24. Sonntag im Jahreskreis 12.9.2021

Die Zurückweisung Petri, Raphael 1515, Victoria und Albert Museum, London

Wochen-Impulse

(Gedanken zu den Lesungen und dem Evangeliumstext)

 

24. Sonntag im Jahreskreis 12.9.2021

1. Lesung: Jes 50,5-9a.

Lesung
aus dem Buch Jesaja. 

[GOTT, der Herr, gab mir die Zunge von Schülern, damit ich verstehe, die Müden zu stärken durch ein aufmunterndes Wort. Jeden Morgen weckt er mein Ohr, damit ich höre, wie Schüler hören.]

GOTT, der Herr, hat mir das Ohr geöffnet. Ich aber wehrte mich nicht und wich nicht zurück.

Ich hielt meinen Rücken denen hin, die mich schlugen, und meine Wange denen, die mir den Bart ausrissen. Mein Gesicht verbarg ich nicht vor Schmähungen und Speichel.

Und GOTT, der Herr, wird mir helfen; darum werde ich nicht in Schande enden. Deshalb mache ich mein Gesicht hart wie einen Kiesel; ich weiß, dass ich nicht in Schande gerate. Er, der mich freispricht, ist nahe.

Wer will mit mir streiten?
Lasst uns zusammen vortreten!
Wer ist mein Gegner im Rechtsstreit? Er trete zu mir heran.

Siehe,
GOTT, der Herr, wird mir helfen.

[Wer kann mich für schuldig erklären? Siehe, sie alle zerfallen wie ein Gewand, das die Motten zerfressen.]

 

2. Lesung: Jak 2,14-18

Lesung
aus dem Jakobusbrief.

Meine Schwestern und Brüder,


was nützt es, wenn einer sagt, er habe Glauben, aber es fehlen die Werke? Kann etwa der Glaube ihn retten?

Wenn ein Bruder oder eine Schwester ohne Kleidung sind und ohne das tägliche Brot und einer von euch zu ihnen sagt: Geht in Frieden, wärmt und sättigt euch!, ihr gebt ihnen aber nicht, was sie zum Leben brauchen – was nützt das?

So ist auch der Glaube für sich allein tot, wenn er nicht Werke vorzuweisen hat.

Aber es könnte einer sagen: Du hast Glauben und ich kann Werke vorweisen; zeige mir deinen Glauben ohne die Werke
und ich zeige dir aus meinen Werken den Glauben.

 

Evangelium: Mk 8,27-35

Aus dem heiligen Evangelium nach Markus.

In jener Zeit ging Jesus mit seinen Jüngern
in die Dörfer bei Cäsarea Philippi. Auf dem Weg fragte er die Jünger: Für wen halten mich die Menschen? 


Sie sagten zu ihm: Einige für Johannes den Täufer, andere für Elija, wieder andere für sonst einen von den Propheten. 


Da fragte er sie: Ihr aber,
für wen haltet ihr mich? Simon Petrus antwortete ihm: Du bist der Christus!

Doch er gebot ihnen, niemandem etwas über ihn zu sagen.

Dann begann er, sie darüber zu belehren: Der Menschensohn muss vieles erleiden und von den Ältesten, den Hohepriestern und den Schriftgelehrten verworfen werden; er muss getötet werden und nach drei Tagen auferstehen.


Und er redete mit Freimut darüber. Da nahm ihn Petrus beiseite
und begann, ihn zurechtzuweisen.


Jesus aber wandte sich um,
sah seine Jünger an
und wies Petrus mit den Worten zurecht: Tritt hinter mich, du Satan!
Denn du hast nicht das im Sinn, was Gott will, sondern was die Menschen wollen.

Er rief die Volksmenge und seine Jünger zu sich und sagte: Wenn einer hinter mir hergehen will, verleugne er sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach.


Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein Leben um meinetwillen
und um des Evangeliums willen verliert, wird es retten.

[Was nützt es einem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, dabei aber sein Leben einbüßt? 

Um welchen Preis könnte ein Mensch sein Leben zurückkaufen?

Denn wer sich vor dieser treulosen und sündigen Generation meiner und meiner Worte schämt,
dessen wird sich auch der Menschensohn schämen, wenn er mit den heiligen Engeln
in der Herrlichkeit seines Vaters kommt.

Und er sagte zu ihnen: Amen, ich sage euch: Von denen, die hier stehen, werden einige den Tod nicht schmecken, bis sie gesehen haben, dass das Reich Gottes in Macht gekommen ist.] 

 

 

Impuls: Wahrer Glaube wurzelt im Vertrauen auf Gott, trotzt aller Widerstände und allen Leids im Leben

 

Wem können wir vertrauen? Mit wem können wir in jeder schwierigen Situation des Lebens rechnen? Wer bildet für mich den Halt, den Kern des Lebens? Diese Fragen sind es, die uns beschäftigen und uns eine Orientierung geben, wohin unser Lebensweg sich richten sollte. Es geht dabei auch um die Sozialisation – das Verhältnis zu Anderen-, das rechte Miteinanderleben und dem Umgang mit dem Nächsten. Von diesem Verhalten gegenüber dem Mitmenschen hängt schließlich auch unser Gottesbild ab. Wir können nicht Gott ehren und lieben, wenn wir nicht zugleich ein gottgefälliges und menschenwürdiges Verhältnis zu unseren Mitmenschen pflegen.

