30. Sonntag im Jahreskreis (24.10.2021)

(«Christus heilt den bilden Mann» Estache Le Seur, c. 1645, heute in der Stiftung Preußischer Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg in Potsdam)

Wochen-Impulse

(Gedanken zu den Lesungen und dem Evangelium)

 

30. Sonntag im Jahreskreis (24.10.2021)

1. Lesung: Jer 31,7-9

Lesung
aus dem Buch Jeremia.

So spricht der HERR: Jubelt Jakob voll Freude zu
und jauchzt über das Haupt der Völker! Verkündet, lobsingt
und sagt: Rette, HERR, dein Volk,
den Rest Israels!

Siehe, ich bringe sie heim aus dem Nordland und sammle sie von den Enden der Erde, unter ihnen Blinde und Lahme, Schwangere und Wöchnerinnen;
als große Gemeinde kehren sie hierher zurück. 


Weinend kommen sie
und in Erbarmen geleite ich sie.
Ich führe sie an Wasserbäche,
auf ebenem Weg, wo sie nicht straucheln. Denn ich bin Vater für Israel und Efraim ist mein Erstgeborener. 


2. Lesung: Hebr 5,1-6

Lesung
aus dem Hebräerbrief.

Jeder Hohepriester wird aus den Menschen genommen und für die Menschen eingesetzt zum Dienst vor Gott, um Gaben und Opfer für die Sünden darzubringen.

Er ist fähig, mit den Unwissenden und Irrenden mitzufühlen, da er auch selbst behaftet ist mit Schwachheit, und dieser Schwachheit wegen muss er wie für das Volk so auch für sich selbst Sündopfer darbringen.

Und keiner nimmt sich selbst diese Würde, sondern er wird von Gott berufen, so wie Aaron.

So hat auch Christus
sich nicht selbst die Würde verliehen, Hohepriester zu werden, sondern der zu ihm gesprochen hat:

Mein Sohn bist du. Ich habe dich heute gezeugt, wie er auch an anderer Stelle sagt:

Du bist Priester auf ewig
nach der Ordnung Melchisedeks.

[Er hat in den Tagen seines irdischen Lebens mit lautem Schreien und unter Tränen Gebete und Bitten vor den gebracht, der ihn aus dem Tod retten konnte, und er ist erhört worden aufgrund seiner Gottesfurcht.]

Evangelium: Mk 10,46b-52

Aus dem heiligen Evangelium nach Markus.

In jener Zeit, als Jesus mit seinen Jüngern und einer großen Menschenmenge Jericho verließ, saß am Weg ein blinder Bettler, Bartimäus, der Sohn des Timäus.

Sobald er hörte, dass es Jesus von Nazaret war, rief er laut: Sohn Davids, Jesus, hab Erbarmen mit mir! 


Viele befahlen ihm zu schweigen. Er aber schrie noch viel lauter: Sohn Davids, hab Erbarmen mit mir!

Jesus blieb stehen
und sagte: Ruft ihn her!
Sie riefen den Blinden
und sagten zu ihm: Hab nur Mut, steh auf, er ruft dich. 


Da warf er seinen Mantel weg, sprang auf und lief auf Jesus zu. 


Und Jesus fragte ihn: Was willst du, dass ich dir tue?
Der Blinde antwortete: Rabbuni, ich möchte sehen können. 


Da sagte Jesus zu ihm: Geh! Dein Glaube hat dich gerettet. Im gleichen Augenblick konnte er sehen
und er folgte Jesus auf seinem Weg nach. 


 

Impuls: Zum Reich Gottes sind alle berufen, die demütig um Gottes erbarmen bitten

Gott sucht nicht die Trennung der Völker, sondern lädt alle ein, um in seinem Reich eine große Gemeinde zu bilden. Jeremia spricht von einer Sammlung von den « Enden der Erde» und erwähnt dabei Gruppen, die eigentlich als kultisch unrein ausgeschlossen blieben: die Blinden und Lahmen, deren Krankheit und Behinderungen als Folge einer göttlichen Strafe galt. Er erwähnt dann noch Schwangere und Wöchnerinnen, womit auf die «Jungfrau» Israel anspielt, die in Gefahr sehen, Gott untreu zu werden, aber nun durch Gott Aufnahme finden soll. Gott erweist ihnen sein Erbarmen und führt sie auf sicherem Weg.

Im Hebräerbrief ist von den Hohepriestern die Rede, die von Gott berufen sind und als Stellvertreter des Volkes Sühneopfer für die Sünden aller darbringen. Auch hier geht es ums Handeln Gottes. Denn es ist Gott, der jemanden zum Dienst bestellt. Auch Christus erhielt seine Würde von seinem Vater verliehen. Betont wird eine Haltung, die wir gegenüber Gott einnehmen sollen. Vor Gott können wir selbst nichts einbringen, das ihn beeinflussen könnte, sondern er ist es, der einlädt, der beruft und der sein Erbarmen über alle ergießt, die ihn darum bitten. Wenn es unter «Tränen» geschieht, bedeutet es, dass man sich der vollkommenen Abhängigkeit von Schöpfer klar wird und angesichts seiner Größe und der menschlichen Schwachheit, sind wir immer nur Bittsteller. 

