und sie versprengt
und habt euch nicht um sie gekümmert. Jetzt kümmere ichmich bei euchum die Bosheit eurer Taten – Spruch des HERRN. 


3 Ich selbstaber sammle den Rest meiner Schafe
aus allen Ländern, wohin ich sie versprengt habe. Ich bringe sie zurück auf ihre Weide und sie werden fruchtbar sein und sich vermehren. 


4 Ich werde für sie Hirten erwecken, die sie weiden, und sie werden sich nicht mehrfürchten und ängstigen und nicht mehrverloren gehen –
Spruch des HERRN.

5 Siehe, Tage kommen
– Spruch des HERRN –, da werde ich für David einen gerechten Sprosserwecken. Er wird als König herrschen und weise handeln
und Recht und Gerechtigkeit üben im Land. 


6 In seinen Tagen wird Juda gerettetwerden, Israel kann in Sicherheit wohnen.
Man wird ihm den Namen geben: Der HERR ist unsere Gerechtigkeit. 


 

2. Lesung: Eph 2,13-18

Lesung
aus dem Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Éphesus.

Schwestern und Brüder! [11 Erinnert euch also, dass ihr früher von Geburt Heiden wart
und von denen, die äußerlich beschnitten sind, Unbeschnittene genannt wurdet.

12 Zu jener Zeit wart ihr von Christus getrennt, der Gemeinde Israels fremd und von dem Bund der Verheißung ausgeschlossen;
ihr hattet keine Hoffnung und lebtet ohne Gott in der Welt.]

13 Jetzt (aber) seid ihr, die ihr einst in der Fernewart, in Christus Jesus, nämlich durch sein Blut, in die Nähegekommen. 


14 Denn er ist unser Friede.
Er vereinigte die beiden Teile – Juden und Heiden – und riss die trennende Wand der Feindschaft in seinemFleisch nieder. 


15 Er hob das Gesetz mit seinen Geboten und Forderungen auf, um die zwei
in sichzu einem neuen Menschen zu machen. Er stiftete Frieden und versöhnte die beiden
durch das Kreuz mit Gott in einem einzigenLeib. Er hat in seiner Persondie Feindschaft getötet. 


17 Er kam und verkündete den Frieden: euch, den Fernen, und Frieden den Nahen.

18 Denn durch ihnhaben wir beide in dem einenGeist Zugang zum Vater. 


 

Evangelium: Mk 6,30-34

Aus dem heiligen Evangelium nach Markus.

In jener Zeit versammelten sich die Apostel, die Jesus ausgesandt hatte,
wieder bei ihm
und berichteten ihm alles, was sie getan und gelehrt hatten. 


31 Da sagte er zu ihnen: Kommt mit an einen einsamen Ort, wo wir allein sind,
und ruht ein wenig aus!
Denn sie fanden nicht einmal Zeit zum Essen,
so zahlreich waren die Leute, die kamen und gingen. 


32 Sie fuhren also mit dem Boot in eine einsame Gegend, um allein zu sein. 


33 Aber man sah sie abfahren
und viele erfuhren davon;
sie liefen zu Fuß aus allen Städten dorthin und kamen noch vor ihnenan. 


34 Als er ausstieg, sah er die vielen Menschen und hatte Mitleid mit ihnen; denn sie waren wie Schafe, die keinen Hirten haben. Und er lehrte sie lange.

 

Wochen-Impuls

Ein Volk und eine Kirche vereint unter dem wahren Hirten

Eine Zeit der Zerstreuung und Trennung des Volkes, ohne eine klare Leitung und Führung, so sah nicht nur der Prophet Jeremia seine Zeit, sondern auch wir erleben eine Zeit von Spaltungen und Desorientierungen sowie ein Mangel an Leitungsfähigkeit in vielen Staaten. Gleichsam wie eine Herde ohne Hirten, scheinen wir verloren, zerstreut und voneinander getrennt herumzulaufen. Jeremia erlebte am Ende seines Lebens den Anfang des babylonischen Exils, eine Zeit, in der das Volk Israel in die ferne Gefangenschaft geführt wurde. Es brachte die große Krise, denn das Volk Israel blieb ohne Anführer, ohne „Hirten“ und die Schuld an dieser Lage, wird den schlechten Hirten zugeschrieben. Es sind jene die das Volk (die „Herde“) zugrunde richteten und die Zerstreuung verursachten. Am Ende aber zeichnet der Prophet einen Lichtblick: Gott selbst wird sein Volk wieder sammeln und auf fruchtbare Weiden führen und so wird das Volk wieder wachsen. Es werden also bessere Zeiten vorausgesagt, die zuletzt dadurch erreicht werden, dass Gott neue Hirten aus ihnen erweckt und damit die Ängste und Sorgen seines Volkes beseitigt. Mehr noch als Hirten, wird ein König aus dem Geschlecht Davids angekündigt, der Recht und Gerechtigkeit schaffen wird. Rettung und Gerechtigkeit sind damit die Zukunft für das nun noch leidende Volk. Sie werden unter ihren neuen König an Sicherheit gewinnen.