 

Der Prophet Jesaja setzt auf Gott. Von ihm will er lernen, sehen und hören. Im Vertrauen auf ihn, kann der Gerechte alle Schmähungen und Leiden ertragen, da er am Ende weiß, Gott steht ihm zur Seite. In den schwierigen Situationen wird sich Gott als der wahre Richter erweisen und bietet uns den Halt, die es uns ermöglicht sich den Feinden und Gegnern in Freiheit und ohne Angst entgegenzustellen.     

 

Für die Christen am Ende des ersten Jahrhunderts stellte sich die Frage, wie sie sich denn ihre Rettung, das ewige Leben, sichern können. Es war ihnen klar, dass der Kult und die Riten allein nicht den Glauben ausmachen, sondern auch ein entsprechendes Handeln dazugehört. Wahrer Glaube ist Gebet, Verkündigung und christliches Handeln in einem. Man kann den anderen nicht nur Gutes wünschen, sondern muss den Bedürftigen in seiner Not helfen, so wie wir selbst von Gott Hilfe erhoffen. Jakobus (Santiago, der Bruder Jesu ist hier als Autor gedacht) ermahnt seine Gemeinde, den Bedürftigen das Lebensnotwendige zukommen zu lassen. Kleidung und das tägliche Brot – letzteres erbitten wir im täglichen Gebet im Vater Unser von Gott – sind grundlegende Bedürfnisse des Menschen. Wenn man hier nicht handelt und hilft, damit die Menschen ihre existenziellen Bedürfnisse erhalten, dann ist der Glaube tot. Man kann Glaube nicht ohne Werke leben. Der Glaube drängt uns geradezu zu den Werken der Mitmenschlichkeit, ansonsten bleibt er leer, nur Wort ohne Aktion. Jakobus bringt es auf den Punkt: Was ist ein Glaube ohne Werke? Denn in den Werken zeigt sich der Glaube. Wichtig ist hier, dass der Glaube zum Handeln drängt. Wer an Gott glaubt, auf ihn vertraut und setzt, der wird eben aus dem Glauben heraus für seine Mitmenschen so handeln, wie er es selbst von Gott für sich erwartet.      

 

Wer ist Jesus für dich? Das ist die Kernfrage des Evangeliums. Jesus fragte seine Jünger als sie sich auf den Weg zu Dörfern befanden, für wen ihn denn die Menschen hielten. Sie geben die verschiedenen Einschätzungen und Beurteilungen der Zuhörer Jesu wieder. Er wird dabei mit Johannes dem Täufer, mit Elijaoder einen anderen Propheten verglichen. Die Menschen erlebten ihn also als einen Propheten, einen Gesandten Gottes. Da diese Antwort ihn aber nicht völlig identifiziert, richtet er die Frage an seine engste Jüngergruppe und zugleich damit an uns, als Hörer und Leser des Evangeliums: «Für wen haltet ihr mich?» Und sogleich wird die erwartete Antwort von Simon Petrus geliefert: «Du bist der Christus!» Es folgt einSchweigegebot Jesu. Das Geheimnis ist genannt, aber die Entdeckung, wer Christus tatsächlich für jeden einzelnen ist, ist ein Glaubensprozess, den man gehenmuss, es ist ein Weg. 

 

Jesus spricht dann über den «Menschensohn», eine Bezeichnung, die auch in Genesis und bei Propheten Esra und Daniel gebraucht wird. Bei Daniel ist es Gott, der als Menschensohn die Herrschaft auf Erden als guter Pastor übernimmt. Aber Jesus führt seine Rolle in der Welt nicht als strahlender Sieger und König vor, sondern spricht von seiner Verstoßung durch die jüdischen Autoritäten und seinen Tod und der Auferstehung nach drei Tagen. Die beunruhigende Nachricht, die Jesu verkündet, führt zur Zurückweisung des Petrus, genau derjenige der Apostel, der soeben noch ein Glaubensbekenntnis zum Christus abgelegt hatte. Er hat nichts verstanden, so scheint es, und noch schlimmer, Jesus weist ihn als «Satan» zurück, da er Gottes Vorsehung in Frage stellt. 

 

Wer an Jesus glaubt, muss bereit sein für den Glauben zu leiden. Derjenige muss bereit sein «sein Kreuz auf sich zu nehmen». Nachfolge Christi ist kein einfacher, sorgenloser Weg, sondern ist sogar lebensgefährlich. Es verlangt einen vollen Einsatz des eigenen Lebens für die Anderen. Das ewige Leben gewinnt man nur durch die Hingabe für die Nächsten. Nur wer sich ganz zu Jesus bekennt, mit allen Konsequenzen, die es mit sich führt, wird als Teil der Gemeinschaft die Herrlichkeit und erlangt so das ewige Leben. Eine Entscheidung für Jesus ist eine Lebensentscheidung und beinhaltet die Bereitschaft Leiden auf sich zu nehmen, denn die Worte und Taten, die aus dem Glauben folgen, werden nicht von allen positiv aufgenommen, sondern rufen auch Gegner hervor, die den Propheten und Glaubenden Schaden zufügen wollen. Doch die Gewissheit besteht, dass nach dem Kreuz, nach all dem Leid, Gott sich ganz als der Halt, die Stütze des gläubigen Gerechten erweist und ihm das ewige Leben schenkt.  