Bei der Begegnung Jesus mit dem blinden Bettler Bartimäus zeigt sich Jesus – wie Gott-Vater – zugänglich zu den Bitten um das göttliche Erbarmen. Hier wird Jesus als «Sohn Davids», d.h. als den verheißenen endzeitlichen Messias angesprochen. Da aber Bartimäus als Behinderter (bzw. Kranker) betrachtet wird und damit als einer der aus der jüdischen Glaubensgemeinschaft ausgeschlossen ist, fordern ihn die Umstehenden auf zu Schweigen. Er wird damit als rechtlos erklärt. Doch Bartimäus fühlt sich ermutig noch lauter um Erbarmen zu schreien. Und so geht Jesus nicht an ihm vorbei, sondern lässt ihn zu sich rufen. Der Blinde läuft daraufhin auf Jesus zu und dieser fragt ihn, was er denn für ihn tun könne. Er folgt seine Bitte: er bittet wieder sehen zu können. Es folgt nun der Kernsatz dieser Begegnung: «Geh! Dein Glaube hat dich gerettet. Im gleichen Augenblick konnte er sehen
und er folgte Jesus auf seinem Weg nach». 

Gott bereitet einen Weg für jeden von uns, er lädt uns ein. Den Sündern erweist er sein Erbarmen, wenn sie inständig darum bitten, d.h. wenn sie sich über ihren Zustand als Sünder und Bittsteller voll bewusst sind, denn damit öffnet sich der Weg zu ihrem Heil, der nicht nur körperlich ist, sondern die ganze Person in die Gemeinschaft mit Gott führt. Lernen wir also inständig und demütig Gott zu bitten und damit den Glauben zu erlangen, einen Glauben, der uns einen Weg öffnet, und die Wahrheit sehen lässt, die zum Reich Gottes führt. Leiden, Behinderungen und Ausgrenzungen sind keine unüberwindlichen Trennungen und Hindernisse zu Gott, sondern Gott schaut durch sie hindurch zum bittenden und leidenden Menschen, dem er sein Erbarmen schenkt. Wir dürfen daher auch niemanden Ausgrenzen und Abstoßen, sondern sollen den Weg zur Begegnung ebenen, damit wir gemeinsam dem heilvollen Ziel entgegengehen können. Nur wer aus dem Glauben schaut, seine alltägliche Blindheit ablegt, wird den Weg zum ewigen Leben sehen können. Aus dem am Weg sitzenden und wartenden Bartimäus wird ein Rufender und schließlich ein Gehender, ein Nachfolger Christi.  

 

Quien pide humildemente la misericordia de Dios es llamado al Reino de Dios.

Dios no busca la separación de los pueblos, sino que invita a todos a formar una gran comunidad en su Reino. Jeremías habla de una colección de gente desde "los confines de la tierra" y menciona grupos que, en realidad, fueron considerados excluidos del pueblo de Israel, de la comunidad judía del culto: los ciegos y cojos, cuyas enfermedades o discapacidades se consideraron consecuencias de pecados – suyos o de sus antepasados -, así eran castigo divino. Luego el profeta Jeremías menciona a las mujeres embarazadas y las mujeres que tuvieron recién nacidos que alude a la virgen Israel – el pueblo del norte, pueblo de Israel-, que es esposa de Dios, pero perdió su fidelidad a Dios y así está en peligro de perderse. Dios escucha sus llantos e invita a seguir el camino hacia su Reino. Todos ellos están ahora caminando con Dios mismo.

En la Carta a los Hebreos se presenta a los Sumos Sacerdotes que tienen su cargo por Dios, no por propia decisión. Como representantes del pueblo, ellos ofrecen sacrificios por los pecados del pueblo y por los suyos.  Aquí también se destaca  que Dios es el que actúa, pues es Dios quien llama a alguien a su servicio. También Cristo recibió su dignidad por su Padre. El texto enfatiza la actitud que debemos tomar hacia Dios. Nosotros mismos no podemos llevar nada ante Dios que podría moverle, pero es Él quien invita, quien llama y derrama su misericordia sobre todos los que le piden desde su corazón ayuda. Y los que piden ayuda de Dios bajo "lágrimas" que significa que uno se da cuenta de la completa dependencia que tiene del Creador y, ante su grandeza y la debilidad humana, siempre somos nosotros los suplicantes.

En el encuentro de Jesús con el mendigo ciego Bartimeo, Jesús se manifiesta de la misma manera que el Dios Padre: es accesible a las peticiones de misericordia. Aquí se habla de Jesús como el "hijo de David", es decir, el mesías escatológico prometido. Como Bartimeo es visto como una persona discapacitada (o enferma) y, por lo tanto, considerado un excluido de la comunidad religiosa judía, los transeúntes exigen su silencio. Le niegan el derecho a «reclamar»  algo o a quejarse. Sin embargo, él se siente animado a gritar aún más fuerte pidiendo misericordia. Jesús no ignora sus gritos y permite que se acerque. El ciego luego corre hacia Jesús, y cuando Jesús le preguntó en qué podría servirle, el ciego le pide a Jesús ayuda para  volver a ver. A continuación, sigue la frase clave de este encuentro: «Vete, tu fe te ha salvado. Y al instante, recobró la vista y le seguía por el camino».