Auch wir sehnen uns nach einer Zeit, wo alles wieder heller wird, wo wir wieder klare Horizonte sehen können und uns vereint, statt gespalten und zerstritten oder auch voneinander weit getrennt erleben können. Dazu brauchen wir gute „Hirten“, Leiter und Beschützer. Als Christen setzten wir am Ende auf Christus als unseren König - aus dem Hause Davids - und er ist das Bindeglied, das uns alle miteinander vereint zu einem einzigen Körper. Um diese Einheit aller in Christus geht es auch Paulus in seinem Brief an die Epheser. Darin spricht er die Trennung von Heiden und Juden in den frühchristlichen Gemeinden an. Paulus macht den bekehrten Heiden klar, dass sie nun Teil des neuen Volkes Gottes sind, da sie durch das Blut Christ – durch sein Opfer für uns alle – in seinen Heilsplan einbezogen werden; sie werden gesammelt und vereint zu einem neuen Volk. Juden und Heiden sind nun zu einer einzigen Herde geworden und folgen dem wahren Hirten, der mit seinen Geboten, das (alte) Gesetz aufhob und nun beide – Heiden und Juden, d.h. Fremde und Auerwählte – zu einem neuen Menschen, zu einem einzigen Leib, zusammenfügt. In diesem einzigen Körper sind sie vereint, gesammelt, miteinander versöhnt und werden gemeinsam zu Rettung geführt. Was sie zuvor trennte und spaltete – ihre Feindschaft – wird in eine Friedensgemeinschaft umgewandelt. Es ist der gemeinsame Geist, der ihnen den Weg zum gemeinsamen Vater öffnet.

Jesus erlebte, wie das Volk nach Orientierung suchte und in ihm einen wahren Hirten gefunden haben. Da sie aber so hungrig nach seinen Worten waren, bedrängten sie ihn und seine Jünger so sehr, dass sie kaum noch Zeit zum Essen fanden. Selbst der Rückzug auf ein Boot in einer scheinbar einsamen Gegend, um endlich etwas Ruhe zu finden, scheiterte letztendlich, da die „worthungrigen“ Zuhörer den Wettlauf mit dem Boot sogar gewannen und so Jesus diesen Menschen aus Mitleid dann nachgab und weiter für eine längere Zeit belehrte. Sie „waren wir Schafe, die keinen Hirten haben“.

In Zeiten von Krisen und Unruhen, braucht es eine gute, fähige und beruhigende Leitung – Hirten oder Staatsführer -, die die Ängste abbauen, es verstehen die Spannungen und Trennungen zu überwinden und das Volk und die Völker zu vereinen. Nur zusammen können wir Frieden erlangen und als Volk Gebote und Gesetzte verfolgen, die uns zusammenführen, satt zu spalten und zu trennen. Für uns Christen sind die Gebote des Herrn, vor allem diejenigen über die Nächstenliebe, der Horizont, der die wahre Gerechtigkeit und Rettung anzeigt. Gott will uns vereinen, nicht zerstreuen und entfremden. Daher sind wird aufgerufen, den Weg der Versöhnung, der Friedensstiftung und des Gemeinschaftssinns zu gehen und uns dadurch auf fruchtbare Weiden führen zu lassen, wobei Christus unser wahre Hirte ist.   

 

 

Unidos como un pueblo y un cuerpo bajo nuestro verdadero pastor Cristo

Estos tiempos causan inquietudes, angustias, preocupaciones y la sensación de falta de orientaciones hacia un horizonte con una luz clara y brillante como salida de estas “oscuridades” que muchos experimentan. El profeta Jeremías, que experimentó con el pueblo Israel el inicio del cautiverio en Babilonia en el siglo VI a. C., advierte al pueblo que es la culpa de los malos pastores que las “ovejas” están dispersas. El pueblo quedó sin líderes que pudieran orientarlos. Así depende todo de Dios mismo de reunir un día a su pueblo nuevamente y conducirlo a pastos fértiles nuevamente. Jeremías advierte que Dios deja un rey nacer desde la casa de David que será el pastor del rebaño que traerá la justicia y la salvación al pueblo de Israel.

Una situación de tensión y separación experimentó la comunidad cristiana de Éfeso. Por eso, Pablo escribió una carta para exhortar la comunidad a formar un cuerpo conjunto, en que los “lejanos” o “extranjeros”  paganos- cristianos y los judíos-cristianos se comprendan como un único cuerpo unido: un nuevo pueblo, en que Cristo es su pastor que entregó sus mandamientos que reemplazan la Ley (judía). 

En vez de buscar las diferencias y aspectos que separan a uno de otro, debemos superar el muro de la enemistad porque Cristo rompió este límite con el sacrificio de su vida, con su sangre. Ahora deben entenderse como unidos en un nuevo hombre, un único cuerpo. Con su muerte en la cruz los reconcilió y fundó la paz. Cristo mató la enemistad entre ellos, legó y anunció la paz a los “lejanos” (paganos) y a los “cercanos” (judíos). En un único espíritu existe el camino al Padre. No hay paz, ni justica, ni salvación separados, sino solamente cuando todos se convierten en un pueblo, un cuerpo bajo su pastor Cristo.