 

 

La verdadera fe se funda en la confianza en Dios y el discípulo auténtico toma la cruz de su vida en nombre de Cristo

 

¿En quién podemos confiar? ¿Con quién podemos contar en situaciones difíciles? ¿Quién forma el centro de mi vida y es mi soporte? Estas son las preguntas que nos preocupan y nos presentan la orientación para encontrar el camino de nuestra vida. Se trata de socializar, de convivencia y del trato con el prójimo. Nuestra imagen de Dios también depende de nuestrocomportamiento hacia los demás. No podemos honrar y amar a Dios si no cultivamos, al mismo tiempo, una relación piadosa y humana con nuestros semejantes.

 

El profeta Isaías confía en Dios. Él quiere aprender, ver y escuchar del Señor, su maestro. Confiando en Él, eljusto puede soportar todo abuso y sufrimiento, porque al final sabe que Dios está a su lado. En situaciones difíciles, Dios demostrará ser el verdadero juez y ofrece su apoyo y permite que nosotros podamos enfrentar a nuestros enemigos y oponentes con toda libertad, sin miedo.

 

Para los cristianos a final del primer siglo surgió la pregunta de cómo se podrían asegurar su salvación, la vida eterna. Para ellos estaba claro que el culto y los ritos por sí solos no constituyen la fe, sino que también debían actuar en obras a favor de sus prójimos vulnerables. La verdadera fe es oración, predicación y acción cristiana, todo en un conjunto. No se llega a la felicidad y vida plena, sin preocuparse por el prójimo, así es un deber natural del creyente ayudar a los necesitados, ya que esperamos tal ayuda desde Dios hacia nosotros mismos. Santiago (aquí se trata del «hermano del Señor» como el autor de la carta) exhorta a su comunidad cristiana a entregar a los necesitados lo que necesitan. La ropa y el pan de cada día - estoúltimo lo pedimos a Dios en el Padre Nuestro -, son las necesidades humanas básicas.

 

El mensaje queda muy claro: Quien no ayuda a la gente a satisfacer sus necesidades existenciales, entonces su fe está muerta. ¡No se puede vivir la fe sin obras! La fe es lo que nos urge a hacer las obras humanitarias, de lo contrario la fe quedará vacía, solo serían palabras sin acción. Santiago lo dice en pocas palabras: ¿Qué seríade una fe sin obras? Es que en las obras se manifiesta la fe. Lo importante aquí es que la fe insta a la acción.Quien cree en Dios, confía en Él y pone su confianza en Él, actuará con fe para sus semejantes de la misma manera que espera que Dios lo haga por él mismo.

 

¿Quién es Jesús para ti? Esa es la pregunta central del Evangelio. Mientras Jesús y sus discípulos se dirigían a las aldeas, Jesús preguntó a ellos sobre lo que la gente  pensaba de él. Ellos presentaron las diversas imágenes y juicios que los oyentes de Jesús tuvieron de él. Unos lo comparan con Juan el Bautista, otros con Elías u otros profetas. Entonces la gente lo experimentó como un profeta, un mensajero de Dios. Pero dado que esta respuesta no lo identifica completamente, Jesús dirige la pregunta a su grupo más cercano de discípulos y al mismo tiempo a nosotros, como oyentes y lectores del Evangelio: «Y vosotros ¿quién decís que soy yo?» E inmediatamente Simón Pedro da la respuesta esperada: «¡Tú eres el Cristo!» En vez de confirmarlo y ordenar su difusión entre la gente, Jesús ordena silencio sobre el tema. El secreto tiene nombre, pero el descubrimiento de quién es Cristo en realidad para cada individuo es un proceso de fe que hay que recorrer, es un camino. Aquí se reveló el misterio del ser de Cristo que el evangelista Marco pone en palabras y obras de Jesús, en el desarrollo que el Evangelio manifiesta.  

 

Jesús luego habla del "Hijo del Hombre", un término que también aparece en Génesis y en los libros de los profetas Esdras y Daniel. En el libro de Daniel, es Dios mismo quien, como Hijo del Hombre, asume el gobierno de la tierra como buen pastor. Pero Jesús no define su papel en el mundo como el de un resplandeciente vencedor y rey, sino habla del repudio que recibirá por parte de las autoridades judías y sobre su muerte y suresurrección después de tres días. La inquietante noticia que proclama lleva a Pedro en rechazar tal destino de Jesús. Aunque él acaba de reconocer a Jesús como el Cristo, quedó evidente que en realidad no ha entendido nada, al parecer, y peor aún, Jesús lo identifica como «Satanás» porque cuestiona la providencia de Dios.

 

Quien cree en Jesús debe estar dispuesto a sufrir por la fe. Debe estar disponible en «llevar su propia  cruz». Seguir a Cristo no es un camino fácil, al contrario se pone en peligro la vida. Ser discípulo exige un compromiso pleno con la propia vida por el otro. La vida eterna se gana mediante el servicio y la preocupación por el prójimo. Solo aquellos que entregan su vida plenamente a Jesús, con todas las consecuencias que ello conlleva, alcanzarán la gloria, la vida eterna,formando parte de una sola comunidad. Una decisión por Jesús es una opción de vida e incluye la disponibilidad a sufrir por la fe en Él, porque las palabras y los hechos que se derivan de la fe no son recibidos positivamente por los adversarios de Cristo, sino incluso provocan que los enemigos y oponentes busquen causar daños a los fieles. Pero podemos tener la certeza que ante la cruz y todo el sufrimiento por la fe, Dios se mantiene al lado del creyente justo y asegura su vida eterna.