Dios prepara el camino para cada uno de nosotros, nos invita. Él muestra su misericordia a los pecadores cuando abogan por ella, es decir, cuando son plenamente conscientes de su condición de pecadores y suplicantes, porque esto abre el camino a su salvación, que no es solo una sanación física, sino incluye la persona completa y la conduce  hacia la comunidad con Dios. Aprendamos, por tanto, a pedirle a Dios con seriedad y humildad y así a crecer en la  fe que nos abre un camino y nos permite ver la verdad que conduce al Reino de Dios. El sufrimiento, las discapacidades y la exclusión no son separaciones y obstáculos insuperables para Dios, sino que Dios mira a través de ellos a la persona suplicante y sufriente, a quien entrega su misericordia. Por lo tanto, no debemos excluir ni rechazar a nadie, sino allanar el camino al encuentro para que juntos podamos alcanzar la meta final, la salvación. Solo aquellos que miran desde la fe y se deshacen de su ceguera cotidiana podrán ver el camino hacia la vida eterna. Bartimeo, sentado y esperando por el camino, se convierte en hombre que grita y finalmente en un caminante, en un seguidor de Cristo.

Peter Downes, Theologe)

 

 

Zum Patronatsfest St. Michael (29. September 2021)

von Claudio di Girolamo, 1978-1980

Wer ist wie Gott?

 

Zum Patronatsfest St. Michael (29. September 2021).

 

Er ist einer der vier Erzengel und sein Name «Mikail» bedeutet: Wer ist wie Gott? Es ist gleichsam eine Anfrage an uns Menschen über unsere Beziehung zu Gott. Heute sehen sich viele Menschen als ihren eigenen Gott, als das höchste Maß der Dinge und meinen, nur sich selbst verantwortlich zu sein. Sie setzten sich an die Stelle Gottes. Und genau darin liegt ein Scheitern eines friedlichen Zusammenlebens. Wer nur an sich denkt und sich zum Mittelpunkt allen Handelns macht, nach Macht, Reichtum strebt und dann keine Grenzen mehr akzeptiert, der ist wie der gefallene Engel Luzifer – demLichtträger - und macht sich selbst zum Licht der Wahrheit, bringt dann aber tatsächlich nichts als Dunkelheit und Blindheit.

 

Sankt Michael erinnert uns daher, nicht Gott herauszufordern und sich unserer eigenen Grenzen bewusst zu sein zugleich der Gefahr der Selbstüberschätzung und der Versuchungen zu widerstehen. Der Erzengel Michael ist ein Schutzpatron gegen die Versuchungen des Drachen, Teufels, Luzifers oder Satans. 

 

Seit dem Mittelalter gilt er als Schutzpatron der Deutschenund viele deutsche katholische Gemeinden im Ausland sind ihm geweiht. Unsere Gemeinde Sankt Michael hat zwei Abbildungen: eine hölzerne Skulptur an der Vorderwand beim Altar, der den Engel mit Schild und Feuerschwert gegen Satan – in Form einer Schlange oder Drachens mit gehörnten Haupt und Händen zeigt; und ein Gemälde an der gegenüberliegenden Wand beim Eingang, einem Sankt Michael in priesterlicher Kleidung, seine rechte Hand an einer kreuzförmigen Struktur festhaltend und einem Gesicht, das an Christus erinnert. 

 

Wünsche allen Gemeindemitgliedern, ein besinnliches Patronatsfest 2021, Peter Downes.

 

 

¿Quién es como Dios?

 

A la fiesta patronal de San Miguel (29 de septiembre de 2021).

 

San Miguel es uno de los cuatro arcángeles y su nombre «Mikail» significa: ¿Quién es como Dios? Es una pregunta dirigida directamente a nosotros, los seres humanos, sobre nuestra relación con Dios. En nuestros tiempos muchas personas se ven a sí mismas como su propio Dios, como el centro de todas las cosas y creen que ellos solos son responsables ante sí mismas. Ellos ocupan el lugar de Dios. Y precisamente ahí radica el fracaso de una convivencia pacífica. Quien solo piensa en sí mismo y se convierte en el centro de toda su acción, busca el poder, la riqueza y luego ya no acepta ningún límite, se transforma en un gemelo del ángel caído Lucifer - el portador de la luz - y se considera a simisma como la luz de la verdad, pero en realidad no trae nada más que tinieblas y ceguera.

 

San Miguel, por tanto, nos recuerda que no debemos desafiar a Dios y ser conscientes de nuestros propios límites,  así podemos resistir el peligro de sobreestimarnos a nosotros mismos y las tentaciones. El Arcángel Miguel es un santo patrón contra las tentaciones del Dragón infernal, el Diablo, Lucifer o Satanás.

Miguel ha sido el santo patrón de los alemanes desde la Edad Media y muchas comunidades católicas alemanas en el extranjero están consagradas a él. Nuestra iglesia Sankt Michael tiene dos imágenes: una escultura de madera en la pared frontal del altar, que muestra el ángel con un escudo y una espada de fuego luchando contra Satanás que tiene forma de serpiente o dragón y una cabeza con cuernos y manos humanos; y una pintura en la pared opuesta de la entrada de un San Miguel vestido  como sacerdote, sosteniendo su mano derecha sobre una estructura en forma de cruz y un rostro que nos recuerda a Cristo.