En el Evangelio encontramos a Jesús y sus discípulos estresados por las masas de personas que los persiguen para escuchar a Cristo. No hay tiempo de descansar ni comer. Jesús busca huir a un lugar más tranquilo en un bote. Pero su salida causó al final que la gente, hambienta de sus palabras, los persiguieran desde la costa e incluso llegaran antes que él al lugar donde el bote se dirigió. Jesús sintió misericordia por la gente que entendió se comportaron como ovejas sin pastores. Jesús, entonces, quedo con ellos y los enseñó por un largo rato.

Necesitamos, en tiempos difíciles, más que nada, líderes en forma de pastores, que dan seguridad y orientación y escuchar y leer las enseñanzas de Jesús para que podemos encontrar nuevamente el horizonte donde debemos caminar para encontrar la luz, dejando la oscuridad atrás. No es un camino solitario, sino en conjunto, como un rebaño, un pueblo, un cuerpo único, así unidos en un espíritu podemos superar lo que nos separa y causa hostilidad o alienación entre nosotros. La justicia, la paz y nuestra salvación no se pueden separar entre miembros de un cuerpo, sino solamente se alcanza en un cuerpo completo y unido. Así esperamos no sólo nuevos pastores buenos, sino que nosotros mismos debemos buscar crear puentes para reconciliarnos con nuestros adversarios y los nos aparecen tan lejanos y construir un sentido de conjunto, de una verdadera comunidad como un rebaño confiando que Cristo ya es el pastor que acompaña en este proceso.

(Peter Downes)   

 

 

Impulse Sonntag den 4. Juli 2021

Wochen-Impulse

(Gedanken zu den Lesungen und dem Evangeliumtext)

 

Vierzehnter Sonntag – im Jahreskreis (4.7.2021)

 

Erste Lesung (Ez 1.28c -2,5)

Lesung aus dem Buch Ezechiel.

In jenen Tagen, schaute ich das Aussehen der Gestalt der Herrlichkeit des Herrn. Und ich fiel nieder auf mein Angesicht. Da hörte ich die Stimme eines Redenden.

Er sagte zu mir: Menschensohn, stell dich auf deine Füße; ich will mit dir reden.

Da kam Geist in mich, als er zu mir redete, und er stellte mich auf meine Füße. Und ich hörte den, der mit mir redete.

Er sagte zu mir: Menschensohn, ich sende dich zu den Söhnen Israels, zu abtrünnigen Völkern, die von mir abtrünnig wurden. Sie und ihre Väter sind von mir abgefallen, bis zum heutigen Tag.

Es sind Söhne mit trotzigem Gesicht und hartem Herzen. Zu ihnen sende ich dich. Du sollst zu ihnen sagen: So spricht Gott, der Herr.

Sie aber: Mögen sie hören oder es lassen — denn sie sind ein Haus der Widerspenstigkeit —, sie werden erkennen müssen, dass mitten unter ihnen ein Prophet war.

Zweite Lesung (2 Kor 12,7-10)

Lesung aus dem zweiten Brief des Apostels Paulus an die Korinther.

Schwestern und Brüder!

Damit ich mich wegen der einzigartigen Offenbarungen nicht überhebe, wurde mir ein Stachel ins Fleisch gestoßen: ein Bote Satans, der mich mit Fäusten schlagen soll, damit ich mich nicht überhebe.
Dreimal habe ich den Herrn angefleht, dass dieser Bote Satans von mir ablasse. Er aber antwortete mir: Meine Gnade genügt dir; denn die Kraft wird in der Schwachheit vollendet. Viel lieber also will ich mich meiner Schwachheit rühmen, damit die Kraft Christi auf mich herabkommt.
Deswegen bejahe ich meine Ohnmacht, alle Misshandlungen und Nöte, Verfolgungen und Ängste, die ich für Christus ertrage; denn wenn ich schwach bin, dann bin ich stark.

EVANGELIUM (Mk 6,1b-6)

Aus dem heiligen Evangelium nach Markus.
In jener Zeit kam Jesus in seine Heimatstadt; seine Jünger folgten ihm nach.

Am Sabbat lehrte er in der Synagoge. Und die vielen Menschen, die ihm zuhörten, gerieten außer sich vor Staunen und tlichen Lebens gesprochen wird, erscheint plötzlich als großartige Botschaft, selbst wenn ähnliche Worte zuvor der Großvater, die Großmutter, die Eltern, Geschwister, Freunde oder andere bekannte Menschen zum Ausdruck brachten. Wir müssen lernen mehr zuzuhören, nachzudenken und die Wahrheit zu suchen. Die Kritiker rütteln uns auf, fordern uns auf, nach der Weisheit zu trachten und den rechten Weg zu finden. Wenn wir uns aber verschließen, unser Herz verhärten, dann laufen wir Gefahr, in einem leeren Abgrund zu laufen oder uns durch propagandistische und vernebelnde Worte in die Irre leiten zu lassen. Wir folgen dann beruhigenden oder falschen Hoffnungen, satt eine Kurskorrektur vorzunehmen und eine Gewissenshinterfragung zu vollziehen. Heute brauchen wir wahrhafte Propheten Gottes, die uns Orientierung geben und uns zur Besinnung bringen und uns vor den irrenden Pfaden bewahren.  Nur so gelangen wir wieder auf den richtigen Weg, den Jesus und die Propheten uns weisen. Wir aber müssen am Ende die Wahl treffen, wem wir zuhören wollen und welchen Weg wir einzuschlagen gedenken. Gott aber lädt uns stets geduldig ein, sein Wort aufzunehmen und dadurch zum wahrhaftigen Leben zu gelangen.    