 

(Peter Downes, Theologe)


 

 

 

 



 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zum Heiligen Jahr in Santiago de Compostela

Zwei Jakobsbrüder Stich von Jost Amann 1568

Mit Stab, Hut, Mantel und Tasche unterwegs auf eine «Reise der Seele»

Immer wenn der 25. Juli auf einen Sonntag fällt, wird in Santiago de Compostela ein Heiliges Jahr ausgerufen. Das Grab des Heiligen zählt zu den wichtigsten Pilgerorten der Christenheit. Waren es im Mittealter vorwiegend fromme Pilger und Büßer, die sich auf den europaweiten Pilgerweg zum Grab des Heiligen Jakobus nach Compostela in Galicien begaben, so sind es im 21. Jahrhundert vielfach Wanderfreunde, Kunstliebhaber, Sinnsuchende oder Menschen die sich aus sehr verschiedenen individuellen Motiven auf den Weg begeben.

 

Vom Apostelgrab, der Pilgerstätte und dem Schutzpatron Spaniens

Mit der Entdeckung des Grabes des heiligen Apostels Jakobus im 9. Jahrhundert, entwickelte sich Compostela in weniger als einem Jahrhundert zu einem der bedeutendsten Pilgerorte Europas und reihte sich, ab dem 11. und 12. Jahrhundert, neben Jerusalem und Rom zu einem regelrechten Wallfahrtszentrum. Die Entdeckung des Grabes fällt in einer Zeit der fortschreitenden Islamisierung Spaniens, die auch durch den Adoptionismusstreit – einem christologischen Streit um die menschliche und göttliche Natur Christi -  mit dem Erzbistum Toledo kennzeichnet ist. In Compostela war man bestrebt, die eigene kirchliche Stellung zu steigern und konnte mit dem Apostelgrab eine Sonderstellung in Spanien rechtfertigen, die schließlich Compostela zum Erzbistum erhob.

Wie aber kamen die Gebeine des Apostels Jakobus nach Spanien? Das bedurfte einer Erklärung, da in der Apostelgeschichte lediglich von seiner Hinrichtung des Jakobus durch Herodes Antipas im Jahre 44 berichtet wird. Es entstanden daher Legenden, die mit der Zeit Veränderungen unterlagen und damit auch die Funktion des Apostels den zeitlichen Umständen anpasste. Als Missionar soll er vor seinem Tod in Spanien gewirkt haben und somit soll sein Leichnam dorthin übertragen worden sein. Sein Grab wurde als Wunderstätte und Heilungsort schnell zu einer Pilgerstätte. Mit den Kreuzzügen wurde dann Jakobus auch die Funktion des Schutzhelfers und Patrons bei den Kriegszügen gegen die Muslime zuerkannt. Während der Reconquista und auch während der Eroberung Amerikas rief man seinen Namen, um himmlische Unterstützung gegen die Muslime bzw. Indios zu erlangen. So wurde Santiago zum «matamoros» und «mataindios». Seine Funktion als Schutzpatron während der Conquista spiegelt sich auch im Namen der Hauptstadt Chiles wider. Neben Maria wurde er damit zum Schutzheiligen bei Schlachten und in Notzeiten. Beiden Fürsprechern kam und kommt daher die hohe Verehrung besonders in Chile und anderen Staaten Südamerikas zu.   

 

Ein Pilgerort im Wandel der Zeiten

Bis zum 14. Jahrhundert erlebte Compostela ein reges Pilgerwesen. Franzosen, Deutsche, Italiener und Engländer bildeten die Hauptmasse der Pilger, die auf verschiedenen Pilgerwegen mit Stab, Hut, Mantel und einer Reisetasche fürs Nötigste die Pyrenäen überquerten und dann ihren Weg auf dem «camino francés» über Puente de la Reina, Burgos und León bis zum Grab Santiagos fortsetzen. Über die Praxis der Pilger im 12. Jahrhundert am Grab des heiligen Jakobus berichtet eine Predigt im Jakobusbuches: «Mit übermäßiger Freudebewundert man die große Schar der Pilger, die beim ehrwürdigen Altar des heiligen Jakobus Nachtwache hält.: Die Deutschen weilen auf der einen Seite, die Franken [Franzosen] auf der anderen, die Italer schließlich auf der dritten; sie halten Kerzen in den Händen, so daß die ganze Kirche wie durch die Sonne an einem hellen Tag erstrahlt. Nur mit seinen Landleuten vollzieht jeder die Nachtwache, manche spielen Leier, Lyra, Pauke, Quer- und Blockflöte, Posaune, Harfe, Fidel, britische oder gallische Rotta; manche singen während der Nachtwache von Psalterien oder anderen Musikinstrumenten begleitet; manche bereuen ihre Sünden, lesen Psalmen oder geben Almosen» (Klaus Herbers, Jakobsweg. Geschichte und Kultur einer Pilgerfahrt, 3. Auflage, München: Beck, 2011, s. 72). Die spirituelle Reise wurde las Reinigung der Seele verstanden. Man erwartete am Ende der Pilgerschaft den Sündenerlass, Heilungen und ein geläutertes Leben. 

