Inge Frings geb. Kaiser Brückmann

Gestern in den frühen Morgenstunden (am Sonntag) ist unser langjähriges Gemeindemitglied, Inge Frings (10.01.1926-26.06.2022) verstorben.

«Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich. Wenn ihr mich erkannt habt, werdet ihr auch meinen Vater erkennen.

Gabriele Frings:"Bellas canciones me alegraron el alma"

Heiliger Petrus und heiliger Paulus, Apostel (29.6.2022)

«Christus ist das Zentrum, unser Weg» zwischen den beiden Aposteln, links Paulus, rechts Petrus, darunter befinden sich die Märtyrer Marcellinus, Petrus, Gorgoninus und Tiburtius, im Mittelpunkt da Lamm auf dem Paradiesberg; Fresko in der Katakombe der Heiligen Marcellinus und Petrus, 4. Jahrhundert.

Wochen-Impulse

(Gedanken zu den Lesungen und dem Evangelium)

Heiliger Petrus und heiliger Paulus, Apostel (29.6.2022)

  1. 1.    Lesung: Apg 12,1-11

Lesung 
aus der Apostelgeschichte.

In jenen Tagen ließ der König Herodes 
einige aus der Gemeinde verhaften und misshandeln. Jakobus, den Bruder des Johannes, 
ließ er mit dem Schwert hinrichten.

Als er sah, dass es den Juden gefiel, 
ließ er auch Petrus festnehmen. 
Das geschah in den Tagen der Ungesäuerten Brote. Er nahm ihn also fest 
und warf ihn ins Gefängnis. 
Die Bewachung übertrug er vier Abteilungen von je vier Soldaten. Er beabsichtigte,
ihn nach dem Paschafest dem Volk vorführen zu lassen. Petrus wurde also im Gefängnis bewacht.
Die Gemeinde aber betete inständig für ihn zu Gott. 

In der Nacht, ehe Herodes ihn vorführen lassen wollte,
 schlief Petrus, mit zwei Ketten gefesselt, zwischen zwei Soldaten; 
vor der Tür aber bewachten Posten den Kerker. 


Und siehe, ein Engel des Herrn trat hinzu und ein Licht strahlte in dem Raum. 
Er stieß Petrus in die Seite, weckte ihn
und sagte: Schnell, steh auf! 
Da fielen die Ketten von seinen Händen. 

Der Engel aber sagte zu ihm: 
Gürte dich und zieh deine Sandalen an! Er tat es. 
Und der Engel sagte zu ihm:
Wirf deinen Mantel um und folge mir!

Und Petrus ging hinaus und folgte ihm, 
ohne zu wissen, dass es Wirklichkeit war, 
was durch den Engel geschah; es kam ihm vor, 
als habe er eine Vision.

Sie gingen an der ersten und an der zweiten Wache vorbei und kamen an das eiserne Tor, das in die Stadt führt; 
es öffnete sich ihnen von selbst. Sie traten hinaus 
und gingen eine Gasse weit; und sogleich verließ ihn der Engel.

Da kam Petrus zu sich
und sagte: Nun weiß ich wahrhaftig, 
dass der Herr seinen Engel gesandt
und mich der Hand des Herodes entrissen hat und alldem, was das Volk der Juden erwartet hat.

[Als er sich darüber klar geworden war,
ging er zum Haus der Maria, der Mutter des Johannes, mit dem Beinamen Markus, 
wo nicht wenige versammelt waren und beteten.] 

  1. 2.    Lesung: 2 Tim 4,6-8.17-18

Lesung
aus dem zweiten Brief des Apostels Paulus an Timotheus.

Mein Sohn!

Ich werde schon geopfert und die Zeit meines Aufbruchs ist nahe. Ich habe den guten Kampf gekämpft, den Lauf vollendet, die Treue bewahrt.

Schon jetzt liegt für mich der Kranz der Gerechtigkeit bereit, den mir der Herr, der gerechte Richter, an jenem Tag geben wird, aber nicht nur mir,
sondern allen, die sein Erscheinen ersehnen.

Der Herr stand mir zur Seite und gab mir Kraft, damit durch mich die Verkündigung vollendet wird und alle Völker sie hören;
und so wurde ich dem Rachen des Löwen entrissen. 


Der Herr wird mich allem bösen Treiben entreißen und retten in sein himmlisches Reich.
Ihm sei die Ehre in alle Ewigkeit. Amen.

Evangelium: Mt 16,13-19

Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus.

In jener Zeit,
 als Jesus in das Gebiet von Cäsarea Philippi kam, fragte er seine Jünger und sprach: Für wen halten die Menschen den Menschensohn?

Sie sagten: Die einen für Johannes den Täufer,
andere für Elija,
 wieder andere für Jeremia oder sonst einen Propheten.

Da sagte er zu ihnen: Ihr aber, für wen haltet ihr mich?

Simon Petrus antwortete und sprach: Du bist der Christus, 
der Sohn des lebendigen Gottes! 

Jesus antwortete und sprach: Selig bist du, Simon Barjona; 
denn nicht Fleisch und Blut haben dir das offenbart, sondern mein Vater im Himmel.

Ich aber sage dir:
 Du bist Petrus – der Fels –
 und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen
und die Pforten der Unterwelt werden sie nicht überwältigen. Ich werde dir die Schlüssel des Himmelreichs geben; was du auf Erden binden wirst, 
das wird im Himmel gebunden sein, und was du auf Erden lösen wirst, 
das wird im Himmel gelöst sein.

[Dann befahl er den Jüngern, niemand zu sagen, dass er der Christus sei.]

Impuls: Gott steht dem Gerechten bei und rettet ihn aus aller Bedrängnis

Seit dem 2. Jahrhundert ist die besondere Verehrung von Petrus und Paulus als Märtyrer überliefert, wobei diese anscheinend zunächst im Osten des römischen Reiches aufgrund einer Interpretation des 1. Clemensbriefes an die Korinther, wonach man deren gemeinsame Hinrichtung in Rom herauszulesen meinte, erfolgte. Diese Interpretation fand dann ihre Verbreitung unter den christlichen Schriftstellern und entwickelte sich zu einer festen Tradition. Die heutigen Basiliken: Sankt Peter im Vatikan (Petersdom) und Sankt Paul vor den Mauren, an der antiken Via Ostiensis gelegen, erhielten ihre ersten baulichen Fundamente durch den Kaiser Konstantin. Der Kaiser ließ die bis dahin verehrten Gebeine der beiden «Apostel», die seit 258 – während der Christenverfolgung und Kaiser Valerian - in den Katakomben von San Sebastiano an der Via Appia aufbewahrt wurden, dann an ihre ursprünglichen Verehrungsorte zurückverlegen, wo er dann eben jene Basiliken über deren ursprünglichen Grabstätten errichten ließ. Seit 354 wird das Gedenken an deren Martertod im römischen Festkalender auf den 29. Juni festgelegt, wobei man das Datum jener Übertragung (tanslatio) ihrer Gebeine aus den ursprünglichen Gräbern 258 in die Katakombe des heiligen Sebastian als Gedenktag aufgriff. Ob es sich bei den Gebeinen, die in den beiden Basiliken verehrt werden, tatsächlich um die Überreste der Heiligen Petrus und Paulus handelt, wird unter Wissenschaftlern weiterhin diskutiert. Unzweifelhaft ist aber, dass es eine lange Tradition der Verehrung gibt und sich die Bischöfe Roms – die Päpste – sich als die Nachfolger dieser beiden «Apostel» Christi berufen, auf Petrus, dem «Fels» (aramäisch: Kephas; lateinisch: Petrus), auf den Christus seine Kirche errichtet und auf Paulus, dem Missionar der Heiden, der seine Geistbegegnung mit Christus auf seinem Weg nach Damaskus hatte und sich vom Verfolger der Christen in den Verkünder Christi bekehrte.

Sie legten Zeugnis für Christus ab, folgten seinem Weg, wurden gefangengenommen und schließlich für ihren Glauben hingerichtet. Die heutigen Lesungstexte behandeln das Thema der Nachfolge Christi bis hin zur Opferbereitschaft des eigenen Lebens für die Wahrheit und die Verkündigung des Heils.

In der Apostelgeschichte werden wir an die Verfolgung der Apostel erinnert. Jakobus, der Bruder des Johannes, wird das erste Opfer. Er zählte zu den ersten Jüngern Jesu, war mit seinem jüngeren Bruder Johannes Fischer am See Genezareth wie auch Andreas und Petrus. In wichtigen sinngebenden Momenten im Leben Jesu war er mit seinem Bruder und Petrus anwesend und wird er als einer der Säulen der Kirche betrachtet. In Jerusalem hatte er die Leitung der jungen Gemeinde übernommen, bis ihn König Herodes Agrippa, ein Enkel Herodes des Großen, wohl um 44 verhaften und matern ließ, um ihn schließlich zu enthaupten. Es waren unruhige Zeiten in Judäa. Der Nachfolger des Präfekten Pontius Pilatus, Marullus, wurde 37 von Caligula nach Judäa entsandt, musste dann ab dem Jahr 40 Unruhen begegnen, die eskalierten als «Griechen» - Händler und Siedler – dem vergöttlichten Gaius (Julius Caesar) in der Stadt Javne ein Altar und eine Bronzestatue errichteten, die dann von Juden daraufhin zerstört wurde. Ähnliches hatte sich in den Vorjahren bereits im ägyptischen Alexandrien ereignet. Dieses rief nun aber den Zorn des Kaisers hervor, der nicht nur auf Sanktionen der Frevler pochte, sondern auch eine Statue mit seinem Abbild im Tempel von Jerusalem errichten wollte. Das heizte die Stimmung jedoch weiter auf. Herodes Aprippa wurde in seiner Jugend in Rom aufgezogen und wuchs mit Caligula und Claudio auf, war mit ihnen befreundet. Zur Zeit der Unruhen befand sich Herodes als Gouverneurin römischen Diensten in Gebieten der Provinz Syrien, versuchte von dort aber mäßigend auf den Kaiser einzuwirken, um die Stimmung zu beruhigen. Bevor der Konflikt aber sich weiter entfaltete, wurde Caligula ermordet und Claudio wurde zum neuer Kaiser ausgerufen. Dieser strebte nach Stabilität und berief den Präfekten Marullus ab, setzte dann Herodes Agrippa als Klientelkönig – seinen Stellvertreter –i n Judäa ein.

Die Maßnahme gegen Jakobus und Petrus, den Köpfen der Gemeinde, die sich «der neue Weg» (Apg. 9; 19; 22) nannte, müssen wohl im Licht einer inneren Befriedungspolitik betrachtet werden. Da Jakobus als Leiter der Gemeinde der sichtbarste Ausdruck der Messias-Nachfolger war, sah Herodes Agrippa in ihm eine Gefahr für neue Unruhen und strebte wohl danach jegliche Bewegungen, die seine Autorität gefährden könnten, nötigenfalls mit Gewalt zu begegnen. So machte er kurzen Prozess mit Jakobus und ließ ihn schnell nach römischer Art hinrichten, d.h. köpfen. Die Gebeine Jakobus, sollen laut Legenden dann später nach Spanien, wo er zeitlich als Missionar gewirkt haben soll, überführt worden sein und dann die Entstehung der Santiago-Verehrung im 8. Jahrhundert in Norden Spaniens eingeleitet haben, die sich daraufhin in dem Pilgerweg nach Compostela entfaltete.

Nachdem die Hinrichtung des Jakobus vom jüdischen Volk begrüßt worden war, ließ Herodes auch Petrus festnehmen, ausgerechnet in den Tagen der Ungesäuerten Brote, was uns an die Passion Christi erinnern lässt. Hier wird die Gefangennahme Petrus als direkte Nachfolge Christ wahrgenommen. Geplant war ein Schauprozess nach dem Paschafest, die sicherlich auf die Hinrichtung Petrus abzielte. Es wird in der Erzählung besonders auf die Bewachung des Gefangenen Apostel aufmerksam gemacht. Rund um die Uhr standen Soldaten vor seiner Gefängniszelle. Die christliche Gemeinde hatte ja bereits die Hinrichtung ihres Gemeindeleiters erlebt und nun drohte dem «Fels», ihrer zweiten «Säule», dasselbe Schicksal. In dieser Not richten sie sich inständig im Gebet an Gott. In der Nacht vor dem geplanten Prozess geschieht dann ein Wunder. Dem strengbewachten Gefangenen, der an Ketten gefesselt ist und an beiden Seiten von zwei Soldaten bewacht wird, zudem noch durch weitere Wachposten am Kerker, weckt ein Engel des Herrn auf weist ihn, aus dem Gefängnis zu gehen. Seine Ketten fallen sogleich von seinen Händen ab. Er wird aufgefordert sich zu gürten, die Sandalen und den Mantel anzuziehen und dem Engel zu folgen. Es wird zu einem von Gott bewirkten «Gefängnisausbruch», der für Petrus wie eine Vision erscheint. Alle Wachen schienen zu schlafen, so dass er unbehelligt das Gefängnis verlassen konnte und am eisernen Stadttor angelangt, öffnete sich dieser von selbst. Petrus ging dann allein durch die Gassen und kam dann zu sich und verstand nun, dass er unter besonderem Schutz Gottes stand. Er ging zu Haus der Mutter des Markus, wo er eine betende Gemeinde vorfand. Herodes Agrippa aber erlitt im selben Jahr (44) einen plötzlichen Tod, was für die Christen sicherlich auch als Strafe Gottes betrachtet wurde. 

Auch Paulus, der mehrere Missionsreisen unternommen hatte und den Heiden den Weg zum Glauben eröffnete, wurde schließlich festgenommen. Von seiner Zukunftserwartung schildert er seinem engen Mitarbeiter Timotheus in einem Brief. Paulus sieht sich schon als «geopfert» an und erwartet seine Überfahrt hin zur Verurteilung. Rückblickend schaut er auf sein Lebenswerk: er habe einen «guten Kampf gekämpft», seine Pflicht erfüllt und seine Treue im Glauben bewahrt. Er sieht sich bereits vom göttlichen Richter mit dem Siegerkranz der Gerechtigkeit gekrönt und ermuntert nun seinen Mitarbeiter und den christlichen Gemeinden, ihm auf diesen Weg der Gerechtigkeit zu folgen, damit auch sie einst reinen Herzens vor dem «gerechten Richter» treten können. Paulus weiß sich vom Herrn gestützt, ihm verdankt er seine Kraft, die es ihm ermöglichte, die Verkündigung an alle Völker durchzuführen und damit ihnen den Weg zur Rettung zu ebnen. Am Ende vertraut er darauf, dass Gott ihn aus den Fängen der Bösen (Löwen) entreißt und ihn rettend ins himmlische Reich führt.      