 

Deseo a toda la comunidad de Sankt Michaelun día especial de reflexión sobre nuestro patrón celestial y eclesial, 2021, Peter Downes).

 

 

 

Zum Heiligen Jahr in Santiago de Compostela

Zwei Jakobsbrüder Stich von Jost Amann 1568

Mit Stab, Hut, Mantel und Tasche unterwegs auf eine «Reise der Seele»

Immer wenn der 25. Juli auf einen Sonntag fällt, wird in Santiago de Compostela ein Heiliges Jahr ausgerufen. Das Grab des Heiligen zählt zu den wichtigsten Pilgerorten der Christenheit. Waren es im Mittealter vorwiegend fromme Pilger und Büßer, die sich auf den europaweiten Pilgerweg zum Grab des Heiligen Jakobus nach Compostela in Galicien begaben, so sind es im 21. Jahrhundert vielfach Wanderfreunde, Kunstliebhaber, Sinnsuchende oder Menschen die sich aus sehr verschiedenen individuellen Motiven auf den Weg begeben.

 

Vom Apostelgrab, der Pilgerstätte und dem Schutzpatron Spaniens

Mit der Entdeckung des Grabes des heiligen Apostels Jakobus im 9. Jahrhundert, entwickelte sich Compostela in weniger als einem Jahrhundert zu einem der bedeutendsten Pilgerorte Europas und reihte sich, ab dem 11. und 12. Jahrhundert, neben Jerusalem und Rom zu einem regelrechten Wallfahrtszentrum. Die Entdeckung des Grabes fällt in einer Zeit der fortschreitenden Islamisierung Spaniens, die auch durch den Adoptionismusstreit – einem christologischen Streit um die menschliche und göttliche Natur Christi -  mit dem Erzbistum Toledo kennzeichnet ist. In Compostela war man bestrebt, die eigene kirchliche Stellung zu steigern und konnte mit dem Apostelgrab eine Sonderstellung in Spanien rechtfertigen, die schließlich Compostela zum Erzbistum erhob.

Wie aber kamen die Gebeine des Apostels Jakobus nach Spanien? Das bedurfte einer Erklärung, da in der Apostelgeschichte lediglich von seiner Hinrichtung des Jakobus durch Herodes Antipas im Jahre 44 berichtet wird. Es entstanden daher Legenden, die mit der Zeit Veränderungen unterlagen und damit auch die Funktion des Apostels den zeitlichen Umständen anpasste. Als Missionar soll er vor seinem Tod in Spanien gewirkt haben und somit soll sein Leichnam dorthin übertragen worden sein. Sein Grab wurde als Wunderstätte und Heilungsort schnell zu einer Pilgerstätte. Mit den Kreuzzügen wurde dann Jakobus auch die Funktion des Schutzhelfers und Patrons bei den Kriegszügen gegen die Muslime zuerkannt. Während der Reconquista und auch während der Eroberung Amerikas rief man seinen Namen, um himmlische Unterstützung gegen die Muslime bzw. Indios zu erlangen. So wurde Santiago zum «matamoros» und «mataindios». Seine Funktion als Schutzpatron während der Conquista spiegelt sich auch im Namen der Hauptstadt Chiles wider. Neben Maria wurde er damit zum Schutzheiligen bei Schlachten und in Notzeiten. Beiden Fürsprechern kam und kommt daher die hohe Verehrung besonders in Chile und anderen Staaten Südamerikas zu.   

 

Ein Pilgerort im Wandel der Zeiten

Bis zum 14. Jahrhundert erlebte Compostela ein reges Pilgerwesen. Franzosen, Deutsche, Italiener und Engländer bildeten die Hauptmasse der Pilger, die auf verschiedenen Pilgerwegen mit Stab, Hut, Mantel und einer Reisetasche fürs Nötigste die Pyrenäen überquerten und dann ihren Weg auf dem «camino francés» über Puente de la Reina, Burgos und León bis zum Grab Santiagos fortsetzen. Über die Praxis der Pilger im 12. Jahrhundert am Grab des heiligen Jakobus berichtet eine Predigt im Jakobusbuches: «Mit übermäßiger Freudebewundert man die große Schar der Pilger, die beim ehrwürdigen Altar des heiligen Jakobus Nachtwache hält.: Die Deutschen weilen auf der einen Seite, die Franken [Franzosen] auf der anderen, die Italer schließlich auf der dritten; sie halten Kerzen in den Händen, so daß die ganze Kirche wie durch die Sonne an einem hellen Tag erstrahlt. Nur mit seinen Landleuten vollzieht jeder die Nachtwache, manche spielen Leier, Lyra, Pauke, Quer- und Blockflöte, Posaune, Harfe, Fidel, britische oder gallische Rotta; manche singen während der Nachtwache von Psalterien oder anderen Musikinstrumenten begleitet; manche bereuen ihre Sünden, lesen Psalmen oder geben Almosen» (Klaus Herbers, Jakobsweg. Geschichte und Kultur einer Pilgerfahrt, 3. Auflage, München: Beck, 2011, s. 72). Die spirituelle Reise wurde las Reinigung der Seele verstanden. Man erwartete am Ende der Pilgerschaft den Sündenerlass, Heilungen und ein geläutertes Leben. 