Im 15. und 16. Jahrhundert verlor Compostela zunehmend an Pilgerzulauf, was an einer veränderten Spiritualität, dem Humanismus, der Verbreitung des Ablasshandels und der Reformation lag. Man konnte nun auch eine spirituelle Reise (Meditationen) vollziehen, ohne sich auf eine lange Pilgerreise zu begeben, aber auch die Kritik an den Heiligenkult sowie die Möglichkeit einen Sündennachlass durch Ablässe zu erlangen, wirkten sich negativ auf die Pilgerpraxis aus. Zudem förderte die Kirche nun auch lokale Wallfahrtsorte, die als Alternative auch für ärmere Gläubige atraktiver waren. Wirtschaftliche und politische Spannungen in den folgenden Jahrhunderten reduzierten weiterhin die Zahl der Pilger. Erst am Ende des 19. Jahrhunderts und zu Beginn des 20. Jahrhunderts erlebte Compostela wieder eine kurze Blütezeit, die allerdings dann durch die beiden Weltkriege sogleich einen Abbruch erlebte. Erst mit dem Eintritt Spaniens in die Europäische Union in den 80er Jahren trat ein dauerhafterer Wandel ein. 1993 wurde der Weg selbst zum Weltkulturerbe erklärt, eine wahrhaft «europäische» Kulturstraße. Besonders in den Heiligen Jahren in Compostela erlebte der Pilgerweg in den letzten Jahren stetig steigende Popularität, vor allem unter jungen Leuten. Wanderlust, Kunstinteresse, Sinnsuche, Kontakte mit Menschen aus verschiedenen Ländern, aber auch spirituelle Motive scheinen nun die Pilger des 21. Jahrhundert auszumachen. Kam es in den letzten Jahren schon zum Massenanlauf auf den Pilgerweg, so stellte man im letzten Heiligen Jahr (2010) allein 270.818 Pilgerzertifikate – für die Zurücklegung von mindestens 100Km des Pilgerweges – aus. In 2019 wurde der Rekord mit 347.511 Pilgern erreicht. Die Pandemie brachte diese Tendenz zum Erliegen, so dass 2020 lediglich 54.143 Pilger ein Zertifikat erhielten. Nun hofft man, in diesem neuen Heiligen Jahr, die Pilgerströme wieder neu zu beleben. Aufgrund der Pandemie hat Papst Franziskus der Bitte des Bischofs von Santiago stattgegeben und das Heilige Jahr bis zum 31. Dezember 2022 verlängert. Ob sich dann wieder große Ströme von frommen Pilgern und Touristen-Pilgern zum Grab des heiligen Jakobus aufmachen werden, wird sich zeigen müssen.

 

(Peter Downes)

  

 

 

 

Der Jakobsweg der "camino frances"

 

 

Fron-leichnam Corpus Christi


Der Fisch steht für ein antik-christliches Symbol des Credo (Glaubensbekenntnisses). Aus den Buchstaben des griechische Wort für Fisch Ichthys  leitet sich das Bekenntnis ab: Jesus, der Christus ist der Sohn Gottes (theou hyios), unser Heil (soter).
 
Und dann der Brotkorb, das Symbol der Brotgemeinschaft und der Körper Christi, der uns trägt. 
 
 
 

Corpus Christi als Mittelpunkt unseres Lebens

 

Ein Fest zum «Körper» von Christus, scheint zunächst vielleicht für vielen Menschen sonderlich, war doch das Grab nach der Auferstehung leer und somit sind weder ein Leichnam noch irgendwelche körperlichen Reste erhalten, denen man dann eine Verehrung entgegenbringen könnte.

Denken wir aber an das letzte Abendmahl zurück und an das Pfingstereignis, so wird jedem Christen schnell bewusst, dass Christus lebendig gegenwärtig ist im Sakrament der Eucharistie. Das Brot (die Hostie) wird zum Leib des Herren – daher auch das aus dem Mittelhochdeutschen stammende Wort Fron-leichnam, wobei der Wort «Frondienst» als Herrendienst den einen oder anderen wohl bekannt seine dürfte – und dieser Körper des Herrn wird in der gemeinsamen Feier der Eucharistie vom Priester, in Form der realen Vergegenwärtigung des sinngebenden letzten Abendmahls Christi, gebrochen und dann unter die Gläubigen zum Verzehr gereicht. Die Gläubigen nehmen damit den Leib Christi in sich auf und werden in ihrem Glauben gestärkt; sie werden zugleich Teilhaber am Körper Christi, wachsen zur Gemeinschaft des vereinten Körpers zusammen. Und wenn wir noch an die versprochene Gegenwart Christi im Heiligen Geistes in seiner Kirche denken – so das Pfingstfest -, dann ist der Corpus Christi auch hier in der gläubigen Gemeinde lebendig gegenwärtig.