Trotz aller Bedrängnis, müssen wir auf Gott vertrauen und treu im Glauben verharren. Dieses Vertrauen auf das letztgültige göttliche Wort – das Eingreifen Gottes – spiegeln diese beiden Texte ausdrücklich bezüglich dieser beiden «Aposteln» wieder. Für die Verkündigung von Christus, dem Sohn des lebendigen Gottes, sind beide am Ende bereit, sich in Lebensgefahr zu begeben und das Martyrium zu erleiden. Petrus werden die Schlüssel des Himmels mit der juristischen Gewalt auf Erden versprochen; er öffnet damit den Weg durch die himmlische Pforte für die Gläubigen, die sich auf diesen «Fels» (Petrus) zu einer Kirche aufbauen lassen und mit Paulus dürfen sie dann auf die Siegerkrönung hoffen, wenn sie in Gerechtigkeit wandeln.   

Heute, am 27. Juni, vor 57 Jahren, wurde unser Pfarrer Erich Hauck durch Bischof Josef Stangl in der Seminarkirche Sankt Michael in Würzburg zum Priester geweiht. Herzlichen Glückwunsch, lieber Pater Erich! Wir wünschen ihnen weiterhin ein segenreiches priesterliches Wirken und sind dankbar für ihre Dienste in unserer Gemeinde. 

 

Impulso: Dios está al lado del justo y lo salva de toda aflicción

La veneración especial de san Pedro y san Pablo como mártires se conoce desde el siglo II. Aparentemente esto apareció por primera vez en el oriente del Imperio Romano, en base a una interpretación de la Primera Carta de Clemente (de Roma) a los Corintios, según la cual el martirio de los dos «apóstoles» en Roma era pensado como un hecho seguro. Esta interpretación luego se difundió entre los escritores cristianos y se convirtió en una sólida tradición. Las actuales grandes basílicas en Roma: San Pedro en el Vaticano (la Basílica de San Pedro) y San Pablo Extramuros, ubicada en la antigua Vía de Ostia, recibieron sus primeros fundamentos estructurales por el emperador Constantino. El emperador hizo que sus huesos, que fueron el 258 – durante las persecuciones del emperador Valeriano – traslados desde sus tumbas originales en el Vaticano y en el camino a Ostia a las catacumbas de San Sebastián en la Via Appia, volvieron a sus lugares originales, en los que se construyeron las basílicas. Desde el año 354, la conmemoración de sus martirios se ha fijado al 29 de junio en el calendario festivo romano, recordando el traslado (tanslatio) de sus huesos desde las tumbas originales a la catacumba de San Sebastián en el año 258.

Si los huesos venerados en las dos basílicas actuales son en realidad los restos de los santos Pedro y Pablo sigue siendo un tema de debate entre los estudiosos. Sin embargo, no hay duda de que existe una larga tradición de culto y que los obispos de Roma -los papas- como sucesores de estos dos "apóstoles" de Cristo, apelan a Pedro, la «roca» (en arameo «Kephas»; en latín «Petrus»), sobre la que Cristo  establece su Iglesia y a Pablo, el misionero de los gentiles, que tuvo su encuentro espiritual con Cristo en su camino a Damasco cuando se convirtió de perseguidor de los cristianos en el heraldo de Cristo.

 

Ellos dando testimonio de Cristo, siguieron el Camino, fueron encarcelados y finalmente ejecutados por su fe. Los textos de las lectura de hoy tratan el tema del seguimiento de Cristo hasta la disponibilidad de sacrificar la propia vida por la verdad y el anuncio de la salvación.

Los Hechos de los Apóstoles nos recuerda la persecución de los apóstoles. Santiago, el hermano de Juan, se convierte en la primera víctima. Fue uno de los primeros discípulos de Jesús, pescador con su hermano menor, Juan, en el Mar de Galilea, igual que los hermanos Andrés y Pedro. Pedro estuvo presente, con su hermano, en momentos importantes y significativos de la vida de Jesús y es considerado uno de los pilares de la Iglesia. En Jerusalén, Santiago había asumido el liderazgo de la comunidad hasta que el rey Herodes Agripa I, nieto de Herodes el Grande, lo hizo arrestar alrededor del año 44 y, después de torturarlo, ordenó finalmente su decapitación. Eran tiempos difíciles en Judea. El sucesor del prefecto Poncio Pilato, Marulo, fue enviado por el emperador Calígula a Judea en el 37, tuvo que enfrentar disturbios en el año 40, que se intensificaron cuando unos «griegos» - comerciantes y colonos erigieron un altar y una estatua de bronce para el deificado Cayo (Julio César) en la ciudad de Jamnia, que luego fue destruida por los judíos. Algo similar ya había sucedido en Alejandría en años anteriores y provocó la ira del emperador, que ahora no solo pedía castigo a los insurgentes, sino que también quería erigir una estatua suya en el Templo de Jerusalén. Esto calentó aún más el ambiente.

Herodes Agripa quien fue criado en su juventud en Roma y quien creció junto con Calígula y Claudio, se encontró en este tiempo como gobernador romano en partes de la provincia de Siria, trató de moderar a su amigo el emperador Calígula para calmar los ánimos. Sin embargo, antes de que el conflicto pudiera desarrollarse más, Calígula fue asesinado y Claudio fue proclamado como sucesor. El emperador Claudio buscó estabilizar su poder y calmar las tensiones en las provincias, por eso despidió el prefecto Marulo de su puesto y luego puso a Herodes Agripa como rey representante del emperador en Judea.

Las medidas tomadas por el rey Herodes Agripa en contra de Santiago y Pedro - las cabezas de la Iglesia que se autodenominaban «el camino nuevo» (Hch 9; 19; 22) -, debe entenderse a la luz de una política de pacificación interior. Dado que Santiago, como líder de la comunidad cristiana en Jerusalén, era la expresión más visible de los sucesores del Mesías, el rey vio en él el peligro de una nueva agitación y probablemente quiso usar la fuerza, si era necesario, para contrarrestar cualquier movimiento que pudiera poner en peligro su autoridad. Así buscó una solución rápida con Santiago y lo hizo ejecutar al estilo romano: una decapitación. Según la leyenda, los huesos de Santiago se trasladaron más tarde a España, donde se dice que obró como misionero, y luego se inició el surgimiento de la veneración de Santiago en el norte de España en el siglo VIII (impulsando los peregrinajes a Compostela).

Cuando Herodes vio que la ejecución de Santiago fue bien recibida por el pueblo judío, también hizo arrestar a Pedro. Eso se realizó en los días de los «Panes Ácimos» lo que nos recuerda directamente la pasión de Cristo. Aquí el encarcelamiento de Jesús se percibe como un discipulado que sigue las huellas directas de Cristo. El rey planeó un juicio espectáculo después de la fiesta de Pascua, que, sin duda alguna, tenía como objetivo la ejecución de Pedro. En la narración, se presta una especial atención a la custodia del apóstol cautivo. Los soldados se pararon frente a su celda de la prisión durante todo el día. La comunidad cristiana se muestra aún más preocupada ante la posibilidad de una nueva ejecución de unos de su líderes, en este caso de su «roca», el pilar fundamental de su Camino-Iglesia. En esta angustia se vuelven fervientemente a Dios en oración. Entonces, la noche anterior al juicio programado, sucede un milagro. El prisionero fuertemente custodiado, que está encadenado y custodiado por ambos lados por dos soldados, así como por otros guardias afuera de su celda, es despertado por un ángel del Señor y lo llama para que se vaya. Sus cadenas inmediatamente caen de sus manos. A Pedro el ángel le dice que se ponga el cinturón, se ponga las sandalias y el manto, y que debería seguir al ángel. Se trata de una «fuga de la prisión» forjada por Dios, situación que le aparece a Pedro más como una visión. Todos los guardias parecían estar dormidos, para que pudiera salir de la prisión sin ser molestado, y cuando Pedro llega a la puerta de hierro de la ciudad, esa se abre sola. El ángel ya no está, entonces Pedro camina solo por las calles y ahora está totalmente consciente de sí mismo y comprende que está bajo la protección de Dios. Se dirige a la casa de la madre de Marcos, donde encuentra la comunidad en oración. Herodes Agripa sufrió una muerte súbita el mismo año (44), lo que, ciertamente, también fue visto por los cristianos como un castigo divino.

Pablo, que había emprendido varios viajes misioneros y abierto el camino de la fe a los gentiles, finalmente fue arrestado y ahora describe sus expectativas futuras en una carta a su colaborador cercano, Timoteo. Pablo ya se ve a sí mismo como «sacrificado» y espera su paso a la condenación. Mirando hacia atrás, refleja sobre sus obras: «he peleado hasta el fin el buen combate», cumplió con su deber y se mantuvo fiel a su fe. Ya se ve coronado con la corona de laurel de la justicia por el juez divino y anima a sus colaboradores y a las comunidades cristianas a seguir este camino de la justicia para que un día también cada uno se pueda acercar con un corazón puro a este «justo Juez». Pablo sabe que está sostenido por el Señor, a Él debe toda su fuerza, que le permitió predicar a todos los pueblos y allanarles así el camino a la salvación. Al final, confía en que Dios lo arrebatará de las garras de los malvados y lo llevará al cielo para su salvación.

 A pesar de todas las tribulaciones, debemos confiar en Dios y perseverar en la fe. Esta confianza en la última palabra divina -la intervención de Dios- se refleja expresamente en estos textos sobre el destino de estos dos «apóstoles». Al final, ambos estaban dispuestos a jugarse la vida y sufrir el martirio por el anuncio de Cristo, el Hijo de Dios vivo. A Pedro, Cristo le promete las llaves del cielo con autoridad judicial en la tierra; él abre así el camino a través de la puerta celestial a los creyentes, y llama que se dejen edificar como Iglesia sobre esta «roca» (Pedro), así pueden esperar como Pablo la coronación victoriosa si siguen en el Camino de la justicia.

 

Hoy, el 27 de junio, hace 57 años, nuestro pastor Erich Hauck fue ordenado sacerdote por el obispo Josef Stangl, en la iglesia del seminario de Sankt Michael, en Würzburg. ¡Felicitaciones, querido Padre Erich! Le deseamos bendiciones continuas como sacerdote y estamos muy agradecidos por sus servicios a nuestra comunidad.

 

(Peter Downes, Theologe).

Beginn der Prozession

Hochfest des Leibes und Blutes Christi – Fronleichnam (16.6.2022 Feier am Sonntag 19.6.2022)

Fronleichnam Juni 2022

Wochen-Impulse

(Gedanken zu den Lesungen und dem Evangelium)

 

Hochfest des Leibes und Blutes Christi – Fronleichnam (16.6.2022 Feier am Sonntag 19.6.2022)

 

  1. 1.    Lesung: Gen 14,18-20

 

Lesung
aus dem Buch Genesis.

 

Melchisedek, der König von Salem, brachte Brot und Wein heraus. Er war Priester des Höchsten Gottes. Er segnete Abram und sagte: Gesegnet sei Abram vom Höchsten Gott, dem Schöpfer des Himmels und der Erde, und gepriesen sei der Höchste Gott, der deine Feinde an dich ausgeliefert hat. Darauf gab ihm Abram den Zehnten von allem.

 

 

  1. 2.    Lesung: 1 Kor 11,23-26

 

Lesung
aus dem ersten Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Korinth.

 

Schwestern und Brüder!

 

Ich habe vom Herrn empfangen, was ich euch dann überliefert habe: Jesus, der Herr, nahm in der Nacht, in der er ausgeliefert wurde, Brot, sprach das Dankgebet, brach das Brot und sagte: Das ist mein Leib für euch. Tut dies zu meinem Gedächtnis!

 

Ebenso nahm er nach dem Mahl den Kelch und sagte: Dieser Kelch ist der Neue Bund in meinem Blut. Tut dies, sooft ihr daraus trinkt, zu meinem Gedächtnis!

 

Denn sooft ihr von diesem Brot esst und aus dem Kelch trinkt, verkündet ihr den Tod des Herrn, bis er kommt.

 

 

 

Evangelium: Lk 9,11b-17

 

Aus dem Evangelium nach Lukas

 

In jener Zeit redete Jesus zum Volk vom Reich Gottes und machte gesund, die der Heilung bedurften.

 

Als der Tag zur Neige ging, kamen die Zwölf und sagten zu ihm: Schick die Leute weg, damit sie in die umliegenden Dörfer und Gehöfte gehen, dort Unterkunft finden und etwas zu essen bekommen; denn wir sind hier an einem abgelegenen Ort.

 

Er antwortete: Gebt ihr ihnen zu essen! Sie sagten: Wir haben nicht mehr als fünf Brote und zwei Fische; wir müssten erst weggehen und für all diese Leute Essen kaufen.

Es waren nämlich etwa fünftausend Männer. Er aber sagte zu seinen Jüngern: Lasst sie sich in Gruppen zu ungefähr fünfzig lagern!. Die Jünger taten so und veranlassten, dass sich alle lagerten.


Jesus aber nahm die fünf Brote und die zwei Fische, blickte zum Himmel auf, sprach den Lobpreis und brach sie; dann gab er sie den Jüngern, damit sie diese an die Leute austeilten.

 

Und alle aßen und wurden satt. Als man die übriggebliebenen Brotstücke einsammelte, waren es zwölf Körbe voll.

 

 

 

Impuls: Brot und Wein, ein Symbol des Teilens und des göttlichen Segens

 

Brot und Wein reicht der König Melchisedek Abraham zum Dank für dessen Einsatz für seinen Neffen Lot. In einem Konflikt zwischen Königen hat sich Abraham an dessen Seite gestellt und nun wird das Teilen von Brot und Wein zum Segen für beide. Abraham seinerseits teilt von seinen Gütern den Zehnten an Melchisedek. Sie bilden damit einen Freundschaftsbund. Als Christen erinnert uns die Gabe von Brot und Wein an die Eucharistie, so wird Melchisedek gleichsam zum Vorbild der Priester.