Im 15. und 16. Jahrhundert verlor Compostela zunehmend an Pilgerzulauf, was an einer veränderten Spiritualität, dem Humanismus, der Verbreitung des Ablasshandels und der Reformation lag. Man konnte nun auch eine spirituelle Reise (Meditationen) vollziehen, ohne sich auf eine lange Pilgerreise zu begeben, aber auch die Kritik an den Heiligenkult sowie die Möglichkeit einen Sündennachlass durch Ablässe zu erlangen, wirkten sich negativ auf die Pilgerpraxis aus. Zudem förderte die Kirche nun auch lokale Wallfahrtsorte, die als Alternative auch für ärmere Gläubige atraktiver waren. Wirtschaftliche und politische Spannungen in den folgenden Jahrhunderten reduzierten weiterhin die Zahl der Pilger. Erst am Ende des 19. Jahrhunderts und zu Beginn des 20. Jahrhunderts erlebte Compostela wieder eine kurze Blütezeit, die allerdings dann durch die beiden Weltkriege sogleich einen Abbruch erlebte. Erst mit dem Eintritt Spaniens in die Europäische Union in den 80er Jahren trat ein dauerhafterer Wandel ein. 1993 wurde der Weg selbst zum Weltkulturerbe erklärt, eine wahrhaft «europäische» Kulturstraße. Besonders in den Heiligen Jahren in Compostela erlebte der Pilgerweg in den letzten Jahren stetig steigende Popularität, vor allem unter jungen Leuten. Wanderlust, Kunstinteresse, Sinnsuche, Kontakte mit Menschen aus verschiedenen Ländern, aber auch spirituelle Motive scheinen nun die Pilger des 21. Jahrhundert auszumachen. Kam es in den letzten Jahren schon zum Massenanlauf auf den Pilgerweg, so stellte man im letzten Heiligen Jahr (2010) allein 270.818 Pilgerzertifikate – für die Zurücklegung von mindestens 100Km des Pilgerweges – aus. In 2019 wurde der Rekord mit 347.511 Pilgern erreicht. Die Pandemie brachte diese Tendenz zum Erliegen, so dass 2020 lediglich 54.143 Pilger ein Zertifikat erhielten. Nun hofft man, in diesem neuen Heiligen Jahr, die Pilgerströme wieder neu zu beleben. Aufgrund der Pandemie hat Papst Franziskus der Bitte des Bischofs von Santiago stattgegeben und das Heilige Jahr bis zum 31. Dezember 2022 verlängert. Ob sich dann wieder große Ströme von frommen Pilgern und Touristen-Pilgern zum Grab des heiligen Jakobus aufmachen werden, wird sich zeigen müssen.

 

(Peter Downes)

  

 

 

 

Der Jakobsweg der "camino frances"

 

 

Fron-leichnam Corpus Christi


Der Fisch steht für ein antik-christliches Symbol des Credo (Glaubensbekenntnisses). Aus den Buchstaben des griechische Wort für Fisch Ichthys  leitet sich das Bekenntnis ab: Jesus, der Christus ist der Sohn Gottes (theou hyios), unser Heil (soter).
 
Und dann der Brotkorb, das Symbol der Brotgemeinschaft und der Körper Christi, der uns trägt. 
 
 
 

Corpus Christi als Mittelpunkt unseres Lebens

 

Ein Fest zum «Körper» von Christus, scheint zunächst vielleicht für vielen Menschen sonderlich, war doch das Grab nach der Auferstehung leer und somit sind weder ein Leichnam noch irgendwelche körperlichen Reste erhalten, denen man dann eine Verehrung entgegenbringen könnte.

Denken wir aber an das letzte Abendmahl zurück und an das Pfingstereignis, so wird jedem Christen schnell bewusst, dass Christus lebendig gegenwärtig ist im Sakrament der Eucharistie. Das Brot (die Hostie) wird zum Leib des Herren – daher auch das aus dem Mittelhochdeutschen stammende Wort Fron-leichnam, wobei der Wort «Frondienst» als Herrendienst den einen oder anderen wohl bekannt seine dürfte – und dieser Körper des Herrn wird in der gemeinsamen Feier der Eucharistie vom Priester, in Form der realen Vergegenwärtigung des sinngebenden letzten Abendmahls Christi, gebrochen und dann unter die Gläubigen zum Verzehr gereicht. Die Gläubigen nehmen damit den Leib Christi in sich auf und werden in ihrem Glauben gestärkt; sie werden zugleich Teilhaber am Körper Christi, wachsen zur Gemeinschaft des vereinten Körpers zusammen. Und wenn wir noch an die versprochene Gegenwart Christi im Heiligen Geistes in seiner Kirche denken – so das Pfingstfest -, dann ist der Corpus Christi auch hier in der gläubigen Gemeinde lebendig gegenwärtig.

Es macht also völligen Sinn, dass wir uns an diese körperliche Gegenwart Christi eigens erinnern und damit an das Gründungsfest der Eucharistie, dem Gründonnerstag mit der Einsetzung dieser sinngebenden Mahlfeier erinnern. Die Feier an einem Donnerstag nach der Pfingstwoche macht genau diese Verbindung deutlich. Nun kann die Freude über diese Brot-Körper-gemeinschaft, die Auferstehung des Herrn und das Pfingstereignis (der geistlichen Gegenwart Christi) gleichsam ihren festlichen Ausdruck bekommen.