Es macht also völligen Sinn, dass wir uns an diese körperliche Gegenwart Christi eigens erinnern und damit an das Gründungsfest der Eucharistie, dem Gründonnerstag mit der Einsetzung dieser sinngebenden Mahlfeier erinnern. Die Feier an einem Donnerstag nach der Pfingstwoche macht genau diese Verbindung deutlich. Nun kann die Freude über diese Brot-Körper-gemeinschaft, die Auferstehung des Herrn und das Pfingstereignis (der geistlichen Gegenwart Christi) gleichsam ihren festlichen Ausdruck bekommen.

Der Glaube und das Kirche-sein der Christen findet ihren öffentlichen Ausdruck mit den Prozessionen des Allerheiligsten (der konsekrierten Hostie) durch die Straßen der Stadt und wird dann mit dem Hymnus Tantum ergo in der Pfarrkirche beendet. Als wanderndes Gottesvolk in den Zeiten der Welt, bildet Christus die Mitte unseres Lebens: er ist das wahre Brot des Lebens. Sicherlich kann dieses Jahr inmitten der Pandemie nicht überall eine solche Prozession stattfinden, sie kann dann aber auch in einem kleinen Rundgang innerhalb der Kirche ihren Ausdruck finden.

In machen Gemeinden findet sich auch der Brauch Blumenteppiche auszulegen. Ihren Ursprung hat diese Tradition in Italien, wo man die Prozessionswege mit farbigen Blumenteppichen auslegte und gelangte dann im 19. Jahrhundert in den Schwarzwald, von wo aus sie sich dann vor allem in Süddeutschland ausbreitete. In den vorwiegend katholisch geprägten süddeutschen Bundesländern ist dieser spezielle «Kirchentag» auch heute noch ein offizieller Feiertag. 

(Gedanken zum Hochfest von Corpus Christi (Fronleichnahm) 2021, Peter Downes.

 

 

Corpus Christi, el centro de nuesta fe y vida

 

El jueves pasado la Iglesia celebró la fiesta del Corpus Christi, recordando el centro de nuestra fe: la presencia real del Cristo vivo en la Eucaristía. En esta fiesta se juntan los elementos centrales de nuestra fe: formamos una familia de los fieles que comparten una mesa en agradecimiento de la muerte y la resurrección del Señor y comprendemos, en cada celebración de la eucaristía, que Cristo vivo está presente en el pan que se transforma en su cuerpo entregado por nuesta salvación. Somos parte de este cuerpo eclesial que, como miembros de la Iglesia, unidos en un único espíritu que es Cristo.  «Por Cristo, con Él y el Él» somos Iglesia.

¡Esta fiesta se celebra en un jueves! Se conecta directamente con el día de la Última Cena, del Jueves Santo, la noche anterior a la crucifixión. Y es una semana después de Pentecostés en que recordamos la significativa presencia del Espíritu Santo en la Iglesia, que expresa también la presencia del Cristo vivo en nuestros caminos de vida.

Desde la Edad Media existe la práctica de procesiones que recuerdan a la Iglesia su ser: una comunidad peregrina. Es un solo cuerpo que camina en los tiempos del mundo, guiado por el Espíritu Santo y la presencia de Cristo.  «Yo Estaré con ustedes todos los días, hasta el fin del mundo» (Mt 28:20). Estas últimas palabras del Evangelio de Mateo manifiestan nuestra fe en el Cristo vivo que celebramos en las misas, en el pan y vino, cuerpo y sangre de Cristo. Es el centro de nuestra fe y vida.

Nuestra fe y ser Iglesia los expresamos publicamente este día del Corpus Christi en procesiones en las calles de las ciudades llevando el Santisimo Sacramento (la hostia consagrada), como un pueblo peregrino de Dios en este mundo en que Cristo forma el centro de nuestra vida: Él es el verdadero pan de vida. Si bien en muchos lugares no es posible, por la pandemía, realizar tales procesiones en las calles, ellas deben ser recuperadas en la memoria de las comunidades.

En algunas comunidades existe la costumbre de elaborar «una alfombra de flores» (Blumenteppich). Esta tradición tiene su origen en Italia, donde los caminos de la procesión se adornaron con flores de colores y luego esta costumbre llegó a Alemania, a la región de la Selva Negra en el siglo XIX, desde donde se extendió principalmente al sur de Alemania.

Nuestro «Blumenteppich» este año lo simboliza este año la canasta del pan – del cuerpo Cristo – fracciondo en partes como simbolo de la eucaristia y un pez, antiguo símbolo cristiano que hace referencia a la confesión original de nuestra fe. En griego el pez se llama ichthys, y representando cada letra una palabra expresa: Jesús, el C(h)risto, hijo de Dios (theou yiós), salvador (soter). 

(Pensamientos sobre la fiesta Corpus Christi,  Peter Downes, 2021).

 

 

Johannesfest

 

 

Pfingsten/ Pentecostés

Stundenbuch des Herzogs von Berry Les Très Riches Heures (15. Jh.).