 

Am Hochfest des Leibes und Blutes Christi, auch als Fronleichnam bezeichnet, werden wir an die Einsetzungsworte Christi beim Abendmahl erinnert. Dieses Fest hat seinen Ursprung im Mittelalter, im 13. Jahrhundert, und stellt die Eucharistie feierlich ins Zentrum, was in der Karwoche am Gründonnerstag noch nicht angemessen erschien. Nun aber wird die Bedeutung der Gegenwart Christi im Brot und Wein, in seinem Leib und Blut, das unter den getauften Gläubigen verteilt wird, besonders herausgestellt. Christus hat seinen Leib für uns hingegeben und teilt sich ganz unter uns im Brot und Wein, das als Leib und Blut uns an seiner Opfergabe teilnehmen lässt. Auch hier geht es ums Teilen und den Segen, den wir durch diese Hingabe Christi erlangen. Paulus überliefert die Worte Jesu und deren Deutung. Aus dem Brot wird der Leib Christi und aus dem Wein das Blut des Neuen Bundes. Mit der Eucharistie werden wir jedes Mal an die Bedeutung des Todes Jesu erinnert und zugleich daran, dass er wiederkehren wird. 

 

Was Teilen bewirken kann, davon spricht Lukas im heutigen Evangelium. Es ist die Speisung von 5000 Männern. Obwohl nur 5 Brote und 2 Fische zur Verfügung standen, werden am Ende alle satt. Es ist der Lobpreis, den Christus über die Brote und Fische ausspricht, die aus dem Wenigen eine Fülle, ja eine Überfülle, erzeugen.  Dann bricht er die Brote und Fische und lässt sie an die Gruppen, die zu 50 zusammensitzen sollen, verteilen. Am Ende bleibt noch soviel übrig, dass 12 Körbe die Reste füllen. Jesus wird zum Gastgeber, er bewirtet die Menschen, die gekommen waren, um ihn zu hören und vom ihm geheilt zu werden.

 

Teilen wird zum Segen aller. Die Zahlen, die bei Lukas genannt werden, haben symbolische Bedeutung. So ist die 50 ein Symbol der Einheit nach Gottes Willen. 5 Brote und 2 Fische ergeben zusammen die Zahl sieben, eine heilige Zahl, die Vollkommenheit ausdruckt. Die 12 Körbe mit Resten, spielt auf die Sättigung des gesamten Volkes Israel an, an die 12 Stämme. Dass Gott hier handelt und im Geschehen eingreift, ist den christlichen Lesern und Hörern des ersten Jahrhunderts voll bewusst.

 

Seit dem 13. Jahrhundert kam auch der Brauch auf, an diesem Fest eine Prozession durch die Straßen der Städte zu machen, wobei der Leib des Herrn (aus dem Mittelhochdeutschen abgeleitet, dann Fron-Leichnam –des Herrn Leichnam/Körper - genannt) in Form der Hostie in einer Monstranz mitgeführt wurde. Mit der Zeit wurden diese Prozessionen zu einer Art «Demonstration» der Katholiken, teils auch als politischer Protest, etwa in der NS-Zeit. Heute ist es eher ein Ausdruck eines öffentlichen Bekenntnisses zur Kirche und des christlichen Glaubens.

 

Der Brauch Blumenteppiche zu legen gelangte wohl im 15. Jahrhundert aus dem Mittelmeerraum nach Deutschland, erlebte aber einen neuen Aufschwung in der wachsenden Volksfrömmigkeit des 19. Jahrhunderts. Auch in unserer Gemeinde St. Michael ist es mittlerweile zu einer Tradition geworden.

 

 

Impulso: Pan y vino, un símbolo de compartir y de la bendición divina

 

El rey Melquisedec le dio a Abraham pan y vino como agradecimiento por su apoyo por su sobrino Lot. En un conflicto entre reyes, Abraham se puso del lado de él, y ahora el compartir el pan y el vino por el rey de Salen se convierte en una bendición para ambos. Abraham, a su vez, entrega la diezma parte de sus bienes a Melquisedec.  Como cristianos, este compartir el pan y del vino nos recuerda a la Eucaristía, por lo que Melquisedec se convierte en un modelo para los sacerdotes.

 

En la Solemnidad del Cuerpo y la Sangre de Cristo, también conocida como Corpus Christi, se nos recuerdan las palabras de institución de Cristo en la Cena del Señor. Esta fiesta tiene su origen en la Edad Media, en el siglo XIII, y pone solemnemente en el centro la Eucaristía, lo que no parecía adecuado celebrar en un forma solemne durante la Semana Santa. Pero ahora se destaca especialmente la importancia de la presencia de Cristo en el pan y el vino, en su cuerpo y sangre, que se distribuye entre los creyentes bautizados. Cristo entregó su cuerpo por nosotros y se reparte enteramente entre nosotros en el pan y el vino que, como cuerpo y sangre, nos permite participar de su ofrenda sacrificial. Nuevamente, se trata de compartir y de las bendiciones que vienen a través de esta dedicación de Cristo. Pablo entrega las palabras de Jesús y su interpretación. El pan se convierte en el cuerpo de Cristo y el vino en la sangre de la nueva alianza. Con la Eucaristía se nos recuerda cada vez la importancia de la muerte de Jesús y nuestra esperanza en el tiempo que Él volverá.

 

El evangelista Lucas habla de lo milagroso que se puede experimentar cuando se comparte lo que cada uno tiene con los demás. Aquí se relata la alimentación de 5000 hombres. Aunque solo había 5 panes y 2 pescados disponibles, al final todos estaban hartos. Es la alabanza que Cristo pronuncia sobre los panes y peces lo que transforma, lo que parece poco en una abundancia. Después de romperlos, Jesús hace que los asistentes dividan esta multitud en grupos de 50. Lo que funciona como una multiplicación milagrosa termina llenando 12 canastas con las sobras. Es la fe en Dios lo que hace lo aparentemente imposible – alimentar tanta gente con pocos recursos -  el que Jesús se convierta en anfitrión, de las personas que acudían a escucharlo y a ser curados por él.

 

Compartir con otros se convierte en una bendición para todos. Los números mencionados en Lucas tienen un significado simbólico. El 50 es un símbolo de unidad por el amor de Dios. 5 panes y 2 pescados suman el número siete, un número sagrado que expresa la perfección divina. Las 12 canastas de sobras aluden a la saturación de todo el pueblo de Israel, a las 12 tribus. Los lectores y oyentes cristianos del primer siglo son plenamente conscientes de que Dios está actuando aquí e interviniendo en lo que está sucediendo.

 

Desde el siglo XIII existe también la costumbre de hacer una procesión en esta fiesta de Corpus Christi por las calles de las ciudades, con el cuerpo del Señor llevado en forma de hostia en una custodia. Con el tiempo, estas procesiones se convirtieron en una especie de "manifestación" de los católicos, a veces como una protesta política, por ejemplo durante la era nazi en Alemania. Hoy es más una expresión de un compromiso público con la Iglesia y la fe cristiana.

 

La costumbre de colocar alfombras de flores probablemente llegó a Alemania desde la región mediterránea en el siglo XV, pero experimentó un nuevo auge en la creciente piedad popular del siglo XIX. También ya se hizo una tradición en nuestra comunidad de St. Michael.

 

(Peter Downes, Theologe).

Fronleichnam 19 Juni 2022

FRONLEICHNAM 19 JUNI 2022

Estekommunion Thomas Morus Schule 7. Mai Padre Erich

Epiphanie: Die Erscheinung des Herrn (6. Januar 2022).

„Anbetung der drei heiligen Könige“, Giotto 1303-1305, Fresko in der Capella degli Scrovegni, Padua)

Epiphanie: Die Erscheinung des Herrn (6. Januar 2022).

 

 

Evangelium Mat 2,1-12:

 

Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus.

 

Als Jesus zur Zeit des Königs Herodes
in Betlehem in Judäa geboren worden war,
siehe, da kamen Sterndeuter aus dem Osten nach Jerusalem und fragten: Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern aufgehen sehen
und sind gekommen, um ihm zu huldigen. 


 

Als König Herodes das hörte, erschrak er und mit ihm ganz Jerusalem. Er ließ alle Hohepriester
und Schriftgelehrten des Volkes zusammenkommen 
und erkundigte sich bei ihnen,
wo der Christus geboren werden solle. 


 

Sie antworteten ihm: In Betlehem in Judäa;
denn so steht es geschrieben bei dem Propheten: 


Du, Betlehem im Gebiet von Juda, bist keineswegs die unbedeutendste unter den führenden Städten von Juda; denn aus dir wird ein Fürst hervorgehen, der Hirt meines Volkes Israel. 


 

Danach rief Herodes die Sterndeuter heimlich zu sich und ließ sich von ihnen genau sagen, wann der Stern erschienen war. Dann schickte er sie nach Betlehem
und sagte: Geht und forscht sorgfältig nach dem Kind, und wenn ihr es gefunden habt, berichtet mir, 
damit auch ich hingehe und ihm huldige! 


 

Nach diesen Worten des Königs machten sie sich auf den Weg. Und siehe, der Stern, den sie hatten aufgehen sehen, zog vor ihnen her bis zu dem Ort, wo das Kind war; dort blieb er stehen.

 

Als sie den Stern sahen, wurden sie von sehr großer Freude erfüllt. Sie gingen in das Haus
und sahen das Kind und Maria, seine Mutter;
da fielen sie nieder und huldigten ihm. Dann holten sie ihre Schätze hervor
und brachten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe als Gaben dar.

 

Weil ihnen aber im Traum geboten wurde,
nicht zu Herodes zurückzukehren,
zogen sie auf einem anderen Weg heim in ihr Land.


 

 

Impuls: Die Huldigung des verheißenden Königs

 

Im römischen Kaiserkult verstand man mit Epiphanie, das Erscheinen des Kaisers in öffentlichen Ereignisses, etwa auch beim Pferderennen im Circus Maximus oder bei Gladiatorenspielen und in religiösen Ereignissen als Repräsentation der göttlichen Gegenwart, die der Kaiser in der Welt darstellte.

 

Für die ersten Christen waren der Tod und die Auferstehung das zentrale Ereignis ihres Glaubens. Sie erwarteten die zweite Ankunft Christi am Ende der Zeiten (die Parusie), als diese sich aber zunehmend zu verzögern schien und die Zahl der lebenden Apostel und die erste Generation der Gläubigen abnahm, kamen Fragen auf, die mehr Klarheit über den verheißenen Messias verlangten. Man brauchte Zeichen, prophetische Ankündigungen, die die rechte Deutung seines Handelns erklärten und vor allem seine göttliche Herkunft zum Ausdruck brachten. Die Kindheitsgeschichten bei Matthäus und Lukas sind voller theologischer Deutungen, die die Neugläubigen ins Geheimnis des Glaubens an Christus (am Messias) einführen wollen. Sie stellen die hermeneutische Brücke von Geburt zum Tod Christi her. Jesus von Nazareth war ein König, ein Herrscher, der als solcher auch hingerichtet wird, wie es die Kreuzesinschrift mitteilt: „Jesus von Nazareth, König der Juden“. Wer aber war nun dieser Jesus aus Nazareth? Eine erste Antwort geben daher die Kindheitsgeschichten.

 

Wichtige Ereignisse wurden in der Antike durch Astronomen/Astrologen und Priesterschaften – weisen Beratern – erkundet oder festgelegt. Orakel – etwa im Apolloheiligtum in Delphi – oder Haruspizes, die durch Vogelflugbeobachtungen und Eingeweideschau zukünftige Ereignisse vorhersagten, halfen den Herrschern wesentliche Entscheidungen zu treffen. Die Bibel kennt die Prophezten, die den göttlichen Willen offenbarten. Es geht ums Erscheinen, um Zeichen, Manifestationen der göttlichen Nähe und Beistand.

 

Am 6. Januar begeht die Kirche das Fest Epiphanie, die Erscheinung des Herrn. Die Geburt Jesu in Bethlehem wird bei Evangelium nach Matthäus mit zahlreichen Symbolen ausgeschmückt, die für die orientalischen Hörer und Leser verständlich waren, heute jedoch mehr Erklärung bedürfen. Der Geburtsort selbst ist schon voller Interpretation: es ist der Geburtsort des von Gott gesalbten Königs David. Und aus dem Hause Davids erwartete man den Messias der Endzeit. Die Umstände der Geburt sind jedoch keineswegs „königlich“, sondern ärmlich. Deutlich wird aber in der Geburtsszene das Motiv des Hirten (Pastoren) und der Schafe erwähnt, womit die Verbindung zum Propheten Micha hergestellt wird. Der Hirte des Volkes wird am Ende getötet werden und selbst zum Opferlamm.    

  

 

Ein Stern und die Sterndeuter

 

„Wir sahen seinen Stern aufgehen“. Der biblische Text spricht vom Besuch der Magier (Magoi), Sterndeuter aus dem Orient. Wir erfahren nichts von ihrer Anzahl. Das es sich um drei handelt, wird später im 5. Jahrhundert durch Papst Leo I. wohl aus den Geschenken abgeleitet. Die Weisen aus dem Morgenland folgen einem Stern. Kometen oder besonderes kosmische Ereignisse wurden als göttliche Botschaften interpretiert. So kreuzte etwa während den Spielen zu Ehren des verstorbenen Julius Caesar (44 v. Chr.) der Komet C/-43 K1 das Firmament, was als Zeichen seiner „Himmelfahrt“ zu den Göttern interpretiert wurde und dem „Caesaris astrum“ (dem Stern Caesars) dann in Münzprägungen mit der Umschrift „Divus Julius“ dieser Vergöttlichung Caesars gedacht wurde. Astronomen/Astrologen waren auch verantwortlich für die Kalender und ihre Beobachtungen von Eklipsen, Mondphasen, Sternenkonstellationen wirkten auf politische Entscheidungen ein.

 

Der Stern von Bethlehem muss nicht als ein historisch-empirisches Ereignis betrachtet werden, d.h. die Suche nach Konstellationen, Supernovas, Kometen etc. müssen vergeblich belieb, denn hier geht es um die Botschaft: Gott greift hier in die Geschichte ein und lässt eine neue Epoche mit der Geburt eines – seines – Königs beginnen. Der Besuch von diesen Sterndeutern ist eine theologische Bestätigung, dass Jesu Geburt eben die Geburt des angekündigten Messias ist und hier von den Weisen bestätigt wird. Himmel und Erde berühren sich in einem kosmischen Ereignis. Das himmlische Licht am nächtlichen Firmament, leuchtet im göttlichen Kind im Stall auf. Es ist das Licht, das die Dunkelheit durchbricht und Israel zum Licht der Welt aufrichten soll.     