(Peter Downes).

El difícil labor de ser profeta de Dios

 Nadie gusta recibir una exhortación o criticas fuertes sobre sus faltas y errores, pero eso exactamente es la tarea de los profetas. Ellos son elegidos por Dios, no son ellos mismos los que han elegido este «cargo». Ser profeta no tiene nada atractivo, no implica riquezas, poderes políticos, fama de célebre o cualquier reconocimiento especial del pueblo. Al contrario, los profetas hablan en el nombre de Dios y sus mensajes son, en su mayoría, no agradables, sino enfrentan a su auditorio con la verdad, con sus pecados y sus vicios. 

 Es Dios quien levanta a Ezequiel y le da la fuerza para hablar en su nombre. El pueblo de Israel, ya desde generaciones, perdió la fe y resistió a las exhortaciones de su Dios, ya camina con un corazón de piedra. Ante esta situación poca esperanzadora, en que podríamos esperar una dura sanción de Dios, sin embargo, encontramos que Dios llama a su profeta a predicar al pueblo con paciencia. Es la verdad que deben escuchar y – aunque sean pocos – Dios mantiene su Palabra dirigida a Su pueblo y mantiene, así, la esperanza de su (re)conversión al camino de su salvación.

 Pablo explica, en su Carta a los Corintios, que está predicando lo que Cristo le reveló, esto no es algo que lo enorgullece a sí mismo, sino que tiene que soportar maltratos, sufrimientos, persecuciones y miedos. Todo esto por Cristo. Es Cristo quien le da la fuerza a él, un hombre débil.        

 En el Evangelio encontramos a Jesús predicando en la Sinagoga de Nazaret, ciudad de su familia. La gente escuchó sus palabras y conocieron sus hechos, que para ellos pareció algo extraordinario. Pero poco después de escuchar las palabras de Jesús, empezaron a cuestionar su autoridad. ¿Cómo era posible que un carpintero, de una familia común que todos conocen, hable de manera maravillosa? En vez de pensar en el mensaje, su enseñanza, ellos cuestionan la persona de Jesús y cierran sus corazones a lo escuchado, perdiendo así el camino de su conversión y a la verdad. Jesús mismo se asombra sobre sus reacciones. No se reconoce un profeta en su mismo pueblo y familia. La consecuencia no es dejar de predicar, sino un profeta debe seguir su camino, predicando en el nombre de Dios a otros pueblos.

 El profeta debe seguir con su tarea a la que Dios lo ha llamado. La conversión es un acto de libertad, depende de que se quiera escuchar y abrir sus corazones, que se reconozca a los profetas y el mensaje para su salvación.

 En nuestros tiempos necesitamos profetas que levantan su voz y presenten la verdad de Dios ante los ojos y oídos. Estos mensajeros surgen del pueblo mismo y saben que no pueden esperar ningún reconocimiento por su labor, sino solamente cumplen con lo que Dios les ha ordenado. La vocación dada por Dios y su fe en Él es la fuente de su fuerza para caminar este difícil camino de profeta.

 Debemos ser receptivos a las críticas, exhortaciones y enseñanzas que recibimos y considerar que pueden ser correcciones necesarias, que debemos acoger para una vida en la verdad y en un camino hacia la salvación. Podemos encontrar voces proféticas a nuestro alrededor, entre la familia, entre amigos, conocidos, además entre personas de buena voluntad. Cerrarse a los profetas, a los que nos critican para corregirnos y guiarnos a la verdad, sería un gran error y una debilidad, que tiene consecuencias negativas: perderemos el camino recto y andaremos hacia la oscuridad.

 (Peter Downes)       

Impulse Sanntag 20. Juni 2021

Ikone aus dem 16. Jahrhundert

 

Wochen-Impulse

(Gedanken zu den Lesungen und dem Evangeliumstext)

12. Sonntag im Jahreskreis (20.6.2021)

1. Lesung: Ijob 38,1.8-11

Lesung aus dem Buch Íjob.

1 Der HERR antwortete dem Íjob aus dem Wettersturm und sprach:

8 Wer verschloss das Meer mit Toren, als schäumend es dem Mutterschoß entquoll,

9 als Wolken ich zum Kleid ihm machte, ihm zur Windel dunklen Dunst,

10 als ich ihm ausbrach meine Grenze, ihm Tor und Riegel setzte

11 und sprach: Bis hierher darfst du und nicht weiter, hier muss sich legen deiner Wogen Stolz?

 

2. Lesung: 2 Kor 5,14-17

Lesung aus dem zweiten Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Korínth.

Schwestern und Brüder!

14 Die Liebe Christi drängt uns, da wir erkannt haben: Einer ist für alle gestorben, also sind alle gestorben.

15 Er ist aber für alle gestorben, damit die Lebenden nicht mehr für sich leben, sondern für den, der für sie starb und auferweckt wurde.