  

Denn jeder hörte sie in seiner Sprache reden

Wie einst in Babylon alle Völker zusammen an einem gigantischen Bauprojekt arbeiteten, so spricht auch die Pfingstgeschichte von den verschiedenen Völkern, die sich in einem Geist vereint erleben und ihre sprachlichen Hindernisse sogleich sich auflösen, da sie alle dieselbe Erfahrung machen: auf einmal können sie sich alle verstehen und erleben sich als eine Einheit. In ihrer Verschiedenheit sehen sie sich plötzlich in einem einzigen gemeinsamen Geist verbunden. Trotz aller Vielfalt an Talenten, an Kräften – wir können auch von Mächten sprechen -, die sie voneinander unterscheiden, stellen sie fest, dass das Gemeinsame den eigentlichen Kern ihres Daseins ausmacht und dass ihr gemeinsamer Ursprung in Christus ist. Ihnen ist der Glaube geschenkt und in dem Zusammenhalt als Gemeinschaft können sie ihre Kräfte und Talente zum Nutzen aller einsetzen; damit werden sie zu wahren Menschen, zu Mitmenschen ihrer Nächsten.

Es ist gleichsam der Traum der Weltengemeinschaft, das Ideal von Kirche, wo alle Mitglieder wichtig sind und alle nach dem Wohl der Anderen streben, eine Gemeinschaft, die auf Harmonie und Fürsorge für die Bedürftigen, auf Heilung und Rettung aller Glieder der Menschenfamilie ausgerichtet ist.

Durch den allen gemeinsamen Geist werden wir gleichsam zu einem einzigen Körper, sind Glieder der Gemeinschaft in Christus. Die Vielen zusammen, seien sie ethnisch auch sehr verschieden («Juden und Griechen», oder aktuelle der Gegensatz von Juden und Palästiner in Israel) oder auch durch soziale Gräben voneinander getrennt («Sklaven und Freie», oder Arme und Reiche) sind in der Taufe zu einer einzigen großen Familie verbunden im Geist, der sie zum Heil aller führt. Wer diesem Heiligen Geist folgt, gelangt zur wahren Freiheit, die schließlich in die unendliche Liebe mündet. Wer diese Liebe erfährt und aufnimmt, wird dann zur Kraft und zum Wegweiser seiner Nächsten und mit der praktizierten Nächstenliebe wird er in der Gottesliebe sich ganz als Teil dieses einen ganzen Körpers begreifen.

Nicht Spaltung, Polarisierung, Machtgelüste, Ausgrenzungen, Diskriminierungen und Vorteilnahme, wie sie heute in nahezu allen Ländern zur «Normalität» geworden sind, sondern die Versöhnung, wahre Solidarität, Fürsorge und Förderung des Gemeinwohls und der Entwicklung zu einem Zusammengehörigkeitssinn entsprechen diesem Geist hin zur menschlichen Freiheit und zur Entwicklung zu einer Menschfamilie in einem gemeinsamen Haus. Wir müssen lernen, eine gemeinsame Sprache zu sprechen und einander zuzuhören und miteinander in einen wahren Dialog zu treten, um den Geist, der uns alle trägt, zu erfahren und fähig zu werden, endlich ein gemeinsames Familienhaus zu errichten. Dann regiert nicht mehr die Angst, sondern die Freiheit und der Geist der Nächstenliebe und somit auch die Gottesliebe.


 

Ser Iglesia en un único espíritu

En este Pentecostés 2021 estamos, en especialmente, llamados a reflexionar sobre nuestro ser como Iglesia. En una realidad de un mundo dividido, pueblos y países divididos socialmente y políticamente, en que la convivencia en paz está en peligro y en que el diálogo parece imposible por intereses tan opuestos, hablar de un espíritu común y que une a todos los miembros en un solo cuerpo común sueña como una utopía, como una fantasía o una imaginación idealista. Pero eso es el mensaje de Pentecostés que todos los fieles forman un único cuerpo con sus miembros de diferentes talentos, fuerzas y tareas al servicio de los demás. El fin de la nueva casa de familia – la Iglesia – es el camino hacia Cristo que podemos encontrar en el espíritu santo que une a todos y que nos hace libre por el amor al prójimo.

No se trata de mi salvación, de mi libertad, mi felicidad, mi verdad, sino de nosotros. Cuando los otros/las otras se transforman en el centro de mi actuar y mis obras, así puedo encontrar el espíritu que nos une y comprender el amor de Dios que se transforma en nosotros en el amor al prójimo.

En vez de circularnos en las diferencias, separaciones y oposiciones, debemos buscar lo que es común y que posibilita acercarse y comprenderse para iniciar un camino para formar un cuerpo en que todos los miembros están importante y entregan su fuerza, sus talentos en un proyecto conjunto: caminar hacia el Reino de Dios, vivir como una Iglesia de un único espíritu que nos conduce a la sanación y salvación. 

 

 

(Wünsche allen ein frohes und geistreiches Pfingstfest 2021; Peter Downes)

(Pensamientos sobre el significativo de Pentecostés en 2021; Peter Downes).

Gedanken zum Ostergeheimnis


Einweggerollter schwerer Schließstein, ein leeres offenstehendes Grab, so präsentiert sich das wohl wichtigste Grab der Geschichte in der Bibel.