 

 

Der König der Könige

 

Wir erfahren, dass die Geburt Jesu in der Herrschaftszeit Herodes des Großen fiel, d.h. sie muss nach heutiger Zeitrechnung spätestens 4 v. Chr. erfolgt sein, dem Todesjahr des Königs. Die Sterndeuter suchen logischer Weise zunächst den Neugeborenen am Hof des Königs, werden aber durch Hilfe von Theologen auf Bethlehem verwiesen. Dass dieser unerwartete Besuch von Sterndeutern aus dem Osten an seinem Hof in Jerusalem Herodes aufhorchen ließ, scheint normal. Dass sie eine Königsgeburt bekanntgeben, erschreckt ihm geradezu. Will jemand ihn etwa den Thron streitig machen? Herodes hatte Verwandte und eigene Kinder ermorden lassen, um seine Nachfolge zu regeln. Als „Kindermörder“ hatte er sich einen Ruf geschaffen.  Erstaunlich ist hier, dass die Hohepriester und Schriftgelehrten in den Schriften – d.h. bei den Propheten – nachschauten und die Geburt des Christus (Messias) in Bethlehem in Judäa bestätigen. Den Messias erwartete man nach der Schrift in Bethlehem, der Stadt Davids. Herodes lässt die Sterndeuter ziehen, erwartet aber von ihnen auf deren Rückweg eine Berichterstattung. Wir würden eigentlich erwarten, dass Herodes selbst Leute nach Bethlehem schicken würde oder den Sterndeutern Begleiter bieten würden, die dann den König Bericht abstatten könnten, aber davon ist hier nicht die Rede.  

 

Die Sterndeuter werden vom Stern geführt und finden die Familie in einem Haus – nicht in einem Stall! Die nun dargebrachten „Schätze“ haben wiederum symbolische Bedeutung und sprechen verschiedene Funktionen Jesu an. Gold, Weihrauch und Myrrhe. Das Gold erinnert uns an das antike Zeremoniell, der Goldkranzspende – dem „aurum coronarium“. Dabei überreichte ein Besiegter „Barbar“ dem Triumphator einen goldenen Siegeskranz, zumindest aber Gaben oder Geld zu dessen Anfertigung. Das Gold ist das kostbarste Geschenk für den Gottessohn, ein königliches Geschenk. In der Offenbarung (Kap. 14) wird eine goldene Krone auf dem Kopf des siegreichen Messias der Apokalypse beschrieben.

 

Die Myrrhe verweist uns auf das Leiden und den Tod Christ. Der bitter schmeckende, wohlriechende Saft aus der Rinde eines Balsambaumes wurde als Räucherwerk für medizinische Zwecke benutzt, als Myrrhe-Wein auch als Betäubungsmittel (am Kreuz, Mk 15,23). Es diente aber auch zur Einbalsamierung und als heiliges Salböl. Dieses kostbare Geschenk stellt damit die Verbindung zum Leid und Tod des Gesalbten des Herrn her.

 

Das Weihrauch, ein Harz des Boswelliabaumes verweist auf die Göttlichkeit des Beschenkten. Als Gottesduft wird ihm geheime Kraft zugesprochen, die Unheil abwendet. Es stellt die Verbindung zu göttlichen Menschen her. Sein emporsteigender Duft symbolisiert die Entfaltung der Gottheit. Es hat sakrale Bedeutung in Verbindung mit der priesterlichen Funktion, in der Vergeistigung, das Emporstreben, des Opfers und des Gebets. Christus ist der Priester und zugleich die Gegenwart Gottes. Hier liegt die Epiphanie – die Erscheinung des Herrn – symbolisch offen.

 

Aus den Sterndeutern wurden in der Tradition dann „Könige“, deren Anzahl man dann auf drei festlegte. Eine heilige Zahl, die in vielen Kulturen symbolhaltig ist. „Aller guten Dinge sind drei“ kennen wir noch aus Sprichwörtern. Götterkonstellation in einer Trinität sind verbreitet, dann auch im juristischen Umfeld: einer dreifachen Befragung zur Wahrheitsfindung (so auch Jesus bei der Befragung des Petrus); aber auch die drei Versuchungen des Teufels, etc.

 

Um das Jahr 700 werden die Sterndeuter durch den Anglosachsen Beda Venerabilis als Herrscher den drei bekannten Erdteilen zugeteilt und auch jedem eine „Altersphase“ zugeordnet: Caspar ist der jüngste der Könige und vertritt als Schwarzer Afrika, Melchior ist ein Greis, der Europa präsentiert und Balthasar ist ein Mann in besten Jahren aus Asien.

 

Im Jahre 1164 wurden die angeblichen Gebeine der heiligen drei Könige von Konstantinopel über Mailand nach Köln überführt, wo sie bis heute als Reliquien in einem prächtigen Dreikönigsschrein verehrt werden.

 

In diesem Zusammenhang wird Christus zum König der Könige. Das Thema der Königsherrschaft wird auch von den Propheten Jesaja, Jeremia und Sachaja entfaltet. Israel wurde ein neuer König zugesagt, der von Gott gesegnet sein werde. Und im Prozess gegen Jesus fragt ihn schließlich Pilatus: „Bist du ein König“. Die Antwort Jesu bestätigt dann seine Königsherrschaft, allerdings bekommt sie einen mystischen Charakter, wenn er sein Königreich als „nicht von dieser Welt“ herausstellt.

 

Statt Herodes Bericht von ihrer Begegnung mit dem „neuen König“ zu erstatten, werden die Sterndeuter im Traum aufgefordert, einen anderen Weg in ihre Heimat zu nehmen. Gott gebietet ihnen hier im Traum also das Erlebte in dieser Erscheinung des göttlichen Kindes als Geheimnis zu hüten. Für uns Leser wird hier das Geheimnis unseres Glaubens wachgerufen. Matthäus hat mit den zahlreichen Symbolen, die die ganze Kindheitsgeschichte durchzieht, den Leser auf das Leben des Messias hingeführt. Im Evangelium wird dann die Botschaft, die Lehre, das „neue“ oder besser „erneuerte“ Gesetz Gottes dann entfaltet.

 

 

Das Festdatum des 6. Januar

 

Das Fest Epiphanie war bereits im 3. Jahrhundert im Osten weit verbreitet. Dort feierte man am 6. Januar zugleich mit der Anbetung der Sterndeuter die Geburt und Taufe Christi. In Rom feierte man wohl ab 354 unter Papst Liberius den 25. Dezember –  dem seit 275 eingeführten Fest des „sol invictus“ (der unbesiegten Sonne) und der um 300 gefeierten Geburt des Mithras – als Fest der Geburtstag Christi. Gegen Ende des vierten Jahrhunderts nahm Rom dann auch das Fest Epiphanie auf und die Ostkirche nahm ihrerseits im 5. Jahrhundert neben Epiphanie auch das Weihnachtsfest auf.  

 

Der 6. Januar ursprünglich ein heidnischer Festtag für die Geburt des Gottes Aion (dann Horus), Gott des Lebens in Zeit und Ewigkeit - hieß im Mittelalter aber auch der „Dreizehnte“. Es sind zwölf Nächst nach der Geburt – Weihnachten – und diesem dreizehnten Tag wurde mit der Erscheinung des Herrn dann die Macht zugesprochen, alle Angriffe von Dämonen abzuwehren, denn die Dreizehn steht für Unglück. Christus aber ist das Licht, dass die Dunkelheit abwehrt und verdrängt.

 

In vielen Gemeinden besteht der Brauch Sternsinger – Kinder und Jugendliche als Könige, Sternträger und Begleitpersonen verkleidet - zum Segnen der Häuser auszusenden. Mit Kreide schreiben sie über die Eingangstür der Häuser dann C+M+B und das Jahr. Die Abkürzungen stehen für den Segen: „Christus mansionem benedicat“ (Christus schütze dieses Haus).

 

Der Schutz und Segen des göttlichen Königssohns möge uns 2022 begleiten.

 

(Peter Downes, Theologe).    

 

FROHE FESTTAGE

WIR WÜNSCHEN EUCH ZUR WEIHNACHTSZEIT:

W under Kleine und Grosse

E ngel, die dich begleiten wo immer Du auch bist

I mmergrün für

H offnung und Bestätigkeit Harmonie in deinen vier Wänden und in        deinem Herz

N uss Apfel und Mandeln auf deinem Teller

A dventskerzen die hell für dich leuchten

C hriststollen um dir die Weihnachtszeit zu versüssen

H eitere Gelassenheit und davon gleich die doppelte Portion 

T ränen die nur aus Freude fliessen

E rwartungen, die sich erfüllen und ein 

N eues Jahr, dass dir viel Glück verheisst.

Heilige Nikolaus

Gemeinde Sankt Michael

Heilige Nikolaus, ein Sinnbild für Barmherzigkeit und Nächstenliebe

Mit dem heiligen Martin gilt er als ein «apostelgleicher» Heiliger. Beiden gemeinsam ist das Teilen in der Not. Während Martin als Soldat, seinen Mantel mit einem armen frierenden Bettler teilte, hat der Bischof Nikolaus aus Myra – Ort in der heutigen Türkei – einen verarmten Vater und deren Töchter vor einer sozialen Katastrophe bewahrt:  die Trennung und den Verkauf der Töchter in die Prostitution, indem er ihnen heimlich finanzielle Hilfe zukommen ließ.  

Es gibt noch eine dritte Ähnlichkeit zwischen diesen beiden Heiligen der Adventszeit – ursprünglich begann mit dem Fest des Heiligen Martin die vorweihnachtliche Fastenzeit, deshalb sprechen vom Beginn der Festnacht am 11.11 -, sie zählen beide zu den ersten Heiligen, die nicht das Martyrium erlitten, sondern aufgrund ihrer christlichen Tugend Vorbilder im Glauben sind.

 

Der Heilige Nikolaus: eine historische Person und legendäre Figur

Direkt ist ein Bischof Nikolaus in Myra historisch nicht nachweisbar, was aber nicht zur Schlussfolgerung führt, es habe ihn niemals gegen. Ab dem 6. Jahrhundert entwickelte sich eine in Legenden umwobene Figur des wundertätigen und übermächtigen Bischofs aus Myra. Hierbei wurden zwei historisch verehrte Bischöfe aus Lykien durch Legenden vereint: zum einen eben jener Bischof Nikolaus von Myra, der aus dem 3. bzw. 4 Jahrhundert stammt und dem Abt von Sion, Bischof Nikolaus von Pinora, der am 10. Dezember 564 in Lykien starb. So gesehen ist der Heilige Nikolaus eine Mischung aus geschichtlicher Gestalt und eine Fusion von Legenden um zwei verschiedene Bischöfe. Zudem wurden dann die Legenden mit der Zeit weiterentwickelt und entfaltet. Wichtig ist aber die grundlegende Botschaft, um die es letztendlich für die Christen geht. 

 

Nikolaus, der Beschützer der Notleidenden und Patron der Seeleute

Die bekannteste Legende ist die von dem drei Goldmünzen oder Goldkumpen, die er nachts durch das Fenster eines verarmten Mannes warf, bzw. auf dem Fensterbrett legt, um ihn dadurch vom Verkauf seiner drei Töchter in die Prostitution abzuhalten, ihm also aus seiner finanziellen Misere befreite. Diese väterliche und soziale Fürsorge des Bischofs ist wohl das nachhaltigste Vorbild des Heiligen.

Goldtaler, allerdings aus Schokolade oder Karamell, tauchen heute noch in den Schuhen der Kinder auf, wenn sie sie am Vorabend vom 6. Dezember vor die Tür oder auf die Fensterbank stellen. Brave Kinder sollen dann Geschenke erhalten, so die pädagogische Einwirkung auf diese Tradition seit dem 19. Jahrhundert. Damit wurde der 6. Dezember gleichsam eine «kleine vorweihnachtliche» Feier, die sozusagen den Advent – die Fastenzeit – für einen Tag unterbrach.

In einer anderen Legende wird dem Bischof aus Myra eine richterliche Appellationsfunktion zugesprochen, als er drei unschuldig Verurteilten das Leben rettete, indem er den korrupten Provinzpräfekten bloßstellte. Hier wird seine Funktion als richterlicher Protektor Unschuldiger herausgestellt. Es verweist aber auf eine Vollmacht der Bischof, die ihnen erst unter dem byzantinischen Kaiser Justinianus im 6. Jahrhundert zukam, also sich nicht auf eine historische Tat des Nikolaus von Myra in Zeiten Konstantins des Großen beziehen kann, sondern eine legendenhafte Zuschreibung ist.    

Eine andere Legende des Mittelalters bezieht sich auf eine Escheinung des Heiligen Nikolaus als eine Seemannschaft in Seenot geriet und der Heilige ihnen Mut zusprach und auch selbst mitwirkte, damit das Schiff aus der Notlage manövriert werden konnte. Die Seeleute identifizierten dann später beim Betreten der Kirche in Myra, dass es sich dabei um den Bischof handelte, der ihnen als Helfer zur Seite stand. Daher wurde der Heilige Nikolaus auch Patron der Seeleute. Daraus erwuchs später dann auch die Tradition, Papierboote zu basteln, die mit Mandarinen, Nüssen und Äpfeln gefüllt wurden.

Ein weiteres Wunder wird dem Bischof zugesprochen als die Stadt Myra eine große Dürre erlitt und ein Schiff, vollbeladen mit Getreide, vor der Stadt ankerte. Auf Bitten, etwas Getreide für die Notleidenden abzuzweigen, verwies die Besatzung auf den Befehl des Kaisers, keinen Gramm zu verlieren. Der heilige Bischof überredete aber schließlich die Besatzung, etwas davon abzugeben und garantierte, dass bei Ankunft der Ladung beim Kaiser nichts von der Ladung fehlen würde. Die Bevölkerung von Myra bekam genug Getreide zum Überstehen der Krise und tatsächlich konnte die Besatzung dann dem Kaiser die vollständige Ladung abliefern. Dieses Kornwunder erinnert uns an die wundersame Brotvermehrung Jesu. Wer aus Barmherzigkeit teilt, wird göttlich belohnt werden und dem Geber wird es an nichts fehlen. 