16 Also kennen wir von jetzt an niemanden mehr dem Fleische nach; auch wenn wir früher Christus dem Fleische nach gekannt haben, jetzt kennen wir ihn nicht mehr so.

17 Wenn also jemand in Christus ist, dann ist er eine neue Schöpfung: Das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.

 

Evangelium: Mk 4,35-41

Aus dem heiligen Evangelium nach Markus.

35 An jenem Tag, als es Abend geworden war, sagte Jesu zu seinen Jüngern: Wir wollen ans andere Ufer hinüberfahren.

36 Sie schickten die Leute fort und fuhren mit ihm in dem Boot, in dem er saß, weg; und andere Boote begleiteten ihn.

37 Plötzlich erhob sich ein heftiger Wirbelsturm und die Wellen schlugen in das Boot,  sodass es sich mit Wasser zu füllen begann.  

38 Er aber lag hinten im Boot auf einem Kissen und schlief. Sie weckten ihn und riefen: Meister, kümmert es dich nicht, dass wir zugrunde gehen?  

39 Da stand er auf, drohte dem Wind und sagte zu dem See: Schweig, sei still! Und der Wind legte sich und es trat völlige Stille ein.  

40 Er sagte zu ihnen: Warum habt ihr solche Angst? Habt ihr noch keinen Glauben?

41 Da ergriff sie große Furcht und sie sagten zueinander: Wer ist denn dieser, dass ihm sogar der Wind und das Meer gehorchen?

 

Impulse:

Trotz alle Stürme dürfen und sollten wir auf Gott vertrauen

 Die Lesungstexte des heutigen Sonntags vermitteln uns eine eindringliche Botschaft: Auch wenn alles nach Sturm und Untergang aussieht, so sollen wir fest im Glauben bleiben, denn das letzte Wort hat Gott. Er ist der Schöpfer von Allem, der Herr der Mächte.

 In der ersten Lesung wird an die Urflut bei der Schaffung der Erde erinnert. Trotz des Meeresbrausens, die vernichtend und bedrohlich erscheint, hat Gott inmitten dieses Tosens einen Lebensraum für den Menschen geschaffen. Chaos, Gefahr, Leid und Tod sind ein Teil der Lebenswelt der Menschheit. Von diesem Leid hat Ijob viel erlebt und dennoch verlor er am Ende nicht seinen Glauben. Wer auf Gott vertraut, geht nicht unter, sondern dem öffnet sich der tiefe Sinn des Lebens.

 Warum müssen wir die Pandemie ertragen? Das Leiden vieler Menschen ist immer noch unser tägliches Brot. Politischer Chaos scheint in vielen Ländern, auch in Chile, wie ein Meeresbrausen, die alten Sicherheiten zu zerschellen und die bisherige klare Sicht des Weges zu verdunkeln. Wir sind unsicher geworden; Ängste und Sorgen kommen auf. Können wir da wirklich auf einen guten Ausgang und ein Ende des Sturms hoffen?

 Gott aber ist der Schöpfer und er kann selbst aus dem Chaos eine neue Ordnung schaffen. Er kann dem Unheil einen Riegel vorsetzen und so den drohenden Naturgewalten Grenzen setzen. Aus dem Wasserstürmen wird ein lebensspendendes Wasser. Tod und Leben bekommen eine neue Deutung. 

 Um diese neue Ordnung und Deutung geht es dann auch Paulus im Korintherbrief. Der Tod Christi wird für uns zur Geburt in einem Leben in Christus. Wir werden durch den Tod des Herrn gleichsam „Mitgestorbene“, die dann mit ihm auch auferstehen und somit zur einer neuen Schöpfung durch ihn, mit ihm und in ihm werden. Das dramatische Ende am Todespfahl, dem Kreuz, erweist sich als glücklicher Neuanfang, indem wir Teil eines Lebensbaums werden. Vereint im Geiste können wir zu einer Neugestaltung der Welt aufbrechen. Das Alte ist nun abgelegt und gestorben, der Weg zum Neuen ist offengelegt. Wir sind frei und können nun als neue Schöpfung auch diese Welt mitgestalten. Statt durch Angst gelähmt zu zittern, sollten wir uns auf Christus besinnen und dem Chaos entgegentreten und diese Welt auf eine bessere Zukunft hin ausrichten.

 Die Jünger auf dem Boot inmitten eines drohenden Wirbelsturms, sind gelähmt vor Angst, das Boot scheint dem Untergang nahe. Der Sturm scheint ihr Ende herbeizurufen. Und Jesus, der sich auch im Boot befindet, schläft. Wie kann er denn so seelenruhig schlafen, wenn alles doch im tosenden Meer verschlungen werden könnte? Er gibt uns die Antwort: Der Glaube besänftigt sogar die Naturmächte. Was ist also hier die Aussage? Statt sich vor Sorgen und Nöten dem Chaos preiszugeben, sollten wir uns auf unseren Glauben besinnen und aktiv werden, gestaltend auf unser Realität einwirken. Nicht abwarten bis alles zu spät ist, sondern positiv aufs Geschehen einwirken, das Chaos besänftigen, beruhigen, statt Panikmache zu betreiben.