So finden es drei Frauen aus dem Jüngerkreis Jesu am frühen Morgen des ersten
Wochentages, dem Tag der Sonne, wohl im Jahre 33, vor. Sie wollten den Leichnam ihres
gekreuzigten Messias mit Ölen und Salben einbalsamieren. Was sie aber vorfanden,
erschreckte sie zunächst. Es ist der Schreck des Unerwarteten, der Erfahrung mit etwas, das ihren Verstand übersteigt. Das Grab stand offen, der Leichnam ihres Herren Jesus war verschwunden, die Leinentücher im Grab verblieben.
Was sollten sie denken? Wurde der Leichnam entwendet, versteckt? Die Evangelien geben darauf eine Antwort. Engel bzw. Jesus selbst erschien ihnen und offenbarte ihnen, dass er vom Tod auferstanden ist. Er ist lebendig und gegenwärtig!
Von diesem außergewöhnlichen Erlebnis noch tief beeindruckt, eilten die Frauen zu den in
Angst und Frustration verharrenden Jüngern Jesu und erzählten ihnen von ihrem Erlebnis.
Normal schien den Jüngern dann die berichtete „Geschichte“ keineswegs. Es entspricht halt nicht den geläufigen Erfahrungen im Leben. Sie mussten es erst selbst sehen, selbst erleben, brauchten sichtbare und fühlbare Beweise.

Was tatsächlich nach der Abnahme des Leichnams am Karfreitag und dem Morgen des
Auffindens des leeren Grabes geschah, bleibt ein Geheimnis. Auch die Jünger scheinen
zunächst an einer geheim gehaltenen Entnahme des Leichnams Jesu gedacht zu haben,
allerdings nicht durch einen aus ihrem Kreise, sondern durch die Gegner Jesu, von Leuten des Hohenpriesters oder auch von römischen Soldaten.

Erst eine weitere Erfahrung öffnete ihnen das Geheimnis des Geschehens ganz. Es ist die
Begegnung mit dem Auferstandenen, seien es wie bei den beiden Anhängern Jesu, die sich auf dem Weg nach Emaus begaben, oder aber bei der Erscheinung Jesus bei der

gemeinsamen Mahlfeier. Sie gewannen die Gewissheit, dass Jesus bei ihnen war und
lebendig sie begleitete.

Es sind diese Berichte, im Evangelium, auf denen sich unser Glaube fußt. Sie sind uns
wahrscheinlich nur zugänglich, wenn wir ähnliche Erfahrungen machen, etwa mit einer
erinnernden aber auch spürbaren Gegenwart von geliebten Menschen, die verstorben sind, etwa in Träumen oder plötzlichen Vergegenwärtigungen, die uns das Herz berühren. Solche Erfahrungen helfen uns sich dem Ostergeheimnis anzunähern. Am Ende aber bleibt es aber ein Geheimnis – das wann und wie der Auferstehung –, dass wir nur im Glauben zu verstehen suchen können. Dafür müssen wir uns immer wieder auf den Weg nach Galiläa machen, wie Jesus selbst bzw. einer der Engel am Grab anwies. Wir verstehen alles nur, wenn wir den Weg Jesu nachgehen von Anfang an, uns immer wieder neu seinen Worten und Werken öffnen, die er in Galiläa bis hin zu seiner Passion und Auferstehung in Jerusalem für uns alle sprach und vollbrachte.

Das Geheimnis des leeren Grabes ist das sich Aufmachen auf Weg der Suche des Verstehens, was der Wille Gottes ist, wie wir am Ende Menschen nach dem Bilde Gottes werden, indem wir den Sohn – Christus – uns zum Vorbild nehmen.

 

Wünsche uns allen, dass wir uns auf diesen Weg begeben, nicht allein, sondern zusammen und in der Gewissheit, dass der lebendige Christus an unser Seite geht. Allen ein frohes und gesegnetes Osterfest 2021.


(Reflektionen von Peter Downes zum Ostersonntag, 3. April 2021, Santiago de Chile)


Herzlich willkommen! Bienvenidos!

 

...in unserer Gemeinde Sankt Michael! Wir sind die deutschsprachige katholische Gemeinde in Santiago de Chile. Alle, die uns kennenlernen wollen, sind sehr herzlich eingeladen zu unserem Gottesdienst. Beginn der Heiligen Messe ist immer sonntags um 11 Uhr. Anschließend treffen wir uns im Pfarrstübchen bei Kaffee, Tee und Plätzchen zum Kennenlernen und Austauschen. Unsere Kirche ist in der Avenida Salvador 1181 in Providencia.

 


 

...a nuestra parroquia Sankt Michael! Somos la parroquia católica de habla alemana en Santiago de Chile. Todos los que quieran conocernos son bienvenidos a nuestro servicio religioso. La Santa Misa se realiza  cada domingo a las 11 de la mañana. Después de la Misa nos reunimos en la sala parroquial para tomar café, té y galletas para conocernos e intercambiar ideas. Nuestra iglesia está en la Avenida Salvador 1181 , en la comuna de Providencia.

Zur Zeit können wegen der Corona-Krise keine Gottesdienste in Sankt Michael stattfinden. Wenn Sie unsere Gemeinde trotzdem kontaktieren wollen, melden Sie sich gerne bei

Monika Friederichs

Tel.: +56 9 9534 1945   

 

Die ganze Gemeinde Sankt Michael mit Padre Erich Hauck

 


 

En la actualidad, debido a la crisis sanitaria del Coronavirus, no es posible celebrar ningún servicio religioso en nuestra parroquia St. Michael. Si de todos modos quiere contactarse con nosotros, por favor contáctenos a

Monika Friederichs

Tel.: +56 9 9534 1945 

 

Atentamente,

Comunidad de la Parroquia de Sankt Michael junto al Padre Erich Hauck