Darum geht es beim Heiligen Nikolaus: das freizügige Geben und Teilen mit Anderen, die in Not sind. Das Beschenken der Kinder sollte daher auch das Teilen beinhalten, damit es nicht in einem bloßen Empfangen (oder Konsumieren) endet. Wenn die Kirche in der Adventszeit auch an das wohltätige Sammeln erinnert, sei es mit den Aktionen von «Adveniat» und «Misereor» für die notleidende Kirche oder auch die Aktionen «Brot für die Welt» der evangelischen Kirche, dann ist der Geist von den ursprünglichen Kirchenfesten zum Heiligen Martin und Heiligen Nikolaus noch lebendig.

Leider erleiden heute beide Heiligenfeste – Nikolaus ist in der Ostkirche noch ein kirchliches Hochfest, während es im West auf einen «einfachen Heilgengedenktag» reduziert wurde -, eine zunehmende Verdrängung durch die «neu-pagane» und «modisch gewordene» Feier von Halloween. Gespenster, Monster und Schreckensgestalten scheinen heute mehr Faszination auszulösen als die traditionellen christlichen Vorbilder der Nächstenliebe und Fürsorge für Notleidende.

Man kann nur hoffen, dass Eltern und Gesellschaft auf Dauer mehr das soziale Bewusstsein dieser Heiligen wertschätzen, statt zu meinen, ihren Kindern mit gruseliges, düsteren Gestalten eine größere Freude zu bereiten.

Am 5. Dezember haben wir in der Gemeinde St. Michael in Providencia nach dem Gottesdienst, den Heiligen Nikolaus empfangen und der hat die vielfältigen Dienste der Gemeindemitglieder gewürdigt und besondere Ereignisse des vergangenen Kirchenjahres besonders erwähnt. Es ist mittlerweile eine schöne Tradition geworden. 

(Peter Downes, Theologe).

 

Christkönigssonntag (21.11.2021)

Christus als Herrscher über die ganze Welt, Apsismosaik im Bonner Münster

Wochen-Impulse

(Gedanken zu den Lesungen und dem Evangelium)

 

Christkönigssonntag (21.11.2021)

 

  1. 1.    Lesung: Dan 7,2a.13b-14

 

Lesung
aus dem Buch Daniel.

 

Daniel sagte: Ich schaute in meiner Vision während der Nacht und siehe: Da kam mit den Wolken des Himmels einer wie ein Menschensohn.

 

Er gelangte bis zu dem Hochbetagten und wurde vor ihn geführt.

 

Ihm wurden Herrschaft, Würde und Königtum gegeben. Alle Völker, Nationen und Sprachen dienten ihm.
Seine Herrschaft ist eine ewige, unvergängliche Herrschaft. Sein Reich geht niemals unter.

 

 

  1. 2.    Lesung: Offb 1,5b-8

 

Lesung
aus der Offenbarung des Johannes.

 

[Johannes an die sieben Gemeinden in der Provinz Asien: Gnade sei mit euch und Friede von Ihm, der ist
und der war und der kommt, und von den sieben Geistern vor seinem Thron und von Jesus Christus; er ist der treue Zeuge...].

 

Jesus Christus ist der treue Zeuge, der Erstgeborene der Toten,
der Herrscher über die Könige der Erde. Ihm, der uns liebt
und uns von unseren Sünden erlöst hat durch sein Blut, der uns zu einem Königreich gemacht hat und zu Priestern vor Gott, seinem Vater:  Ihm sei die Herrlichkeit und die Macht in alle Ewigkeit. Amen.


 

Siehe, er kommt mit den Wolken und jedes Auge wird ihn sehen, auch alle, die ihn durchbohrt haben; und alle Völker der Erde werden seinetwegen jammern und klagen.

 

Ja, Amen. Ich bin das Alpha und das Omega, spricht Gott, der Herr, der ist und der war
und der kommt, der Herrscher über die ganze Schöpfung.

 

 

Evangelium: Joh 18,33b-37

 

Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes.

 

In jener Zeit
fragte Pilatus Jesus:
Bist du der König der Juden?

 

Jesus antwortete: Sagst du das von dir aus oder haben es dir andere über mich gesagt?

 

Pilatus entgegnete:  Bin ich denn ein Jude?
Dein Volk und die Hohepriester haben dich an mich ausgeliefert. Was hast du getan?

 

Jesus antwortete:
Mein Königtum ist nicht von dieser Welt. Wenn mein Königtum von dieser Welt wäre, würden meine Leute kämpfen,
damit ich den Juden nicht ausgeliefert würde. Nun aber ist mein Königtum nicht von hier.


 

Da sagte Pilatus zu ihm:
Also bist du doch ein König?

 

Jesus antwortete: Du sagst es, ich bin ein König. Ich bin dazu geboren und dazu in die Welt gekommen, dass ich für die Wahrheit Zeugnis ablege. Jeder, der aus der Wahrheit ist, hört auf meine Stimme.

 

[Pilatus sagte zu ihm: Was ist Wahrheit?

 

Nachdem er das gesagt hatte,
ging er wieder zu den Juden hinaus und sagte zu ihnen:

Ich finde keine Schuld an ihm.]

 

 

 

Impuls: Ein König, nicht von dieser Welt, der als Menschsohn zu uns herabkommt, um uns die Wahrheit zu lehren.

 

Wir befinden uns mit dem Evangelium nach Johannes nun bereits im neuem liturgischen Lesejahr. Unser Blick wird nach hinten und nach vorn gelenkt; Vergangenheit und Zukunft werden verknüpft und geben der Gegenwart eine adventliche Hoffnung. Das Christkönigsfest bildet die Brücke vom Abschluss des alten liturgischen Kirchenjahres zum Beginn des neuen und verweist zugleich schon auf den kommenden König, ist somit vor-adventlich. Zum einen geht es um die Ankündigung des Propheten über den kommenden «Menschensohn», die hier als übermenschlich-himmlische Gestalt verstanden wird. Es handelt sich um den Endzeitherrscher, nach dem Endgericht. Wie ein König wird er ewiglich herrschen und alle Völker und Nationen werden ihm dienen.    

 

Der Prophet Daniel verkündet dem Volk, dass die gegenwärtigen Zeiten ihrer Drangsal ihr Ende finden wird und sich eine hoffnungsvolle Wende mit dem Kommen des «Menschensohnes» ankündigt. Die Visionen des Daniel gehören zu den apokalyptischen Texten, die die Gegenwart in düsteren Bildern schildert und eine endzeitliche Stimmung vermitteln, die aber durch Gottes Eingreifen in eine hoffnungsvolle Zukunft verweist. In der Zeit Daniels – die Zeit des Makkabäeraufstands in der ersten Hälfte des 2. Jahrhunderts v. Chr. - erlebte das jüdische Volk die Unterdrückung ihres Glaubens durch feindlicher Herrscher. Der «Hochbetagte», gemeint ist Gott im Himmel, wird die Zeitenwende einläuten und über alle Gewaltherrscher Gericht halten und über sie dann den «Menschensohn» herrschen lassen, der eine wahrhaft menschliche Herrschaft – eine Friedenzeit also – errichtet. Seine Herrschaft beruht nicht auf einen Kampf oder der Ergreifung von Macht, sondern beruht auf ein göttliches Mandat. Hier wird nicht getrennt und unterdrückt, sondern die Völker und Nationen mit ihren verschiedenen Sprachen vereint. Diese Herrschaft verbindet und das Königreich hat ewigen Bestand, da es von Gott selbst abgeleitet ist.    

 

In den Offenbarungen geht der Seher Johannes auf das Thema der Treue ein. Auch hier sind es Zeiten von Bedrängnis, die die Gläubigen erleiden. Die Christen erleben Verfolgungen durch die Mächtigen im Römischen Reich und werden durch die heidnische Gesellschaft angegriffen. Der Kaiserkult stellt hier eine besondere Herausforderung für die Christen dar, denn sie werden vor die Frage gestellt, wem sie mehr Treue zu erweisen haben, dem Kaiser oder Christus. Erinnert wird an den wahren Herrn der Welt: Christus ist der «Herrscher über die Könige der Erde», er steht über ihnen. Daher gilt es, den Glauben an ihm treu zu bleiben. Er hat mit seinem Blutopfer uns von den Sünden befreit und uns zu einem Königreich vereint. Zu Dienern – Priestern – vor Gott, seinem Vater, sind wir alle berufen. Christus ist der wahre König, dessen Herrschaft und Macht in alle Ewigkeit fortbesteht. Auch hier geht es um eine Ankündigung von der nahenden Zukunft. Vom Himmel wird dieser König der Könige kommen und allen werden ihn sehen. Es handelt sich dabei um Jesus, der «durchbohrt» - gekreuzigt – wurde. Dies wird dann den Gläubigen wie den Ungläubigen offenbar werden und sie müssen sich dieser Wahrheit stellen. Die Christen werden aufgerufen auf die Macht Christi zu vertrauen und am Glauben festzuhalten, trotz aller Bedrängnis und allen Leidens. Gott ist der Anfang von allem und auch das Ende – das Ziel – von allem, er ist der Herrscher der ganzen Schöpfung.

 

Im Evangelium wird das Thema der Königsherrschaft Christi innerhalb der Passionsgeschichte entfaltet. Jesus selbst befindet sich in einer bedrohlichen Situation. Der Prokurator Pontius Pilatus ist die oberste römische Autorität vor Ort und besitzt die Macht über Leben und Tod von Angeklagten zu entscheiden. Doch das Verfahren gegen Jesus erweist sich als ein philosophisch-theologisches Gespräch, in der es um Wahrheit und das Königtum Jesu geht. Auch hier wird klar herausgestellt, dass die Herrschaft Christ nicht nach irdischen Maßen verläuft. Es wird hier klargestellt, dass Jesus kein Usurpator ist, der bereit wäre, mit Waffen die Römer aus Palästina zu vertreiben, wie viele es von ihm wohl als einen politischen Messias erwarteten. Er ist ein König, der die Wahrheit lehrt. Und die Frage des Pilatus ist am Ende an uns alle gerichtet: Was ist Wahrheit? Die Antwort darauf muss jeder selbst geben. Für die Christen wird die Auferstehung dann der Beweis dieser Wahrheit sein, denn Gott handelt und bestätigt damit, dass alles, was Jesu lehrte, die Wahrheit - die göttliche Botschaft – enthält.

 

Bei der Königsherrschaft Christi geht es nicht um Machtausübung über andere, Unterdrückung oder Vernichtung von Gegnern, sondern um die Anleitung zu einem Leben in einem Reich, dass wie ein Haus mit vielen Zimmern ist und zu der alle eingeladen sind, um geschwisterlich das vollkommene menschliche Miteinander zu leben, in der das Dienen im Zentrum steht. Dem Pilatus versperrt sich die Sicht auf Gott, da er in Jesus nur einen Menschen erblickt. Er kann die (tiefe) Wahrheit am Ende nicht sehen. Auch heute können oder wollen viele nicht die Wahrheit sehen und so ist auch unsere Zeit von einer apokalyptischen Weltsicht beherrscht. Erst, wenn wir Hoffnung erlangen und eine gemeinsame Wahrheit erkennen, treu zu unserem Glauben stehen, öffnet sich auch der Blick auf das Reich Gottes. Statt Herrschaft und Macht über andere anzustreben, werden wir dann von der einzigen absoluten Wahrheit, Gott selbst, geführt werden. Dann werden wir wahrhaftig menschlich und die Schöpfung findet ihre Vollendung.

 

 

Impulso: Un rey, pero no de este mundo, que viene a nosotros como un «Hijo del Hombre» para enseñarnos la verdad.

 

Entramos en un nuevo año litúrgico en que el Evangelio según Juan es el texto que nos acompaña. La fiesta de la Solemnidad de Cristo Rey dirige nuestra mirada hacia atrás y hacia delante. Por un lado, tenemos el anuncio del profeta Daniel sobre la venida del «Hijo del Hombre», un título que se entiende aquí como una figura celestial sobrehumana. Se trata del gobernante del fin de los tiempos, el que reina después del juicio final. Como un rey, reinará para siempre y todos los pueblos y naciones le servirán.

 

El profeta Daniel anuncia al pueblo que los tiempos actuales con su tribulación llegarán a su fin y que se iniciará un punto de inflexión esperanzador con la venida del «Hijo del Hombre». Las visiones de Daniel se encuentran entre los textos apocalípticos que representan el presente en imágenes lúgubres y transmiten un estado de ánimo escatológico, pero que, a través de la intervención de Dios, remite a un futuro esperanzador. En la época de Daniel – es la época del levantamiento de los Macabeos (167-164 a. C.) - el pueblo judío experimentó la supresión de su fe por parte de gobernantes hostiles. El «Anciano», es decir, Dios en el cielo, marcará el comienzo del punto de inflexión y juzgará a todos los gobernantes y luego dejará que el «Hijo del Hombre» los gobierne, quien establecerá un gobierno verdaderamente humano: un tiempo de paz. Su gobierno no se basa en una lucha o en la toma del poder, sino en un mandato divino. Aquí no hay separación y opresión, sino los pueblos y naciones con sus diferentes idiomas están unidos. Este gobierno se conecta con las personas y el reino es eterno – estable - porque deriva de Dios mismo.

 

En el libro del Apocalipsis, el vidente Juan aborda el tema de la fidelidad. Aquí, también, los creyentes se encuentran en tiempos difíciles. Los cristianos experimentan la persecución de los poderosos en el Imperio Romano y son atacados por la sociedad pagana. El culto imperial representa aquí un desafío especial para los cristianos, porque se les pregunta a quién tienen que ser más fieles, ¿al Emperador o a Cristo? Se recuerda al verdadero Señor del mundo: Cristo es el «Príncipe de los reyes de la tierra», él está por encima de ellos. Por tanto, es importante permanecer fiel a la fe en él.

 

Con su sacrificio de sangre nos liberó del pecado y nos unió a su reino. Todos estamos llamados a ser servidores - ministros, sacerdotes - ante Dios, su Padre. Cristo es el verdadero Rey, cuyo gobierno y poder perdura para siempre. Aquí también se trata de un anuncio de un futuro próximo. Desde el cielo vendrá este Rey de Reyes y todos lo verán. Se trata de Jesús de Nazaret el crucificado. Entonces esto será revelado tanto a los creyentes como a los incrédulos (paganos) y todos deben enfrentar esta verdad absoluta. Los cristianos están llamados a confiar en el poder de Cristo y a mantenerse firmes en la fe, a pesar de todas las tribulaciones y sufrimientos que los afectan. Dios es el principio de todo y también el fin - la meta - de todo, él es el gobernante de toda la creación.