 Wenn wir uns als Neugeschöpfe im auferstanden Christus verstehen, dann sind wir frei diese Welt mitzugestalten, ohne Ängste. Auch wenn das Leiden unseren Weg begleitet, so dürfen wir nicht den Glauben verlieren, dass es das letzte Wort hat. Sie gegenwärtigen Stürme sind nur scheinbar übermächtig, werden aber letztendlich ihre Macht verlieren, wenn wir auf Gott vertrauen und uns als seine neue Schöpfung begreifen und dadurch Zuversicht gewinnen, an eine bessere Zukunft mitwirken zu können.

 (Peter Downes)   

 

Confiar en Dios en tiempos de tempestades

Las lecturas bíblicas de este domingo, tienen un mensaje en común: Debemos confiar en Dios, el creador del mundo y de las fuerzas. En el libro de Job se expresa la angustía de la tempestad que amenaza la vida de Job. Él cayó en dudas repecto al poder del Señor sobre la naturaleza. Es una experiencia que conocemos, la inquietud y miedo que tenemos cuando se acerca una situación dificil, pasa un desastre natural (un terremoto) o cuando enfrentamos una crisis social, económica, laboral o de salud y no sabemos cómo enfrentarla.

Dios asegura que Él creó el orden y es Él quien controla el caos – el mar caótico antes de la creación -, así Job debe creer en Dios, confiar que Él busca el bien de toda Su creación.

En la carta a los corintios, Pablo recuerda que Cristo murió por nosotros para nuestra salvación y que nosotros moriremos con Él para entrar en la nueva creación. Esta nueva creación sobrepasa los momentos de la oscuridad – de la muerte – y haciendo de Cristo nuestro camino de vida, podemos abrirnos a formar el nuevo cuerpo que no teme más la vida, sino que participa en la nueva creación, en el Reino de Dios. Es una llamada a salir de la angustía, frustración, pérdida de orientación y a confiar en un futuro con los demás, en ser creativos en la nueva creación en que somos parte con Cristo.

El Evangelio nos presenta un Jesús durmiendo tranquilo en medio de una terrible tormenta en el mar de Galilea, en que el barco que está en peligro de romperse. Ante este peligro de muerte que causa una situación de pánico en los discipulos, ellos despiertan a Jesús pidiendo ayuda. Jesús se manifesta como hijo de Dios y calma los vientos y el mar. Jesús responde a su angustia: “¿Por qué ustedes tienen miedo? ¿No tienen aún fe?” Fe y confianza es el tema central. Ante el caos, la crisis, las catástrofes no debemos congelarnos por el miedo y ver cómo todo se acerca al final, sino tener confianza que Cristo sigue a nuestro lado y que así podemos buscar soluciones y ser activos, creativos. En vez de lamentarnos, debemos concentrar la fuerza de la fe y caminar adelante en la construcción de un mundo mejor, al camino hacia el Reino de Dios.

En nuestros tiempos confusos, sin claridad a dónde vamos, con preocupaciones ante las crisis, las angustias que ahogan, los textos dan una luz de orientación: No teman, confien y cálmanse porque en la fe existe un camino adelante.

Y como es el Día del Padre que celebramos este domingo en Chile, podemos decir, que gracias Dios-Padre, podemos confiar nuestra vida en Sus Manos.

(Domingo, 20.6.2021, Peter Downes)

Johannesfest

(Besuch Mariens bei Elisabeth, Teil eines Altarbildes,

16. Jahrhundert in der Kathedrale von Amiens).

 

Ein Licht, dass sich verkleinern muss, damit die wahre Sonne erstrahlt

Es ist die starke Lichtsymbolik, die das Hochfest «Geburt Johannes des Täufers» zum Ausdruck bringt. Im Lukasevangelium werden die Geburt des Johannes und die Geburt Christi in der sogenannten Kindheitsgeschichte in eine Beziehung gestellt; sie werden dabei als Verwandte vorgestellt. Die Mutter von Johannes, Elisabeth, die aus dem Geschlecht Aarons stammte, war, laut dem Evangelisten Lukas, die Cousine von Maria aus dem Hause Davids. Sein Vater Zacharias war im priesterlichen Dienst im Tempel beschäftigt. Als fromm und gottesfürchtig werden Johannes Eltern zu Vorbildern einer jüdischen Familie. Was diesen «gerechten vor Gott» allerdings lange gefehlt hatte, war die Geburt eines Sohnes, eines Namensträgers der Familie, der den Segen Gottes ausdrückt. Nun aber im fortgeschrittenen Alter kündigte der Engel Gabriel Zacharias die Geburt seines Sohnes an. Es ist höchst interessant, wie die Erzählung die Geburt des Johannes und die Geburt Jesus in eine Parallele setzt und dann die beiden Familien, die Priesterfamilie mit der «davidischen Königsfamilie», verbindet und in Beziehung setzt beim Besuch der beiden schwangeren Cousinen Maria und Elisabeth.