Der Glaube und das Kirche-sein der Christen findet ihren öffentlichen Ausdruck mit den Prozessionen des Allerheiligsten (der konsekrierten Hostie) durch die Straßen der Stadt und wird dann mit dem Hymnus Tantum ergo in der Pfarrkirche beendet. Als wanderndes Gottesvolk in den Zeiten der Welt, bildet Christus die Mitte unseres Lebens: er ist das wahre Brot des Lebens. Sicherlich kann dieses Jahr inmitten der Pandemie nicht überall eine solche Prozession stattfinden, sie kann dann aber auch in einem kleinen Rundgang innerhalb der Kirche ihren Ausdruck finden.

In machen Gemeinden findet sich auch der Brauch Blumenteppiche auszulegen. Ihren Ursprung hat diese Tradition in Italien, wo man die Prozessionswege mit farbigen Blumenteppichen auslegte und gelangte dann im 19. Jahrhundert in den Schwarzwald, von wo aus sie sich dann vor allem in Süddeutschland ausbreitete. In den vorwiegend katholisch geprägten süddeutschen Bundesländern ist dieser spezielle «Kirchentag» auch heute noch ein offizieller Feiertag. 

(Gedanken zum Hochfest von Corpus Christi (Fronleichnahm) 2021, Peter Downes.

 

 

Corpus Christi, el centro de nuesta fe y vida

 

El jueves pasado la Iglesia celebró la fiesta del Corpus Christi, recordando el centro de nuestra fe: la presencia real del Cristo vivo en la Eucaristía. En esta fiesta se juntan los elementos centrales de nuestra fe: formamos una familia de los fieles que comparten una mesa en agradecimiento de la muerte y la resurrección del Señor y comprendemos, en cada celebración de la eucaristía, que Cristo vivo está presente en el pan que se transforma en su cuerpo entregado por nuesta salvación. Somos parte de este cuerpo eclesial que, como miembros de la Iglesia, unidos en un único espíritu que es Cristo.  «Por Cristo, con Él y el Él» somos Iglesia.

¡Esta fiesta se celebra en un jueves! Se conecta directamente con el día de la Última Cena, del Jueves Santo, la noche anterior a la crucifixión. Y es una semana después de Pentecostés en que recordamos la significativa presencia del Espíritu Santo en la Iglesia, que expresa también la presencia del Cristo vivo en nuestros caminos de vida.

Desde la Edad Media existe la práctica de procesiones que recuerdan a la Iglesia su ser: una comunidad peregrina. Es un solo cuerpo que camina en los tiempos del mundo, guiado por el Espíritu Santo y la presencia de Cristo.  «Yo Estaré con ustedes todos los días, hasta el fin del mundo» (Mt 28:20). Estas últimas palabras del Evangelio de Mateo manifiestan nuestra fe en el Cristo vivo que celebramos en las misas, en el pan y vino, cuerpo y sangre de Cristo. Es el centro de nuestra fe y vida.

Nuestra fe y ser Iglesia los expresamos publicamente este día del Corpus Christi en procesiones en las calles de las ciudades llevando el Santisimo Sacramento (la hostia consagrada), como un pueblo peregrino de Dios en este mundo en que Cristo forma el centro de nuestra vida: Él es el verdadero pan de vida. Si bien en muchos lugares no es posible, por la pandemía, realizar tales procesiones en las calles, ellas deben ser recuperadas en la memoria de las comunidades.

En algunas comunidades existe la costumbre de elaborar «una alfombra de flores» (Blumenteppich). Esta tradición tiene su origen en Italia, donde los caminos de la procesión se adornaron con flores de colores y luego esta costumbre llegó a Alemania, a la región de la Selva Negra en el siglo XIX, desde donde se extendió principalmente al sur de Alemania.

Nuestro «Blumenteppich» este año lo simboliza este año la canasta del pan – del cuerpo Cristo – fracciondo en partes como simbolo de la eucaristia y un pez, antiguo símbolo cristiano que hace referencia a la confesión original de nuestra fe. En griego el pez se llama ichthys, y representando cada letra una palabra expresa: Jesús, el C(h)risto, hijo de Dios (theou yiós), salvador (soter). 

(Pensamientos sobre la fiesta Corpus Christi,  Peter Downes, 2021).

 

 

Johannesfest

 

 

Pfingsten/ Pentecostés

Stundenbuch des Herzogs von Berry Les Très Riches Heures (15. Jh.).

  

Denn jeder hörte sie in seiner Sprache reden

Wie einst in Babylon alle Völker zusammen an einem gigantischen Bauprojekt arbeiteten, so spricht auch die Pfingstgeschichte von den verschiedenen Völkern, die sich in einem Geist vereint erleben und ihre sprachlichen Hindernisse sogleich sich auflösen, da sie alle dieselbe Erfahrung machen: auf einmal können sie sich alle verstehen und erleben sich als eine Einheit. In ihrer Verschiedenheit sehen sie sich plötzlich in einem einzigen gemeinsamen Geist verbunden. Trotz aller Vielfalt an Talenten, an Kräften – wir können auch von Mächten sprechen -, die sie voneinander unterscheiden, stellen sie fest, dass das Gemeinsame den eigentlichen Kern ihres Daseins ausmacht und dass ihr gemeinsamer Ursprung in Christus ist. Ihnen ist der Glaube geschenkt und in dem Zusammenhalt als Gemeinschaft können sie ihre Kräfte und Talente zum Nutzen aller einsetzen; damit werden sie zu wahren Menschen, zu Mitmenschen ihrer Nächsten.