 

En el Evangelio, el tema del gobierno de Cristo como rey se desarrolla dentro del relato sobre la pasión. El mismo Jesús se encuentra en una situación amenazadora. El procurador Poncio Pilato es la máxima autoridad romana local y tiene el poder de decidir sobre la vida y muerte de un acusado de crímenes. Pero el juicio contra Jesús resulta ser una conversación filosófico-teológica, que trata sobre la verdad y el concepto del reinado de Jesús.

Aquí se aclara que el gobierno de Cristo no su funda en conceptos terrenales. Se deja claro que Jesús no era un usurpador, un rebelde contra el emperador dispuesto a usar las armas para expulsar a los romanos de Palestina, como muchos esperaban de él, como un mesías político. Él es un rey que enseña la verdad. Y al final, la pregunta de Pilatos se dirige a todos nosotros: ¿Qué es la verdad? Cada uno debe dar la respuesta por sí mismo. Para los cristianos, la resurrección será la prueba de esta verdad porque Dios actúa y confirma que todo lo que Jesús enseñó contiene la verdad: el mensaje divino.

 

En el reino de Cristo no se ejerce poder sobre los demás, no se busca reprimir o destruir a los oponentes, sino orientar a una vida en un reino que es como una casa con muchas habitaciones y al que todos están invitados a disfrutar de una perfecta convivencia humana, como una familia de hermanos y hermanas, en que el servicio a los demás forma el centro de la vida.

 

La visión de Pilatos hacia Dios está bloqueada porque solo ve a una persona humana en Jesús. No es capaz de ver la verdad final de todo. Incluso hoy, muchos no pueden o no quieren ver la verdad, por lo que nuestro tiempo también está dominado por una cosmovisión apocalíptica. Solo cuando obtenemos esperanza y reconocemos una verdad común y nos mantenemos fieles a nuestra fe, se abre la visión del reino de Dios. En lugar de luchar por la dominación y el poder sobre los demás, seremos guiados por la única verdad absoluta, Dios mismo. Entonces nos volvemos verdaderamente humanos y la creación encuentra su consumación.

 

(Peter Downes, Theologe).

 

Der Heilige Martin: Schutzpatron der Franken und Beschützer der Bedrängten

Altarbild mit Szenen aus dem Leben des Heiligen Martin (1276-1300) aus der Werkstatt in Lleida, aus der Kirche Santa María de Palau de Rialb, heute im Museo de las Peregrinaciones y de Santiago, Santiago de Compostela

Der Heilige Martin: Schutzpatron der Franken und Beschützer der Bedrängten

 

In vielen deutschen Gemeinden ist der Martinsumzug am 11. November noch ein fester Bestandteil im kirchlichen Kalender. Man spielt dann die entscheidende Szene seiner Heiligenvita meist nach: Der römische Offizier teilt vor den Toren von Amiens in der Winterzeit seinen Mantel mit einem unbekleideten Armen. Diese Geste des Teilens und des Mitgefühls für einen leidenden Mitmenschen ist es, dass diesen Heiligen auszeichnet und die ihn zum «Beschützer der Bedrängten» machte.

 

Seit dem 5. Jahrhundert wird er in Reich der Franken verehrt. Der Frankenkönig Chlodwig (c. 466-511) erwählte Martin zum Schutzpatron der Franken. Sein Grab in der Martinbasilika in Tours wurde als Nationalheiligtum der Franken verehrt. Im Mittelalter war sein Grab auch ein Anziehungspunkt für Pilger. Auch viele Santiago-Pilger machten einen Zwischenhalt in Tours. Sein Mantel (die «cappa») hatte besondere Verehrung erhalten und wurde als Reichskleinod am Hof der Frankenkönige aufbewahrt. Die sogenannte «Hofkappelle» führte dann auf Reisen und Heereszügen diese Reliquie mit sich, ansonsten wurde sie im Königspalast in Paris in einem speziellen Raum für den Gottesdienst aufbewahrt. Diese Sainte Chapelle ist dann auch der Namensgeber für alle Kapellen und auch der Kapläne.  

 

Unsere Quelle zum Leben des Heiligen Martin bildet an erste Stelle die Hagiographie von Sulpicius Severus (c. 363-425), der Martin in seinen letzten Lebensjahren selbst begegnete. In seiner «Vita Sancti Martini» und seinem «Dialogus Severi et Galli» stellt er die Herzensgüte und die Friedfertigkeit Martins heraus. Martin drückte «eine Art himmlischer Freude aus, und es schien, als habe er die normalen Grenzen der Menschnatur überwunden». (Vita Sancti Martini, Kap. 27).

 

Geboren wurde Martin – sein heidnischer Name bedeutet soviel wie «zum Mars (Kriegsgott) gehörend» - um 316/17 in Sabaria in Pannonien (das heutige Szombathely, ein Grenzort im Westen Ungarns) als Sohn eines römischen Offiziers. Mit der Versetzung seines Vaters als Militärtribun nach Pavia wuchs Martin dort im Norden Italiens auf und trat mit 15 Jahren in die Gardereiterei ein, einer Eliteeinheit der berittenen kaiserlichen Leibgarde (der «scholares alae») und dienste zunächst unter dem Kaiser Konstantin, später dann unter Julian. Er wurde in der Provinz Gallien eingesetzt.

 

Dort, in Gallien, am Stadttor von Amiens, fand dann die besagte Begegnung mit einem frierenden Bettler satt, die seinem Leben einen entscheidenden Wandel verlieh. Umstehende machten sich über ihn lustig, da ihn der abgeschnittene Mantel entstellte. Sein Handeln aber hatte auch disziplinarische Konsequenzen, wie eine jüngere Quelle überliefert: Seitens seiner Vorgesetzten wurde er mit einer dreitägigen Arreststrafe bestraft, weil er Militäreigentum beschädigt hatte.  In der Nacht erschien ihm dann im Traum Christus bekleidet mit dem abgeschnittenen Mantelstück. Die Botschaft Jesu war: «Was ihr dem geringsten meiner Brüder getan habt, das habt ihr mir getan» (Mt 25,40). Diese tiefgreifende Erfahrung veranlasste ihn mit 18 Jahren sich vom Bischof von Amiens taufen zu lassen. Er blieb aber noch bis etwa 356 im Dienst der kaiserlichen Garde, nahm dann in der Nähe von Worms seinen Abschied vom Militärdienst. Dem Kaiser Julian - er war Mitkaiser im Westen – soll er gesagt haben: «Bis heute habe ich dir gedient, Herr, jetzt will ich meinem Gott dienen und den Schwachen. Ich will nicht mehr länger kämpfen und töten. Hiermit gebe ich dir mein Schwert zurück. Wenn du meinst, ich sei ein Feigling, so will ich morgen ohne Waffen auf den Feind zugehen». Nach der Legende fand dann aber der Kampf nicht satt, da die Germanen ein Friedensangebot machten.

 

 

Ein Soldat Christi

 

Ausgeschieden aus dem Militärdienst schloss er sich dem asketischen Bischof aus Poitiers an, dem Heiligen Hilarius, allerdings zunächst nur für kurze Zeit, da unter dem Kaiser Konstantius die Arianer gefördert wurden und so der katholische Bischof 356 vom Kaiser nach Phrygien verbannt wurde. Hilarius lernte so die östliche Theologie und monastische Leben kennen, die er dann in den Westen vermittelte.

 

Martin begab sich in seinen Geburtsort in Pannonien, wo er seine Mutter zum Christentum führte, begab sich dann aber wieder nach Norditalien. Dort erlebte er wiederum die innerchristlichen Spannungen und wurde vom arianischen Bischof Auxentius aus Mailand ausgewiesen. So zog er sich nun für eine Zeit als Ensideler auf die Insel Gallinaria (in der Nähe von Genua) zurück. Mit dem Tod Konstantius (360) ließ Julian als Nachfolger alle Verbannungen der katholischen Kirchenvertreter aufheben, so dass auch Hilarius nach Poitiers zurückkehren konnte. Daraufhin ließ sich Martin 361 als Einsiedler in Ligugé, etwa 8 km südlich von Poitiers, nieder. Er blieb aber nicht lang allein, sondern fand Nachahmer, die dann mit ihm eine erste Mönchsgemeinschaft in Gallien gründeten. Martin wurde ein Vorbild für andere, er war nun ein «Soldat Christi» geworden und beeindruckte das Volk durch seine asketische Lebensweise und sein Gespür für die Not der armen Bevölkerung. Ihm wurden Wundertaten zugesprochen, sogar eine Totenerweckung soll er bewirkt haben. So kam es, dass er 371 vom Volk zum Bischof von Tours erwählt wurde. Das mönchische Leben aber blieb für ihn weiterhin bestimmend, so dass er 375 das Kloster Marmoutier an der Loire gründete, das sich zu einem bedeutenden Zentrum mönchischen Lebens entwickelt und zu einer wahrhaften Schule für Missionare wurde, die sich über ganz Gallien verteilten. Martin selbst war auch an der Verkündigung des Evangeliums beteiligt, vor allem missionierte er die noch stark heidnische Bevölkerung im ländlichen Mittelgallien. Neben seiner bischöflichen Tätigkeit in Tours, blieb er auch spiritueller Leiter der Klostergemeinschaft von Marmoutier. Er zeigte sich distanziert zu den Anpassungen und Übernahmen des Kaiserkults auf dem kirchlichen Raum und im Gottesdienst, etwa einen Thron für Bischöfe, die Begleitung des Bischofs durch Licht- und Weihrauchträger, die Verehrung des Bischofs durch die Niederwerfung auf den Boden (Proskynesis) u.a.m. Martin war eher ein charismatischer Leiter für seine Diözese und Klostergemeinschaft. Er legte Wert aus das asketische Ideal im Mönchtum. Im Süden Galliens aber begann sich bald schon eine andere Form des Klosterlebens herauszubilden, wo eine schriftliche Regel zum entscheidenden Element wurde. Hier wurde das Kloster auf der Insel Lérins dann zukunftsverweisend.

 

 

Martinsfest und Martinsbräuche

 

Martin starb als über 80-jähriger wahrscheinlich auf einer Visitationsreise in Candes (südlich von Tours) am 8. November 397 und wurde am 11, November in Tours beerdigt. Als Patron der Bettler, der Soldaten, der Reisenden, der Reiter, der Scheider aber auch der Haustiere, besonders der Pferde, wofür es den Martinssegen gibt und auch der Gänse, die sogenannte Martinsgans. Er ist in vielen deutschen Gemeinden Schutzpatron, so auch in den Diözesen von Mainz und Rottenburg-Stuttgart, dann auch in Frankreich, im Kanton Schwyz und im österreichischen Burgenland.

 

In der Ikonographie wird er Martin teilweise als Bischof mit Schwert dargestellt, meist aber als römischer Reitersoldat auf weißen Pferd, obwohl in der Legende nichts von einem Pferd berichtet wird, dafür aber das Pferd typisch für römische Helden war, also sicherlich hier übernommen wurde. Meist ist sein Mantel rot dargestellt (als Symbol der Liebe/Nächstenliebe mit den Bedürftigen).

 

Ursprünglich begann mit dem Fest des Heiligen Martin der Advent, parallel als vierzigtätige Vorbereitungszeit – die «Quadragesima sancti Martini», wie die viezig Tage der Fastenzeit vor Ostern, denn Weihnachten feierte man einst am 6. Januar (Epiphanie), wie es die orthodoxen Christen beibehalten haben. Es war wie Ostern ein wichtiger Tauftermin. Der 11.11., den viele als Beginn der Karnevalszeit begehen, hat diese Tradition im Hintergrund, da es die Nacht vor dem Beginn des Fastens ist, also die Fastnacht.

 

Der Martinstag war früher ein wichtiger Zins- und termintag für Bauern. An diesem Tag war neben den üblichen Abgaben an den Grundherrn (etwa Getreide, Hühner, Eier, Schweinefleisch etc.) auch eine Gans fällig. Eine Verbindung zum Heiligen Martin besteht durch die Legende, dass er sich in einem Gänsestall versteckte, nachdem das Volk ihn zum Nachfolger des verstorbenen Bischofs von Tours gewählt hatte, die Gänse ihn aber durch ihr aufgeregtes Geschrei verrieten. Mit der Abschaffung der Leibeigenschaft wurde es bei den Bauern Brauch, Verwandte, Nachbarn und Freunde am Martinstag zum Gänsebratenessen einzuladen. Dem Heiligen wurde dabei alle Ehre erwiesen, indem man einen Teil des Gänsebratens an die Armen des Dorfes verschenkte.

 

Sicherlich kennen auch einige den Brauch der Weckemänner oder der Martinsbrezel, die bei Martinsfeiern verteilt werden. Sie erinnern daran, wie der Heilige Martin an die Bedürftigen dachte.

 

Es gibt auch den Brauch der Laternenumzüge. Sie gehen auf die ursprünglichen liturgischen Lichterprozessionen nach dem Gottesdienst am Martinstag zurück und entstanden im Rheinland und werden heute auch in Süddeutschland veranstaltet.

 

Leider hat heute Halloween sowohl gegenüber dem Martinstag als auch dem Nikolaustag (6.12.) bei Kindern und Jugendlichen mehr Popularität erlangt, so dass leider diese «Heiligen der Nächstenliebe» zunehmend ins Abseits gedrängt werden. Statt aber moderne Konsumfeste zu stärken, sollten man diesen ehrwürdigen Feste der Nächstenliebe wieder mehr Beachtung schenken. 

 

(Peter Downes, Theologe).

 

Zum Patronatsfest St. Michael (29. September 2021)

von Claudio di Girolamo, 1978-1980

Wer ist wie Gott?

 

Zum Patronatsfest St. Michael (29. September 2021).

 

Er ist einer der vier Erzengel und sein Name «Mikail» bedeutet: Wer ist wie Gott? Es ist gleichsam eine Anfrage an uns Menschen über unsere Beziehung zu Gott. Heute sehen sich viele Menschen als ihren eigenen Gott, als das höchste Maß der Dinge und meinen, nur sich selbst verantwortlich zu sein. Sie setzten sich an die Stelle Gottes. Und genau darin liegt ein Scheitern eines friedlichen Zusammenlebens. Wer nur an sich denkt und sich zum Mittelpunkt allen Handelns macht, nach Macht, Reichtum strebt und dann keine Grenzen mehr akzeptiert, der ist wie der gefallene Engel Luzifer – demLichtträger - und macht sich selbst zum Licht der Wahrheit, bringt dann aber tatsächlich nichts als Dunkelheit und Blindheit.