Die Botschaft der Gnade

Der Bote Gottes, der Erzengel Gabriel ist in beiden Ankündigungsgeschichten derjenige, der das Eingreifen Gottes zum Ausdruck bringt. Zacharias zweifelt an den Worten des Engels und verstummt – ein schweres Hindernis für einen Tempelpriester, wenn er nicht die Gebete verrichten, Ritualhandlungen mit Worten begleiten und nicht den Segen an die Betenden spenden kann, die ihn geradezu Amtsunfähig machen – und erst bei der Beschneidung des Knaben wird durch ein zweites «Wunder» nach der unerwarteten Geburt, mit der Namensnennung von Johannes, den Elisabeth vorschlägt, obwohl sie nichts von der Erscheinung und Botschaft des Engels an Zacharias erfahren hatte, erlangt Zacharias wieder seine Stimme, nachdem er dem ihn prophezeiten Namen seines Sohnes bestätigt. Der Name ist die Botschaft, denn Johannes (hebr. Jochanan) bedeutet: Gott ist gnädig. Die Gnade ist aber nicht nur für diese Familie erfolgt, sondern Johannes wird zum Zeichen der Gnade des Herrn für alle werden.

Schon vor der Geburt des Johannes wird in der Begegnung zwischen Maria und Elisabeth die Beziehung der beiden angekündigten Knaben verdeutlicht. Maria selbst hat eine Geburtsankündigung erfahren, die ihre genauso unmöglich erschien, wie die Schwangerschaft ihrer älteren und sterilen Verwandten. Der Besuch selbst scheint eine Vorsehung, denn hier scheint María wohl den Rat ihrer Cousine zu suchen, da sie sich in einer prekären Situation befindet: eine Schwangerschaft, ohne zuvor etwas mit ihrem Bräutigam gehabt zu haben und alles im Zusammenhang der «furchterregende» Begegnung mit jenem Engel, der auch Zacharius heimsuchte. Was sich nun aber beim Besuch der beiden Cousinen abspielt ist entscheidend, da es auf die Zukunft hindeutet und allem einen tiefen Sinn gibt. Als Elisabeth Maria sieht, erfüllt sie zugleich große Freude und in ihrem Bauch hüpft Johannes in Vorfreude. Ihr kurzes Gespräch endet mit dem Lobpries Mariens und dem Magnifikat. Hier wird nun klar, dass alles unter dem Licht Gottes steht und im Plan der Vorsehung eine neue Zeit anbricht, in der die Gnade Gottes die Welt durchströmen wird. Und Johannes selbst ist das erste Zeichen dieser Gnade, wie ja sein Name hervorhebt.     

 Der apokalyptische Prediger und die Lehrmeisterfrage

 Johannes erscheint dann in den Evangelien als der Prediger in der Wüste, der zur Bekehrung aufruft und die Endzeit ankündigt, indem der Weizen vom Unkraut getrennt und letzteres dann im Feuer vernichtet wird. Auch Jesus hört seine Predigten und lässt sich, wie ein Schüler, von ihm taufen. Doch nun offenbart sich, dass der scheinbare Schüler Jesus in Wirklichkeit der wahre Lehrmeister ist und so wird nun klar, wer der größere von beiden ist. Johannes wird dadurch zum Ankündiger des eigentlichen Lehrers und Richters der Endzeit. Er muss sich niedrig machen, damit derjenige, der nach ihm kommt, ganz im Lichte erscheint und sich offenbart.

 Noch in seiner Gefangenschaft erkundigt sich Johannes durch seine Schüler, ob den Jesus tatsächlich der Messias sei und erhält diese Bestätigung durch die Taten, die über ihn berichtet werden, die ganz dem Lobpreis und Magnifikat entsprechen, die seine Mutter und Maria noch vor der Geburt beider Knaben offenbarten. Während Jesus Zeit anbricht, geht die Zeit des Johannes ihrem Ende entgegen. Er bereitete am Ende also den Weg für den Größeren, der nach ihm kommen würde. Wie ein Prophet hatte er die Ankunft des Endrichters angekündigt, den er nun in seinem Verwandten gegenwärtig erkennt. Sein (kleines) Licht zum wahren Weg muss nun erlöschen, damit das wahre Licht – der Sohn des Allmächtigen - den Weg aus der Finsternis hin zum Weg des Lebens aufleuchtet.

 Es ist diese Lichtsymbolik, die das Johannesfest auf den 24. August festlegte, da es an den 24. Dezember erinnert, der Geburt des wahren Lichtes: Christus. Sie Symbolik wird aus dem Blickwinkel der nördlichen Halbkugel verständlich, denn mit der Sommer-Sonnenwende zwischen dem 20. und 22. Juni ist der längste Tag im Jahr erreicht und bis zum Weihnachtsfest nimmt dann das Tageslicht zunehmend ab, um schließlich am Weihnachtsfest – der Geburt Christi und dem dunkelsten Tag des Jahres– wieder anzufangen zu wachsen und damit die Dunkelheit des Winters zunehmend zu durchbrechen. 

In altkirchlicher Zeit wurde die Enthauptung des Johannes des Täufers am 29. August ebenfalls als Gedenktag begannen, erlangte dann aber weniger Bedeutung als sein Geburtsfest. Johannes der Täufer ist der einzige Heilige, dem neben der Gottesmutter die Ehre eines eigenen Hochfestes zur Geburt in der römisch-katholischen Liturgie zuteilwurde. Das Junidatum hat neben der Lichtsymbolik seine Begründung mit dem Hinweis im Lukasevangelium, dass Johannes sechs Monate älter war als Jesus.   