Es ist gleichsam der Traum der Weltengemeinschaft, das Ideal von Kirche, wo alle Mitglieder wichtig sind und alle nach dem Wohl der Anderen streben, eine Gemeinschaft, die auf Harmonie und Fürsorge für die Bedürftigen, auf Heilung und Rettung aller Glieder der Menschenfamilie ausgerichtet ist.

Durch den allen gemeinsamen Geist werden wir gleichsam zu einem einzigen Körper, sind Glieder der Gemeinschaft in Christus. Die Vielen zusammen, seien sie ethnisch auch sehr verschieden («Juden und Griechen», oder aktuelle der Gegensatz von Juden und Palästiner in Israel) oder auch durch soziale Gräben voneinander getrennt («Sklaven und Freie», oder Arme und Reiche) sind in der Taufe zu einer einzigen großen Familie verbunden im Geist, der sie zum Heil aller führt. Wer diesem Heiligen Geist folgt, gelangt zur wahren Freiheit, die schließlich in die unendliche Liebe mündet. Wer diese Liebe erfährt und aufnimmt, wird dann zur Kraft und zum Wegweiser seiner Nächsten und mit der praktizierten Nächstenliebe wird er in der Gottesliebe sich ganz als Teil dieses einen ganzen Körpers begreifen.

Nicht Spaltung, Polarisierung, Machtgelüste, Ausgrenzungen, Diskriminierungen und Vorteilnahme, wie sie heute in nahezu allen Ländern zur «Normalität» geworden sind, sondern die Versöhnung, wahre Solidarität, Fürsorge und Förderung des Gemeinwohls und der Entwicklung zu einem Zusammengehörigkeitssinn entsprechen diesem Geist hin zur menschlichen Freiheit und zur Entwicklung zu einer Menschfamilie in einem gemeinsamen Haus. Wir müssen lernen, eine gemeinsame Sprache zu sprechen und einander zuzuhören und miteinander in einen wahren Dialog zu treten, um den Geist, der uns alle trägt, zu erfahren und fähig zu werden, endlich ein gemeinsames Familienhaus zu errichten. Dann regiert nicht mehr die Angst, sondern die Freiheit und der Geist der Nächstenliebe und somit auch die Gottesliebe.


 

Ser Iglesia en un único espíritu

En este Pentecostés 2021 estamos, en especialmente, llamados a reflexionar sobre nuestro ser como Iglesia. En una realidad de un mundo dividido, pueblos y países divididos socialmente y políticamente, en que la convivencia en paz está en peligro y en que el diálogo parece imposible por intereses tan opuestos, hablar de un espíritu común y que une a todos los miembros en un solo cuerpo común sueña como una utopía, como una fantasía o una imaginación idealista. Pero eso es el mensaje de Pentecostés que todos los fieles forman un único cuerpo con sus miembros de diferentes talentos, fuerzas y tareas al servicio de los demás. El fin de la nueva casa de familia – la Iglesia – es el camino hacia Cristo que podemos encontrar en el espíritu santo que une a todos y que nos hace libre por el amor al prójimo.

No se trata de mi salvación, de mi libertad, mi felicidad, mi verdad, sino de nosotros. Cuando los otros/las otras se transforman en el centro de mi actuar y mis obras, así puedo encontrar el espíritu que nos une y comprender el amor de Dios que se transforma en nosotros en el amor al prójimo.

En vez de circularnos en las diferencias, separaciones y oposiciones, debemos buscar lo que es común y que posibilita acercarse y comprenderse para iniciar un camino para formar un cuerpo en que todos los miembros están importante y entregan su fuerza, sus talentos en un proyecto conjunto: caminar hacia el Reino de Dios, vivir como una Iglesia de un único espíritu que nos conduce a la sanación y salvación. 

 

 

(Wünsche allen ein frohes und geistreiches Pfingstfest 2021; Peter Downes)

(Pensamientos sobre el significativo de Pentecostés en 2021; Peter Downes).

Gedanken zum Ostergeheimnis


Einweggerollter schwerer Schließstein, ein leeres offenstehendes Grab, so präsentiert sich das wohl wichtigste Grab der Geschichte in der Bibel.