 

Sankt Michael erinnert uns daher, nicht Gott herauszufordern und sich unserer eigenen Grenzen bewusst zu sein zugleich der Gefahr der Selbstüberschätzung und der Versuchungen zu widerstehen. Der Erzengel Michael ist ein Schutzpatron gegen die Versuchungen des Drachen, Teufels, Luzifers oder Satans. 

 

Seit dem Mittelalter gilt er als Schutzpatron der Deutschenund viele deutsche katholische Gemeinden im Ausland sind ihm geweiht. Unsere Gemeinde Sankt Michael hat zwei Abbildungen: eine hölzerne Skulptur an der Vorderwand beim Altar, der den Engel mit Schild und Feuerschwert gegen Satan – in Form einer Schlange oder Drachens mit gehörnten Haupt und Händen zeigt; und ein Gemälde an der gegenüberliegenden Wand beim Eingang, einem Sankt Michael in priesterlicher Kleidung, seine rechte Hand an einer kreuzförmigen Struktur festhaltend und einem Gesicht, das an Christus erinnert. 

 

Wünsche allen Gemeindemitgliedern, ein besinnliches Patronatsfest 2021, Peter Downes.

 

 

¿Quién es como Dios?

 

A la fiesta patronal de San Miguel (29 de septiembre de 2021).

 

San Miguel es uno de los cuatro arcángeles y su nombre «Mikail» significa: ¿Quién es como Dios? Es una pregunta dirigida directamente a nosotros, los seres humanos, sobre nuestra relación con Dios. En nuestros tiempos muchas personas se ven a sí mismas como su propio Dios, como el centro de todas las cosas y creen que ellos solos son responsables ante sí mismas. Ellos ocupan el lugar de Dios. Y precisamente ahí radica el fracaso de una convivencia pacífica. Quien solo piensa en sí mismo y se convierte en el centro de toda su acción, busca el poder, la riqueza y luego ya no acepta ningún límite, se transforma en un gemelo del ángel caído Lucifer - el portador de la luz - y se considera a simisma como la luz de la verdad, pero en realidad no trae nada más que tinieblas y ceguera.

 

San Miguel, por tanto, nos recuerda que no debemos desafiar a Dios y ser conscientes de nuestros propios límites,  así podemos resistir el peligro de sobreestimarnos a nosotros mismos y las tentaciones. El Arcángel Miguel es un santo patrón contra las tentaciones del Dragón infernal, el Diablo, Lucifer o Satanás.

Miguel ha sido el santo patrón de los alemanes desde la Edad Media y muchas comunidades católicas alemanas en el extranjero están consagradas a él. Nuestra iglesia Sankt Michael tiene dos imágenes: una escultura de madera en la pared frontal del altar, que muestra el ángel con un escudo y una espada de fuego luchando contra Satanás que tiene forma de serpiente o dragón y una cabeza con cuernos y manos humanos; y una pintura en la pared opuesta de la entrada de un San Miguel vestido  como sacerdote, sosteniendo su mano derecha sobre una estructura en forma de cruz y un rostro que nos recuerda a Cristo.

 

Deseo a toda la comunidad de Sankt Michaelun día especial de reflexión sobre nuestro patrón celestial y eclesial, 2021, Peter Downes).

 

 

 

Zum Heiligen Jahr in Santiago de Compostela

Zwei Jakobsbrüder Stich von Jost Amann 1568

Mit Stab, Hut, Mantel und Tasche unterwegs auf eine «Reise der Seele»

Immer wenn der 25. Juli auf einen Sonntag fällt, wird in Santiago de Compostela ein Heiliges Jahr ausgerufen. Das Grab des Heiligen zählt zu den wichtigsten Pilgerorten der Christenheit. Waren es im Mittealter vorwiegend fromme Pilger und Büßer, die sich auf den europaweiten Pilgerweg zum Grab des Heiligen Jakobus nach Compostela in Galicien begaben, so sind es im 21. Jahrhundert vielfach Wanderfreunde, Kunstliebhaber, Sinnsuchende oder Menschen die sich aus sehr verschiedenen individuellen Motiven auf den Weg begeben.

 

Vom Apostelgrab, der Pilgerstätte und dem Schutzpatron Spaniens

Mit der Entdeckung des Grabes des heiligen Apostels Jakobus im 9. Jahrhundert, entwickelte sich Compostela in weniger als einem Jahrhundert zu einem der bedeutendsten Pilgerorte Europas und reihte sich, ab dem 11. und 12. Jahrhundert, neben Jerusalem und Rom zu einem regelrechten Wallfahrtszentrum. Die Entdeckung des Grabes fällt in einer Zeit der fortschreitenden Islamisierung Spaniens, die auch durch den Adoptionismusstreit – einem christologischen Streit um die menschliche und göttliche Natur Christi -  mit dem Erzbistum Toledo kennzeichnet ist. In Compostela war man bestrebt, die eigene kirchliche Stellung zu steigern und konnte mit dem Apostelgrab eine Sonderstellung in Spanien rechtfertigen, die schließlich Compostela zum Erzbistum erhob.

Wie aber kamen die Gebeine des Apostels Jakobus nach Spanien? Das bedurfte einer Erklärung, da in der Apostelgeschichte lediglich von seiner Hinrichtung des Jakobus durch Herodes Antipas im Jahre 44 berichtet wird. Es entstanden daher Legenden, die mit der Zeit Veränderungen unterlagen und damit auch die Funktion des Apostels den zeitlichen Umständen anpasste. Als Missionar soll er vor seinem Tod in Spanien gewirkt haben und somit soll sein Leichnam dorthin übertragen worden sein. Sein Grab wurde als Wunderstätte und Heilungsort schnell zu einer Pilgerstätte. Mit den Kreuzzügen wurde dann Jakobus auch die Funktion des Schutzhelfers und Patrons bei den Kriegszügen gegen die Muslime zuerkannt. Während der Reconquista und auch während der Eroberung Amerikas rief man seinen Namen, um himmlische Unterstützung gegen die Muslime bzw. Indios zu erlangen. So wurde Santiago zum «matamoros» und «mataindios». Seine Funktion als Schutzpatron während der Conquista spiegelt sich auch im Namen der Hauptstadt Chiles wider. Neben Maria wurde er damit zum Schutzheiligen bei Schlachten und in Notzeiten. Beiden Fürsprechern kam und kommt daher die hohe Verehrung besonders in Chile und anderen Staaten Südamerikas zu.   

 

Ein Pilgerort im Wandel der Zeiten

Bis zum 14. Jahrhundert erlebte Compostela ein reges Pilgerwesen. Franzosen, Deutsche, Italiener und Engländer bildeten die Hauptmasse der Pilger, die auf verschiedenen Pilgerwegen mit Stab, Hut, Mantel und einer Reisetasche fürs Nötigste die Pyrenäen überquerten und dann ihren Weg auf dem «camino francés» über Puente de la Reina, Burgos und León bis zum Grab Santiagos fortsetzen. Über die Praxis der Pilger im 12. Jahrhundert am Grab des heiligen Jakobus berichtet eine Predigt im Jakobusbuches: «Mit übermäßiger Freudebewundert man die große Schar der Pilger, die beim ehrwürdigen Altar des heiligen Jakobus Nachtwache hält.: Die Deutschen weilen auf der einen Seite, die Franken [Franzosen] auf der anderen, die Italer schließlich auf der dritten; sie halten Kerzen in den Händen, so daß die ganze Kirche wie durch die Sonne an einem hellen Tag erstrahlt. Nur mit seinen Landleuten vollzieht jeder die Nachtwache, manche spielen Leier, Lyra, Pauke, Quer- und Blockflöte, Posaune, Harfe, Fidel, britische oder gallische Rotta; manche singen während der Nachtwache von Psalterien oder anderen Musikinstrumenten begleitet; manche bereuen ihre Sünden, lesen Psalmen oder geben Almosen» (Klaus Herbers, Jakobsweg. Geschichte und Kultur einer Pilgerfahrt, 3. Auflage, München: Beck, 2011, s. 72). Die spirituelle Reise wurde las Reinigung der Seele verstanden. Man erwartete am Ende der Pilgerschaft den Sündenerlass, Heilungen und ein geläutertes Leben. 

Im 15. und 16. Jahrhundert verlor Compostela zunehmend an Pilgerzulauf, was an einer veränderten Spiritualität, dem Humanismus, der Verbreitung des Ablasshandels und der Reformation lag. Man konnte nun auch eine spirituelle Reise (Meditationen) vollziehen, ohne sich auf eine lange Pilgerreise zu begeben, aber auch die Kritik an den Heiligenkult sowie die Möglichkeit einen Sündennachlass durch Ablässe zu erlangen, wirkten sich negativ auf die Pilgerpraxis aus. Zudem förderte die Kirche nun auch lokale Wallfahrtsorte, die als Alternative auch für ärmere Gläubige atraktiver waren. Wirtschaftliche und politische Spannungen in den folgenden Jahrhunderten reduzierten weiterhin die Zahl der Pilger. Erst am Ende des 19. Jahrhunderts und zu Beginn des 20. Jahrhunderts erlebte Compostela wieder eine kurze Blütezeit, die allerdings dann durch die beiden Weltkriege sogleich einen Abbruch erlebte. Erst mit dem Eintritt Spaniens in die Europäische Union in den 80er Jahren trat ein dauerhafterer Wandel ein. 1993 wurde der Weg selbst zum Weltkulturerbe erklärt, eine wahrhaft «europäische» Kulturstraße. Besonders in den Heiligen Jahren in Compostela erlebte der Pilgerweg in den letzten Jahren stetig steigende Popularität, vor allem unter jungen Leuten. Wanderlust, Kunstinteresse, Sinnsuche, Kontakte mit Menschen aus verschiedenen Ländern, aber auch spirituelle Motive scheinen nun die Pilger des 21. Jahrhundert auszumachen. Kam es in den letzten Jahren schon zum Massenanlauf auf den Pilgerweg, so stellte man im letzten Heiligen Jahr (2010) allein 270.818 Pilgerzertifikate – für die Zurücklegung von mindestens 100Km des Pilgerweges – aus. In 2019 wurde der Rekord mit 347.511 Pilgern erreicht. Die Pandemie brachte diese Tendenz zum Erliegen, so dass 2020 lediglich 54.143 Pilger ein Zertifikat erhielten. Nun hofft man, in diesem neuen Heiligen Jahr, die Pilgerströme wieder neu zu beleben. Aufgrund der Pandemie hat Papst Franziskus der Bitte des Bischofs von Santiago stattgegeben und das Heilige Jahr bis zum 31. Dezember 2022 verlängert. Ob sich dann wieder große Ströme von frommen Pilgern und Touristen-Pilgern zum Grab des heiligen Jakobus aufmachen werden, wird sich zeigen müssen.

 

(Peter Downes)

  

 

 

 

Der Jakobsweg der "camino frances"

 

 

Fron-leichnam Corpus Christi


Der Fisch steht für ein antik-christliches Symbol des Credo (Glaubensbekenntnisses). Aus den Buchstaben des griechische Wort für Fisch Ichthys  leitet sich das Bekenntnis ab: Jesus, der Christus ist der Sohn Gottes (theou hyios), unser Heil (soter).
 
Und dann der Brotkorb, das Symbol der Brotgemeinschaft und der Körper Christi, der uns trägt. 
 
 
 

Corpus Christi als Mittelpunkt unseres Lebens

 

Ein Fest zum «Körper» von Christus, scheint zunächst vielleicht für vielen Menschen sonderlich, war doch das Grab nach der Auferstehung leer und somit sind weder ein Leichnam noch irgendwelche körperlichen Reste erhalten, denen man dann eine Verehrung entgegenbringen könnte.

Denken wir aber an das letzte Abendmahl zurück und an das Pfingstereignis, so wird jedem Christen schnell bewusst, dass Christus lebendig gegenwärtig ist im Sakrament der Eucharistie. Das Brot (die Hostie) wird zum Leib des Herren – daher auch das aus dem Mittelhochdeutschen stammende Wort Fron-leichnam, wobei der Wort «Frondienst» als Herrendienst den einen oder anderen wohl bekannt seine dürfte – und dieser Körper des Herrn wird in der gemeinsamen Feier der Eucharistie vom Priester, in Form der realen Vergegenwärtigung des sinngebenden letzten Abendmahls Christi, gebrochen und dann unter die Gläubigen zum Verzehr gereicht. Die Gläubigen nehmen damit den Leib Christi in sich auf und werden in ihrem Glauben gestärkt; sie werden zugleich Teilhaber am Körper Christi, wachsen zur Gemeinschaft des vereinten Körpers zusammen. Und wenn wir noch an die versprochene Gegenwart Christi im Heiligen Geistes in seiner Kirche denken – so das Pfingstfest -, dann ist der Corpus Christi auch hier in der gläubigen Gemeinde lebendig gegenwärtig.

Es macht also völligen Sinn, dass wir uns an diese körperliche Gegenwart Christi eigens erinnern und damit an das Gründungsfest der Eucharistie, dem Gründonnerstag mit der Einsetzung dieser sinngebenden Mahlfeier erinnern. Die Feier an einem Donnerstag nach der Pfingstwoche macht genau diese Verbindung deutlich. Nun kann die Freude über diese Brot-Körper-gemeinschaft, die Auferstehung des Herrn und das Pfingstereignis (der geistlichen Gegenwart Christi) gleichsam ihren festlichen Ausdruck bekommen.

Der Glaube und das Kirche-sein der Christen findet ihren öffentlichen Ausdruck mit den Prozessionen des Allerheiligsten (der konsekrierten Hostie) durch die Straßen der Stadt und wird dann mit dem Hymnus Tantum ergo in der Pfarrkirche beendet. Als wanderndes Gottesvolk in den Zeiten der Welt, bildet Christus die Mitte unseres Lebens: er ist das wahre Brot des Lebens. Sicherlich kann dieses Jahr inmitten der Pandemie nicht überall eine solche Prozession stattfinden, sie kann dann aber auch in einem kleinen Rundgang innerhalb der Kirche ihren Ausdruck finden.

