Gedanken zum Ostergeheimnis


Einweggerollter schwerer Schließstein, ein leeres offenstehendes Grab, so präsentiert sich das wohl wichtigste Grab der Geschichte in der Bibel.

So finden es drei Frauen aus dem Jüngerkreis Jesu am frühen Morgen des ersten
Wochentages, dem Tag der Sonne, wohl im Jahre 33, vor. Sie wollten den Leichnam ihres
gekreuzigten Messias mit Ölen und Salben einbalsamieren. Was sie aber vorfanden,
erschreckte sie zunächst. Es ist der Schreck des Unerwarteten, der Erfahrung mit etwas, das ihren Verstand übersteigt. Das Grab stand offen, der Leichnam ihres Herren Jesus war verschwunden, die Leinentücher im Grab verblieben.
Was sollten sie denken? Wurde der Leichnam entwendet, versteckt? Die Evangelien geben darauf eine Antwort. Engel bzw. Jesus selbst erschien ihnen und offenbarte ihnen, dass er vom Tod auferstanden ist. Er ist lebendig und gegenwärtig!
Von diesem außergewöhnlichen Erlebnis noch tief beeindruckt, eilten die Frauen zu den in
Angst und Frustration verharrenden Jüngern Jesu und erzählten ihnen von ihrem Erlebnis.
Normal schien den Jüngern dann die berichtete „Geschichte“ keineswegs. Es entspricht halt nicht den geläufigen Erfahrungen im Leben. Sie mussten es erst selbst sehen, selbst erleben, brauchten sichtbare und fühlbare Beweise.

Was tatsächlich nach der Abnahme des Leichnams am Karfreitag und dem Morgen des
Auffindens des leeren Grabes geschah, bleibt ein Geheimnis. Auch die Jünger scheinen
zunächst an einer geheim gehaltenen Entnahme des Leichnams Jesu gedacht zu haben,
allerdings nicht durch einen aus ihrem Kreise, sondern durch die Gegner Jesu, von Leuten des Hohenpriesters oder auch von römischen Soldaten.

Erst eine weitere Erfahrung öffnete ihnen das Geheimnis des Geschehens ganz. Es ist die
Begegnung mit dem Auferstandenen, seien es wie bei den beiden Anhängern Jesu, die sich auf dem Weg nach Emaus begaben, oder aber bei der Erscheinung Jesus bei der

gemeinsamen Mahlfeier. Sie gewannen die Gewissheit, dass Jesus bei ihnen war und
lebendig sie begleitete.

Es sind diese Berichte, im Evangelium, auf denen sich unser Glaube fußt. Sie sind uns
wahrscheinlich nur zugänglich, wenn wir ähnliche Erfahrungen machen, etwa mit einer
erinnernden aber auch spürbaren Gegenwart von geliebten Menschen, die verstorben sind, etwa in Träumen oder plötzlichen Vergegenwärtigungen, die uns das Herz berühren. Solche Erfahrungen helfen uns sich dem Ostergeheimnis anzunähern. Am Ende aber bleibt es aber ein Geheimnis – das wann und wie der Auferstehung –, dass wir nur im Glauben zu verstehen suchen können. Dafür müssen wir uns immer wieder auf den Weg nach Galiläa machen, wie Jesus selbst bzw. einer der Engel am Grab anwies. Wir verstehen alles nur, wenn wir den Weg Jesu nachgehen von Anfang an, uns immer wieder neu seinen Worten und Werken öffnen, die er in Galiläa bis hin zu seiner Passion und Auferstehung in Jerusalem für uns alle sprach und vollbrachte.

Das Geheimnis des leeren Grabes ist das sich Aufmachen auf Weg der Suche des Verstehens, was der Wille Gottes ist, wie wir am Ende Menschen nach dem Bilde Gottes werden, indem wir den Sohn – Christus – uns zum Vorbild nehmen.

 

Wünsche uns allen, dass wir uns auf diesen Weg begeben, nicht allein, sondern zusammen und in der Gewissheit, dass der lebendige Christus an unser Seite geht. Allen ein frohes und gesegnetes Osterfest 2021.


(Reflektionen von Peter Downes zum Ostersonntag, 3. April 2021, Santiago de Chile)


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