So finden es drei Frauen aus dem Jüngerkreis Jesu am frühen Morgen des ersten
Wochentages, dem Tag der Sonne, wohl im Jahre 33, vor. Sie wollten den Leichnam ihres
gekreuzigten Messias mit Ölen und Salben einbalsamieren. Was sie aber vorfanden,
erschreckte sie zunächst. Es ist der Schreck des Unerwarteten, der Erfahrung mit etwas, das ihren Verstand übersteigt. Das Grab stand offen, der Leichnam ihres Herren Jesus war verschwunden, die Leinentücher im Grab verblieben.
Was sollten sie denken? Wurde der Leichnam entwendet, versteckt? Die Evangelien geben darauf eine Antwort. Engel bzw. Jesus selbst erschien ihnen und offenbarte ihnen, dass er vom Tod auferstanden ist. Er ist lebendig und gegenwärtig!
Von diesem außergewöhnlichen Erlebnis noch tief beeindruckt, eilten die Frauen zu den in
Angst und Frustration verharrenden Jüngern Jesu und erzählten ihnen von ihrem Erlebnis.
Normal schien den Jüngern dann die berichtete „Geschichte“ keineswegs. Es entspricht halt nicht den geläufigen Erfahrungen im Leben. Sie mussten es erst selbst sehen, selbst erleben, brauchten sichtbare und fühlbare Beweise.

Was tatsächlich nach der Abnahme des Leichnams am Karfreitag und dem Morgen des
Auffindens des leeren Grabes geschah, bleibt ein Geheimnis. Auch die Jünger scheinen
zunächst an einer geheim gehaltenen Entnahme des Leichnams Jesu gedacht zu haben,
allerdings nicht durch einen aus ihrem Kreise, sondern durch die Gegner Jesu, von Leuten des Hohenpriesters oder auch von römischen Soldaten.

Erst eine weitere Erfahrung öffnete ihnen das Geheimnis des Geschehens ganz. Es ist die
Begegnung mit dem Auferstandenen, seien es wie bei den beiden Anhängern Jesu, die sich auf dem Weg nach Emaus begaben, oder aber bei der Erscheinung Jesus bei der

gemeinsamen Mahlfeier. Sie gewannen die Gewissheit, dass Jesus bei ihnen war und
lebendig sie begleitete.

Es sind diese Berichte, im Evangelium, auf denen sich unser Glaube fußt. Sie sind uns
wahrscheinlich nur zugänglich, wenn wir ähnliche Erfahrungen machen, etwa mit einer
erinnernden aber auch spürbaren Gegenwart von geliebten Menschen, die verstorben sind, etwa in Träumen oder plötzlichen Vergegenwärtigungen, die uns das Herz berühren. Solche Erfahrungen helfen uns sich dem Ostergeheimnis anzunähern. Am Ende aber bleibt es aber ein Geheimnis – das wann und wie der Auferstehung –, dass wir nur im Glauben zu verstehen suchen können. Dafür müssen wir uns immer wieder auf den Weg nach Galiläa machen, wie Jesus selbst bzw. einer der Engel am Grab anwies. Wir verstehen alles nur, wenn wir den Weg Jesu nachgehen von Anfang an, uns immer wieder neu seinen Worten und Werken öffnen, die er in Galiläa bis hin zu seiner Passion und Auferstehung in Jerusalem für uns alle sprach und vollbrachte.

Das Geheimnis des leeren Grabes ist das sich Aufmachen auf Weg der Suche des Verstehens, was der Wille Gottes ist, wie wir am Ende Menschen nach dem Bilde Gottes werden, indem wir den Sohn – Christus – uns zum Vorbild nehmen.

 

Wünsche uns allen, dass wir uns auf diesen Weg begeben, nicht allein, sondern zusammen und in der Gewissheit, dass der lebendige Christus an unser Seite geht. Allen ein frohes und gesegnetes Osterfest 2021.


(Reflektionen von Peter Downes zum Ostersonntag, 3. April 2021, Santiago de Chile)


Herzlich willkommen! Bienvenidos!

 

...in unserer Gemeinde Sankt Michael! Wir sind die deutschsprachige katholische Gemeinde in Santiago de Chile. Alle, die uns kennenlernen wollen, sind sehr herzlich eingeladen zu unserem Gottesdienst. Beginn der Heiligen Messe ist immer sonntags um 11 Uhr. Anschließend treffen wir uns im Pfarrstübchen bei Kaffee, Tee und Plätzchen zum Kennenlernen und Austauschen. Unsere Kirche ist in der Avenida Salvador 1181 in Providencia.

 


 

...a nuestra parroquia Sankt Michael! Somos la parroquia católica de habla alemana en Santiago de Chile. Todos los que quieran conocernos son bienvenidos a nuestro servicio religioso. La Santa Misa se realiza  cada domingo a las 11 de la mañana. Después de la Misa nos reunimos en la sala parroquial para tomar café, té y galletas para conocernos e intercambiar ideas. Nuestra iglesia está en la Avenida Salvador 1181 , en la comuna de Providencia.

Zur Zeit können wegen der Corona-Krise keine Gottesdienste in Sankt Michael stattfinden. Wenn Sie unsere Gemeinde trotzdem kontaktieren wollen, melden Sie sich gerne bei

Monika Friederichs

Tel.: +56 9 9534 1945   

 

Die ganze Gemeinde Sankt Michael mit Padre Erich Hauck

 


 

En la actualidad, debido a la crisis sanitaria del Coronavirus, no es posible celebrar ningún servicio religioso en nuestra parroquia St. Michael. Si de todos modos quiere contactarse con nosotros, por favor contáctenos a

Monika Friederichs

Tel.: +56 9 9534 1945 

 

Atentamente,

Comunidad de la Parroquia de Sankt Michael junto al Padre Erich Hauck