In machen Gemeinden findet sich auch der Brauch Blumenteppiche auszulegen. Ihren Ursprung hat diese Tradition in Italien, wo man die Prozessionswege mit farbigen Blumenteppichen auslegte und gelangte dann im 19. Jahrhundert in den Schwarzwald, von wo aus sie sich dann vor allem in Süddeutschland ausbreitete. In den vorwiegend katholisch geprägten süddeutschen Bundesländern ist dieser spezielle «Kirchentag» auch heute noch ein offizieller Feiertag. 

(Gedanken zum Hochfest von Corpus Christi (Fronleichnahm) 2021, Peter Downes.

 

 

Corpus Christi, el centro de nuesta fe y vida

 

El jueves pasado la Iglesia celebró la fiesta del Corpus Christi, recordando el centro de nuestra fe: la presencia real del Cristo vivo en la Eucaristía. En esta fiesta se juntan los elementos centrales de nuestra fe: formamos una familia de los fieles que comparten una mesa en agradecimiento de la muerte y la resurrección del Señor y comprendemos, en cada celebración de la eucaristía, que Cristo vivo está presente en el pan que se transforma en su cuerpo entregado por nuesta salvación. Somos parte de este cuerpo eclesial que, como miembros de la Iglesia, unidos en un único espíritu que es Cristo.  «Por Cristo, con Él y el Él» somos Iglesia.

¡Esta fiesta se celebra en un jueves! Se conecta directamente con el día de la Última Cena, del Jueves Santo, la noche anterior a la crucifixión. Y es una semana después de Pentecostés en que recordamos la significativa presencia del Espíritu Santo en la Iglesia, que expresa también la presencia del Cristo vivo en nuestros caminos de vida.

Desde la Edad Media existe la práctica de procesiones que recuerdan a la Iglesia su ser: una comunidad peregrina. Es un solo cuerpo que camina en los tiempos del mundo, guiado por el Espíritu Santo y la presencia de Cristo.  «Yo Estaré con ustedes todos los días, hasta el fin del mundo» (Mt 28:20). Estas últimas palabras del Evangelio de Mateo manifiestan nuestra fe en el Cristo vivo que celebramos en las misas, en el pan y vino, cuerpo y sangre de Cristo. Es el centro de nuestra fe y vida.

Nuestra fe y ser Iglesia los expresamos publicamente este día del Corpus Christi en procesiones en las calles de las ciudades llevando el Santisimo Sacramento (la hostia consagrada), como un pueblo peregrino de Dios en este mundo en que Cristo forma el centro de nuestra vida: Él es el verdadero pan de vida. Si bien en muchos lugares no es posible, por la pandemía, realizar tales procesiones en las calles, ellas deben ser recuperadas en la memoria de las comunidades.

En algunas comunidades existe la costumbre de elaborar «una alfombra de flores» (Blumenteppich). Esta tradición tiene su origen en Italia, donde los caminos de la procesión se adornaron con flores de colores y luego esta costumbre llegó a Alemania, a la región de la Selva Negra en el siglo XIX, desde donde se extendió principalmente al sur de Alemania.

Nuestro «Blumenteppich» este año lo simboliza este año la canasta del pan – del cuerpo Cristo – fracciondo en partes como simbolo de la eucaristia y un pez, antiguo símbolo cristiano que hace referencia a la confesión original de nuestra fe. En griego el pez se llama ichthys, y representando cada letra una palabra expresa: Jesús, el C(h)risto, hijo de Dios (theou yiós), salvador (soter). 

(Pensamientos sobre la fiesta Corpus Christi,  Peter Downes, 2021).

 

 

Johannesfest

 

 

Pfingsten/ Pentecostés

Stundenbuch des Herzogs von Berry Les Très Riches Heures (15. Jh.).

  

Denn jeder hörte sie in seiner Sprache reden

Wie einst in Babylon alle Völker zusammen an einem gigantischen Bauprojekt arbeiteten, so spricht auch die Pfingstgeschichte von den verschiedenen Völkern, die sich in einem Geist vereint erleben und ihre sprachlichen Hindernisse sogleich sich auflösen, da sie alle dieselbe Erfahrung machen: auf einmal können sie sich alle verstehen und erleben sich als eine Einheit. In ihrer Verschiedenheit sehen sie sich plötzlich in einem einzigen gemeinsamen Geist verbunden. Trotz aller Vielfalt an Talenten, an Kräften – wir können auch von Mächten sprechen -, die sie voneinander unterscheiden, stellen sie fest, dass das Gemeinsame den eigentlichen Kern ihres Daseins ausmacht und dass ihr gemeinsamer Ursprung in Christus ist. Ihnen ist der Glaube geschenkt und in dem Zusammenhalt als Gemeinschaft können sie ihre Kräfte und Talente zum Nutzen aller einsetzen; damit werden sie zu wahren Menschen, zu Mitmenschen ihrer Nächsten.

Es ist gleichsam der Traum der Weltengemeinschaft, das Ideal von Kirche, wo alle Mitglieder wichtig sind und alle nach dem Wohl der Anderen streben, eine Gemeinschaft, die auf Harmonie und Fürsorge für die Bedürftigen, auf Heilung und Rettung aller Glieder der Menschenfamilie ausgerichtet ist.

Durch den allen gemeinsamen Geist werden wir gleichsam zu einem einzigen Körper, sind Glieder der Gemeinschaft in Christus. Die Vielen zusammen, seien sie ethnisch auch sehr verschieden («Juden und Griechen», oder aktuelle der Gegensatz von Juden und Palästiner in Israel) oder auch durch soziale Gräben voneinander getrennt («Sklaven und Freie», oder Arme und Reiche) sind in der Taufe zu einer einzigen großen Familie verbunden im Geist, der sie zum Heil aller führt. Wer diesem Heiligen Geist folgt, gelangt zur wahren Freiheit, die schließlich in die unendliche Liebe mündet. Wer diese Liebe erfährt und aufnimmt, wird dann zur Kraft und zum Wegweiser seiner Nächsten und mit der praktizierten Nächstenliebe wird er in der Gottesliebe sich ganz als Teil dieses einen ganzen Körpers begreifen.

Nicht Spaltung, Polarisierung, Machtgelüste, Ausgrenzungen, Diskriminierungen und Vorteilnahme, wie sie heute in nahezu allen Ländern zur «Normalität» geworden sind, sondern die Versöhnung, wahre Solidarität, Fürsorge und Förderung des Gemeinwohls und der Entwicklung zu einem Zusammengehörigkeitssinn entsprechen diesem Geist hin zur menschlichen Freiheit und zur Entwicklung zu einer Menschfamilie in einem gemeinsamen Haus. Wir müssen lernen, eine gemeinsame Sprache zu sprechen und einander zuzuhören und miteinander in einen wahren Dialog zu treten, um den Geist, der uns alle trägt, zu erfahren und fähig zu werden, endlich ein gemeinsames Familienhaus zu errichten. Dann regiert nicht mehr die Angst, sondern die Freiheit und der Geist der Nächstenliebe und somit auch die Gottesliebe.


 

Ser Iglesia en un único espíritu

En este Pentecostés 2021 estamos, en especialmente, llamados a reflexionar sobre nuestro ser como Iglesia. En una realidad de un mundo dividido, pueblos y países divididos socialmente y políticamente, en que la convivencia en paz está en peligro y en que el diálogo parece imposible por intereses tan opuestos, hablar de un espíritu común y que une a todos los miembros en un solo cuerpo común sueña como una utopía, como una fantasía o una imaginación idealista. Pero eso es el mensaje de Pentecostés que todos los fieles forman un único cuerpo con sus miembros de diferentes talentos, fuerzas y tareas al servicio de los demás. El fin de la nueva casa de familia – la Iglesia – es el camino hacia Cristo que podemos encontrar en el espíritu santo que une a todos y que nos hace libre por el amor al prójimo.

No se trata de mi salvación, de mi libertad, mi felicidad, mi verdad, sino de nosotros. Cuando los otros/las otras se transforman en el centro de mi actuar y mis obras, así puedo encontrar el espíritu que nos une y comprender el amor de Dios que se transforma en nosotros en el amor al prójimo.

En vez de circularnos en las diferencias, separaciones y oposiciones, debemos buscar lo que es común y que posibilita acercarse y comprenderse para iniciar un camino para formar un cuerpo en que todos los miembros están importante y entregan su fuerza, sus talentos en un proyecto conjunto: caminar hacia el Reino de Dios, vivir como una Iglesia de un único espíritu que nos conduce a la sanación y salvación. 

 

 

(Wünsche allen ein frohes und geistreiches Pfingstfest 2021; Peter Downes)

(Pensamientos sobre el significativo de Pentecostés en 2021; Peter Downes).

Gedanken zum Ostergeheimnis


Einweggerollter schwerer Schließstein, ein leeres offenstehendes Grab, so präsentiert sich das wohl wichtigste Grab der Geschichte in der Bibel.

So finden es drei Frauen aus dem Jüngerkreis Jesu am frühen Morgen des ersten
Wochentages, dem Tag der Sonne, wohl im Jahre 33, vor. Sie wollten den Leichnam ihres
gekreuzigten Messias mit Ölen und Salben einbalsamieren. Was sie aber vorfanden,
erschreckte sie zunächst. Es ist der Schreck des Unerwarteten, der Erfahrung mit etwas, das ihren Verstand übersteigt. Das Grab stand offen, der Leichnam ihres Herren Jesus war verschwunden, die Leinentücher im Grab verblieben.
Was sollten sie denken? Wurde der Leichnam entwendet, versteckt? Die Evangelien geben darauf eine Antwort. Engel bzw. Jesus selbst erschien ihnen und offenbarte ihnen, dass er vom Tod auferstanden ist. Er ist lebendig und gegenwärtig!
Von diesem außergewöhnlichen Erlebnis noch tief beeindruckt, eilten die Frauen zu den in
Angst und Frustration verharrenden Jüngern Jesu und erzählten ihnen von ihrem Erlebnis.
Normal schien den Jüngern dann die berichtete „Geschichte“ keineswegs. Es entspricht halt nicht den geläufigen Erfahrungen im Leben. Sie mussten es erst selbst sehen, selbst erleben, brauchten sichtbare und fühlbare Beweise.

Was tatsächlich nach der Abnahme des Leichnams am Karfreitag und dem Morgen des
Auffindens des leeren Grabes geschah, bleibt ein Geheimnis. Auch die Jünger scheinen
zunächst an einer geheim gehaltenen Entnahme des Leichnams Jesu gedacht zu haben,
allerdings nicht durch einen aus ihrem Kreise, sondern durch die Gegner Jesu, von Leuten des Hohenpriesters oder auch von römischen Soldaten.

Erst eine weitere Erfahrung öffnete ihnen das Geheimnis des Geschehens ganz. Es ist die
Begegnung mit dem Auferstandenen, seien es wie bei den beiden Anhängern Jesu, die sich auf dem Weg nach Emaus begaben, oder aber bei der Erscheinung Jesus bei der

gemeinsamen Mahlfeier. Sie gewannen die Gewissheit, dass Jesus bei ihnen war und
lebendig sie begleitete.

Es sind diese Berichte, im Evangelium, auf denen sich unser Glaube fußt. Sie sind uns
wahrscheinlich nur zugänglich, wenn wir ähnliche Erfahrungen machen, etwa mit einer
erinnernden aber auch spürbaren Gegenwart von geliebten Menschen, die verstorben sind, etwa in Träumen oder plötzlichen Vergegenwärtigungen, die uns das Herz berühren. Solche Erfahrungen helfen uns sich dem Ostergeheimnis anzunähern. Am Ende aber bleibt es aber ein Geheimnis – das wann und wie der Auferstehung –, dass wir nur im Glauben zu verstehen suchen können. Dafür müssen wir uns immer wieder auf den Weg nach Galiläa machen, wie Jesus selbst bzw. einer der Engel am Grab anwies. Wir verstehen alles nur, wenn wir den Weg Jesu nachgehen von Anfang an, uns immer wieder neu seinen Worten und Werken öffnen, die er in Galiläa bis hin zu seiner Passion und Auferstehung in Jerusalem für uns alle sprach und vollbrachte.

Das Geheimnis des leeren Grabes ist das sich Aufmachen auf Weg der Suche des Verstehens, was der Wille Gottes ist, wie wir am Ende Menschen nach dem Bilde Gottes werden, indem wir den Sohn – Christus – uns zum Vorbild nehmen.

 

Wünsche uns allen, dass wir uns auf diesen Weg begeben, nicht allein, sondern zusammen und in der Gewissheit, dass der lebendige Christus an unser Seite geht. Allen ein frohes und gesegnetes Osterfest 2021.


(Reflektionen von Peter Downes zum Ostersonntag, 3. April 2021, Santiago de Chile)


Herzlich willkommen! Bienvenidos!

 

...in unserer Gemeinde Sankt Michael! Wir sind die deutschsprachige katholische Gemeinde in Santiago de Chile. Alle, die uns kennenlernen wollen, sind sehr herzlich eingeladen zu unserem Gottesdienst. Beginn der Heiligen Messe ist immer sonntags um 11 Uhr. Anschließend treffen wir uns im Pfarrstübchen bei Kaffee, Tee und Plätzchen zum Kennenlernen und Austauschen. Unsere Kirche ist in der Avenida Salvador 1181 in Providencia.

 


 

...a nuestra parroquia Sankt Michael! Somos la parroquia católica de habla alemana en Santiago de Chile. Todos los que quieran conocernos son bienvenidos a nuestro servicio religioso. La Santa Misa se realiza  cada domingo a las 11 de la mañana. Después de la Misa nos reunimos en la sala parroquial para tomar café, té y galletas para conocernos e intercambiar ideas. Nuestra iglesia está en la Avenida Salvador 1181 , en la comuna de Providencia.

Zur Zeit können wegen der Corona-Krise keine Gottesdienste in Sankt Michael stattfinden. Wenn Sie unsere Gemeinde trotzdem kontaktieren wollen, melden Sie sich gerne bei

Monika Friederichs

Tel.: +56 9 9534 1945   

 

Die ganze Gemeinde Sankt Michael mit Padre Erich Hauck

 


 

En la actualidad, debido a la crisis sanitaria del Coronavirus, no es posible celebrar ningún servicio religioso en nuestra parroquia St. Michael. Si de todos modos quiere contactarse con nosotros, por favor contáctenos a

Monika Friederichs

Tel.: +56 9 9534 1945 

 

Atentamente,

Comunidad de la Parroquia de Sankt Michael junto al Padre Erich Hauck