Der weitverbreitete Brauch des Johannesfeuers am Vorabend seines Festes, geht auf alte bäuerliche Bräuche zurück, die zumindest seit dem 12. Jahrhundert belegt sind. Das Feuer symbolisiert nicht nur die Sonne, sondern auch das Gericht der Endzeit, die Wende im Leben des Menschen vom Sünder zum Bekehrten. Es steht aber auch in Verbindung mit Schutzrituales gegen Krankheiten, Hagelschäden und Viehseuchen, die die Bauern bedrohen konnten. Eine Strohpuppe wird verbrannt, die Sinnbild des Bösen ist. Es ist zudem eine entscheidende Phase in der Landwirtschaft. Der anbrechende Sommer kann Dürre verursachen oder auch Regen zu falschen Zeit bringen, wo denn das Unkraut inmitten des Weizens heranwächst und die Ernte bedrohen kann, was uns direkt an die Predigten des Johannes erinnert.

In vielen Kulturen wurden und werden noch heute Sonnenwendfeiern gefeiert. In Chile haben wir dieses Jahr erstmals einen nationalen Feiertag, der den Respekt gegenüber den indigenen Religionen ausdrückt. Zugleich aber ist es eben auch ein symbolträchtiges Ereignis für die Christen. Wie Johannes sollten wir erkennen, uns kleiner zu machen, d.h. unseren Egozentrismus zu mindern, und uns Christus zu öffnen, damit er uns zum wahren und inneren Lebenslicht wird.

(Gedanken zum Johannesfest, 2021, Peter Downes).

 Una luz que debe bajarse para que la verdadera luz de Dios crece. 

El 24 de junio la Iglesia celebra el nacimiento de Juan Bautista. Él es el único santo que ha recibido el honor de este tipo de memoria y así goza de una veneración especial como la Virgen María.

La fecha no es coincidencia, sino que se deduce de la fecha del nacimiento de Jesús, el 24 de diciembre. El evangelista Lucas relata que Juan fue 6 meses mayor que Jesús. El simbolismo de este día es más evidente si consideramos que ambas fiestas se vinculan con el solsticio de verano y del invierno, según el hemisferio. Así Juan – el favorecido de Yahvé, significado de su nombre en hebreo – tiene que hacerse pequeño – bajar su luz  - para quien viene después de él, para que éste ilumine más fuerte: Cristo, la verdadera luz del Padre.

Ya en el encuentro de las dos madres embarazadas: María, la madre de Jesús y su prima Isabel, la madre de Juan, en el Evangelio de Lucas, se determina el papel de cada uno de los niños en el Plan de Dios. El himno y el Magnificat de las dos madres revela que uno prepara el camino para el Señor; mientras que Jesús, el Mesías y Senor, inicia un nuevo tiempo.

Sobre este nuevo tiempo, el adulto Juan predicó en el desierto llamando al Pueblo de Israel a convertirse, a dejar su vida antigua de pecadores y convertirse en trigo en la casa del Señor, así salvándose del fuego que quema la hierba mala. Juan habla del juez de los tiempos finales ante quien todos deben presentar sus hechos en la vida. Es el cambio de los tiempos, un tiempo para tomar la decisión y optar por el camino de avanzar hacia el Reino.

Poco antes de su muerte – decapitación por orden de Herodes Antipas – Juan consulta a sus discípulos sobre las señales en las obras de su pariente Jesús. Si este Jesús es el Mesías a quien el pueblo está esperando, o se debería esperar más tiempo a alguien que viene. Juan quedó en duda, aunque sabía que en el bautismo de Jesús, en el Jordán, este “discípulo” suyo predica y actúa como un maestro; que Jesús parece más como el maestro de Juan. Así las vidas de Juan y Jesús se cruzan y el mensaje queda finalmente revelado: Cristo es el juez de Dios y sus palabras son la Ley de Yahvé.

Desde el siglo IV la Iglesia celebró la fiesta del nacimiento de Juan el 24 de junio y de su muerte el 29 de agosto, pero la fiesta de junio ganó cada vez más importancia entre los fieles, posiblemente por su cercanía a las fiestas tradicionales de muchos pueblos y, en el ámbito rural, con la fiesta del solsticio, entre los días 20 y 22 de junio. En estas fiestas se practicaron rituales de protección contra tempestades, enfermedades de humanos y animales. Desde el siglo XII se conoce en Alemania la costumbre del “fuego de San Juan” (Johannesfeuer) en que se quema una muñeca de pasto como símbolo del mal (de los pecados) y practican bailes.

Si bien este año se incorporó en el calendario de fiesta nacional el día del solsticio de invierno en recuerdo y honor de nuestros hermanos y hermanas indígenas, también se mantiene para nosotros, cristianos, igualmente un significado especial que nos recuerda que debemos bajar nuestra propia luz, como Juan, para que podamos abrirnos a la Luz verdadera, que conduce a la vida eterna.

(Peter Downes, junio 2021)